Jochen Robes über E-Learning 2.0

Aus der Einleitung des Aufsatzes «Überlegungen zur Zukunft des E-Learning» von Jochen Robes:

Das eine E-Learning gibt es schon lange nicht mehr. Während auf der einen Seite Millionen von Menschen das Internet erobern und mit Hilfe von Google, Weblogs und Wikis aktiv das World Wide Web nutzen, suchen Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und Bildungsanbieter immer noch nach Wegen, um E-Learning langfristig in ihre strategischen Pläne und bewährten Geschäftsmodelle zu integrieren. So haben sich längst zwei E-Learning-Welten etabliert, von denen eine, „E-Learning 2.0“, neue Wege des selbst gesteuerten, informellen Lernens eröffnet.

Der Text ist erschienen in dem Buch «Digitales Lernen. Forschung – Praxis – Märkte. Ein Reader zum E-Learning», herausgegeben vom Institut für Medien- und Kompetenzforschung (MMB) und kann als kostenloses Probekapitel (pdf, 17 Seiten) heruntergeladen werden.
Und nein, es handelt sich hier nicht einfach nur um ein Anhängen von «2.0» an den Begriff E-Learning, um Innovation oder Zukunftsgewandtheit vorzutäuschen. Hier gilt: wo «2.0» draufsteht, ist auch «2.0» drin.
[via medienpraxis]

Artikel, Informationskompetenz, Literatur

Deutschlandradio Kultur: blogspiel

blogspiel: blogs mit radioanschluss
Seit ich blogge (und das ist bald genau zwei Jahre her) ist die Verbindung von Internet und Radio ein wichtiges Thema für mich, wie eine Abfrage der Kategorie Radio schnell deutlich macht. Das Netz bietet diesem Medium ganz neue Chancen und findet im Umfeld jenes Mediums (des Internets) stets viele Hörer, auch und gerade jenseits der herkömmlichen Hörfunk-Übertragungswege.
Nun stoße ich über die Referer meines Blogs auf einen wunderschönen Satz:

Das Internet als virtueller Raum hat seine Protagonisten, also alle Netzuser, in ein fließendes Überall integriert. Dieses Überall ist zugleich ein an jedem Ort verfügbares Hier, das mittels der Abonnierbarkeit der Inhalte durch ein ständiges Jetzt ergänzt wird.

Wow, was für ein Satz! Zu lesen auf den blogspiel-Seiten der Hörspielredaktion von Deutschlandradio Kultur. Doch was hat es mit «blogspiel» auf sich?

«blogspiel – blogs mit radioanschluss» ist ein interaktives Onlineangebot und wöchentliches Radiomagazin für Hörer, Neugierige, Internetflaneure, Audioblogger, freie Radio- und Hörspielmacher und einfach alle, die es mal ausprobieren wollen.
blogspiel besteht aus zwei Modulen: dem Onlineportal blogspiel.de und der samstäglichen Sendung immer um 16.30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur.
Die Netzseite ist Präsentations- und Interaktionsplattform, Portal für neue Radio- und Hörspielformen, akustische Experimente und innovative Wort- und Radiokunstbeiträge. Das wöchentliche Communityvoting kürt die interessantesten Beiträge, die so den Weg ins On-Air-Format finden.

Klingt spannend. Ich danke der blogspiel-Redaktion, dass sie mich in ihre Blogrol aufgenommen hat und empfehle allen radiobegeisterten «Text & Blog»-Lesern diese interessante Aktion.

Fragen zu blogspiel beantwortet eine umfangreiche FAQ. Die erste Sendung wird sich unter anderem mit dem Thema „Radio vs Podcast – Natürliche Feinde oder komplementäre Entsprechung?“ beschäftigen und wird am Samstag, den 4.11.06 um 16:30 Uhr, auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt und ist natürlich als Podcast zu empfangen.

