Tweet der Woche: Es gibt noch mehr Urheber

Auf die Gefahr hin, dass manche es nicht mehr hören können: es geht auch beim «Tweet der Woche» um das Urheberrecht. Konkret um den mehr als ärgerlichen gestern gestarteten „Wir sind die Urheber!“-Aufruf, indem namhafte Kulturvertreter sich vor den Karren der Verwertungsindustrie haben spannen lassen. Ich glaube, ihr wisst alle, worum es geht, und dass sich bereits heftigster Protest dagegen formiert. Falls nicht, hier der Verweis auf die c’t-Meldung dazu: Kritik an Künstleraufruf. Doch selbst wenn man den Unterzeichnern dieses Aufrufes unterstellen würde, sie seien gut informiert und sie glaubten in der Tat an das, was sie in ihrem Text manifestierten, ist genau ein Wörtchen zu viel in diesem Aufruf. Darauf hinzuweisen, ist auch die besondere Leistung von Stefan Niggemeier aka @niggi, deshalb ist dies für mich der «Tweet der Woche»:

Tweet der Woche von @niggi

Die Gegenaufrufe sind hier zu sehen, beide kann man im Falle, die Überzeugung zu teilen, unterstützen (ich habe es bereits getan):

Ebenfalls lesenswert zum Thema:

Update 13.5.2012: Heute hat Frank Schirrmacher in der FAS einen guten Vorschlag zur Abrüstung in der Urheberrechtsdebatte veröffentlicht, «Schluss mit dem Hass»:

Wie kommt es, dass die Produzenten und so viele Rezipienten von Werken der Kunst so aufeinander losgehen? Ein Vorschlag zur Abrüstung.

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur, Politik

Wie aktiv sind die Follower von @textundblog?

Herr @leumund hat sich gefragt, wie aktiv seine Twitter Follower sind. Und da Twitter hierauf von Haus aus keine Antwort gibt, hat er kurzerhand ein Tool gebastelt, mit dem man das abfragen kann. Da das Teil ein Kuchendiagramm auswirft, heißt es sinnigerweise Twitter Activity Pie. Bei eingeloggtem Twitter-Account und Autorisierung des Tools erfährt man, nach einer kurzen Geduldsprobe, wie es um die Aktivität der eigenen Follower steht. So sieht man auch rasch, wie hoch der Anteil an Karteileichen unter den Followern ist.

Wie aktiv sind die Follower von @textundblog?

Zum Zeitpunkt der Abfrage hatte ich eben 3.765 Follower. Wie man oben sehen kann, hat über ein Drittel davon innerhalb der letzten 24 h getwittert, über die Hälfte in den vergangenen sieben Tagen. Doch es gibt auch ein gutes Drittel, das die letzten vier Wochen keinen Tweet mehr geschrieben hat. Was mir gefühlt mehr oder weniger auch klar war, wird hier mit harten Zahlen belegt. Deshalb danke ich – genau wie Snoopsmaus – Christian Leumund für die statistische Initiative. Zum selber Ausprobieren bitte [Update 16:30 Uhr:] bei Leumund entsprechend kommentieren.

Bluesky

Stabi-Film seit heute im Netz

Stabi-Film from Stabi Hamburg on Vimeo.

Von den Dreharbeiten zum Stabi-Film hatte ich ja schon berichtet. Heute morgen haben wir ihn den Mitarbeitern der Stabi in einer Uraufführung in der Bibliothek gezeigt und nun ist er auch über das Stabi-Blog ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Signed Media hat mit diesem Film genau das abgeliefert, was wir uns vorgestellt hatten. Kein langweiliger Imagefilm, sondern ein Film, der mit beeindruckenden Bildern ein Gefühl für die Lebens- und Arbeitswelt in der Bibliothek vermittelt. Schaut doch mal rein und verbreitet ihn, falls er euch gefällt.

Literatur, Video

Stabi Hamburg heute mit ihren Schätzen in der BILD

Hamburgs größte Schätze auf Papier Wenn die Stabi in BILD-Hamburg auf fast einer ganzen Seite den Lesern ihre Schätze zeigen darf, dann freut es mich dann doch, obwohl ich das Blatt natürlich selbst nie lesen würde. Wenn das jetzt jemand in der BILD sieht und Lust bekommt, die Schätze der Stabi zu entdecken – zum Beispiel bei unserer beliebten Reihe Exponat des Monats – dann hat es sich auch gelohnt. Der Artikel ist auch ganz in Ordnung, bis auf eine kleine Verwechslung, die durch den Austausch einer Grafik zustande kam. Finde das Foto mit Kollegin Antje Theise außerdem sehr gelungen. Insgesamt ’ne gute Aktion also.

