Calexico: Para – Neues Album Algiers im September

Calexico – Algiers Wenn ich Siri bitte, mir auf dem iPhone was von Calexico vorzuspielen, bedauert sie, ich habe keine Musik von Karl Mexiko (aber das hatten wir hier ja schon).

Ab 10. September werde ich neben «Para», hier zum freien Download, noch weitere Titel von Calexico manuell auf dem iPhone starten müssen/dürfen/wollen, denn dann ist ihr neues Album da. Es wird den schönen Namen «Algiers» tragen. «Para» ist schon mal eine großartige Auskopplung und das Video mit den wundervoll nostalgischen Familienaufnahmen passt hervorragend zum Song.

Musik, Video

Disney-lapse: Ein Tag in Disneyland im Zeitraffer

Der spanische Fotograf Daniel Navarrete hat hier ein großartiges Timelapse-Filmchen zusammengezaubert. Disney-lapse zeigt einen Tag in Disneyland. Genialst unterlegt mit Musik aus Norgwegen: Lindstrøm – I Feel Space. Laut ALT1040 hat der junge spanische Bildkünstler in dem sensationell gut getakteten Zeitraffer 30.000 Fotografien verarbeitet. Unbedingt anschauen, macht Spaß.

Foto, Musik, Video

«Food Design» – Über die Bedeutung von Farben, Formen und Konsistenz von Lebensmitteln

Es kommt nicht nur auf den Geschmack an, wenn Lebensmittel beim Verbraucher Erfolg haben sollen. Die Dokumentation «Food Design» zeigt, dass viele andere Faktoren hierbei eine Rolle spielen – angefangen von Farbe und Konsistenz bis hin zum Geräusch, das entsteht, wenn man in Würstchen oder auf Chips beißt.

Food Design Gestern hat mich Martin auf die Dokumentation «Food Design» aufmerksam gemacht, die zwar leider nicht in der Arte-Mediathek aufrufbar ist, die aber dankenswerterweise jemand auf YouTube hoch geladen hat. Beeindruckend zu sehen, wie wichtig Farben und Formen bei unserem Lebensmittelkonsum sind. Die Lebensmittelindustrie weiß das, und da sie – wie es im Film so schön heißt – nur unser Bestes (sprich: unser Geld) will, ist Food Design ein wesentlicher Schritt im Prozess der Produktentwicklung. Wirklich sehr sehenswert. Die Dokumentation von Martin Hablesreiter und Sonja Stummerer wird gesprochen von Dieter Moor, ist aus dem Jahr 2009 und dauert 43 Minuten. Wer sie lieber im TV statt im Netz sieht, hat morgen Früh (4.6., 08.55 Uhr) noch einmal die Gelegenheit dazu, den Beitrag in der Wiederholung auf Arte zu sehen oder aufzunehmen.

TV, Video

Tweet der Woche: Kurz = gut (oder schlecht?)

Ob die Kommunikation auf Kanälen mit beschränkter Textlänge – also etwa via SMS (160 Zeichen) oder auf Twitter (140 Zeichen) – tatsächlich den Wortschatz der beteiligten Kommunikatoren vermindert, ist noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht worden. Eines steht jedoch fest: der Nachrichtenaustausch auf Twitter erfordert in der Regel diszipliniertes Kurzfassen der Autoren. Bei manch ausschweifend formuliertem Pamphlet – hier ist @steffenmeier unumwunden zuzustimmen – wünscht man sich die Kurzform in 140 Zeichen. Im «Tweet der Woche» formuliert es @assenassenov so:

Tweet der Woche von @assenassenov

Es bleibt dahin gestellt, ob er damit selbstironisch einen Verlust an Wortschatz-Varietät konstatiert, oder ob er die Disziplinierung zur Redundanz-Vermeidung in den Vordergrund stellt.

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

Spanische Filmzeitschrift Academia: Juni-Ausgabe online

Academia: Juni-Ausgabe 2012

Die Juni-Ausgabe der sehr guten spanischen Filmzeitschrift Academia ist da und kann – wie alle Ausgaben zuvor auch – im Netz gelesen (oder bequem als PDF [7,69 MB] heruntergeladen) werden.