Internet, Radio

Konferenzbericht 2.0 von Anne Christensen

Meine Stabi-Kollegin Anne Christensen beschreibt im netbib-Gastbeitrag «10 Erkenntnisse von einer ungewöhnlichen Konferenz», von der Access 2006 in Ottawa.
Zum Beispiel:

Bibliothek 2.0 erfordert Konferenz 2.0
Ideen austauschen, Wissen teilen: Die Grundprinzipien von Web 2.0 und Bibliothek 2.0 können idealerweise auch zu Organisationsprinzipien von Konferenzen avancieren.

Weiterlesen auf netbib.

Anne, danke für den Einblick in die bib2.0-Welt aus Übersee. Wir sind in der Stabi natürlich alle schon gespannt auf deinen live-Bericht nach Rückkehr. Bis dahin, saug weiter Infos auf und laß es dir gut gehen ;-).

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Gerrit van Aaken über Fonts in der c’t

c't 22/2006 Ich werde ja nicht müde hier die Computerzeitschrift c’t zu loben. Die aktuelle Ausgabe (22/06 vom 16.10.2006) ist vor allem wegen eines überaus lesenswerten Artikels von Gerrit van Aaken wieder einen Kauf (3 €) wert.
Der Text «Die Nadel im Schrifthaufen» (Woran man hochwertige Gratis-Fonts erkennt und wo man sie findet) wird eingeleitet mit den Worten:

Wer im Netz nach Schriften stöbert, trifft häufig auf Masse statt Klasse. Von Tausenden kostenlosen Fonts, die dort zum Download stehen, kann man 99 Prozent gleich wieder vergessen. Wir verraten, woran man das gute eine Prozent erkennt und wo es die besten Quellen gibt.

Wüßte man nicht, dass der absolute Font-Experte Gerrit hinter dem „wir verraten“ stünde, könnte man sich bei Lektüre obiger Zeilen kritisch denken «Mal sehen, was die c’t so empfiehlt». Aber „wir“ ist Gerrit, und Gerrit hat DIE Ahnung vom Thema Schriften schlechthin.
Ein Artikel, der sehr schön erklärt, wie man sinnvolle Abwechslung in den alltäglichen Schriftalltag bringt: «Mal was anderes als Times New Roman, bei gleich guter Lesbarkeit gefällig?» Oder der Fragen beantwortet wie «Was ist eigentlich der Unterschied zwischen PostScript, TrueType und OpenType?», oder «Wie finde ich heraus, wie eine Schrift heißt, die ich irgendwo gesehen habe, und die mir gut gefällt».
Gerrit schreibt auch über den c’t-Artikel in seinem Blog praegnanz.de, welches kontinuierlich ein wahres Füllhorn an Fontinformationen für die interessierten Leser udn Leserinnen bereithält.

Artikel

Zwei Vorstellungen: Teddykrieger und Robbie Williams

Vorstellung Nr. 1:
Teddykrieger hat gestern sein Blog in der Reihe von Basic Thinking vorgestellt. Und wie es sich für einen fleißigen Podcaster gehört: nicht nur per Text, sondern auch per kurzem Podcast. «Roberts Idee», Blogs bei sich auf Basic Thinking vorzustellen (bzw. durch die Blogautoren selbst vorstellen zu lassen), finde ich sehr gut.
Vorstellung Nr. 2:
Heute stellt Teddykrieger, ebenfalls per Podcast, die am 20.10.2006 neu erscheinende CD von «Robbie Williams „Rudebox“» vor. Nett gemacht, und einige Titel von der neuen Platte werden eingespielt. Dies ist dann wiederum ein gute Idee von Teddykrieger.
Fazit: zwei gute Ideen, zwei gute Vorstellungen. Beide hörenswert.

Internet, Musik

Video als Ende der Textkultur?

Holger Hettinger interviewt im Deutschlandradio Kultur den Medienwissenschaftler und ehemaligen Chef des Grimme-Institutes, Bernd Gäbler, zur wachsenden Bedeutung von Video bzw. Filmen im Netz: «Kulturinterview: Zäsur in der Medienwelt». Ein streitbarer Satz von Gäbler, in dem viel Wahres steckt:

Es zeigt sich, Internet ist kein Medium, sondern eigentlich eine Infrastruktur und auf dieser Infrastruktur wird auch bevorzugt gekuckt. Das Visuelle dominiert Texte.

