Spanisch

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8. Spanische Filmtage Hamburg

La Revolta Permanent - Plakat zum Film über Lluís Llach Die 8. Spanischen Filmtage Hamburg finden vom 5. bis 18. Juli 2007 im 3001 Kino im Schanzenviertel statt. Morgen Abend um 21 Uhr geht es los mit einem Film über den katalanischen Musiker und Liedermacher Lluís Llach, der im spanischen Original mit englischen Untertiteln gezeigt wird: «Lluís Llach: Die permanente Revolte» (Infos auf spanisch und katalanisch auf der Homepage des Filmes).
Das 3001 Kino schreibt über den Film:

Ein Film der unter die Haut geht und weit mehr als ein Porträt des berühmten katalanischen Sängers und Komponisten ist. Er erzählt zugleich die Geschichte eines Liedes und die Chronik der Ereignisse, die den Anlass dafür bildeten.

Hier der Trailer zum Eröffnungsfilm von Lluís Danés, bei dem es einem schaudert, selbst wenn man die historischen Hintergründe der Zeit Spaniens im Übergang von der Diktatur zur Demokratie (Transition, span.: Transición) nicht kennt und der zugleich neugierig macht, diesen Film zu sehen:


Direktlink YouTube

Das wohl berühmteste Lied von Lluís Llach heißt L‘ estaca (Der Pfahl). Geschichte und Text (katalan./dt.) dazu im Wikipedia-Artikel. (Tipp: Video bei YouTube einmal in Ruhe anschauen, dann nochmal starten und parallel dazu den katalanischen und deutschen Text im Wikipedia-Artikel mitlesen.)

Olaf Berg, mit dem ich letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián war, und Mathias Fahrig, den ich noch aus Saarbrücker Tagen kenne, haben für die Spanischen Filmtage wieder einmal ein klasse Programm zusammengestellt. Das Publikum in Hamburg darf sich freuen, eine gute Auswahl an spanischen Filmen zu sehen. Ich selbst freue mich schon auf die Eröffnung morgen Abend im sicher rappelvollen 3001 Kino. Wer sich dieses und die folgenden Ereignisse nicht entgehen lassen möchte, sollte unbedingt Karten reservieren und/oder früh da sein (s.: Telefon-Nr. und Wegbeschreibung). ¿Nos vemos?

Hamburg, Kino, Spanisch

Enrique Dans: Geteilte Aufmerksamkeit

Was symbolisiert die Zeit besser als ein Uhrwerk?
Foto: xtrapink

Enrique Dans hat auf Libertad Digital einen ganz hervorragenden Artikel über das Phänomen der geteilten Aufmerksamkeit veröffentlicht. Wir alle sehen uns immer stärker einem ständig wachsenden Informationsfluss gegenüber, wollen alles aufnehmen, müssen zwangsweise selektieren und ertappen uns doch dabei, wichtige Themen nur an der Oberfläche begleiten zu können. Kurzum: «Zu viel anzuschauen in zu wenig Zeit».

So lautet auch der Titel meiner Übersetzung des Artikels «Demasiado que ver y muy poco tiempo» zu diesem Thema. Ich habe Enrique gebeten, diesen wichtigen Text, der vor ein paar Tagen auf Libertad Digital erschienen ist, ins Deutsche übersetzen zu dürfen und ihn hier zu präsentieren. Er hat zugestimmt und ich habe mich gleich an die Arbeit gemacht.

Obwohl ich mir natürlich alle Mühe gegeben habe, diesen Artikel korrekt und unter weitestgehender Wahrung des lesenswerten Stils des spanischen Informationsexperten zu übersetzen (schließlich ist das mein Beruf), empfehle ich denen, die Spanisch können, ausdrücklich die Lektüre des spanischen Originals. Allen anderen lege ich die deutsche Übersetzung ans Herz, die gerne auch hier als PDF (2 S., 49 KB) heruntergeladen werden kann.

Ein Zitat zur Einstimmung auf den interessanten Text:

In Blogs und Zeitungen wird jeder Artikel entweder in vergleichbarer Zeit gelesen oder durch schnelles Überfliegen quergelesen, um den Inhalt gerade soweit zu erfassen, dass man mitbekommt „um was es geht“. Auf meiner Website geben Besucher oft Kommentare ab, die deutlich zeigen, dass sie den Text nicht vollständig gelesen haben, dass sie einen schnellen, oberflächlichen Blick auf den Text geworfen haben, ohne den Text in seiner Gänze zu erfassen.

