Tropa de Elite gewinnt Goldenen Bären

Der Goldene Bär für den brasilianischen Film «Tropa de Elite» von José Padilha ist ein großer Erfolg für das lateinamerikanische Kino. Hier das Lied «Rap das Armas», das mir nach dem Sehen des brutalen aber guten Filmes nicht mehr aus dem Ohr ging:


Direktlink YouTube

Wer mehr vom Film sehen möchte, hier gibt es den Trailer.

Lake Tahoe von Fernando Eimbcke Auch erfreulich aus lateinamerikanischer Sicht: der Alfred-Bauer-Preis der Internationalen Filmkritik für den jungen mexikanischen Regisseur Fernando Eimbcke und seinen Film «Lake Tahoe». Ein ruhiger Streifen, dessen lange Einstellungen sich wie Fotografien lesen lassen. Ein sympathisches Interview mit Fernando Eimbcke ist bei 3sat zu sehen. Dort erzählt er, dass er noch vor ein paar Jahren über den Potsdamer Platz gegangen ist und all die Filmposter bewundert hatte und nun hat er selbst einen Film im Wettbewerb gehabt. Und dazu noch einen prämierten.

Die gesamten Preise (einige der Filme und Personen hatte ich die letzten Tage auch schon hier im Blog erwähnt) auf der Website der Berlinale.

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Berlinale Lebenszeichen

Unscharfer nächtlicher Blick auf die Berlinale-Beleuchtung am Potsdamer Platz Ein kurzes Lebenszeichen nach 30 gesehenen Filmen. Sehenswerte Filme waren bisher Happy-Go-Lucky (der neue Mike Leigh mit einer großartigen Hauptdarstellerin, Sally Hawkins), Sleep Dealer, ein guter us-amerikanisch/mexikanischer Science-Fiction-Film von Alex Rivera (bringt Imigrations- und Globalisierungsproblematik intelligent mit der vernetzten High-Tech-Welt in Verbindung, Update: siehe auch Artikel auf ZEIT online) und ein starker argentinischer Film der jungen Regisseurin Albertina Carri: La Rabia (Die Wut). Und gerade heute Abend habe ich einen guten Dokumentarfilm gesehen: Sag mir wo die Schönen sind… über 9 Frauen, die an der Wahl zur Miss Leipzig 1989 teilgenommen hatten und was aus ihnen geworden ist. Sehr sehenswert.

Obiges Bild hab ich gestern mit dem Handy in der Alten Potsdamer Straße aufgenommen. Unscharf, wie ich zugeben muss. Aber was will man schon erwarten, wenn man zwischen den Filmen mal schnell mit dem Handy fotografiert. Das schummerige Licht gibt aber auch ganz gut die Stimmung wieder, die man empfindet, wenn man zwischen all diesen Filmen und all den dunklen Kinosälen kurz nach draußen kommt.

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Ein typischer Berlinale-Tag: zum Beispiel Mittwoch

Berlinale-Karten
Auf diesem Foto zu sehen sind die Eintrittskarten für den morgigen Mittwoch. Sechs Filme werde ich sehen. Wieder mal ein strammes Programm. Nach dem allmorgendlichen Anstehen für Karten für den Folgetag am Ticketcounter am Potsdamer Platz (8:30-9:15 Uhr) erwartet mich folgende Filmabfolge:

09:30-11:00 Happy-Go-Lucky (Urania)
12:00-14:30 Bam gua nat (Urania)
16:00-18:15 Kabei (Berlinale Palast)
18:30-19:55 Berlinale Shorts II (Kurzfilmprogramm, CinemaxX 6)
20:00-21:30 El último guión – Buñuel en la memoria (neue Doku über Buñuel, CinemaxX 8)
22:15-23:55 Le journal d’une femme de chambre (CinemaxX 8)

So sieht er aus, ein Tag auf dem Festival: Langes Anstehen für sechs Eintrittskarten und immer kleiner werdende Augen. So verrückt muss man erstmal sein. 😉

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Sonne, Filmhighlight und Rahmenprogramm

There will be blood Dies ist meine 12. Berlinale und mit Abstand die mit dem besten Wetter. Sonnenschein und beinahe frühlingshafte Temperaturen. Klasse. Gute Filme, und deshalb bin ich ja hier, gibt es auch. Bester Film bisher: «There will be blood» (siehe FAZ-Artikel), das Ölbohr-Epos von Magnolia-Regisseur Paul Thomas Anderson mit einem gnadenlos guten Daniel Day-Lewis. Beeindruckend, lang (158 Minuten!), aber nicht langatmig.

In meinem persönlichen Rahmenprogramm gab es gestern ein Frühstück mit Elke im Café April (sehr zu empfehlendes Frühstückscafé; Top-Tipp: «Fit & Vital» mit frittiertem Brie), mit dem Frühstück vorgelagerten Besuch des gemütlichen Winterfeldmarktes mit Original spanischem Churros-Stand.

Auch der Sonntag bot außerfilmisches und zugleich außergewöhnliches: Tortentest im Friedrichshain mit einem kleinen aber feinen Kreis Berliner Bloggerinnen und Blogger (bestens organisiert von Herrn Exit) im gut für den Kuchenhunger gerüsteten Kuchen-Rausch (Frau Indica berichtet) und abends lecker Abendessen bei Mirjam & Eltern, deren Gast ich zur Berlinale bin, und denen ich dafür sehr dankbar bin.

