Ich muss schon sagen, @der_handwerk versteht sein selbiges. Seine Tweets bereiten – nicht nur mir – häufig eine besondere Freude. Diese Woche hat er einen publiziert, den ich zum «Tweet der Woche» küren möchte: Vermeintlich ganze drei Wörter der getwitterten Kurznachricht stehen da so, wie er sie wohl gemeint haben könnte. Alle anderen wurden von Herrn @Formschubs Streber aus der 8b mehr oder weniger entstellt:
Mit einer der am meisten gelesenen Artikel dieses Blogs ist «Wie viel Schlaf braucht der Mensch?». Eine Frage, die offenbar Viele beschäftigt, und wozu der Artikel in den Kommentaren durch zahlreiche persönliche Antworten Ratsuchenden Orientierung bietet. Heute bin ich beim Hören von hr2 – Der Tag wieder auf das Thema gestoßen. Es kommt auch wieder – wie im oben genannten Artikel – ein Schlafforscher zu Wort, der bestätigt, dass schätzungsweise 15 % der Bevölkerung (in Deutschland also etwa 12 Millionen Menschen) an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen leiden. hr2 – Der Tag kündigt sein Feature zum Thema Schlaf zwar mit ziemlich viel Ironie an, doch liefert die Sendung auch viele harte Fakten und ist wie immer sehr hörenswert:
Die Zukunft gehört den wenig und effektiv Schlafenden und denen, die ihren Schlaf optimieren. Das geht heute nicht mehr nur mit Medikamenten, sondern auch mittels modernster Technik: mit schlafbegleitenden Apps oder einem Wecker, der für das Wecksignal die geeignete Schlafphase wählt. So ist auch der erfolgreich aufgeweckte Optimalschläfer leistungsfähig und in der Lage, am längsten Tag des Jahres, dem Tag des Schlafes, natürlich „Der Tag“ zu hören.
Für mich nochmal die wichtige Bestätigung, außer der schon bekannten Tatsache, dass es keine allgemeingültige Schlafdauer gibt, sondern dass das etwas sehr Persönliches ist: beim Schlaf kommt es auf die richtige Dosierung an. Das heißt aber auch: zu viel Schlaf kann sehr wohl schädlich sein und krank machen.
Die lohnenswerten 49 Minuten zum Nachhören bei hr2 – Der Tag oder hier:
Es gibt wirklich viel Unbedachtes in der Vorberichterstattung des heutigen Viertelfinales zwischen Deutschland und Griechenland. Und damit meine ich nicht nur die strohdummen BILD-Schlagzeilen oder die schlechten Witze zum Verhältnis der beiden Länder. Nein, es werden schlimmste Dinge ohne jedes historische Feingefühl fabriziert und in weiten Teilen der Medien ersetzt eine regelrechte Kriegsberichterstattung die Information rund um die EM. In seinem satirischen Beitrag «Heimspiel in Danzig» schießt Henning Bornemann präventiv zurück. Doch ob des Zitierten vergeht einem das Lachen ganz schnell.
Einen besonders schlimmen Punkt des nationalen Chauvinismus‘ spricht Maike aka @ruhepuls an, und so kommen wir auch schon zum «Tweet der Woche», der ihrer Tastatur entstammt und vielen von uns aus der Seele spricht:
Freude über den Spielgewinn der Mannschaft, die man als Fan unterstützt, ist eine Sache. Ein unterschwelliger, übersteigerter Nationalismus ist die andere. Dazu passend eine aktuelle Lektüre-Empfehlung:
Farbe ins Gesicht, Trikot an und schon wird gegrölt. Seit 2006 ticken Deutsche bei WM oder EM aus. Doch um Party geht es vielen nicht, sie leben ihren Nationalismus aus.
Gezeigt wird ein Tag im Leben des 13-jährigen Zeitungsjungen Amar, der nicht nur im Film zum Broterwerb seiner Familie beiträgt, sondern auch durch ein eingelöstes Versprechen des Regisseurs danach (siehe Artikel The Telegraph – Calcutta).
