Smartphones und Tablets bedeuten für Blinde enormen Gewinn an Lebensqualität

Gerührt ist das falsche Wort. Begeistert trifft es besser, wenn ich bedenke, wie sehr mobile Endgeräte blinden Menschen heute helfen, das zu tun, was für uns Sehende ganz einfach und mühelos von statten geht: Lesen und Schreiben auf Touchscreens.

Zu diesem Thema hat DLF heute ein sehr aufschlussreiches Feature von Thomas Reintjes (@ReintjesT) gesendet: «Hilfen für Blinde – Draht in eine dunkle Welt»:

Buchstabe C in Braille

Blinde wieder sehen lassen, das ist ein weit entferntes Ziel der Neurologen. Ihre Vision sind Chips, die Lichtpulse direkt an den Sehnerv liefern. Während sich die Entwickler dabei mit vielen Hürden auf einem langen Weg abmühen, vollzieht sich im Alltag der Sehbehinderten mit weit weniger ambitionierter Technik eine kleine Revolution. […]

Smartphones bedeuten für Blinde einen enormen Gewinn an Lebensqualität: „Für mich ist es als blinder Mensch einfach in einer großen Vielfalt Zuwachs an Informationen, Zuwachs an Mobilität, an Entscheidungsfreuden, also Möglichkeiten mich selber zu entscheiden, mir selber Informationen zu verschaffen.“

Das Manuskript des Beitrages kann auf der Website des DLF nachgelesen oder hier nachgehört (27 Min.) werden:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/05/01/dlf_20140501_1630_b64d5ef9.mp3

Foto: letter C von LEOL30 auf Flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Literatur, Software, Video

Wahlkampf in Wandsbek: Bilder einer Plakatierung

Beim Stanzen der Plakate - Vorbereitung beim Plakatieren in Wandsbek

Zum Auftakt ein Zitat:

Der Wahlkampf ist die politische Auseinandersetzung von Parteien und Wählervereinigungen um Zustimmung des Bürgers zu Personen und Programmen.«Stichwort: Wahlen: Ein Ratgeber für Wähler, Wahlhelfer und Kandidaten» von Wichard Woyke. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2013.

Wie alle wissen: zum Wahlkampf gehören auch Plakate. Ganz ehrlich: ich weiß noch nicht mal, ob die im Wahlkampf wirklich was bringen. Ich selbst mag sie jedenfalls nicht besonders. Klingt wenig konsequent, wenn man dann selbst welche aufhängt, wie etwa schon bei der vergangenen Bundestagswahl im August 2013, oder eben jetzt für den Bezirkswahlkampf. Und noch inkonsequenter mag es erscheinen, wenn man dann auch noch selbst auf diesen Plakaten zu sehen ist. Andererseits könnte ein einseitiger Verzicht auf Plakate von einer einzigen Partei bei den Wählerinnen und Wählern auch den Eindruck vermitteln, die stünde im wahrsten Sinne des Wortes gar nicht zur Wahl. Also: Plakatieren muss man wohl. Und wenn schon, dann wenigstens mit einem Thema, das den jeweiligen Kandidaten ehrlich am Herzen liegt. Und so haben auch die Piraten Hamburg seit der Nacht zum 25. April und noch über das ganze Wochenende hinweg in allen 7 Wahlbezirken in Hamburg plakatiert. Denn genau ab einem Monat vor der Wahl am 25. Mai ist das Aufstellen von Plakaten erlaubt. So kam es dann auch letzte Donnerstag-Nacht zu folgendem Tweet als Ausdruck meiner ehrlichen Verwunderung, wenn man sich plötzlich in der Landschaft aufgestellt sieht:

Foto, Hamburg, Politik

Wir müssen umdenken: Gesunde Städte durch gesellschaftliche Teilhabe

Alles rosa oder was? Idyll in Wandsbek Im Vorfeld der Wahlen zu den Bezirksversammlungen ist Bürgerbeteiligung ein wichtiges Stichwort. Irgendwie haben sich das Thema Partizipation alle Parteien auf die Fahnen geschrieben. Mit der konkreten Umsetzung scheint es aber nicht so weit her zu sein. Ich habe den Eindruck, dass bisherige Mitglieder der Bezirksversammlung die Kommunalpolitik durch die rosa Brille sehen (dazu passend dieses schöne Foto rechts, ein in Wandsbek aufgenommenes Motiv eines rosaroten Idylls in der Kattunbleiche) und behaupten, sie böten die Bürgerbeteiligung bereits an. Hört man sich auf Podiumsdiskussionen im Bezirkswahlkampf die Fragen und Sorgen der Bürger an, stellt man aber fest, dass die sich nicht einbezogen fühlen in die bisherigen Entscheidungen ihr unmittelbares Leben vor Ort betreffend. Für die kommende Kommunalpolitik – zum Beispiel auch für uns Piraten, sollten wir es in Wandsbek schaffen, in die Bezirksversammlung gewählt zu werden, aber auch für alle politischen Parteien – wird es daher eine der zentralen Herausforderungen sein, wie man Bürgerbeteiligung nicht nur irgendwie anbietet, sondern wie die Verwaltungen und die Bezirkspolitiker vor Ort aktiv dazu beitragen können, dass eine direkte Einflussnahme der Menschen auf das stattfindet, was in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft passiert.

