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Luis Buñuel-Retro auf der Berlinale 2008

Luis Buñuel Großartig: Die Berlinale 2008 wird eine Luis Buñuel-Retro zeigen. Ich freue mich, dass dem Regisseur, dessen mexikanischen Filmen sich meine Dissertation widmet, diese hochverdiente Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. So wird nicht nur mein Lieblingsfilm von ihm «Er» (Él, 1952), sondern auch der weithin unbekannte und durchaus geniale «Susanna – Tochter des Lasters» (Susana, 1951) zu sehen sein. Berlin, 7. bis 17. Februar 2008, schon in meine 2008-er Planung eingetragen. Ick freu mir. Gefunden im Achteinhalb-Blog, das auf die Morgenpost-Meldung zur Buñuel-Retro hinweist.

Luis Buñuel-Box Für Buñuel-Fans und Liebhaber anspruchsvoller und außergewöhnlicher Filme gibt es seit neuestem auch eine DVD-Box mit 5 Filmen des surrealistischen Meisters, der 1900 als Spanier geboren wurde und 1983 als Mexikaner gestorben ist (siehe Wikipedia-Artikel).
Die Filme aus den Jahren 1950-1955 im Einzelnen:
«Die Vergessenen» / Los Olvidados (1950); «Susanna, Tochter des Lasters» / Susana (1951); «Er» / Él (1952), «Abgründe der Leidenschaft» / Abismos de Pasión (1953) und «Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz» / Ensayo de un Crimen (1955). Alle im spanischen Original mit deutschen Untertiteln. Zusätzlich gibt es in der Box eine Dokumentation «Un Buñuel Mexicano», den beeindruckenden und erschütternden Kurzfilm «Land ohne Brot» / Las Hurdes – Tierra sin pan (1932), sowie ein alternatives Ende zu „Die Vergessenen“ und ein 28-seitiges Booklet.

Auch wenn ich über das Filmmaterial schon durch die Recherche für meine Doktorarbeit verfüge (teilweise nur auf VHS, bzw. selbst digitalisiertes Material, das ich bisher in meinen Analysen und Vorträgen zu den Filmen Buñuels eingesetzt hatte), habe ich mir die Box auch bestellt und freue mich schon auf die Lieferung. Warum ich trotz der langjährigen Beschäftigung mit den Werken Buñuels immer noch nicht die Lust daran verloren habe (ich konnte leider nie durchgängig an der Diss arbeiten), weiß ich zwar auch nicht genau, aber vielleicht ist es auch ein guter Beleg für das faszinierende Werk dieses Filmkünstlers.

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Capacocha: Grausames Opferritual der Inka

Capacucha - Kinderopfer der Inka
Inka-Zeichnung zum Kinderopfer. Quelle: archaeomorsa

Die Inkas hatten mit dem Capacocha-Brauch ein grausames Opferritual. Auf Telepolis widmet sich Peter Mühlbauer heute mit seinem Artikel «Hänsel und Gretel bei den Inkas» dem Thema:

Eine Untersuchung der Haare von Mumien aus der Inkazeit ergab, dass Kinder ein Jahr vor ihrer rituellen Tötung deutlich besser ernährt wurden als vorher.

Zum Begriff Capacocha klärt die Wikipedia auf:

Im Abstand von vier Jahren begingen die Inka ihr Capacocha-Fest («capac» = quechua Priester, Astronom, König; «cucha» = quechua Bitte des Königs), zu der feierliche Prozessionen von Priestern, Würdenträgern und auserwählten 8 bis 12jährige Kindern mit ihren Eltern aus allen Landesteilen nach Cuzco zogen. Nach mehrtägigen Schlachtopfern von Lamas wurde ein Teil der Kinder in Cuzco rituell erschlagen oder erwürgt.

Die neuesten Erkenntnissen der Archäologie zu dem grausamen Opferritus der Inka beschreibt auch der Artikel «The Sacrificial Ceremony» auf Nova Online:

Very little is known about Capacocha, the sacred Inca ceremony of human sacrifice, but with each new archaeological discovery of a sacrificial mummy, more is revealed. The earliest and only known written accounts of the ritual are chronicles written by Spanish conquistador historians.

Die peruanische Zeitung La República berichtet über aktuelle Funde zum Kinderopfer der Inka in Cusco: «Restos óseos en San Cristóbal son de Paullo Inca».

Einen Überblick über Kinderopfer in den präkolumbianischen Kulturen Amerikas gibt der Wikipedia-Artikel «Child sacrifice in pre-Columbian cultures».

