Saarbrücker Zeitung erneut mit Armutszeugnis in Sachen Internet

Beispiel eines Island-Tweets von Twitter-Nutzer @Verteidigung
Beispiel eines Island-Tweets von Twitter-Nutzer @Verteidigung

Mit der aufwandslosen und uninspirierten Verarbeitung einer dpa-Meldung hat die Saarbrücker Zeitung – wie viele andere Onlineausgaben von Tageszeitungen mit fehlendem Verständnis fürs Web – heute nochmals den traurigen Beweis abgeliefert, dass sie das Internet immer noch nicht begriffen hat. In Bezug auf in Twitter verbreitete Witze zum Ascheflug aus Island hat sie diese herzlose Meldung ins Netz gesetzt, ohne die Autoren der Tweets weder zu nennen, geschweige denn zu verlinken: «Twitter-Gemeinde witzelt über Aschewolke».

Artikel, Bluesky, Saarland

Twitterbuch bei PONS – Das Leben in 140 Zeichen

Twitterbuch bei PONS: Twitter - Das Leben in 140 Zeichen

Twitter – Das Leben in 140 Zeichen.
Wahre und kuriose Tweets aus dem Web

Herausgegeben vom Team der Twitterlesung
Dirk Baranek (@baranek)
Björn Grau (@bjoerngrau)
André Krüger (@bosch)
Tina Pickhardt (@PickiHH)
Susanne Reindke (@HappySchnitzel)
Michael Seemann (@mspro)
Markus Trapp (@textundblog)

Mit einem Cover von
Markus Angermeier (@kosmar)

Paperback, 13,5 x 19,5 cm, 128 Seiten, ISBN: 978-3-12-010028-7 Pick It! , Preis: 9,95 €

Braucht die Welt ein Twitterbuch? Ich glaube ja, denn so eines hat es noch nicht gegeben. Nix Twitter-Ratgeber, sondern ein Buch mit Tweets. Wir von Twitkrit schreiben nicht nur über Tweets auf Twitkrit, oder lesen Tweets auf Twitterlesungen vor, sondern wir haben für dieses Buch lesenswerte Tweets ausgewählt, von den Verfassern die Genehmigung zum Abdruck eingeholt und thematisch in 14 verschiedenen Kapiteln zusammengestellt. Ab September im Handel. Lest mehr dazu auf twitterlesung.de: PONS Twitter – Das Leben in 140 Zeichen.

Update 30.4.10: Das Twitterbuch gibt es auch als Minidownload.

Bluesky, Literatur

FAZ-Dossier «Deutsche Blogger»

Deutsche Blogger - Dossier in der FAZ

Das FAZ-Dossier «Deutsche Blogger», mit dem die FAZ heute zum Start der re:publica drei Seiten des Feuilletons ihrer Printausgabe füllt, ist auch in einer speziell für den Online-Zugang aufbereiteten Version im Netz. Schade, dass die Texte in Flash umgesetzt wurden. Hab mir die Artikel als PDF (3 Seiten) über den FAZ-Zugang für Stabi-Leser besorgt, aber noch nicht gelesen. Aber unabhängig davon, ob das alles so stimmt, was da steht (manches stimmt wohl nicht, wie ich auf Twitter schon lesen konnte), ist es eine beachtliche Tatsache, dass die FAZ den Blogs in ihrem Feuilleton so viel Platz einräumt.

Update 16.4.10, 13 Uhr: Bin jetzt erst dazu gekommen, das Dossier komplett zu lesen. Ein sehr armer Text. Das Notwendige wurde dazu schon an anderer Stelle gesagt. Ich verweise auf Carta («Deutsche Blogger besetzen die FAZ») und auf die sehr gute Entgegnung von Andrea Diener («was das blog alles kann»).

