Klageschriften gegen Vorratsdatenspeicherung

Klageschriften, eingereicht vom 'Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung' Zahl des Tages: 34.443. Heise online:

Die größte Verfassungsbeschwerde in der Geschichte der Bundesrepublik ist komplett in Karlsruhe angekommen. Nach der Einreichung von acht Vollmachten repräsentativ ausgewählter Erstbeschwerdeführer Ende vergangenen Jahres hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung am heutigen Freitag insgesamt 34.443 Klageschriften gegen die verdachtslose Protokollierung von Telefon- und Internetdaten dem Bundesverfassungsgericht übergeben.

Aktuelle Bilder der in Karlsruhe heute abgegebenen Klageschriften zeigt der „Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung“ in seinem Wiki.

Politik

Geldautomat macht den Weg frei zum Betrug

Geldautomat Volksbank Hammerbrock - Zur Zeit nicht betriebsbereit

Wir machen den Weg frei… – …auch für EC-Kartenbetrüger?

Der neben der Volksbank Wandsbek im Wandsbek Quarree aufgestellte Geldautomat ist zur Zeit (Stand gestern Abend) nicht betriebsbereit. So kann er zumindest nicht weitere Personen ihrer EC-Karten berauben und sie dann anschließend in die Hände von möglichen Betrügern ausspucken, so wie mir geschehen. Ich habe in der Sache gestern Anzeige gegen Unbekannt wegen unzulässiger Kontoverfügung erstattet. Das konnte ich sogar auf der Onlinewache der Polizei Hamburg erledigen. Die Berichterstattung, wie es weitergeht und ob noch weitere „Einkäufe“ mit meiner EC-Karte getätigt werden, erfolgt fortlaufend im Artikel: «Heimtückischer Geldautomat Volksbank Wandsbek». Dort auch interessante Hinweise in den Kommentaren, wofür ich meinen Lesern ausdrücklich danken möchte.

Hamburg

Faustus und die Suche nach der geeigneten Literaturverwaltung

Faustus, vielen als Stammkommentator auf «Text & Blog» und als Autor des Blogs «Virtual Unreality» bekannt, hat dieser Tage ein neues Blog eröffnet: Semanticker. Er siedelt es an «im Dreieck von Linguistik, Informatik und Kognition» und schreibt dort über sein wissenschaftliches Werkeln. Heute Abend nimmt er Bezug auf die Schwierigkeit, wie man bei der wissenschaftlichen Recherche gesammelte Online-Quellen und Literatur- und Zeitschriftenangaben sinnvoll sammeln kann. Im Besonderen geht er ein auf die…

… Schwierigkeit, die gesammelten Erkenntnisse irgendwie verwertbar zu halten. Im Zuge der Recherche für meine Magisterarbeit (”Für Deine was? Gibts da ne Liste?”) hatte ich gegen Ende um die 300 kryptisch benannte Aufsätze auf meiner Festplatte in verschiedenen mehr oder weniger intelligent strukturierten Ordnern versammelt. Einige waren farblich markiert um noch zusätzliche Informationen auf Anhieb verfügbar zu machen.

Faustus hat auch Lösungen gefunden und beschrieben: «Sisyphus und die Literaturrecherche».

Informationskompetenz, Literatur

Online-Durchsuchung gestoppt

Gute Entscheidung: Karlsruhe stoppt die heimliche Online-Durchsuchung und erlaubt sie nur unter sehr strengen Auflagen. netzpolitik.org berichtet live. Phönix überträgt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes per Livestream.
Update: Die Pressemeldung des Bundesverfassungsgerichtes: «Vorschriften im Verfassungsschutzgesetz NRW zur Online-Durchsuchung und zur Aufklärung des Internet nichtig».

Internet, Politik

Heimtückischer Geldautomat Volksbank Wandsbek

Volksbank-Geldautomat im Wandsbek Quarree

[Dieser Artikel wird dem Fortgang der Angelegenheit entsprechend laufend ergänzt, siehe Ende des Textes]

Gestern Abend, kurz nach 19 Uhr, Wandsbek Quarree am Eingang Cinemaxx. Ich will Geld abheben am Geldautomaten der Volksbank Wandsbek. Karte rein, Bildschirm plötzlich schwarz. Karte kommt nicht mehr raus. [Erläuterung des Defektes siehe Update II am Ende dieses Artikels.] Ich rufe bei der Telefon-Nummer der Volksbank Wandsbek an, die auf dem Automaten steht. Dort nur Bandansage. Bitte zwischen 9 und 18 Uhr anrufen. Toll. Ich warte 5 Minuten. Geldautomat bleibt stur, Bildschirm schwarz. Karte kommt nicht raus. Was soll ich tun? Am Automaten übernachten bis es 9 Uhr früh ist?

