Internet

Songza: Die Internet-Musikbox

Songza

Das Internet ist ja im Prinzip eine einzige große Jukebox. Songza hat das erkannt und perfekt (will sagen: schlicht und einfach) umgesetzt. Man tippt Titel oder Interpret der Musik, die man gerne hören möchte, in ein Suchfenster ein, klickt auf Play und hört den Song.

Songza hat meinen ersten Test gleich mit Bravour bestanden. Ich habe «miss li» eingetippt, die schwedische Sängerin, deren Video zu «Oh, Boy» ich vor ein paar Tagen in der Videotheke vorgestellt hatte, und schwupp ertönt «Oh, boy» aus den Lautsprechern meiner Anlage. Weitere Titel, die Diskographie und die Einkaufsmöglichkeiten werden mir angezeigt.

Wann erkennt die Musikindustrie, dass das Zurverfügungstellen von Musik im Netz die Vermarktung von Musik nicht hemmt, sondern befördert? Einfache Verbreitung führt zu schneller aufkommender Begeisterung und letztlich auch zum Kauf der Musik (siehe Begeisterung und Kauf). Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

Ich muss Robert Basic Recht geben, der Songzas superbes Interface lobt. Bei ihm auch mehr Infos zum technischen Hintergrund, wie Songza an die Musikdateien kommt und wo im Netz darüber diskutiert wird, wie lange das noch gut gehen kann. Also, solange es noch funktioniert, unbedingt testen: songza.com.

Update 19:00 Uhr: Wie in den Kommentaren bereits erwähnt, kann man das Abspielen der Musik mit der Spacetaste anhalten und wieder starten. Außerdem gibt es sogar schon eine Firefox-Erweiterung für Songza, mit der die Musikrecherche direkt vom Suchfenster oben rechts im Browser gestartet werden kann.

Internet, Musik

Miriam-Meckel-Effekt auf die Text & Blog-Statistik

Screenshot der Statcounter-Statistik der laufenden Woche von Text & Blog Ich nenne es mal den «Miriam-Meckel-Effekt»: Normalerweise kommen etwa 1.000 Leute pro Tag auf Text & Blog vorbei, was mich natürlich sehr freut, da es mir zeigt, dass es regelmäßig viele Menschen gibt, die sich für das interessieren, was ich hier schreibe. Gestern – ausgerechnet an einem Sonntag, wo erfahrungsgemäß weniger los ist – waren es aber über 2.500 Leserinnen und Leser hier im Blog und per Feedreader. Alleine 1.800 (!) mal wurde gestern in Google nach Anne Wills Lebenspartnerin „Miriam Meckel“ gesucht und – wohl auch, da die Meckel-Homepage down war und es immer noch ist – in der Google-Trefferliste auf meinen Artikel mit der Buchvorstellung zu Miriam Meckel («Miriam Meckel ist unerreichbar glücklich») geklickt.

Doch der Hype lässt schon nach (heute wurde der Artikel erst 385 mal aufgerufen), der erste Informationshunger nach der gestrigen Meldung lässt wohl schon nach und bald muss ich mich wieder mit 1.000 Lesern begnügen (die reichen mir auch, ehrlich gesagt).

Allgemeines, Internet

3 Millionen Bookmarks bei Mister Wong

Über 3 Millionen Bookmarks bei Mister Wong Gerade beim Abspeichern meiner heutigen Bookmarks gesehen: Mister Wong hat jetzt sogar schon über 3 Millionen abgespeicherte Lesezeichen. Glückwunsch, Mister Wong!

Nochmals zur Erinnerung, da ich nicht über alles, was ich im Netz finde, bloggen kann: Unter dem Punkt Wong Roll sind meine 5 zuletzt bei Mister Wong abgespeicherten Bookmarks immer in der rechten Spalte dieses Blogs verlinkt. Und generell können meine Mister-Wong-Bookmarks auch per RSS-Feed abonniert werden. Ich habe die RSS-Feeds einiger Wong-Benutzer abonniert und darüber schon sehr viel brauchbare Netzadressen gefunden (was natürlich nur eine der zahlreichen Möglichkeiten ist, wie man das Social Bookmarking für eine effektive Netzarbeit einsetzen kann).

Internet, Software

Martin Z. Schröder: Schreiben ist blei

Bleisatz - Buchstabe A
Foto: photocase

Ein Lesetipp nicht nur, aber vor allem auch für meinen Bruder, der Schriftsetzer von Beruf ist und auch als solcher arbeitet:

Martin Z. Schröder ist Drucker in Berlin und berichtet im Reden ist Silber – Druckerey Blog (genialer Untertitel: «Schreiben ist blei») von seiner Arbeit mit bleiernen Lettern und vor allem auch von seinen Erfahrungen, die er in der Ausübung dieses Berufes in der DDR gemacht hat.