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2008 – Jahr der Mathematik: Das Zimmer von Fermat

Filmplakat 'La Habitación de Fermat' Seit dem Jahr 2000 ruft das Bundesbildungsministerium jedes Jahr ein Jahr der Wissenschaften aus. 2007 waren es die Geisteswissenschaften (gebracht hat es allerdings wenig). Nächstes Jahr, in der neunten Ausführung dieser fragwürdigen Aktion, wird es das Jahr der Mathematik (Infoblatt des BMBF als PDF) werden.
Dazu hab ich einen spanischen Filmtipp, der es bis dahin hoffentlich auch in unsere Kinosäle schaffen wird: Ein Thriller von zwei ehemaligen Studenten von José Luis Orihuela (eCuaderno), der auf Pierre de Fermats mathematischen Rätseln beruht. Kann man Mathematik spannend im Kino inszenieren? Es sieht so aus:


Direktlink YouTube

«La Habitación de Fermat» von Luis Piedrahita und Rodrigo Sopeña. Kinostart in Spanien am 16. November. Heute feiert der Film seine Premiere auf dem Festival Internacional de Cine de Cataluña – Sitges in Spanien. Darsteller: Alejo Sauras, Lluís Homar, Federico Luppi, Elena Ballesteros und Santi Millán.

Dazu ein paar Links:

[via eCuaderno]

Kino, Spanisch, Video

Hace una semana en San Sebastían

Blick vom Monte Urgull

Vor einer Woche war ich noch dort, im schönen San Sebastián, oder wie die Basken sagen «Donostia». Seufz.

Auf dem Foto oben seht ihr den Blick vom Monte Urgull auf die Bahía de la Concha mit der Isla Santa Clara. Ein traumhafter Ausblick nach Aufstieg auf den Berg und eine Augenweide und -erholung in den Filmpausen.

Weitere Bilder hier, mehr Infos zu den Filmen später. Versprochen! (Hab momentan wenig Zeit, weitere Filmtipps kommen aber noch.)
Übersetzung des Titels: Vor einer Woche in San Sebastián.

Foto, Spanisch

Alejandro Amenábar: Das Meer in mir

Mar Adentro - Das Meer in mir
Kurzfrist-TV-Tipp für heute Abend: ARD, 22:45- 00:45 Uhr: «Das Meer in mir». Sollte es wirklich noch jemanden geben, der diesen Film noch nicht gesehen hat, dann kann ich euch nur empfehlen, ihn unbedingt anzuschauen.

Vor zwei Jahren hatte ich auf den Spanischen Filmtagen in Hamburg die Ehre vor der Vorführung des Filmes von Alejandro Amenábar eine Einführung in das Werk und zur Hintergrundgeschichte des galizischen Schriftstellers Ramón Sampedro zu geben. Über Mar Adentro habe ich hier im Blog so viel geschrieben, wie über keinen anderen Film. Für mich ist es nach wie vor einer der besten spanischen Filme ever, und das nicht nur, weil ich den Regisseur Alejandro Amenábar persönlich kenne und außerordentlich schätze, sondern weil er eine bewegende wahre Geschichte – brillant gespielt von Javier Bardem – umsetzt. Um noch etwas Neues zum Film beizutragen, hier ein Video mit einer Live-Performance von Carlos Nuñez mit der Titelmelodie des Films:

Kino, Musik, Spanisch, TV, Video

Linda hält Siesta auf dem Monte Urgull

Linda, der Hund von Beloki
Bin wieder gut aus San Sebastián zurückgekommen. 56 Filme gesehen, gute Gespräche geführt, ein paar Bilder gemacht. Eines davon hier schon mal als Vorgeschmack, ehe es Näheres zum Festival und zu den Filmen geben wird.

Linda im Vorjahr vor der Küste San Sebastiáns Oben zu sehen ist Linda, die Hündin von Sonia und Beloki, die die Bar oben auf dem Monte Urgull haben. Linda war letztes Jahr schon Thema hier im Blog und sie ist so fotogen wie im Vorjahr (siehe Foto rechts).

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Santiago Roncagliolo und DAS Weblog

Das Blog von Santiago Roncaglio Solange der Tagesspiegel meinen Leser-Kommentar unter dem Artikel «Das andere Gesicht» – Untertitel: Von Puppenstuben und Bloggern: Das Berliner Literaturfestival widmet sich Lateinamerika – noch zur Veröffentlichung prüft (und vor allem, weil ihn dort kaum jemand finden wird, auch nachdem er veröffentlicht wird), möchte ich ihn hier publizieren:

Die Diskussion um den korrekten Artikel des Wortes ‚Weblog‘ ist müssig und soll hier nicht fortgesetzt werden. Festzuhalten bleibt jedoch, dass Anfänger gerne den männlichen Artikel verwenden, und Menschen, die sich schon länger mit dem Thema Weblog auseinandersetzen, den ursprünglich verwendeten neutralen Artikel wählen und DAS Weblog schreiben.

Viel wichtiger ist allerdings die korrekte Wiedergabe von Namen: ein journalistisches Mindestmaß an Sorgfalt darf hier sowohl für die gedruckte als auch für die online erscheinende Presse gefordert werden. Der im Artikel behandelte peruanische Autor heißt Santiago Roncagliolo. Sein erwähntes Blog, über dessen Adresse sich sicher auch die am Thema interessierten Leser des Tagesspiegels gefreut hätten, findet sich übrigens hier: blogs.elboomeran.com/roncagliolo

Update 11:45 Uhr: Lob an die Online-Redaktion des Tagesspiegels: der Kommentar wurde immerhin zügig freigeschaltet.

Literatur, Spanisch
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