Gehe ratlos nachhause und rufe gleich heute morgen bei der Volksbank Wandsbek an, um zu fragen, wie ich wieder an meine Karte komme und ob ich sie sicherheitshalber bei meiner Bank (Bank1Saar) sperren lassen soll. Auskunft VB Wandsbek: Sperrung nicht notwendig, Kartenrückgabe direkt an mich aber auch nicht, die Karte wird an meine Bank im Saarland zurückgeschickt. Die schickt sie dann wieder mir. Meine Rückfrage, wie denn so etwas überhaupt passieren könne, dass der Automat die Karte einbehält (ohne Falscheingabe der Geheimzahl wohlgemerkt! – Ich hatte ja gar keine Chance mehr irgendetwas einzugeben), wird mit einem möglichen Stromausfall des Automaten beantwortet. Seltsam.

Sicherheitshalber habe ich trotzdem heute bei der Bank1Saar angerufen und gefragt, ob es aktuelle Bewegungen auf meinem Konto gibt und ob man mir tatsächlich die Karte schicken würde. Keine Bewegung auf dem Konto und Verwunderung in Saarbrücken, dass man mir in Hamburg nicht meine Karte ausgehändigt habe. Heute am späten Nachmittag frage ich mein Konto sicherheitshalber nochmals online ab und siehe da: Abbuchung Ansons Herrenhaus über 139,80 €. Ich habe dort jedoch vor drei Wochen zuletzt eingekauft und nicht über diesen Betrag. Klarer Fall: der Automat muss die Karte nach meinem Weggang gestern Abend wieder ausgespuckt haben. Jemand schnappt sie sich, spaziert ins nächst beste Geschäft (Ansons ist gleich um die Ecke). Kauft ein und bezahlt dort mit meiner Karte! Heute Abend, also eben, war ich dann bei Ansons. Dort recherchiert man anhand der Transaktionsnummer meines Kontoauszuges: Gestern um 19:40 Uhr war der Einkauf, wie man dort herausfindet. Die lassen sich EC-Zahlung nicht mit Geheimzahl bestätigen, sondern nur mit Unterschrift. Natürlich lasse ich die Zahlung zurückgehen (hatte ich vorher schon telefonisch bei der Bank1Saar storniert). Die Karte ist jetzt selbstverständlich gesperrt.

Obiges Bild zeigt den Gefahrenautormaten im Wandsbek Quarree, Zustand heute Abend. «Bitte Datenträger einlegen» steht auf dem Display. Von einer weiteren Nutzung außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten kann ich – sollte er je wieder funktionieren – nur abraten kann. Ob er manipuliert war, vermag ich natürlich nicht zu sagen.

Update 23:50 Uhr: Wie ich heute Abend beim Sport erfahren habe, gibt es für solche Fälle eine Telefonnummer: 116116. Infos siehe sperr-notruf.de.

Update II, 27.2., 9:55 Uhr: Nach Information der VB Wandsbek war das Problem ein Defekt des Displays des Geldautomaten. Das Display war einfach schwarz. Momentan ist der Automat außer Betrieb. Man kümmert sich um die Behebung des Schadens. Trotzdem wundert es mich, dass die Karte dann während der fünf Minuten, in denen ich erst telefonierend und dann ratlos davor stand, nicht herauskam. Nun gut: also: falls euch sowas mal passiert: Es könnte auch am ausgefallenen Display liegen. Weitere Abbuchungen sind jetzt auf meinem Konto nicht mehr erfolgt, sodass es wohl bei dem einmaligen betrügerischen Einkauf bei Ansons bleiben dürfte. Die Karte ist nun gesperrt, sodass weitere Einkäufe – auch wenn nur die Unterschrift kontrolliert wird, nicht möglich sein werden, wie man mir bei der Volksbank Wandsbek versicherte.

Update III, 28.2., 9:50 Uhr: Es sind jetzt noch zwei weitere Lastschriften von mir zurückgegeben worden: Der Täter hat meine EC-Karte am Dienstag nochmal bei Anson’s eingesetzt, diesmal in einer anderen Filiale (Haus Alstertal in Poppenbüttel) und hat dort für 248,90 € „eingekauft“. In einem Hamburger Penny-Markt hat er am gleichen Tag Waren im Wert von 14,41 € „erworben“. Letztere Summe erscheint mir geradezu lächerlich, aber vielleicht gibt es ja eine Grenze bis zu deren Höhe PIN-los mit EC-Karte bezahlt werden kann. Kennt da jemand die Penny-Gepflogenheiten?
Wie dem auch sei, bisher ist also eine betrügerische Kontoverfügung über insgesamt 403,11 € entstanden, den die Anbieter zu tragen haben, die durch Verletzung ihrer Kontrollpflicht unrechtmäßige Lastschrifteinzüge auf mein Konto erwirkt haben.

Update IV, 28.2., 16:30 Uhr: Ich habe mittlerweile Anzeige bei der Onlinewache der Polizei Hamburg erstattet.
Quintus weist derweil in den Kommentaren auf einen heute in der FAZ erschienen Artikel zum Thema hin: «Einkaufen mit gesperrter EC-Karte – kein Problem».