So schreibt er etwa in seinem aktuellsten Artikel «Es ist angerichtet»:

Weil mir mein sozialistischer Staat wegen meines unbotmäßigen Benehmens während meiner Militärzeit keine höhere Bildung zuteil werden lassen wollte, ich aber nicht mehr als Verlagshersteller in einem Büro sitzen, wurde ich noch in der DDR (Deutsche Demokratische Republik) freiberuflicher Korrektor für drei große Buchverlage. Die Aufnahmeprüfungen in allen drei Verlagen waren streng, und als eine Chefkorrektorin erwähnte, daß ehemalige Deutschlehrer diese Prüfung nie schafften, die ich gerade fast mühelos bewältigt hatte, fand ich den Job direkt großartig.

Lesenswert. Feed abonniert.

[via netbib]

Internet, Literatur

Blogcensus ermittelt 133.300 deutschsprachige Blogs

Blogcensus vermisst die deutschsprachige Blogosphäre
Foto: photocase.com

133.300 in den letzten beiden Monaten aktualisierte deutschsprachige Blogs zählt das ambitionierte Projekt BlogcensusIch habe Blogcenus schon mehrfach hier im Blog vorgestellt: «blogcensus zählt die deutschsprachigen Blogs» und «Zwischenstand zu blogcensus» von Jens Schröder (popkulturjunkie) und Dirk Olbertz (blogscout.de). Mehr zur Zählung (die eben nicht – wie bei vielen anderen veröffentlichten Zahlen – auf hochgerechneten Befragungsdaten, sondern auf einer echten Zählung, kombiniert mit Schätzwerten, beruht) im blogcensus-report november 2007 und im Handelsblatt Blog: «Schichtwechsel im Weblog».

Da ich mein Blog in der Zeitspanne 1. September – 31. Oktober 2007 auch ab und an aktualisiert habe (;-)), gehe ich mal davon aus, dass es mitgezählt wurde. Und die Tatsache, dass es noch 133.299 andere Blogs gibt, zeigt, dass im deutschen Sprachraum etwa so viele Menschen bloggen, wie in Göttingen oder in Berlin-Wilmersdorf (die vergleichbare Einwohnerzahlen haben) leben.

Am Montag werden noch konkretere Daten auf Blogcensus veröffentlicht werden. Natürlich darf man diese Zahlen nicht als absolut korrekt betrachten, aber einen profunden Richtwert, wie viele Menschen im deutschsprachigen Bereich ein Weblog führen, geben sie schon. Ich danke Jens und Dirk ganz ausdrücklich für die wahnsinnige Arbeit, die sie sich hier machen.

[via Rivva]

Internet

Mobiles OpenSource-Betriebssystem Android

Mobiles Internet wird das Thema der nächsten Jahre werden, ich denke, das ist allen klar. Davon konnte ich mich auch in der letzten Woche bei den interessanten Vorträgen auf dem World Usability Day 2007 hier in Hamburg überzeugen. Der iPhone-Hype zeigt aber auch, dass dies noch ein unheimlich teurer Spaß ist, und man sich zu überteuerten Tarifen an einen Anbieter binden muss, was für viele (mich eingeschlossen) ein absolutes No-Go ist. Dass das nicht so bleiben muss, zeigen die Pläne für ein mobiles OpenSource-Betriebssystem, das auf Linux aufbaut und das den hübschen Namen Android trägt.

Wie so etwas dann auf dem Handy aussehen wird, kann man eindrucksvoll in dieser Präsentation sehen (Einleitung durch Google-Mitgründer Sergey Brin):


Direktlink YouTube

Die Frage, ob Google sich über diese Hintertür das mobile Internet sichern möchte, versucht Niels Boeing in seinem Artikel «Der gute Androide» auf Technology Review zu beantworten; um es vorwegzunehmen, er teilt diese Befürchtung nicht.

Ein extrem spannendes Thema. Noch bin ich mit meinem Palm TX und einem einwandfrei funktionierenden Opera Mini-Browser mobil ganz zufrieden (wie man diesen genialen mobilen Browser für den Palm TX optimal einrichtet, wird übrigens hier gut beschrieben), aber so etwas wie Android würde mich natürlich auch interessieren.

Weitere Artikel zum Thema:

Internet, Software
Buchseite 53 von 148
1 51 52 53 54 55 148