Aaron Swartz und sein Kampf für die Freiheit im Netz
Nach dem Freitod von Aaron Swartz müssen andere sich für die (Erhaltung der) Freiheit im Netz einsetzen. Was für ein tragischer Verlust.
Nach dem Freitod von Aaron Swartz müssen andere sich für die (Erhaltung der) Freiheit im Netz einsetzen. Was für ein tragischer Verlust.
Schild Nr. 1: Tür
Es ist immer gut, die Dinge beim Namen zu nennen. So werden Missverständnisse ausgeschlossen. Gesehen heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn-Station Wandsbek Markt.
Schild Nr. 2: Don Carlos
Und gestern Abend war ich – wie angekündigt – im Thalia Theater. Wir saßen in der ersten Reihe und das erste Bild hab ich mit der Kamera meines mobilen Endgerätes eingefangen. Wie’s war? Kurzkritik hatte ich auf Twitter gepostet:
Restlos begeistert von Don Carlos. Man müsste viel öfter ins Theater gehen; was für eine großartige Inszenierung. @ThaliaTheater
— Markus Trapp (@textundblog) January 14, 2013
Ich werde oft gefragt «Was machst Du eigentlich genau in der Bibliothek?». Ich nehme diese Frage und ein paar aktuelle Veränderungen in meinem Job mal zum Anlass, eine neu hinzugekommene Aufgabe kurz vorzustellen und – keine Angst: ebenfalls kurz – einen Überblick zu geben, was ich sonst noch so alles mache in der Stabi, wie die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg von Nutzern und Mitarbeitern in Kurzform genannt wird.
Im Oktober 2012 wurde meine unbefristete 3/4-Stelle, wie hier beschrieben, auf eine Vollzeitstelle aufgestockt, was gleichzeitig das Ende meiner freiberuflichen Tätigkeit als Übersetzer und Webdesigner zur Folge hatte. Zum Aufgabengebiet „Social Media und E-Medien-Marketing“ kam die Arbeit als Fachreferent hinzu. Nach dreimonatiger intensiver Einarbeitung habe ich ab diesem Monat (Januar 2013) das Fachreferat Pädagogik übernommen:
Was macht ein Fachreferent? Neben vielen anderen Aufgaben entscheidet er vor allem, welche Bücher (gedruckt oder als E-Book), aber auch Zeitschriften und Datenbanken, die Bibliothek für das von ihm betreute Fach erwirbt. Aus den Neuerscheinungen zur Pädagogik wähle ich also die Bücher/E-Books aus, die in das Erwerbungsprofil passen, dabei immer das Jahresbudget berücksichtigend, das für das betreffende Fach festgesetzt wurde. Zu meinen Aufgaben als Fachreferent gehört es dabei auch, Erwerbungsvorschläge zu bearbeiten, sprich zu entscheiden, ob Bücher, die uns Nutzer vorschlagen, gekauft werden oder nicht. Zu den Aufgaben der Fachreferenten gehört natürlich noch viel mehr (zum Beispiel auch über ihre Fächer zu bloggen), aber ich hab ja versprochen, hier kurz zu bleiben. 😉
Lambert Heller (und einige andere, die dem zustimmten) hat sich auf Twitter lobend über die Praxis geäußert, auch Fotos der Bibliothekarinnen und Bibliothekare zu zeigen:
Toll, das mit den Profilbildern der FachreferentInnen – so sollte es jede Bibliothek machen! #bestpractice
Ich bin in der Reihe noch das schwarz(-weiß)e Schaf. Werde mir demnächst vom Hausfotografen ein neues Bild machen lassen. 😉
Zu meinen weiteren Aufgaben gehört, was den meisten von euch ja hinlänglich bekannt ist, meine Social-Media-Arbeit für die Stabi (siehe dazu auch Vortrag an der Uni Hamburg: «Das Social-Media-Konzept der Stabi»). Ich betreue die Social-Media-Kanäle der Stabi, allen voran Facebook, Twitter und Google+). Von den acht Blogs, die die Stabi betreibt (siehe dazu meinen Artikel «Digitale Angebote – Trends und Zahlen 2012. Folge V: Blogs», betreue ich vier (bei uns im Haus heißt das, ich habe die „Produktverantwortung“):
In meiner Arbeit bei der Virtuellen Fachbibliothek cibera betreue ich nicht nur das Blog und den Facebook-Account, sondern auch einige Hundert Wissenschaftler im cibera ForscherWiki. Dort halten die Forscher zwar ihre Daten selbst auf dem neuesten Stand, aber natürlich gibt es da auch immer wieder Rückfragen und Beratungsbedarf. Gemeinsam mit der Fachreferentin für Spanien/Portugal entscheide ich auch die – glücklicherweise konstant eingehenden – Anträge zur Neuaufnahme ins ForscherWiki.
Bei webis, dem von der Stabi betriebenen Portal zu den Sammelschwerpunkten an Deutschen Bibliotheken, gehöre ich nicht nur zum Redaktionsteam des Blogs, sondern befülle auch den Twitter-Account von @webisblog mit und bin in meiner Funktion als Geschäftsstelle zudem zuständig für das webis-Portal als solchem.

