Nein, natürlich hat Mark Twain (1835-1910) nicht gebloggt. Aber der Vergleich seiner posthum veröffentlichten Autobiografie von damals mit dem Bloggen von heute macht schon Spaß:
Wie Twain gewissermaßen bloggte
Freilich handle es sich bei seiner Autobiografie nicht um Aufzeichnungen, die von der Rachelust angetrieben seien.
„Wenn ich unter jemanden ein Feuer anzünde“, so Twain, „dann verfahre ich nicht nur des Vergnügens wegen so, das es mir bereitet, diesen Menschen braten zu sehen, sondern weil er die Mühe lohnt. Es handelt sich also um ein Kompliment, eine Auszeichnung; möge der Betreffende dankbar sein und den Mund halten. Die Kleinen, Gemeinen, Unwürdigen brate ich nicht.“
Twain hat diese Autobiografie nicht geschrieben. Er hat sie einem Sekretär in die Feder diktiert. Für das, was er beim Diktieren tat, wissen wir Heutigen einen Fachausdruck: Mark Twain bloggte.
WELT Online über den Überraschungserfolg von Mark Twains Autobiografie, die er erst für 100 Jahre nach seinem Tod frei gegeben hat: Wie Mark Twain „frei aus dem Grab reden kann“.
Amazon: Autobiography of Mark Twain, Volume I: 1 (Mark Twain Papers)
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Hier kann man ins Buch reinschauen.
Reinhören kann man beim Nordwestradio: Lesebuch: Mark Twain.
Foto: Wikipedia.