Hamburg, Politik

Das Netz ist kein Wahn, es macht Sinn

Tweet der Woche Den Tweet der Woche hat einer geschrieben, der sich aufrichtig freut, dass das Netz ein Ort ist, der ganz reale Dinge ermöglichen kann. Zum Beispiel ein Buch zu schreiben:

Die Bildung und das Netz „Einer“ ist in diesem Fall der Bildungsexperte @martinlindner.

Und das „ganz reale Ding“ könnte – und wird! – Kraft des Netzes möglich werden: Die Bildung und das Netz.

Lindner hat vollkommen recht: das Netz ist kein Wahn, es macht sogar Sinn. Sein Buch-Projekt hat jede Unterstützung verdient.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Internet, Literatur

Am Ende des Tages spricht Siri von Cornflakes und Katzen

Zitat aus Leading Change, John P. Kotter Im Rahmen des Verfassens meiner Masterarbeit habe ich ein ganz praktisches Verfahren gefunden, Zitate schnell festzuhalten. Ich spreche sie am iPad mit Siri direkt in die Textverarbeitung ein. Bin immer wieder überrascht, wie gut und präzise das funktioniert. Ausnahmen bestätigen die Regel, und die eben eingetretene ist nun ein besonders lustiger Beleg, dass Siri doch nicht immer alles ganz korrekt versteht:

Ohne ausreichendes am Powerment liegen wichtige Cornflakes Informationen unbenutzt in den Katzen der Mitarbeiter und das Energiepotenzial zur Umsetzung des Wandels bleibt unbenutzt.

Vielleicht ist es auch ganz einfach so, dass Siri am Ende eines langen Arbeitstages dann auch mal irgendwann müde wird. 😉

Literatur, Software

Podiumsdiskussion in der Otto-Hahn-Schule

Otto-Hahn-Schule

Update 24.4.2014: Jetzt auch mit Fotos des Podiums.

Am vergangenen Dienstag, 15. April, war ich auf meiner zweiten Podiumsdiskussion in Sachen Bezirkswahl in Wandsbek. Nach der Premiere in Rahlstedt vor Bürgern aller Altersklassen, ging’s dieses Mal zu jüngerem Publikum nach Jenfeld, in die Otto-Hahn-Schule, einer von 58 Stadtteilschulen in Hamburg. Diese Stadtteilschulen sind aus Gesamt-, Haupt- und Realschulen hervorgegangen. Das System der Stadtteilschulen ist nicht unumstritten, aktuell nachzulesen auf ZEIT online im Artikel Pfusch am Kind von Thomas Kerstan. Doch es soll hier nicht um Pro und Contra Stadtteilschule gehen, sondern um die dortige Podiumsdiskussion, die von den Schülern selbst vorbereitet wurde. Fotos vom Podium stehen noch aus, die Schule hat mir welche zugesagt, sobald die kommen, liefere ich sie hier nach.

Hier die versprochenen Bilder der Teilnehmer an der Podiumsdiskussion. Herzlichen Dank an die Otto-Hahn-Schule für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Die Aufnahmen hat Herbert Niedenzu gemacht:

Podiumsdiskussion01

von links nach rechts: Dennis Paustian-Döscher (Die Grünen), Anja Quast (SPD), Dr. Najib Karim (FDP), Dr. Roland Heintze (CDU), Schülermoderatorin, Schülermoderator, Markus Trapp (Piraten), Julian Georg (Die Linke). Foto: Herbert Niedenzu, OHS.

Hamburg, Politik

Gehört verboten

Tweet der Woche Für mich gibt es ja keinen größeren Anachronismus als das Tanzverbot. Allen in einem Land etwas zu verbieten, nur weil eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft sich in ihrer religiösen Ruhe gestört fühlt (obwohl sie ja niemand zur Teilnahme an Tanz- und Sportveranstaltungen zwingt), dafür fehlt mir wirklich jedes Verständnis. Menschen, denen Religion wichtig ist, wäre mehr Toleranz Andersdenkenden gegenüber zu wünschen. Dabei gäbe es doch viel Wichtigeres zu verbieten, wie @hirngabel mit seinem Tweet der Woche andeutet:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Literatur
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