Meine Bedenken habe ich allerdings mit der Aussage, dass Visuelles im Netz die Texte dominiert. Die Bedeutung des Visuellen und der bewegten Bilder nimmt zu, keine Frage.
Aber eines darf man nicht vergessen: Während der passive TV-Konsum die Zuschauer selten noch zu Texten animiert, ist es doch gerade bei den Nutzern der Videoportale zu beobachten, dass Filme kommentiert werden (teilweise bis zu 100 Kommentare zu einem kurzen Film sind keine Seltenheit), das selbstproduzierte oder aus den herkömmlichen Medien stammende Videos weiterempfohlen werden und dass die Community-Bildung im Umfeld dieser bewegten Bilder a) ein Netzwerk Kultur- (und nicht nur Spasskultur-) Interessierter zusammenbringt und b) die dadurch ausgelöste, auf schriftlichen Nachrichten (E-Mails, Kommentaren) beruhende Kommunikation nicht das Ende der Schriftkultur bedeuten muss.

Doch lest selbst den Text (!) zur DRadio-Sendung «Kulturinterview: Zäsur in der Medienwelt», oder hört euch die sechseinhalb Minuten an, gut investierte Zeit für alle am Thema Medien, speziell am Medienwandel, Interessierten: Audiodatei (mp3, 1,5 MB).
Passend zum Thema, und natürlich ausgelöst durch den spektakulären Google-Einkauf von YouTube, gab es kürzlich auch ein Feature im SWR, worüber auch die dort zu Wort (!) Gekommenen hardbloggin‘ scientists berichten:
Jan Schmidt: «Journalistisches Interesse am „neuen Netz“» und Steffen Büffel: «SWR1 Thema Heute über Bürgerjournalismus und Co.».

Literatur, Radio, Video

Kommentardatenspeicherung auf Text & Blog

Text & Blog Ein Hinweis in eigener Sache: Herr Exit hat – vollkommen zurecht – mehrfach (hier und hier) [Update 17.10.06: und vor Herrn Exit sogar schon Herr Kossatsch, siehe Kommentare] moniert, dass die Daten der Kommentierenden in meinem Blog nicht per Cookie abgespeichert werden, sprich, dass beim neuerlichen Absetzen eines Kommentars immer wieder Name, E-Mail-Adresse und URL neu angegeben werden müssen, während in anderen Blogs diese Daten ab dem 2. Kommentar bereits automatisch in die dafür vorgesehenen Felder eingetragen werden.
Beschämt musste ich bisher passen und konnte auch nach längeren Recherchen keine Lösung finden. Auch die Bitte an meine Leser, mir in dieser Angelegenheit zu helfen, fand zunächst kein Gehör. Doch nun hat mir mein lieber Stabi-Kollege Henning Manske, profunder Kenner der Programmierkunst, aus der Patsche geholfen. Ein kurzer Blick auf die modulare Struktur von WordPress mit emsiger Rückverfolgung welches Template für welche dynamisch erzeugten Quelltextschnipsel verantwortlich sind, brachte letztendlich die Lösung.
Ohne meine werte Leserschaft mit zuviel Details langweilen zu wollen, kann ich sagen, dass es daran lag, dass ich in den Grundeinstellungen meines Blogs als URL www.textundblog.de eingetragen hatte, und nachdem ich dies auf Anraten Hennings in textundblog.de geändert hatte, also ohne das hässliche «www» in der Adresse, was sowieso sowas von 1995 ist ;-), funktioniert auch das automatische Abspeichern der Kommentardaten.
Lieber Herr Exit, liebe Leserinnen und Leser von «Text & Blog», probiert es bitte aus, kommentiert, was das Zeug hält, und dazu mindestens zweimal, um die Memorierung der Adressdaten beim 2. Kommentar zu überprüfen und ihr werdet sehen: «Text & Blog» wird sich ab sofort an an euch erinnern. Und ganz nebenbei macht ihr mir und allen, die hier mitlesen, natürlich eine ganz große Freude ;-).
Und dir, Henning, ein herzliches Dankeschön, für die große Unterstützung bei der Fehlersuche.

Allgemeines
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