Artikel, Internet, Literatur

Magischer FC St. Pauli gewinnt gegen Augsburg 3:0

Die St. Pauli-Fahne in voller Erwartung (vor dem wichtigen Spiel gegen Augsburg)

Was für ein großartiges Spiel gestern am Millerntor, vor allem in der 2. Halbzeit. Hoch verdient gegen Augsburg 3:0 gewonnen. Das Tor zur 1. Liga weit aufgestoßen, es war so wunderbar. Was kann ich sonst noch sagen? Eigentlich nicht viel, hier lass ich noch ein weiteres Fotos und einen Tweet sprechen:

Nach dem Abpfiff: grenzenloser Jubel in der Südkurve

Mein getwittertes Resumée nach dem Spiel. ;)

Wenn Ihr richtig gute Fotos sehen wollt, schaut bei Stefan Groenveld vorbei, der hat den jubelnden Ebbers zwei mal ganz groß vor die Kamera bekommen. Update 14.4.10: Und hier noch weitere Bilder des denkwürdigen Spieles von Stefan Groenveld.

Die Tore von Lehmann und Ebbers im Bewegtbild:


Direktlink YouTube

Und ein schöner Artikel bei Frau Jekylla, der die Stimmung in der Süd ganz gut zusammenfasst: FC Sankt Pauli vs. FC Augsburg 3:0.

FC St. Pauli, Foto, Fußball

ZDF-Nachtstudio: Wie verändert das Internet unser Leben?

Peter Kruse im ZDF-Nachtstudio

Gute Sendung. Eben gesehen. Am meisten beeindruckt hat mich Peter Kruse: «Information Overkill – Wie verändert das Internet unser Leben?»

Ohne Internet geht gar nichts mehr. Für 58 Prozent der Deutschen ist das Leben ohne Web nach einer Bitkom-Studie „undenkbar“.

Mit dabei im von Volker Panzer (übrigens seit 1997) moderierten ZDF-Nachtstudio waren neben Prof. Kruse: Astrid Herbold, Sascha Lobo und Mario Sixtus. Kann in der ZDF-Mediathek nachgeschaut werden. Dauer: 64 Minuten. Lohnt sich.

Internet, TV, Video

Tolle Sachen machen mit Dropbox

Dropbox Mit Dropbox kann man wirklich tolle Sachen machen. Dateien abspeichern, um von überall her darauf zuzugreifen. Wahlweise im geschützten Verzeichnis oder auch zum Teilen von Dateien mit anderen. Kein vergessener Speicherstick macht den Zugriff auf wichtige Daten mehr zunichte. Das Abgleichen von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern geht ohne mühsames Kopieren von statten… Um nur ein paar der Vorteile zu nennen. Dropbox gibt’s auch als iPhone App, sehr praktisch, um Dateien zwischen PC und iPhone zu kopieren (dazu unten mehr).

Heute bin ich dann bei Cachy wieder mal auf eine weitere nette Idee gestoßen, die sich auch mit Hilfe von Dropbox umsetzen lässt und die ich dann endlich auch mal getestet habe: My PHP DropBox Gallery ist ein PHP-Skript zur automatischen Generierung einer Fotogalerie für bei Dropbox abgespeicherte Fotos. Ich habe es mal ausprobiert mit ein paar schnellen Schatten-Schnappschüssen von unterwegs, bei denen ich meinen Schatten – im kunstvollen Kontrast zu den leuchtenden Geox 😉 – abgelichtet habe:


Dropbox-Galerie - Test mit Schattenbildern

[Update 29.1.2012: Sehe gerade, die Galerie funktioniert nicht mehr. Vermute, Dropbox hat da inzwischen was geändert. Es gibt jetzt jedenfalls eine eigene Dropbox-Funktion. Bilder einfach in einem Dropbox-Verzeichnis ablegen, das man frei gibt. Dann wird ein „sharable link“ angezeigt zum teilen der Galerie. Für obige Bilder ist das dieser: www.dropbox.com/s/yb60an2yb97o08m.]

Voraussetzung für den Einsatz von My PHP DropBox Gallery ist natürlich, dass man auf dem eigenen Server PHP hat. Die Fotos liegen aber bei Dropbox.