Aus dem Inhalt der Juni-Ausgabe:

  • Ausführliches Dossier zum Thema Filme im Netz (u.a. Artikel zu Video On Demand, Vergleich von Online-Filmdiensten, Artikel «EL CINE ‘ONLINE’ EN EUROPA: ¿Una oportunidad para la diversidad y el cine independiente?»).
  • Interview mit Javier Bardem “Solo intento hacer las cosas en las que creo”. U.a. über die neuen Projekte von Bardem, der seit Neuestem auch als Produzent aktiv ist.
  • 2 prämierte Filmbücher: Premio Muñoz Suay a ‚Los archivos de Pedro Almodóvar‘ y ‚El pasado es el destino. Propaganda y cine del bando nacional en la Guerra Civil‘.
  • u.v.m.
Kino, Literatur, Spanisch

House, Slow House, oder doch Pop? Egal: Pional

Ich mag es ja auch nicht, Musik in Schubladen zu stecken. Der Madrider Elektronik-Musiker Pional tut sich in diesem Interview schwer, seine Musik einzuordnen. Herrlich, wie er ‚rum eiert mit Einordnungen, die er dann gleich wieder verwirft: «House, Slow House, oder doch eher Pop. Ok, elektronisch». Letzteres trifft es. Aber egal, in welche Kiste man Pional stecken mag: mir gefällt die Musik sehr gut. Hier zwei Songs zum Reinhören:

1. The Rapture – In The Grace Of Your Love (Pional remix):

2. Where Eagles Dare (snippet):

Dies und mehr von Pional auf SoundCloud.

Eine sehr feine Sache ist auch das Pional – Pre-Summer Notes Mixtapes in das man auf El Páis nicht nur reinhören kann, sondern das man unten rechts bei «Descargar» auch als mp3 ‚runter laden kann.

El País hat Miguel Barros aka Pional auch interviewt. Wer Spanisch kann, bitte hier entlang: «El chico de oro de la electrónica española».

Musik, Spanisch

Soundtrack von Dexter macht mich zu Pawlowschem Hund

Wenn ich zu Beginn einer jeden Folge diese Musik höre, reagiere ich wie ein Pawlowscher Hund. Ich erwarte Serienqualität auf höchstem Niveau, und so kommt es dann immer. Selten hat mich eine TV-Serie so in ihren Bann gezogen wie Dexter. Ich berichtete ja zu Jahresbeginn, warum mich Dexter so fasziniert, und dass ich ein Serien-Spätstarter bin. Letzteres, weil ich irrtümlicherweise zuvor dachte, für’s Serienschauen keine Zeit zu haben – aber es ist ja immer so: was einen interessiert, dafür nimmt man sich die Zeit.

Momentan bin ich in der Mitte der 4. Staffel. Damit bin ich zur Zeit so ziemlich genau in der Hälfte des geplanten Stoffes angelangt. Es wurden bisher 97 Episoden produziert, die in 8 Staffeln gezeigt werden (Quelle: Serienjunkies).

Musik, TV

ESC in Aserbaidschan: Danke Anke, Roman & Pastora

DIE ZEIT analysiert heute Morgen korrekt, dass beim ESC jetzt alle dieselbe Sprache sprechen. Auch Anke sprach sie in den vielleicht wichtigsten 30 Sekunden des dreistündigen Spektakels:

Hab ja gestern Abend schon auf Google Plus Anke zitiert und drauf hingewiesen, dass ihr Statement – immerhin theoretisch gehört von 120 Millionen Menschen in aller Welt – größten Respekt verdient.

Und ich finde, Roman Lob hat das mit «Standing Still» gut gemacht. Im Kontrast zu den von Windmaschinen und Botox aufgeblähten Auftritten eines großen Teils der Konkurrenz, war das eine sehr ordentliche Darbietung, die zu recht mit einem guten achten Platz belohnt wurde (alternativ das Video in besserer Qualität, dafür ohne O-Ton Peter Urban):

Mein persönlicher Favorit, und für mich DIE Entdeckung des ESC – denn ich ging in diesem Jahr aus Zeitmangel vollkommen unvorbereitet in den europäischen Gesangswettbewerb – war allerdings der spanische Beitrag von Pastora Soler. Bei «Quédate conmigo» (bei der BBC nicht ganz komplett, dafür in besserer Qualität zu sehen) war ich hin und weg. Was für eine Stimme, was für ein tolles Lied:

Musik, TV, Video
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