Literarische Figuren für die Stabi-Schließfächer

Literarische Figuren für die neuen Stabi-Schließfächer

Wir werden in der Stabi in Kürze neue Schließfächer anbieten. Während wir schon welche haben, die nach Schriftstellern, Ländern, Tieren oder Pflanzen benannt sind (weil man sich solche Bezeichnungen einfach merken kann als Zahlen), sollen die neu hinzu kommenden Schließfächer mit literarischen Figuren benannt werden. Dazu habe ich gestern unsere Nutzer und alle am Thema interessierten im Stabi-Blog aufgerufen, uns als Inspiration literarische Figuren zu nennen. Wir sind überwältigt vom positiven Echo und den Vorschlägen, die dort bereits in den ersten 24 Stunden in den Kommentaren oder per E-Mail an mich eingegangen sind.

Falls es Euch interessiert, was dort so vorgeschlagen wird, oder falls ihr selbst – bis heute in einer Woche, also bis zum kommenden Mittwoch, 11. Juli – Vorschläge unterbreiten wollt, schaut doch mal im Stabi-Blog vorbei:
Gesucht: Literarische Figuren für die neuen Stabi-Schließfächer

Literatur

Finale der Euro 2012: Spanien vs Italien

Heute Abend ist es soweit. Wie vor vier Jahren habe ich auch dieses Mal bereits vor der EM vorausgesagt, dass Spanien den Titel holen wird. Und damit als erstes Team der Welt drei Titel hintereinander: Europameister 2008, Weltmeister 2010, Europameister 2012. Wenn der Tag zu Ende geht, werden wir sehen, ob ich wieder recht behalten habe. Ich freue mich jedenfalls mächtig auf das Finale. Obiger Trailer macht, wie ich finde, Lust darauf.

Die italienische Vorberichterstattung zeigt sich ganz gut in diesem Einblick in die italienische Zeitung Il Messaggero. Iker Casillas vergleicht die Spanische Mannschaft heute im Interview auf El País mit Tetris, alle Teile passen zusammen: «Somos como el Tetris: encajan todas las piezas». Keine Frage: es wird trotz dieses passgenauen Zusammenspiels der Spanier schwer werden gegen die Italiener, deren Selbstbewusstsein während des Turniers enorm gewachsen ist.

Ronaldo mit Balotelli-Tatoo auf der Brust Ich habe immer noch die Hoffnung, dass die Spanier, wie schon bei der EM 2008, immer nur so gut spielen, wie es gerade notwendig ist und sich je nach Gegner auch noch steigern können. Dass sie sich gegenüber den Leistungen gegen Frankreich und Portugal noch steigern müssen, um den Titel holen zu können, ist vollkommen klar.

Neben Pirlo müssen die Jungs von Trainer Del Bosque natürlich Balotelli so gut es eben geht daran hindern, sein Spiel zu spielen. Was manche überraschen mag: Cristiano Ronaldo ist mittlerweile großer Fan von Mario Balotelli geworden und hat ihn sich sogar auf den Oberkörper tätowieren lassen. Weitere Balotellis gibt es in diesem Tumblr-Blog: Got Balotelled. 😉

Fußball, Spanisch

Font-Wechsel von Georgia zu Open Sans

Weil ich bei meinen Streifzügen durchs Netz den Wiedererkennungswert von Webseiten selbst schätze, bin ich kein Freund häufiger Layout-Wechsel. Blogs, aber auch andere Websites, die alle drei Monate ihr Aussehen ändern, verwirren mich mehr, als dass ich den frischen Wind zu würdigen wüsste. In gestalterischen Dingen bin ich eher konservativ. 😉

Deshalb hat mein Blog im achten Jahr seines Bestehens auch erst einen Layout-Wechsel im Jahr 2007 hinter sich und auch den noch mit starkem Wiedererkennungswert durch Beibehaltung der Grundfarben und der römischen Header-Fotos. Doch heute hab ich mal seit Langem wieder was geändert, und zwar die Schrift des Blogs. Weil ich die mit der Zeit ein wenig langweilig fand. Angeregt vom Typolution-Artikel «Ist Open Sans die neue Arial im Web?» habe ich diesen Google-Webfont mal hier eingebaut. Ich finde ihn ganz angenehm und sehr gut lesbar.