Update V, 11.3., 16:00 Uhr: Der EC-Karten-Dieb hat wieder zugeschlagen. Heute erst eingegangene Lastschriften beziehen sich auf Einsätze vom 6.3.08. Die ersten vier der u.st. Liste im gleichen Selbstbedienungsrestaurant in der Mitte Hamburgs. Der letzte Betrag dann in einer Braustube. Wahrscheinlich hat der gute dort vier Pils auf mich getrunken. Na warte. Ich nenne jetzt lieber keine Namen der Einsatzorte mehr, um diesen Artikel nicht zu einer Handlungsanleitung werden zu lassen, wo man überall mit gesperrten EC-Karten noch ungestraft einkaufen kann:

06.03.08, 17.20 Uhr: – 10,00 €
06.03.08, 19.59 Uhr: – 68,50 €
06.03.08, 22.21 Uhr: – 29,00 €
06.03.08, 22.48 Uhr: – 15,00 €
06.03.08, 23.10 Uhr: – 9,60 €

Summe der neuerlichen Abbuchungen: 132,10 €
Insgesamt zwischen 25.02.08 und 11.03.08 zurückgegangenen Lastschriften: 535,21 €.

Hamburg

Mercedes-Benz Mixed Tapes werden fortgesetzt

mercedes-benz mixed tape 19
Seit 2004 bis zum Juli 2007 hat Mercedes Benz mit seinen Mixed Tapes 1 – 18 vielen Musikinteressierten abwechslungsreiche und Entdeckungen bietende Musikkompilationen kostenlos zum Download im Netz bereit gestellt. Viele haben – so wie ich – die Einstellung dieses Projektes im vergangenen Sommer bedauert.

Wie ich heute Nacht schon bei Matthias im Numblog nachlesen konnte und heute auch von der Mercedes-Benz Mixed Tape Redaktion per E-Mail informiert wurde, wird die Erfolgsgeschichte nun glücklicherweise wieder fortgesetzt. Ab Donnerstag, den 28. Februar 2008 gibt es das neueste Mixed Tape, die laufende Nummer 19. Musikalisches Thema: Modern Vintage. Ein schicker Trailer erhöht die Spannung und verkündet die Neuausrichtung mit begleitendem Video-Musikmagazin:


Direktlink YouTube

Ich zitiere aus der Pressemeldung:

Mit ganz besonderer Hilfe der User durch eine Umfrage und das Mixed Tape-Forum, hat die Mixed Tape Redaktion über Monate ein neues Sendeformat entwickelt. Am 28. Februar 2008 geht die erste Folge des brandneuen Mixed Tape Music Magazine online!

Das Videomagazin setzt sich alle vier Wochen mit einem neuen Thema auseinander. Das Thema der ersten Sendung ist „Modern Vintage“. Ganz in der Tradition des substantiellen Musikjournalismus zeigt das Mixed Tape Music Magazine nicht nur aktuelle Musikvideos von Stars und Nachwuchskünstlern, sondern auch unterhaltsame Portraits, Interviews und Albumtipps zum Thema.

Neben dem Music Magazine gibt es bei Mixed Tape natürlich wie gehabt MP3-Tracks zum kostenfreien Download; alle 8 Wochen 10 neue Titel mit sorgfältig ausgewählten Nachwuchskünstlern.

Wie gesagt, das Mixed Tape Music Magazine und die aktuelle Kompilation Mixed Tape 19 gibt es ab dem 28. Februar auf: www.mercedes-benz.tv/mixedtape

Musik, Video

Javier Bardem schreibt spanische Filmgeschichte mit seinem Oscar

Javier Bardem - Foto: Wikipedia Javier Bardem hat heute Nacht spanische Kinogeschichte geschrieben. Er ist der erste Spanier, der einen Oscar als Schauspieler erhält. Für seine Rolle in dem mit insgesamt 4 Oscars meistprämierten Streifen der Coen-Brüder «No country for old man», der diese Woche auch in Deutschland anläuft. El País berichtet über den aus spanischer Sicht historischen Erfolg: «Bardem hace historia»:

Los pronósticos se han cumplido y Javier Bardem ha pasado a la historia por su papel de asesino en serie en la película No es país para viejos, de los hermanos Coen, con el que se ha alzado con el Oscar al mejor actor de reparto en la 80 edición de los premios de la Academia de Hollywood.

Schön, in El País auch das Foto zu sehen, auf dem ihn seine Mutter Pilar Bardem (in Spanien auch als große Schauspielerin extrem beliebt und erfolgreich) im Moment der Verkündigung des Oscars küsst. (Update: Auch nett: das unmittelbar an diese Szene anschließende Jubelfoto, das es in der NYT zu sehen gibt.) Seine Lebensgefährtin, die bezaubernde Penélope Cruz (letztes Jahr auch für einen Oscar nominiert, hat ihn aber leider nicht bekommen) war auch vor Ort, durfte sie doch dieses Mal einen Oscar überreichen. Einen gemeinsamen Fototermin des aktuellen spanischen Schauspieltraumpaares Cruz/Bardem gab es jedoch nicht.

Einen kleinen Eindruck des genialen Schauspiels von Bardem (der ja auch in dem mehrfach hier erwähnten und ebenso oscarprämierten Film «Mar Adentro» von Alejandro Amenábar die Hauptrolle spielt) gibt diese Szene an der Tankstelle aus «No country for old man»:


Direktlink YouTube

¡Felicidades, Javier Bardem!

Kino, Spanisch
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