Sie liegen hinter dicken Mauern, unter Sicherheitsglas oder werden von Sicherheitspersonal bewacht…

Weiter auf “Hamburgs größte Schätze auf Papier”.

Update 11.5.2012: Der Artikel von Nadja Aswad und Leweke Brinkama ist nun auch online.

Hamburg, Literatur

Ein Magischer Tag voller Abschiede und Freude

Heute war ja ein ganz besonderer Abschied am Millerntor. Wir haben beim 5:0-Sieg über den SC Paderborn nicht nur die Saison verabschiedet, sondern uns auch von der Gegengerade, die nun abgerissen und neu gebaut werden wird. Und zu zwei Spielern galt es Danke und Tschüss zu sagen, die viel für den Verein geleistet haben, der eine eher schauspielerisch/atmosphärisch, beide waren aber wichtig: Deniz Naki und Calle Rothenbach. Jeder, der heute bei dem munteren Abschlussspiel zusah, weiß aber auch, dass noch weitere Spieler auf dem Platz standen, die wir wohl nicht mehr für den magischen FC spielen sehen. Allen voran mein Lieblingsspieler Max Kruse, der ja bereits mit Freiburg in Verbindung gebracht wird. Und vom Trainer müssen wir wohl bald auch Abschied nehmen, wenn an den Gerüchten was dran ist. Für mich unverständlich, aber da steckt man halt nicht drin. Update 7.5.2012, 14.00 Uhr: Schubert bleibt. Gut so.

FC St. Pauli, Fußball, Video

Tweet der Woche: Schmetterlinge im Bauch

Allensbach hat die Deutschen zum Gefühl der Schmetterlinge im Bauch befragt. 41 Prozent der Befragten gaben an, Liebe auf den ersten Blick schon erlebt zu haben. Nachzulesen in der Berliner Morgenpost: Spontanes Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch. Wie man sich das bildlich vorstellen kann, hat Frau Frauenfuss gemalt – es kribbelt!

Eine recht ungewöhnliche Beigabe zum Gefühl des aufgeregten Verliebtseins hat @PeterBreuer in dieser Woche zum Besten gegeben. Ehe dieses getwitterte Kleinod dem Vergessen überlassen wird, sei es hier als «Tweet der Woche» noch einmal eurer Aufmerksamkeit zugeführt:

Tweet der Woche von @peterbreuer

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Internet, Literatur

Frank Fischer: Weltmüller

Weltmüller

Frank FischerFrank Fischer ist u.a. bekannt als Mitautor von «Der Umblätterer». hat mit «Weltmüller» – Ende April im Berliner SuKuLTuR-Verlag erschienen – ein Buch veröffentlicht, das ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre empfehlen möchteIch habe «Weltmüller» gelesen, da der Verlag mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat.. Vier mal steht in diesem Büchlein jeweils eine Kunstproduktion im Mittelpunkt. Nein falsch: nicht die Kunst selbst, sondern die Betrachtung des Ergebnisses eines künstlerischen Schaffens steht im Fokus. Hört sich erschreckend nach Metaebene an, ist aber beruhigend geerdet im allzu menschlichen, spielerischen Umgang mit dem, was wir Kunst nennen. Es geht um Theater, um ein Kunstprojekt, um einen Bilderstreit und um die Reportagensammlung eines Journalisten.

Das erste Kunstwerk…

…gibt es in Hamburg zu bestaunen: Eine «Godot»-Inszenierung auf dessen Besetzungsliste auch ein Schauspieler für die Rolle des «Godot» steht und zwar der dem Roman den Titel gebende Johannes Weltmüller. Dabei wissen wir Kulturbürger doch alle, dass in Becketts zigfach inszeniertem Stück alle auf Godot warten, der aber bis dato auf der Bühne noch nie erschienen ist. Wieso dann einen Schaupieler mit der Rolle besetzen? Was für ein Spiel wird denn hier getrieben? Fragt sich das Hamburger Publikum und randaliert im wunderschönen Hamburger Schauspielhaus beim Tumult am Premierenabend. Großartig die Idee der Besetzung Godots, genial auch die anderen kuriosen Besetzungen, die in diesem Kapitel zur Sprache kommen.

Das zweite Kunstwerk…

Literatur
Buchseite 169 von 606
1 167 168 169 170 171 606