Neu (Open Sans, li.) und Alt (Georgia, re.) im Vergleich, auf Klick in groß:

Font-Wechsel von Georgia zu Open Sans

Wie der Wechsel zu einem Webfont geht, steht auf der betreffenden Google-Seite: Collection: Open Sans. Man sollte auch bedenken, eine Fallback-Schrift einzubauen, falls der Webfont mal nicht geladen wird. Für diesen Zweck hab ich dann die Arial genommen und folgende Zeile in mein Stylesheet eingetragen:

body {font-family: 'Open Sans', 'Arial', sans-serif;}

Webdesign

Tweet der Woche: Das Rätsel hinter der Autokorrektur

Ich muss schon sagen, @der_handwerk versteht sein selbiges. Seine Tweets bereiten – nicht nur mir – häufig eine besondere Freude. Diese Woche hat er einen publiziert, den ich zum «Tweet der Woche» küren möchte: Vermeintlich ganze drei Wörter der getwitterten Kurznachricht stehen da so, wie er sie wohl gemeint haben könnte. Alle anderen wurden von Herrn @Formschubs Streber aus der 8b mehr oder weniger entstellt:

Tweet der Woche von @der_handwerk

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Literatur

hr2 – Der Tag: Beim Schlaf kommt’s auf die Dosis an

hr2 Der Tag Mit einer der am meisten gelesenen Artikel dieses Blogs ist «Wie viel Schlaf braucht der Mensch?». Eine Frage, die offenbar Viele beschäftigt, und wozu der Artikel in den Kommentaren durch zahlreiche persönliche Antworten Ratsuchenden Orientierung bietet. Heute bin ich beim Hören von hr2 – Der Tag wieder auf das Thema gestoßen. Es kommt auch wieder – wie im oben genannten Artikel – ein Schlafforscher zu Wort, der bestätigt, dass schätzungsweise 15 % der Bevölkerung (in Deutschland also etwa 12 Millionen Menschen) an behandlungsbedürftigen Schlafstörungen leiden. hr2 – Der Tag kündigt sein Feature zum Thema Schlaf zwar mit ziemlich viel Ironie an, doch liefert die Sendung auch viele harte Fakten und ist wie immer sehr hörenswert:

Die Zukunft gehört den wenig und effektiv Schlafenden und denen, die ihren Schlaf optimieren. Das geht heute nicht mehr nur mit Medikamenten, sondern auch mittels modernster Technik: mit schlafbegleitenden Apps oder einem Wecker, der für das Wecksignal die geeignete Schlafphase wählt. So ist auch der erfolgreich aufgeweckte Optimalschläfer leistungsfähig und in der Lage, am längsten Tag des Jahres, dem Tag des Schlafes, natürlich „Der Tag“ zu hören.

Für mich nochmal die wichtige Bestätigung, außer der schon bekannten Tatsache, dass es keine allgemeingültige Schlafdauer gibt, sondern dass das etwas sehr Persönliches ist: beim Schlaf kommt es auf die richtige Dosierung an. Das heißt aber auch: zu viel Schlaf kann sehr wohl schädlich sein und krank machen.

Die lohnenswerten 49 Minuten zum Nachhören bei hr2 – Der Tag oder hier:

http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/derTag/derTag_20120621.mp3

Radio

Tweet der Woche spricht Vielen aus der Seele

Es gibt wirklich viel Unbedachtes in der Vorberichterstattung des heutigen Viertelfinales zwischen Deutschland und Griechenland. Und damit meine ich nicht nur die strohdummen BILD-Schlagzeilen oder die schlechten Witze zum Verhältnis der beiden Länder. Nein, es werden schlimmste Dinge ohne jedes historische Feingefühl fabriziert und in weiten Teilen der Medien ersetzt eine regelrechte Kriegsberichterstattung die Information rund um die EM. In seinem satirischen Beitrag «Heimspiel in Danzig» schießt Henning Bornemann präventiv zurück. Doch ob des Zitierten vergeht einem das Lachen ganz schnell.

