Der norddeutschen Seele wird ja nachgesagt, dass sie so schnell nichts aus der Ruhe bringen kann. Auch wenn in diesen Tagen die schwerste Sturmflut seit 2006 an norddeutschen Küsten zu verzeichnen gewesen ist (siehe Meldung NDR), verfällt hier niemand so leicht in Panik. @BierhalsensMax bringt das mit dem Tweet der Woche wunderbar zum Ausdruck:
Die Sturmflut bringt die Menschen hier im Norden echt ans Limit. Viele haben sogar schon ihre Kapuze aufgesetzt.
Das Kino wurde im Laufe seiner Geschichte schon des öfteren tot gesagt. Doch es ist lebendiger denn je. Und faszinierend, wie viele Filmklassiker man in diesem 15-minütigen Ritt durch die 121-jährige Kinogeschichte (er-)kennt. Am 28. Dezember 2016 ist das Kino 121 Jahre alt gewordenQuelle: Wikipedia – «Am 28. Dezember 1895 fand im Grand Café am Boulevard des Capucines in Paris die erste öffentliche Filmvorführung Frankreichs vor zahlendem Publikum statt, in der Angestellte der Brüder Lumière mit dem Cinématographe zehn selbstgedrehte Kurzfilme zeigten.». In diesem Zusammenschnitt gibt es wirklich großartige Szenen mit sehr genialen SchauspielerInnen zu sehen. Und teilweise fantastisch, wie die Überblendungen von Film zu Film gemacht wurden. Manche Schnitte sind etwas holprig, aber insgeamt ist das schon sehr raffiniert gemacht. Eine Viertelstunde Geschichtsunterricht im internationalen Kino, unterhaltsam und lohnenswert:
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Heute Morgen in Altenwald hab ich diese Bilder im Garten meines Elternhauses in Altenwald aufgenommen. Traumhaft weiße Impressionen aus dem Neuen Jahr 2017. Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen.
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Heute Vormittag bin ich mit meinem Bruder auf unserem kleinen Grundstück in Namborn (Gemarkung Rothenberg) gewesen. Früher haben wir hier immer die Äpfel geerntet, doch der alte Apfelbaum steht nicht mehr. Dafür gab’s noch den alten Birnenbaum und ein paar weitere nette Winter-Impressionen zu bestaunen:
Hier noch mein abschließender Kuba-Bericht mit den weiteren Fotos, nach dem Auftaktartikel mit ersten Bildern aus Havanna und dem Filmfestivalbericht.
Viele haben vor dem Antritt meiner Reise nach Kuba gemeint, das sei ja jetzt eine spannende Zeit direkt nach dem Tod von Fidel Castro. Viele Analysten prognostizieren seit Jahren, dass sich in Kuba so richtig erst etwas ändern wird, wenn Castro gestorben ist. Doch solche Prozesse sind langwierige. Mir war schon vor meiner Reise klar, dass da jetzt nicht sofort etwas passieren oder zu bemerken sein wird. Es ist auch die Frage, ob jetzt überhaupt eine spürbare Veränderung eintritt, oder ob nicht erst mit dem Abtreten von Raúl Castro 2018 ein weiterer Wandel in Kuba eingeleitet wird. Was man aber gespürt hat, war die aufrichtige Trauer über Castros Tod.
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Das Internationale Filmfestival des Lateinamerikanischen Kinos ist ein richtig großes Festival. Vom 8.-18. Dezember 2016 sind in mehreren über Havanna verteilten Kinos 400 Filme und Dokumentationen gezeigt worden. In 10 Tagen habe ich 45 davon gesehen, also viereinhalb pro Tag. Der übliche Filmmarathon, wie ich ihn schon von der Berlinale und von San Sebastián gewohnt bin. Dieses Mal unter etwas erschwerten Bedingungen, da alles im Wechselspiel zwischen großer karibischer Hitze und auf Kühlschranktemperaturen herunter gekühlten Kinos statt gefunden hat. Ein Wunder, dass ich nicht krank geworden bin.
Die erste Filmschiene begann morgens um 10 Uhr, die letzten Streifen wurden abends ab 22:30 Uhr gezeigt. Bis auf einige wenige Pannen war das Festival wirklich sehr gut organisiert. Die Atmosphäre in den kubanischen Kinos ist immer eine ganz besondere. Wenn das Handy klingelt, wird das Gespräch auch schon mal angenommen und dem Anrufenden wird für eine gut hörbar erläutert, dass man gerade im Kino sei. Und wenn einem etwas auf der Leinwand nicht passt, wird es auch schon mal einfach so vom Publikum entsprechend laut kommentiert. Das kann schon nerven, es war auf jeden Fall eine ganz neue Kinoerfahrung.
Vor jedem Film wurde der Festivaltrailer gezeigt, die Melodie des Filmchens begleitete uns als Ohrwurm durch die Festivaltage in Havanna:
Hier nun die TOP 10 der sehenswerten Filme aus meiner persönlichen Sicht, in chronologischer Reihenfolge, wie ich sie sah; die Reihenfolge stellt also keine Wertung dar:
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Bin gestern Nachmittag wieder gut in Hamburg gelandet und habe heute noch frei, um den Jetlag (6 h Zeitdifferenz) zu überwinden. Empfinde die Kälte in Deutschland gerade als ganz angenehm nach der doch recht anstrengenden Hitze (26-28°) in der Karibik, siehe gleißendes Sonnenlicht auf dem Foto aus der historischen Altstadt Havannas, das ich am Sonntag noch aufgenommen habe.
Und das Beste: ich habe wieder durchgehend Internet. Jeden Tag nur 5-10 Minuten ins Internet gehen zu können, war für 13 Tage auf Kuba doch eine große Herausforderung für mich. Festivalbericht, weitere Bilder und Text zu Kuba folgt.