snipplr – die Codeschnipsel-Community

Snipplr

Was haben Dienste wie del.icio.us und snipplr gemeinsam?
So wie der gemeine Internetnutzer seine Lesezeichen bei del.icio.us online verwalten kann, gibt es nun für Programmierer und Webdesigner die Möglichkeit Snippets, also kleine Code-Schnipsel (in Javascript, PHP, Perl, CSS etc.), bei snipplr abzulegen, beziehungsweise nach selbigen dort zu recherchieren.
Banales Beispiel, wozu so etwas hilfreich sein kann: Angenommen man programmiert ein Webprojekt, in dem man eine Auswahlliste der deutschen Bundesländer anbieten möchte, und braucht etwas, das so aussieht:

Nun, dies kann man eben bei snipplr finden, weil sich schon einmal jemand die Mühe gemacht hat, so eine Liste zu programmieren und dort abzulegen.
Wie immer bei solchen web 2.0-Geschichten wird der Service um so interessanter, je mehr Menschen sich daran beteiligen. Kollaboratives Datensammeln und Erschließen at its best. Mit allem was dazu gehört: Tagging (Verschlagwortung), eigenem Blog, Anbindungsmöglichkeit an weitere Software (z.B. Plugins für die Blogsoftware WordPress oder für den Mac-Texteditor Textmate).
Erst vor 2 Wochen gestartet, hat der doch recht spezielle Dienst schon jetzt über 500 Nutzer und über 300 abgelegte Snippets (aktuelle Zahlen siehe hier).

Snipplr scheint mir eine sehr gute Idee zu sein und wird sicher bald rasch steigende Nutzungszahlen mit beträchtlichem Content-Zuwachs vorweisen können. Ein Indiz dafür ist auch die Häufigkeit der Abspeicherung von snipplr bei del.icio.us (auch schon über 500). Da schließt sich doch der Kreis, oder?

Internet, Webdesign

Elektronisches Publizieren in den Geisteswissenschaften

Es gibt in neues Positionspapier (Stand 06/2006) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): «Elektronisches Publizieren im wissenschaftlichen Alltag – Überlegungen zur Integration elektronischer Publikationsformen in die Geisteswissenschaften» (5 Seiten, Download als pdf). In den «Empfehlungen des Unterausschusses für elektronisches Publizieren und des Ausschusses für wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme» heißt es zum Beispiel treffend:

Elektronisches Publizieren ist vor allem dann interessant, wenn man ohne Medienbrüche arbeiten und bereits digital vorliegende Quellen und Materialien in strukturiert aufbereitete Darstellungen der eigenen Forschungsergebnisse einbinden kann. Diese Möglichkeit würde Anreize für darauf basierende weiterführende Forschungen schaffen.

[via netbib]

Internet, Literatur

Spanische Dissertation über Websites aus der Infowissenschaft

Hugo Pardo - Titelgraphik Doktorarbeit
Hugo Pardo hat 64 institutionelle Websites aus dem Bereich der spanischsprachigen Informationswissenschaft untersucht und das Ergebnis im Rahmen seiner Doktorarbeit „Un modelo de aplicación web institucional universitaria. El caso de los webcom: webs de facultades de comunicación de Iberoamérica“ präsentiert. Die spanischsprachige Dissertation kann auf den Seiten des «Servidor de Tesis Doctorales en Red» (TDR) als zweiteiliges pdf heruntergeladen werden. Ich zitiere aus dem englischen Abstract:

From their beginning, the doctoral thesis persecuted a high-priority objective: the design of a model of university application institutional web. For it, we were establishing specific categories that, under quality parameters, served like reference for the analisis of already existing institutional products.

Weitere spanische Disserationen (hauptsächlich in Katalonien erschienen) können auf den Seiten von Online Doctoral Thesis Server (TDX) recherchiert werden. Zur spanischsprachigen Suchmaske geht es hier, das katalanische Pendant wartet hier auf eine Recherche und die englischsprachige Suchklientel wird hier bedient.

[via eCuaderno und Hugo Pardo (digitalismo.com)]

Informationskompetenz, Literatur, Spanisch

Zooomr-Foto des Altbaus der Stabi Hamburg

Altbau Stabi Hamburg

Das ist der Blick, der sich mir aus meinem Büro in der Stabi heraus eröffnet.
In Zusammenhang mit diesem wunderschönen Foto des Altbaus der Stabi Hamburg möchte ich die Leser von «Text & Blog» auf eine gute Marketing-Idee des Foto-Dienstes Zooomr hinweisen. Blogger, die – wie ich (!) – ein bei Zooomr abgespeichertes Foto in ihr Blog stellen, erhalten einen Pro-Account.
[via Basic Thinking]

Foto, Internet

Webdesign ohne DIV

Webdesign ohne DIV
Alin Radulescu macht einen interessanten Test: Kann man Websites ohne Tabellen und ohne Divs gestalten? Es gelingt. Er sagt wie: «Webdesign ohne DIV»

Diese Seite besitzt weder DIV noch Tabellen zur Strukturierung des Designs. Ich bin auf die Idee gekommen, als ich über den bestmöglichen Aufbau eines Artikelverzeichnis bzw. Blogstartseite, nachgedacht habe.

Form follows reduction. Guter Ansatz.

[via Dr. Web]

Webdesign

Geschichte der Sozialen Software

«Soziale Software» rückt seit ein, zwei Jahren immer stärker in den Fokus all derer, die das Internet aktiv nutzen und findet erst recht Beachtung bei denen, die ihre Inhalte/Dienste über das Internet anbieten. Was «Soziale Software» ist, beschreibt die Wikipedia mit den Worten

Als Soziale Software (englisch Social Software) werden (Software-)Systeme bezeichnet, die die menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit unterstützen. Das Schlagwort „Social Software“ hat sich um 2002 in Zusammenhang mit neuen Anwendungen wie Wikis und Weblogs etabliert; der Begriff kann aber auch bereits vorher existierende Dienste umfassen. Den Systemen ist gemein, dass sie Aufbau und Pflege Sozialer Netzwerke und von Communities unterstützen und weitgehend mittels Selbstorganisation funktionieren.

Eine ausführlicher Definitionsversuch zum Begriff «Social Software» findet sich auch im BamBlog von Jan Schmidt (Update: s. hierzu auch Kommentar von Jan Schmidt).

Daß wir es hier allerdings mit einem Phänomen zu tun haben, das nicht erst die letzten Jahre aufgetaucht ist, sondern schon seit mehr als einem halben Jahrhundert weiterentwickelt wird, zeigt Christopher Allen in seinem hochinteressanten historischen Abriss «Tracing the Evolution of Social Software»:

The term ’social software‘, which is now used to define software that supports group interaction, has only become relatively popular within the last two or more years. However, the core ideas of social software itself enjoy a much longer history, running back to Vannevar Bush’s ideas about ‚memex‘ in 1945, and traveling through terms such as Augmentation, Groupware, and CSCW in the 1960s, 70s, 80s, and 90s.

By examining the many terms used to describe today’s ’social software‘ we can also explore the origins of social software itself, and see how there exists a very real life cycle concerning the use of technical terminology.

Artikel, Internet
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