Einen besonders schlimmen Punkt des nationalen Chauvinismus‘ spricht Maike aka @ruhepuls an, und so kommen wir auch schon zum «Tweet der Woche», der ihrer Tastatur entstammt und vielen von uns aus der Seele spricht:

Tweet der Woche von @ruhepuls

Freude über den Spielgewinn der Mannschaft, die man als Fan unterstützt, ist eine Sache. Ein unterschwelliger, übersteigerter Nationalismus ist die andere. Dazu passend eine aktuelle Lektüre-Empfehlung:

Farbe ins Gesicht, Trikot an und schon wird gegrölt. Seit 2006 ticken Deutsche bei WM oder EM aus. Doch um Party geht es vielen nicht, sie leben ihren Nationalismus aus.

Weiter im Artikel von Constantin Wißmann auf ZEIT Online:
«Meine gefährliche Liebe zu Deutschland».

Die vergangenen Tweets der Woche findet ihr hier.

Bluesky, Fußball, Literatur, Politik

Ein Tag im Leben von Amar

Amar (all great achievements require time) ist ein kurzer Dokumentarfilm des Briten Andrew Hinton, preisgekrönt, schlicht und gerade deshalb um so eindringlicher. Bewegend und demütig machend, wie ich finde.

Gezeigt wird ein Tag im Leben des 13-jährigen Zeitungsjungen Amar, der nicht nur im Film zum Broterwerb seiner Familie beiträgt, sondern auch durch ein eingelöstes Versprechen des Regisseurs danach (siehe Artikel The Telegraph – Calcutta).

Video

ARD-Doku «Der Frühling der Piraten» – Trotz fragwürdiger Aussagen sehenswert

[Update 23:45h: Sendung in ARD-Mediathek anschauen oder downloaden]

Morgen Abend, Montag, 18. Juni, um 22:45 – 23:30 Uhr zeigt die ARD die von NDR und SWR produzierte Dokumentation «Der Frühling der Piraten». Dass meine Tweets oft im Fernsehen gezeigt werden, daran habt ihr euch ja mittlerweile gewöhnt. Also wird euch auch nicht mehr wundern, dass ein Reply eines meiner Follower an das Filmteam und an mich und der Teil einer Direct Message ans Team im Film zu sehen sein werden:

Reply an mich in der Piratendoku

rechts zu sehen: Teil einer DM von mir ans Filmteam

Ich konnte den Film gestern bereits vorab sehen (danke dafür ans Team). Eins vorneweg: diese Doku wird nicht allen gefallen. Mir behagen einige Statements darin auch nicht, aber es war ja klar, dass das kein Werbefilm für die Piraten wird. Die Macher haben sich selbstverständlich vorgenommen, objektiv Bericht zu erstatten. Nachteil dabei: ein zu weiten Teilen auf Interviews basierender Film ist immer nur so gut, wie die darin abgegebenen Statements. Und den beiden Polit-Oldies Riesenhuber (Jg. 1935) und Eppler (Jg. 1926) etwa ist deutlich anzumerken, dass sie die Piraten zu weiten Teilen überhaupt nicht verstehen.

Ärgerlicher als die Kommentare der beiden Alten ist aber noch das mehr als bedenkliche Statement von ARD-Wahlberichterstatter Schönenborn (Jg. 1964), der sich zur Behauptung hinreißen lässt, die Piraten böten lediglich eine Projektion und wenn sie mal in den Parlamenten reale Arbeit machen müssten – was, so Schönenborns durch nichts belegte These, ihnen nicht gelänge – , würden sie diesen Reiz verlieren und wieder aus den Parlamenten fliegen. Eine sehr tendenziöse Prognose, die einem Journalisten, dessen Job es ist, über Wahlen in unserer Demokratie zu berichten, eher schlecht zu Gesichte steht.

Zugegeben, ich bin als langjähriges Mitglied der Piratenpartei hier natürlich nicht objektiv, und die mir wenig gerecht erscheinende Kritik kann ja auch von Piraten zum Anlass genommen werden, weiter – bzw. überhaupt erst einmal – zu zeigen, dass es eben nicht so ist. Also: trotz dieser Ärgernisse ist die Doku sehenswert. Während, und natürlich auch nach, der Ausstrahlung kann auf Twitter unter Hashtag #arddoku diskutiert werden. Der Twitteraccount zum Film ist @NDRDoku.

Politik, TV
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