Morgen Abend, Montag, 18. Juni, um 22:45 – 23:30 Uhr zeigt die ARD die von NDR und SWR produzierte Dokumentation «Der Frühling der Piraten». Dass meine Tweets oft im Fernsehen gezeigt werden, daran habt ihr euch ja mittlerweile gewöhnt. Also wird euch auch nicht mehr wundern, dass ein Reply eines meiner Follower an das Filmteam und an mich und der Teil einer Direct Message ans Team im Film zu sehen sein werden:
Ich konnte den Film gestern bereits vorab sehen (danke dafür ans Team). Eins vorneweg: diese Doku wird nicht allen gefallen. Mir behagen einige Statements darin auch nicht, aber es war ja klar, dass das kein Werbefilm für die Piraten wird. Die Macher haben sich selbstverständlich vorgenommen, objektiv Bericht zu erstatten. Nachteil dabei: ein zu weiten Teilen auf Interviews basierender Film ist immer nur so gut, wie die darin abgegebenen Statements. Und den beiden Polit-Oldies Riesenhuber (Jg. 1935) und Eppler (Jg. 1926) etwa ist deutlich anzumerken, dass sie die Piraten zu weiten Teilen überhaupt nicht verstehen.
Ärgerlicher als die Kommentare der beiden Alten ist aber noch das mehr als bedenkliche Statement von ARD-Wahlberichterstatter Schönenborn (Jg. 1964), der sich zur Behauptung hinreißen lässt, die Piraten böten lediglich eine Projektion und wenn sie mal in den Parlamenten reale Arbeit machen müssten – was, so Schönenborns durch nichts belegte These, ihnen nicht gelänge – , würden sie diesen Reiz verlieren und wieder aus den Parlamenten fliegen. Eine sehr tendenziöse Prognose, die einem Journalisten, dessen Job es ist, über Wahlen in unserer Demokratie zu berichten, eher schlecht zu Gesichte steht.
Zugegeben, ich bin als langjähriges Mitglied der Piratenpartei hier natürlich nicht objektiv, und die mir wenig gerecht erscheinende Kritik kann ja auch von Piraten zum Anlass genommen werden, weiter – bzw. überhaupt erst einmal – zu zeigen, dass es eben nicht so ist. Also: trotz dieser Ärgernisse ist die Doku sehenswert. Während, und natürlich auch nach, der Ausstrahlung kann auf Twitter unter Hashtag #arddoku diskutiert werden. Der Twitteraccount zum Film ist @NDRDoku.
Als Kinder haben wir alle irgendwann auch mal „Arbeit“ gespielt. Dabei wurden sicher die meisten von uns spielerisch noch nicht an die heutige Arbeit herangeführt, weil es die modernen IT-Arbeitsmittel zu jener Zeit entweder noch nicht gab, oder sie noch keine nennenswerte Verbreitung in unserem Alltag hatten. Heute ist das sicher anders. Die Welt der Kinder und die der arbeitenden Erwachsenen ist irgendwie gar nicht mehr so weit von einander entfernt. Trefflich beobachtet im «Tweet der Woche» von Herrn @Buddenbohm:
A trip on the road at supersonic speed spanning across five continents and four seasons.
Official video for „Chemin Vert“ of electronic musician A Ghost Train. The video was made using panoramic frames from Google Street View from different parts of the world mapped as stereographic projections.
Mit diesen Worten präsentiert der italienische Fotograf und Künstler Giacomo Miceli sein Video-Projekt «Chemin Vert». Wir bereisen darin fünf Kontinente während vier Jahreszeiten mittels Aufnahmen von Google Street View.
In der Stabi hatten wir heute Morgen eine AG-Sitzung in unserem Konferenzraum im 17. Stock. Ehe es los ging, bin ich raus auf die Terrasse gegangen und habe dieses 36o°-Video vom Panoramablick aufgenommen, der sich von ganz dort oben über die Hansestadt bietet.
Gleich nach dem Start sieht man die Außenalster, es geht rüber über Dammtor und Planten un Blomen, der Blick schweift vorbei am Michel, vorbei an den Landungsbrücken mit seinen Hafenkränen, St. Pauli, dem Fernsehturm, dem Wasserturm auf der Schanze, dem Grindelviertel usw. Seht selbst.