Zeitungskrieg in London

Zeitungen
Foto: photocase.com

Thomas Knüwer berichtet im Handelsblatt Weblog «Indiskretion Ehrensache» vom bevorstehenden Zeitungskrieg in London. Anlaß sind zwei Neugründungen von Gratiszeitungen: «The London Paper» und «London Lite».

Es könnte ein Treppenwitz der Mediengeschichte werden: Sorgt das Internet für neue Zeitungsgründungen? Dort wo Big Ben schlägt, scheint es so zu sein.
[…]
London gilt Verlagsmanagern als Musterbeispiel, dass es funktionieren muss mit den Gratiszeitungen. Am Morgen grabbeln sich die Pendler «Metro» aus den blauen Ständern, nachmittags wird in den Büros um Canary Wharf eine Art Business-Gratiszeitung verteilt, um nur einige zu nennen.

Zurecht weist Knüwer am Ende seines Artikels darauf hin, daß dieses Beispiel nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragbar ist:

Deutschland ist die einzige Nation, die ihr Wirtschafts-, Finanz- und Politikzentrum nicht in einer Stadt vereinigt. Folge: Es gibt keine Stadt mit so klar definierten Pendlerströmen wie London oder Paris. Und deshalb ist die Verteilung von Gratiszeitungen ein teures Unterfangen.

Zum vollständigen Artikel: «Zeitungskrieg in London».

Artikel, Internet

Falscher Engel an Maria Himmelfahrt

Maria HimmelfahrtYo - mit engelhaftem Haar
Foto links: photocase.com

Heute ist in meiner saarländischen Heimat (und in mehrheitlich katholischen Gemeinden Bayerns) Feiertag: Maria Himmelfahrt. Hier im Norden natürlich nicht; doch darum soll es in diesem Eintrag auch nicht gehen.
Immer am 15. August denke ich an diesen Tag zurück, als ich mich vor Jahren bei meinem Auslandsstudium in Mexiko, wo Maria Himmelfahrt bei der mehrheitlich katholischen Bevölkerung auch ein wichtiger Feiertag ist, bei der Frau vorstellte, bei der ich ein Zimmer zur Untermiete beziehen sollte.
Gleich vorneweg: ich bin Atheist, doch, was es mit dem Feiertag und meiner Erinnerung daran auf sich hat, könnt ihr hier lesen. (Und ja, ich bin der auf dem Foto mit den – damals – langen Haaren.)

Allgemeines

Kurzfilm THE PIANO von Aidan Gibbons

Eine wunderschöne Animation des Iren Aidan Gibbons.
Die Musik kommt vom Bretonen Yann Tiersen (ja, das ist der von «Amélie» und «Good bye, Lenin!»): «Comptine d’un autre été (L’après midi)».
Der Film ist schon von 2005, wurde sicherlich auch bereits mehrfach durch die Blogosphäre geschickt, doch mir ist er erst heute aufgefallen. Aidan Gibbons hat mittlerweile auch einen neuen Film gemeinsam mit Simon Reeves veröffentlicht, Diversion, mehr dazu auf seiner Homepage.

Kino, Musik

Zu Grass, und doch witzig?

Eigentlich ein ernstes Thema, aber durch die durchsichtige Inszenierungsabsicht des sich rechtzeitig vor Erscheinen des nächsten Werkes outenden GraSS sei auch hier Humor erlaubt, vielleicht sogar geradezu herausgefordert. Deshalb zitiere ich nun die lustigsten Zeilen, die ich zu diesem Thema gelesen habe:

Es ist, als würde eine Familie kurz vor Weihnachten erfahren, dass Oma als junge Frau auf den Strich gegangen ist.

Henryk M. Broder im Spiegel: «Der Herr der Binse».

Artikel, Literatur, Politik

Bibliothekarische Blogs bei ‚Cites & Insights‘

Walt Crawford präsentiert die neue Ausgabe von «Cites & Insights», einem Online-Magazin zur Bibliothekswelt. Diesmal konzentriert er sich auf die Vorstellung von Liblogs, also Library Blogs:
«Looking at Liblogs: The Great Middle – a look at 213 library-person weblogs»
Cites & Insights August 2006 (pdf, 30 S.)
Und hoppla, was muß ich da entdecken: «Text & Blog» erfüllte die strengen Kriterien, die Walt sich zur Aufnahme in diese Aufstellung ausgedacht hatte.

What we have here are 213 liblogs from a population of around 550 active liblogs represented in the directories and wikis I looked at. I believe the set is broadly representative of Great Middle liblogs. This is a big bunch of liblogs, almost as many as the total possible candidates a year ago.

Mit beinahe wissenschaftlichem Anspruch untersucht er die Blogs in der Zeit zwischen März und Mai auf Postingfrequenz, Kommentarhäufigkeit und Beitragslänge (T&B rangiert im Ranking der Postingfrequenz auf Platz 12):

Internet, Literatur

Armutszeugnis für Internet Explorer 7

Web Devout (Vergleich Webstandards bei Browsern)

Ein Armutszeugnis ist auch der kommenden Version des rückständigen Browsers Internet Explorer auszustellen, wenn man sich das geradezu frappierende Hinterherhinken hinter den wesentlichsten Webstandards betrachtet. Wer glaubt, mit der kommenden Version 7 sei Microsoft der Anschluß an moderne Zeiten gelungen, der schaue sich diese tabellarische Übersicht von Web Devout an:
«Web browser standards support summary»

Ganz gleich, welche Rubrik man zum Vergleich heranzieht, sei es HTML, XHTML oder CSS in allen Versionen liegt IE weit hinter der Konkurrenz zurück. Kann es sein, daß Microsofts Entwicklungsabteilung mit dem falschen Personal bestückt wurde?

Und wer hat es dann wieder auszubaden? Die Menschen, die Webseiten so gestalten müssen, daß sie auch im IE einigermaßen brauchbar dargestellt werden. Dabei könnte alles so einfach sein: alle steigen um auf vernünftige Browser: Firefox, Opera oder Safari(für Mac OS X). Die Entwicklung geht ja schonmal in die richtige Richtung. Immer mehr steigen um. Und das ist gut so.

[via Download Squad]

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