Etwas, was Michael Stephens gefiel: Der Infoscreen der Stabi informiert unsere Besucher darüber, dass die Stabi auch auf Twitter und auf Facebook vertreten ist und sich auf den Dialog mit den Nutzern auch in den Social Media Diensten freut.
Ich gestalte und befülle auch den Infoscreen der Stabi mit Inhalten. Unser – vor fast drei Jahren auch schon von Michael Stephens im Rahmen seines Vortrages zur Hyperlinked Library gelobter – Infoscreen ist an zwei Stellen im Haus zu sehen. Im Foyer und im Informationszentrum zeigen wir aktuelle Infos zu unseren Veranstaltungen und Dienstleistungen. Darüber hinaus unterstütze ich im Rahmen meiner Social-Media-Aufgaben die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, im Besonderen was die Webarbeit zu unseren Ausstellungen und Veranstaltungen angeht, und ich bin der Vertreter der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse.
Ihr seht, es gibt viel zu tun. Ich packe das alles voller Begeisterung an. Und studiere nebenher. Mir wird es also momentan nicht langweilig. Es ist ein hohes Maß an Arbeitsdisziplin und große Freude am Job notwendig, das alles zu schultern. Beides ist zum Glück vorhanden.
Dieses Mal kann ich es kurz machen. Den schönsten Tweet hat in dieser Woche eindeutig der @wikipeter geschrieben. Sein Tweet ist in mehrfacher Hinsicht recht hilfreich. Ist er doch TV-Tipp, Einschlafhilfe und Twitter-Empfehlung in einem. Bravo:
Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.
Gestern im Theater gewesen. Mit Stefan Puchers Inszenierung von Shakespeares Sommernachtstraum eine hervorragende Aufführung gesehen. Am meisten überzeugt hat mich Jörg Pohl als Zettel. Und die gelungene Kombination aus medialen (Leinwand) und spielerischen Mitteln. Nachlesen kann man das Ganze auf Spiegel Online: «Ganz in Schwarz mit einem Blumenstrauß». Dort wird allerdings der Name der für die Kostüme hoch zu lobenden Marysol del Castillo falsch geschrieben.
Heute Morgen hab ich mich dann über folgenden Tweet des Thalia Theaters freuen dürfen – welche Ehre: 😉
Wobei ich mich beim ersten Lesen fragte: woher wissen die, dass ich mir auch ein Programmheft gekauft habe? Wurde ich vor Ort dabei gesehen? Aber dann fiel es mir wieder ein, ich hatte ja ein Foto mit dem Programmheft auf dem Schoß gepostet:
Der von der Höll angefachte Wahn. #Sommernachtstraum @ThaliaTheater pic.twitter.com/jcQo42TI
— Markus Trapp (@textundblog) January 8, 2013
Und den Restaurant-Besuch verriet ich durch den Foursquare-Checkin:
Extrem leckeren Ziegenkäse gegessen. Empfehlenswerte Location, um vor dem @Thaliatheater was zu essen. (@ Weltbühne) http://t.co/WVeCeKAd
— Markus Trapp (@textundblog) January 8, 2013
Die direkt neben dem Theater gelegene Weltbühne (mit Verbindungstür zum Thalia) ist ebenfalls sehr empfehlenswert.
So, nun hat der Musterkunde auch noch über all das gebloggt. Und nächste Woche wird er wieder im Thalia Theater genießen. Don Carlos. Davon hatte ich euch ja schon hier vorgeschwärmt: «Don Carlos» am Thalia Theater auf Arte. Nachdem ich letzten Sommer die Inszenierung auf Arte gesehen habe, freue ich mich nun auf das Live-Erlebnis. Geht mal wieder ins Theater, Leute. Lohnt sich.
Ich habe in letzter Zeit so viele Software-Tipps auf Twitter und auf Google+ gepostet, ich glaube, es ist mal wieder an der Zeit, einige davon auch hier im Blog vorzustellen.
Für den Tipp zur kostenlosen Adobe CS2-Suite ist es allerdings zu spät (Update:) jetzt wieder der richtige Zeitpunkt!, die Download-Seite von Adobe spuckt die Software jedenfalls nicht mehr (Update:) wieder aus. Ob das dort verlautbarte «Please try again later» Sinn macht, müssen Interessierte selbst herausfinden. Wer meinem Tweet rasch folgte, hatte jedenfalls Glück. Software für einen ehemals fünfstelligen Euro-Betrag für lau. Mittlerweile alt zwar, aber es braucht auch sicher nicht jeder die neueste Version von Photoshop oder Indesign.
Kommen wir lieber zu aktueller Software, die es noch gibt. Vielleicht nicht alles für lau, aber für gute Programme sollte man auch was bezahlen. Die Beträge halten sich aber auch in Grenzen.