Morgen werde ich Penélope sehen, zumindest ihren von Isabel Coixet gedrehten Film «Elegy» (siehe Artikel El País), in dem sie als kubanische Studentin ihrem Prof, gespielt von Ben Kingsley, den Kopf verdreht. Klar, dass ich mich auf diesen Film freue. Die regelmäßigen Leser von Text & Blog wissen das. Und morgen Abend erwartet die spanische Botschaft meinen Besuch, hat sich doch der Botschafter Spaniens die Ehre gegeben, mich einzuladen. Auch zu diesem Rahmenprogramm sage ich natürlich nicht nein, schaue aber weiter auch fleißig Filme. Mehr dazu die nächsten Tage.

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Kurzer erster Berlinale-Bericht

Szene aus 'Él' (Mexio, 1952) von Luis Buñuel Heute habe ich die ersten beiden Buñuel-Filme auf der Berlinale gesehen. Vor allem bei «Él», den ich ja durch die Arbeit an der Diss in- und auswendig kenne, war es für mich ein besonderes Erlebnis ihn auf der großen Leinwand zu sehen, und gleichzeitig faszinierend zu beobachten, wie ein über 50 Jahre alter Film immer noch das Publikum begeistert.

Nach der Vorstellung von «Lemon Tree» ist einer der Schauspieler, die zur Panorama-Eröffnung heute Abend im Zoo-Palast waren, auf der Bühne umgekippt. Einfach so, nach hinten weggekippt. Welche Dramatik. Sofort wurde ins Publikum gefragt, ob ein Arzt anwesend wäre und es sind auch gleich zwei zur Hilfe geeilt. Doch dem Schauspieler, der in dem Film einen Leibwächter spielt, ging es gleich wieder besser. War wohl nur ein kurzer Schwächeanfall in der Aufregung der Filmpremiere. «Lemon Tree» ist trotz des ernsten Themas eine witzige Parabel auf die schwierigen Beziehungen im Grenzgebiet von Palästina und Israel.

Dann bleibt mir noch dem ePlus-Team in der Kurfürstenstrasse zu danken, die sich heute eine Stunde Zeit genommen hatten sich meines Problems anzunehmen, dass ich zwar jetzt eine tolle UMTS-Card fürs Notebook habe, die mir in Verbindung mit meiner Internetflatrate überall, wo es UMTS-Empfang gibt, auch Netzzugang mit dem Notebook verspricht, doch bei mir hat es trotz korrekter Installation von Gerät und Software nicht funktioniert. Das Problem konnte zwar auch im ePlus-Laden noch nicht komplett behoben werden (ich musste weg zur oben erwähnten Panorama-Eröffnung im Zoo-Palast), aber man gab mir nach Installation einer besseren Zugangssoftware einen Ausdruck mit einer kurzen Anleitung und ein paar Daten zur Netzzugangskonfiguration mit, anhand deren ich eben die UMTS-Karte erfolgreich zum Laufen brachte. Nun brauche ich auch nicht mehr zwischen den Filmen erfolglos die sowieso nicht (oder nur gegen teuer Geld) funktionierenden Wlan-Hotspots der Berlinale anzusteuern.

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Schlaflose Blog- und Filmzeiten: Berlinale 2008

«Wie soll man da ruhig schlafen?» sagt Berlinale-Chef Dieter Kosslick im Tagesspiegel-Interview zu seinem Festival. Schlaf ist das, was ich am wenigsten bekomme auf der Berlinale. Ab morgen werde ich wieder dort sein. Filme im Wettbewerb, im Panaroma und im Forum schauen, so viel wie möglich spanischsprachiges Kino und natürlich einige Buñuel-Filme. Es ist das erste Mal, seit ich in Hamburg lebe, dass ich wieder auf die Berlinale fahre, zuvor war ich von 1995-2005 durchgehend dort. Ich freue mich, wieder im «Berlinale-Planetensystem zu verschwinden», wie ich 2005 in meinem ersten Blogartikel zur Berlinale geschrieben hatte. Wieweit ich hier im Blog und auf twitter berichte, weiß ich noch nicht, kommt auch ein bisschen drauf an, ob ich meine heute erst angekommene UMTS-Card fürs Notebook zum laufen kriege. Ich könnte ja auch nachts bloggen, doch «Wie soll man da ruhig schlafen?». 😉

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Hauptstadtblog erstrahlt in neuem Gelb

Hauptstadtblog in neuem Design Gerrit von Aaken ist ein begnadeter Webdesigner und Fontversteher. Er beherrscht sein Handwerk (und nicht umgekehrt). «Doch wo liegt hier die Neuigkeit der Information?» mag sich der geneigte Leser oder die fachkundige Leserin fragen. Die Neuigkeit liegt darin, dass Gerrit dem Hauptstadtblog (HSB) einen neuen Anstrich verpasst hat. Nicht nur ein neues Gelb hat das HSB bekommen, nein auch eine Generalüberholung des Layouts samt neuem Font (Lucida Grande statt Arial) und neuer Position des designtragenden Elementes, des Fernsehturmes. Sehr gut geworden ist das alles, oder wie ich dort schon kommentierte:

Gelb, gelungen, gut.

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