Smartphones und Tablets bedeuten für Blinde enormen Gewinn an Lebensqualität
Gerührt ist das falsche Wort. Begeistert trifft es besser, wenn ich bedenke, wie sehr mobile Endgeräte blinden Menschen heute helfen, das zu tun, was für uns Sehende ganz einfach und mühelos von statten geht: Lesen und Schreiben auf Touchscreens.
Zu diesem Thema hat DLF heute ein sehr aufschlussreiches Feature von Thomas Reintjes (@ReintjesT) gesendet: «Hilfen für Blinde – Draht in eine dunkle Welt»:
Blinde wieder sehen lassen, das ist ein weit entferntes Ziel der Neurologen. Ihre Vision sind Chips, die Lichtpulse direkt an den Sehnerv liefern. Während sich die Entwickler dabei mit vielen Hürden auf einem langen Weg abmühen, vollzieht sich im Alltag der Sehbehinderten mit weit weniger ambitionierter Technik eine kleine Revolution. […]
Smartphones bedeuten für Blinde einen enormen Gewinn an Lebensqualität: „Für mich ist es als blinder Mensch einfach in einer großen Vielfalt Zuwachs an Informationen, Zuwachs an Mobilität, an Entscheidungsfreuden, also Möglichkeiten mich selber zu entscheiden, mir selber Informationen zu verschaffen.“
Das Manuskript des Beitrages kann auf der Website des DLF nachgelesen oder hier nachgehört (27 Min.) werden:
Foto: letter C von LEOL30 auf Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)


Im Vorfeld der Wahlen zu den Bezirksversammlungen ist Bürgerbeteiligung ein wichtiges Stichwort. Irgendwie haben sich das Thema Partizipation alle Parteien auf die Fahnen geschrieben. Mit der konkreten Umsetzung scheint es aber nicht so weit her zu sein. Ich habe den Eindruck, dass bisherige Mitglieder der Bezirksversammlung die Kommunalpolitik durch die rosa Brille sehen (dazu passend dieses schöne Foto rechts, ein in Wandsbek aufgenommenes Motiv eines rosaroten Idylls in der Kattunbleiche) und behaupten, sie böten die Bürgerbeteiligung bereits an. Hört man sich auf Podiumsdiskussionen im Bezirkswahlkampf die Fragen und Sorgen der Bürger an, stellt man aber fest, dass die sich nicht einbezogen fühlen in die bisherigen Entscheidungen ihr unmittelbares Leben vor Ort betreffend. Für die kommende Kommunalpolitik – zum Beispiel auch für uns Piraten, sollten wir es in Wandsbek schaffen, in die Bezirksversammlung gewählt zu werden, aber auch für alle politischen Parteien – wird es daher eine der zentralen Herausforderungen sein, wie man Bürgerbeteiligung nicht nur irgendwie anbietet, sondern wie die Verwaltungen und die Bezirkspolitiker vor Ort aktiv dazu beitragen können, dass eine direkte Einflussnahme der Menschen auf das stattfindet, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert.