Der komplette Text auf spanisch bei Libertad Digital oder hier im Blog nach dem Klick auf (Mehr…) …

Artikel, Bluesky, Informationskompetenz, Internet, Spanisch

Tilbert Stegmann: Wer gehört zur katalanischen Kultur?

Der Katalanist Prof. Tilbert Stegmann (Uni Frankfurt), den ich letztes Jahr auf dem Katalanistentag in Tübingen als netten und gut informierten Menschen kennengelernt habe, äußert sich heute im Interview auf Deutschlandradio Kultur zur Buchmesse-Absage der Spanisch schreibenden Schriftsteller. Die Frankfurter Buchmesse widmet sich in diesem Jahr der katalanischen Kultur. Stegmann unterstellt den Absagenden gute Motive (im Sinne von „den katalanischen Kollegen das Feld überlassen“), aber natürlich weiß auch er, welch heftige Diskussionen in Katalonien geführt wurden, seit am 24. Februar 2005 die Direktion der Frankfurter Buchmesse entschieden hatte, im Jahr 2007 die katalanische Kultur als Ehrengast einzuladen. Alles dreht sich um die Frage, ob zweisprachig (spanisch und katalanisch) oder nur katalanisch publizierende Autoren zur katalanischen Kultur gehören.

Der Text zum Interview: «Stegmann: Konflikt nicht künstlich hochspielen»
Das Interview anhören (7min 45sec): http://ondemand-mp3.dradio.de/podcast/2007/06/18/dkultur_200706180913.mp3

Ich möchte mich an der Diskussion, ob zur katalanischen Kultur auch die auf Spanisch schreibenden Schriftsteller gehören, nicht mehr weiter beteiligen. Für mich gehören sie eindeutig dazu, aber nun werden eben nur die auf Katalanisch schreibenden Autorinnen und Autoren in Frankfurt präsentiert.

Ein paar Links zum Thema:

Literatur, Radio, Spanisch

30 Jahre Demokratie in Spanien

spanische Wahlplakate 1977 Heute vor 30 Jahren fanden in Spanien die ersten demokratischen Wahlen nach der Franco-Diktatur statt. Gewonnen hatte mit 34,4 % die UCD und stellte mit Adolfo Suárez (linkes Plakat) den ersten Ministerpräsidenten. Platz zwei mit 29,3 % für die PSOE, deren Kandidat Felipe González (rechtes Plakat) dann 1982 das Amt des Ministerpräsidenten übernahm (genaue Wahlergebnisse siehe Wikipedia). Lamufla stellt auf seinem Flickr-Account 37 Wahlplakate von 1977 (aus Parteiarchiven und der Abgeordnetenkammer) vor, weitere Infos auch im Blog La Mufla.


Direktlink YouTube

In diesem fünfeinhalbminütigen Video sieht man die TV-Präsentationen der damaligen Parteiprogramme. Die altbackene Darbietung für eine in großen Teilen politisch ungebildete Bevölkerung darf nicht darüber hinwegtäuschen, welche Sensation diese Wahlen 41 Jahre nach den letzten demokratischen Wahlen in Spanien darstellten.

Politik, Spanisch

Spanierin im Info-Flyer der Stabi-Hamburg

Info-Flyer Stabi HamburgTradition & Moderne: Sevillana vor Graffiti
Wie dieses wunderschöne Bild einer „Spanierin“ in den Info-Flyer der Stabi Hamburg gekommen ist, zeigt folgendes Beispiel aus der Web 2.0-Arbeit im Bibliotheksalltag:

Seit einigen Wochen haben die Fachreferenten der Sondersammelgebiete (SSG) in der Stabi an einem Info-Flyer zu ihren Sondersammelgebieten gearbeitet. Und um die Broschüre nicht allzu „trocken“, sondern anschaulich und ansprechend zu gestalten, kam die Idee auf, die Darstellung der einzelnen SSGs mit Fotos zu begleiten. …

Foto, Hamburg, Literatur, Spanisch

Kolumbien – Der Fluch des schwarzen Goldes

Berito KubarU'wa
Berito KubarU’wa Foto: Wikipedia

Manchmal lässt einen seine Arbeit nicht kalt. Mir ging es so mit dem Dokumentarfilm «Der Fluch des schwarzen Goldes», den ich letzten Monat mit meiner Kollegin Astrid Böhringer übersetzt habe (sie die französischen, ich die spanischen Passagen).
In dem Film geht es um einen kolumbianischen Stamm von Ureinwohnern, die U’wa, die angesichts der Expansionspläne einer US-amerikanischen Erdölfirma mit kollektivem Selbstmord drohen. Das muss man sich mal überlegen, wie weit Menschen gehen müssen bzw. können, um ihre Existenz zu sichern.

