Leben im Netz

Das sollten alle lesen, die denken, dass Menschen, die zu viel Zeit mit dem Internet verbringen, zu wenig für’s «reale Leben» übrig haben:

Viele reden von Web 2.0. Aber noch haben nicht alle bemerkt, wie ein neues Medium die Welt verändert. […]
Das Web 2.0 ist ein Medium der Beteiligung. Eltern beobachten, dass ihre Sprösslinge viel Zeit damit verbringen, und sorgen sich, ihnen entglitte das »reale Leben«. Eine Befürchtung, die freilich noch jedem neuen Medium entgegenschlug. Sokrates hielt es für möglich, dass die Schrift den lebendigen Austausch von Ideen beiseiteschöbe. Als in englischen Kaffeehäusern des 17. Jahrhunderts Stille einkehrte, weil nur mehr Zeitungsrascheln statt Geschnatters zu hören war, ging die Sorge um das »Wirkliche« ein weiteres Mal um. Ebenso, als das Telefon aufkam.

Weiter im Artikel «Leben im Netz» von Gero von Randow in ZEIT online (DIE ZEIT, 18.01.2007 Nr. 04).

[via netzpolitik.org]

Artikel, Internet

Bibliotheken und Internet

Elisabeth Niggemann ist nicht nur Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek sondern auch die Vorsitzende der Konferenz der europäischen Nationalbibliothekare. Heute äußert sie sich in der Frankfurter Rundschau zur Digitalisierung von Bibliotheksbeständen und ganz allgemein zum Verhältnis der Bibliotheken zum Internet:

Das Internet ist fundamentaler Teil des Informationsverhaltens der Menschen geworden und Bibliotheken suchen und treffen ihre Leser immer häufiger auch dort. Der Nutzer möchte alles jederzeit und überall zur Verfügung haben und der Dienstleister Bibliothekar ist gut beraten, den Wunsch so weit er darf und kann zu erfüllen.

Der komplette Artikel in der Frankfurter Rundschau: «Im Netz gut aufgehoben».

[via IB Weblog]

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Das Recht auf das zitierte Bild

Anlässlich der Meldung, dass Apple Blogger wegen ihrer iPhone-Berichterstattung abmahnt, erörtert Arne Trautmann im Law-Blog die Frage: Inwieweit erlaubt im deutschen Recht das Zitatrecht (auf dem Weg über das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit) Bilder von Dritten zu verwenden?

Aber das Urheberrecht wird in Deutschland nicht unbegrenzt gewährt, sondern ist mit Schranken versehen. Für uns sind davon meines Erachtens zwei interessant, nur eine am Ende aber hilfreich.

Hilfreiche Erläuterungen zum Onlinerecht. Weiter im Law-Blog.

[via i:rrhoblog]

Artikel, Foto, Internet

Kyrill in Berlin und Hamburg-Wandsbek

Kyrill and his Brothers rekover their Habitat Dieses zauberhafte Foto hat flickr-Fotograf Krystian aus Berlin mit dem nicht minder beeindruckenden Titel «Kyrill and his Brothers rekover their Habitat» heute Abend ins Netz gestellt.

Der Sturm Kyrill ist auch in Wandsbek zu spüren: Die Wandse trägt so viel Wasser wie schon lange nicht mehr, es rauscht und brummt sturmbedingt ums Häuschen im Lengerckestieg. Die Pappeln hinterm Haus biegen sich so stark im Wind, dass es scheint, sie wollten sich ungestüm und neugierig in die Fenster des benachbarten Staatsarchivs herunterbeugen.

Foto, Hamburg

Hamburg dreidimensional bei Google Earth

Rathhaus Hamburg in Google Earth - 3D Hamburg wird als erste Metropole komplett in 3D zu besichtigen sein, und zwar mit Hilfe der Software Google Earth. Das verkünden die kooperierenden Institutionen und Firmen Google, hamburg@work, der Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung und die Ciber City AG aus der Schweiz.
Spiegel online und das Hamburger Abendblatt haben bereits darüber berichtet. Bei beiden gibt es Fotos und Videos der zu erwartenden 3D-Animation zu sehen. Sieht nett aus. Mensch darf also gespannt sein.
Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis wir über die Landungsbrücken, zum Michel bis hinüber zum Jungfernstieg in drei Dimensionen entlang der abgebildeten Häuserfronten fliegen können. So lange üben wir uns in Geduld, oder entdecken zur Überbrückung andere spannende Google Earth-Projekte im «Google Earth Blog», das natürlich auch über die Hansestadt in 3D berichtet und, genau wie «Text & Blog» (versprochen!), berichten wird.

Foto, Hamburg, Video

Informationen intelligent nutzen

focusWahre Worte des Kommunikationswissenschaftlers Cristóbal Cobo aus Mexiko, der sie so in seinem Blog e-rgonomic notiert hat (und, auch wenn sie auf spanisch viel schöner klingen, habe ich sie für die Nicht-Spanischsprechenden ins Deutsche übersetzt):

La ‚encontrabilidad‘ parece ser una de las cualidades más anheladas dentro del entorno informacional. De igual modo, la capacidad de relacionar/discriminar información se ha convertido en una cuestión de sobrevivencia en nuestra época.
Dt: Die ‚Auffindbarkeit‘ gehört wohl zu den begehrtesten Qualitäten in der Welt der Informationen. Gleichsam ist die Fähigkeit Informationen einzuordnen und zu unterscheiden zu einer überlebenswichtigen Frage unserer Zeit geworden.

Ein Satz, der mir gut gefällt, weil wir uns in der Virtuellen Fachbibliothek cibera genau darum bemühen: Auffindbarkeit von Informationen herzustellen, Bücher, Aufsätze, Webseiten (und vieles mehr) so einzuordnen, dass sie wiedergefunden werden und nicht im Informationsüberfluss unserer Zeit untergehen.

Cristóbal Cobo verweist in seinem Posting auf den lesenswerten Text «Modelo Gavilán» (16 Seiten in spanischer Sprache, auch im Format pdf erhältlich), in dem es um Informationsvermittlung und das Erlernen von Kompetenzen zur Auswertung von Informationen im schulischen Bereich geht.

Wie Cristóbal es am Ende seines Beitrages so schön sagt:

Básicamente porque el uso inteligente de la información y de las tecnologías es la única forma de enfrentarse a la Sociedad de la Sobre-Información en la que vivimos.
Dt.: Im Wesentlichen geht es darum, dass wir uns durch den intelligenten Einsatz von Informationen und Technologien der Welt der Über-Information stellen, in der wir leben.

Informationskompetenz, Internet, Literatur
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