1. Tipp: Die Mailsoftware Postbox. (Mac/Windows)
Thunderbird, das ich bis dato im Einsatz zur Verwaltung mehrerer E-Mail-Konten hatte, wird ja bekanntlich nicht mehr weiter entwickelt (jedenfalls nicht mehr so wie bisher). Unabhängig von dieser Tatsache, haben mich die vielen Hinweise zufriedener Nutzer, wie toll die Software wäre, neugierig gemacht und ich habe den Umstieg gewagt. Umstieg ist überhaupt das Stichwort, denn der wird einem durch den perfekten Import aller Daten (E-Mails, Adressbücher, Maileinstellungen verschiedener Konten, Filtereinstellungen etc. extrem erleichtert. Alles weitere (auch die Schilderung der Vorteile, z.B. durch mächtige Erweiterungen für Textbausteine) in meinem Eintrag auf G+: Heute von Thunderbird auf Postbox umgestiegen. Gibt es sowohl für Windows & Mac, auch auf deutsch, kostet faire 8,95 €. Kann auch für 30 Tage kostenlos getestet werden, ihr riskiert also nichts.
2. Tipp: Evernote (betriebssystemübergreifend) und die Fotoscan-Software Genius (iPhone)
Update 14.1.2013: Heute zeigt Jan Tißler im Uploadmag: Was kann eigentlich Evernote? (Ende Update)
Auf Lifehacker hat heute einer gezeigt, wie man mit Hilfe eines mobilen Scanners zum papierlosen Datenaufbewahren kommen kann: «How I Went Completely Paperless in Two Days». Mit diesem schicken Video wird die Grundidee vorgeführt:
Das kann man auch umsonst haben. Mit einem Evernote-Account – ein wirklich wunderbares Datenverwaltungstool, in das ich mich gerade am Einarbeiten bin – und mit der kostenlosen iPhone-App Genius Scan – PDF Scanner. Damit kann man Notizzettel, Skizzen, etc. einfach abfotografieren und als jpg oder PDF abspeichern und auch gleich an Evernote senden. Macht aus dem iPhone praktisch den kleinen digitalen Handscanner. In Verbindung mit Evernote ein mächtiges Tool. Sollte jemand tatsächlich Evernote noch nicht kennen: was man damit so alle machen kann, samt Video, ist hier zu sehen.
3. Tipp: PopClip – Kleines, mächtiges Tool für den Mac
Ich bin Happybuddha sehr dankbar für den Hinweis auf «PopClip», denn ich hätte nicht gedacht, wie mächtig das kleine Teil ist. Auf den ersten Blick denkt man, ich brauch‘ doch kein Tool für copy and paste, das kann ich doch auch über die bekannten Tastenkombinationen (cmd c & cmd v), aber durch die Vielzahl an Erweiterungen kann man sich da ein schönes Schweizer Messer selbst zusammenstellen. Was ich sehr praktisch finde: mehrere Textstellen hintereinander kopieren, oder Textstelle markieren und Google-Suche mit einem Klick auslösen. Her gibt es eine Übersicht der Extensions, das Programm selbst bei iTunes (Preis: 4,49 €, oder frei zum Testen auf pilotmoon.com), und eine ausführliche Vorstellung, wie gesagt, bei Happybuddha.
Von Michael Karbacher, Student der Sozialökonomie an der Uni Hamburg, war hier im Blog schon einmal die Rede, weil er über meinen Social-Media-Vortrag an der Uni Hamburg gebloggt hatte. Nun hat er ein sehr beeindruckendes Video erstellt, in dem er zeigt, wie man das iPad fürs Studium nutzen kann. Schaut mal rein, klasse gemacht und informativ.
Update 5.1.: Meine Nachfrage, wie er dieses Video erstellt hat, hat Michael Karbacher ausführlich auf G+ beantwortet und er hat heute sogar dazu gebloggt: Hypermedialisiertes Video: “Studieren und Lernen mit dem iPad”.
[via Michael Karbacher auf G+]
[Update 6.1.2013] Lieber NDR, wir haben Deinen Job dann mal zuende gebracht: [Ende Update]
Gestern habe ich mich sehr gewundert. Und zwar über eine NDR-Sendung zum Wahlkampf in Niedersachen (wo am 20.1. der neue Landtag gewählt wird). In der Ausgabe des Nachrichtenmagazins «Hallo Niedersachen» vom 2.1. wird die Frage gestellt, wie die zur Wahl stehenden Parteien das Internet für ihren Wahlkampf nutzen. Und eine Partei – dies war der Grund für meine Verwunderung – wird dabei nicht nur nicht berücksichtigt, sondern auch mit keinem Wort erwähnt: Die Piratenpartei. Also ausgerechnet die Partei, der man eine gewisse Affinität für den Online-Wahlkampf nachsagt, wird ausgespart. Seht selbst (solange der knapp vierminütige Beitrag noch nachzusehen ist, ich weiß nicht, ob die 7-Tagesgrenze mit Pflicht zum Depublizieren auch hier zuschlägt):
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds13283.html
Nach Betrachten der Sendung habe ich gestern Abend folgende Kritik an die Redaktion von «Hallo Niedersachsen» per E-Mail übermittelt:
…
‚Hallo Niedersachsen‘: Ausschluss Piratenpartei aus Bericht ‚Wahlkampf im Internet‘Weiterlesen »