Aus der Film-Info:

Noch offensichtlicher wird der ungleiche Kampf anhand des Gegensatzes zwischen der traditionellen Lebensweise der Indianer und dem Alltag der Menschen, die in den modernen, energieverschlingenden urbanen Ballungsräumen der Welt leben. Für letztere ist Erdöl vorwiegend ein Wirtschaftsfaktor, das Überleben der kleinen Gemeinschaft der U’wa-Indianer ist für sie dabei kaum von Interesse.

arte zeigt den Film von Ana Vivas in der Reihe «WunderWelten». Sendetermine: Mittwoch, 6. Juni 2007 von 13.05 – 14 Uhr, Wiederholung: Mittwoch, 13.06.2007 von 17:35 – 18:30 Uhr.

Spanisch, TV, Übersetzen

Geschichtsblog: Hablemos de Historia

Hablemos de Historia Mario Molina aus Grand Bourg (Buenos Aires, Argentinien) führt seit über einem Jahr ein gut geschriebenes Geschichtsblog und nennt es passend «Hablemos de Historia» (dt.: «Lasst uns über Geschichte sprechen»). Er hat ein Faible für das Mittelalter, doch beschränkt er sich weder auf einzelne Epochen noch auf bestimmte geographische Grenzen). Die Sprache des Blogs ist, wen wundert’s, Spanisch. Eine wahre Empfehlung für alle, die diese wunderschöne Sprache beherrschen und sich für Geschichte interessieren.
Diese Website wurde in den Fachinformationsführer von cibera aufgenommen. Ich habe die Seite heute in den Fachinformationsführer von cibera aufgenommen. Auf dieses Blog gestoßen bin ich durch meine Recherche nach der heute auf Libro de Notas vorgestellten menéame (=spanisches Digg)-Variante historiador.net. Historiador wird auf «Hablemos de Historia» vorsichtig positiv besprochen. Wie immer bei solchen Web 2.0-Diensten muss man sie natürlich am Anfang erstmal beobachten und kann ihren Nutzen erst einschätzen, wenn sich dort genügend Gleichgesinnte zusammenfinden. Ich werde historiador.net jedenfalls beobachten und gegebenenfalls auch in die cibera-Datenbank der Internetquellen zu Lateinamerika, Spanien und Portugal aufnehmen.

Internet, Literatur, Spanisch

Mileurista – Der Tausendeurist

Mileurista - Tausendeurist Detlef Guertler sucht im taz-Blog Wortistik nach einer sinnvollen Übersetzung des spanischen Begriffs Mileurista, mit dem in Spanien Menschen bezeichnet werden, die nicht mehr als 1000 Euro (mil euros) verdienen. Ich hatte hier («Mileuristas auf 30 m²») schon einmal über diesen Begriff und das Phänomen der Niedrigverdiener trotz guter Ausbildung berichtet.
Ich habe in einem Kommentar auf Wortistik Tausendeurist vorgeschlagen und begründe den Übersetzungsvorschlag so:

Wie man Mileuristas gut übersetzen könnte, lässt sich aus der Begriffsbildung im Spanischen ableiten: Die spanische Wortschöpfung verbindet ja das Wort “Euro” mit der berufsbezeichnenden Endung “-ista”, wie aus periodista (Journalist) oder florista (Florist). Davon abgeleitet ergäbe sich im Deutschen das Pendant Tausendeurist.

Hat jemand einen besseren Vorschlag? Dann bitte im taz-Blog entsprechend kommentieren. Eine Übersetzung für diesen Begriff zu suchen, ist jedenfalls keine schlechte Idee, denn auch im deutschsprachigen Raum gibt es viele Menschen, die trotz guter Ausbildung und hoher Leistungsbereitschaft nicht über diesen Verdienst hinauskommen.

Spanisch, Übersetzen
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