Politik

Xavier Naidoo als Sänger zum ESC? Es hackt!

Update 21.11.2015, 14:15 Uhr: Wie der NDR soeben meldet, scheint es, als habe der massive öffentliche Druck Erfolg gehabt und der Sender hat seine verheerende Entscheidung zurückgenommen:

Xavier Naidoo fährt nicht zum ESC nach Stockholm

[Ende Update]

Als Stefan Niggemeier vergangene Nacht auf eine Meldung hingewiesen hat, die ARD wolle nächstes Jahr Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest schicken, dachte ich, es handele sich um eine Meldung des Postillion. Aber nein, die Meldung war echt. Die Tatsache als solche für mich unfassbar. Deshalb hab ich heute Morgen getwittert:

Heute Abend hab ich dann auch eine Petition gegen diese Nominierung unterzeichnet (momentan haben das auch schon Zehntausend andere Menschen getan).

Musik, Politik, TV

Gute Gründe für die Anstalt

Esther Bejarano

Wenn die saarländische Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano am Ende der ZDF-Sendung Die Anstalt sagt: „Ich werde solange singen bis es keine Nazis mehr gibt“, hören wir Zuschauer einen Satz, der sitzt.

Wenn Alfons zu Beginn der Satire-Sendung sagt: „Wenn wir jetzt aufhören zu lachen, haben die gewonnen“, versteht jeder, wie wichtig es ist, gerade auch nach den furchtbaren Terror-Anschlägen von Paris unser Leben wie gewohnt weiter zu leben.

Politik, TV

Paris trauert und die Welt trauert mit

Paris in Trauer

Zu den furchtbaren Terroranschlägen in Paris am gestrigen 13. November 2015 fehlen mir die Worte. Der Eiffelturm bleibt heute Abend unbeleuchtet als Zeichen der Trauer der Stadt, wie Bürgermeisterin Anne Hidalgo gerade eben getwittert hat.

Leider nicht sprachlos bleiben die Hetzer am politischen rechten Rand. Brandstifter wie Markus Söder erdreisten sich, eine Verbindung von Flüchtlingen und dem gestrigen Terrorakt herzustellen. Wenn es eine Verbindung gibt, dann ist es der Terror als Fluchtursache (denn genau vor diesem Terror fliehen die Menschen ja, z.B. aus Syrien). Aber das ließe sich nun mal nicht für die eigenen, niederen politischen Interessen ausschlachten. Wie getwittert: Markus Söder hat meine tiefste Verachtung für seine schäbige Äußerung am Tag danach: …

Foto, Politik

Nein zu Olympia in Hamburg

nein-zu-olympia

Wie jeder vernünftige Mensch bin auch ich natürlich gegen eine Olympia-Bewerbung von Hamburg. Hätte man mich gefragt, hätte ich auch gegen den Einsatz der zwei Millionen (!) Euro (s.u.) alleine für die Bewerbung der Kampagne in der Bevölkerung gestimmt. Diese Kampagne ist massiv und wird zusätzlich auch noch von einem Großteil der Hamburger Medien protegiert (allen voran natürlich die unsägliche Springer-Presse). Bei «DIE ZEIT» heißt es im Artikel «Da bahnt sich was an» zur Kampagne:

17 Kästen mit Leuchtreklamen stehen an der Alster, eine Allee aus Werbung. Auf den Plakaten sind Bürger der Stadt zu sehen, dazu jeweils ein Satz, warum sie für Olympia stimmen. „Damit wird Hamburg weltberühmt“, steht neben dem Bild eines älteren Paares aus Eimsbüttel.

Der Jungfernstieg ist nur der Anfang. Bald werden die Plakate überall hängen, wo viele Menschen unterwegs sind. 3000 insgesamt. „Hoher, extensiver Werbedruck“, nennen das die Marketingexperten. Zwei Millionen Euro kostet die Kampagne.

Ich finde, es gilt nun massiv dagegen zu halten. Im persönlichen Gespräch mit Familie, Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten. Und zum Beispiel auch in Blogartikeln. Dies ist also mein bescheidener Beitrag zum Thema «Olympia in Hamburg».

Hamburg, Politik

Aktuelles wird zur Geschichte

Tweet der Woche Aktuelle politische Entscheidungen sind bei wichtigen Fragen immer auch interessant für die Geschichtsschreibung. Heute ist (leider) mit der Einführung der Vorratsdatenspeicherung solch eine aktuelle politische Entscheidung im Deutschen Bundestag getroffen worden. Im Tweet der Woche bringt @ChPietsch den Zusammenhang von Aktuellem und der Geschichte zum Ausdruck:

Wer im Bundestag wie gestimmt hat, kann mittlerweile auf abgeordnetenwatch.de abgefragt werden.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Literatur, Politik

Eine Frage der Regulierung

Tweet der Woche So so, Innenminister de Maizière beklagt also die Eigenmächtigkeit vieler Flüchtlinge (siehe Meldung tagesschau.de). Das ist natürlich unerhört, dass Menschen, die gerade um ihr Leben gekämpft, selbiges auf der Flucht nicht selten riskiert haben und aus Kriegs-, Bürgerkriegs- oder sonstigen unmenschlichen Lebenswelten geflohen sind, sich nicht an die exakten Registrierungsvorschriften des deutschen Gesetzgebers halten. Wo kämen wir denn da hin? Und dann beklagen sich diese undankbaren Geschöpfe auch noch über ihre Unterbringung und das schlechte Essen (siehe Meldung ZEIT online). Unser Innenminister plant nun Asylverfahren an Landesgrenzen (auch bei ZEIT online nachzulesen). Wem diese Reaktion auf die zu bewältigenden Fragen wenig angemessen erscheint, der dürfte sich vielleicht über den Tweet der Woche von Herrn @Buddenbohm freuen. Mir spricht er jedenfalls aus der Seele:

Update: Bernd Pickert in der taz mit dem passenden Kommentar dazu:

Thomas de Maizières Äußerungen über das ungebührliche Benehmen von Flüchtlingen sind präzis kalkulierte Hetze.

Weiterlesen auf taz.de: Dieser Minister ist widerlich.

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Literatur, Politik

Refugees Emancipation: Selbstverwaltetes Internet für Geflüchtete

Refugees Emancipation Clip from Refugees Emancipation Support

Dieses Video zeigt sehr gut, wie wichtig Internet gerade auch für Menschen auf der Flucht ist. Ich finde es großartig, dass der Chaos Computer Club e.V., Freifunk Berlin und der Förderverein freie Netzwerke e.V. Refugees Emancipation unterstützen, die sich seit Jahren dafür einsetzen, dass Unterkünfte für Geflüchtete Internetcafés bekommen. Das Ziel der Spendenkampagne ist es, Refugees Emancipation mit den Ressourcen auszustatten die sie brauchen, um ihre Arbeit weiterzuführen. Wenn ihr könnt, spendet bitte.

Internet, Politik

Carolin Kebekus: Wie blöd Du bist

Carolin Kebekus: Wie blöd Du bist

Nach Kalkofe («Lieber Gutmensch als Arschloch») gilt es heute auch Carolin Kebekus «Danke!» zu sagen. Auch wenn das, was in Freital, Heidenau & Co. vor sich geht, alles andere als lustig ist, scheint es doch eine gute Herangehensweise zu sein, die besorgten Bürger Neonazis als das darzustellen, was sie sind: einfach nur blöd und ob ihrer Begrenztheit nur noch lächerlich:

Politik, Video
Buchseite 14 von 83
1 12 13 14 15 16 83