Weitere Erweiterungen für Dropbox findet man im Dropbox Wiki. Als Edlef Stabenau neulich Dropbox auf Netbib vorstellte, hab ich dort in den Kommentaren noch einen Vorteil für iPhone-Nutzer erwähnt:

Bin auch ein großer Fan von Dropbox. Für iPhone-Nutzer, die den guten PDF-Reader Goodreader nutzen (mit dem nicht nur PDF-Dateien auf dem iPhone angezeigt werden können und zwischen PC und iPhone kopiert werden können), gibt es die gute Nachricht, dass dort auch seit Neuestem eine Zusammenarbeit mit Dropbox einwandfrei funktioniert, siehe http://www.goodreader.net/gr-man-tr-servers.html#webdav und http://forums.dropbox.com/topic.php?id=18111

Dropbox hat in den letzten Monaten meine Arbeit mit Dateien, die ich an unterschiedlichen Einsatzorten brauche, entscheidend erleichtert. Ein gut durchdachter Dienst mit sehr einfacher Handhabung. Also: wer Dropbox noch nicht kennt und mal ausprobieren möchte, kann diesem Link folgen: Anmeldung eines kostenlosen Dropbox-Accounts. Dann bekommt ihr statt 2 GB zu Beginn gleich 2,25 GB freien Speicherplatz und auch ich bekomme pro Anmeldung 250 MB Speicherplatz mehr ;-).

Foto, Software

AFM-Shirt von St. Pauli

Mein AFM-Shirt - gleich anprobiert: passt! ;-)

Die Abkürzung AFM steht beim FC St. Pauli für Abteilung Fördernde Mitglieder. So ein Förderndes Mitglied bin ich Anfang des Jahres geworden (siehe mein abgeschickter Mitgliedsantrag FC St. Pauli). AFM hatte Neu-Mitgliedern und deren Werbern AFM-Shirts in Aussicht gestellt (Aktion: Mitglieder werben Mitglieder). Heute kam meines an (siehe Foto oben), und meine „Werberin“, Frau Jekylla, bekam Ihres hoffentlich heute auch (denn am heutigen Tag kann sie es gleichzeitig als Geburtstagsgeschenk von St. Pauli betrachten).

Am Montag-Abend im super wichtigen Spiel gegen Augsburg bin ich natürlich in der Südkurve mit meinem AFM-Shirt am Start. Forza St. Pauli!

FC St. Pauli, Foto, Fußball

Zeitzeugnis aus dem Iran: Rafi Pitts – Zeit des Zorns


Direktlink YouTube

Wer im Kino gerne Popcorn isst (und entsprechend gerne seichte Filme sehen möchte), sollte hier nicht reingehen. Wer an einem Film gerne noch arbeitet, nachdem er ihn gesehen hat und wer die Geduld mitbringt, sich auch mit einem schwierigen Thema zu beschäftigen, wird den Besuch von «Zeit des Zorns» sicher nicht bereuen.

Der iranische Regisseur Rafi Pitts hat mit «Zeit des Zorns» (Shekarchi/The Hunter, IMDB) ein erschütterndes Zeitzeugnis geliefert, das sowohl menschlich berührt als auch die politische Wut von Menschen in unterdrückten Systemen nachvollziehbar macht. Einen politischen Film kann man dem Zuschauer am besten näher bringen, wenn man zeigt, wie die große Welt (zum Beispiel die eines Staates) in die kleine Welt (zum Beispiel die einer Familie) einschlägt. Und genau das macht «Zeit des Zorns».

In der ZEIT ist ein guter Artikel zum heutigen Filmstart in Deutschland erschienen. Dort schreibt Thomas Assheuer:

Die iranischen Wahrheitswächter werden Rafi Pitts düstere Parabel, die am Schluss eine überraschende Wendung nimmt, todsicher so verstehen, wie sie verstanden werden kann: nicht nur als Warnung an das Regime, sondern als Aufforderung an die Gesellschaft, nicht länger zu warten und endlich ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der Staatsterrorist Ahmadineschad muss gestürzt werden, denn die Menschen haben nur ein Leben, und danach sind sie tot. Der Umstand, dass Zeit des Zorns vor den Juni-Unruhen 2009 gedreht wurde, macht den Film prophetisch.

Weiter in DIE ZEIT: Grün ist die Farbe der Revolution

Siehe auch Süddeutsche Zeitung: Bis zum letzten Schuss

Habe den Film auf der Berlinale gesehen und kann ihn nur empfehlen, unter der oben genannten Prämisse, dass man auch schwierige und langsame – was nicht heißen muss langweilige – Filme im Kino zu schätzen weiß.

Kino, Politik
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