Tweet der Woche: Die Non-Mention-Versteher

Tweet der Woche Ich meine Dich, doch ich nenne Dich nicht beim Namen. Non-Mention heißt das auf Twitter. Gut informierte Mitlesende wissen häufig wer gemeint ist. Den «Tweet der Woche» zu dieser Thematik dürften nur Power-User von Twitter verstehen, oder? Für die ist er aber auch um so passender, oder? Jedenfalls hat sie recht, die gute @UteWeber. Und nein, dieser Artikel ist keine Non-Mention. Erst recht keine passiv-aggressive, oder?

Bei der Auswahl des Tweets der Woche achte ich immer darauf, dass er auch für Nicht-Twitterer verständlich ist. Dieser ist es – trotz der kleinen Einleitung – nur bedingt. Daher hier noch eine weitere Hilfestellung, was Non-Mention ist: Nachzulesen unter Punkt 29 in der Twitter-FAQ von Nicolai Levin (wo man auch so manch andere Begrifflichkeit zu Twitter nachlesen kann).

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Literatur

Feliz Cumpleaños a mí…

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Dieser nette Fotogruß kam heute Morgen aus Kanada. Mein lieber mexikanischer kleiner Freund Adrián hat mir die Ehre zu Teil werden lassen, eines seiner Stofftiere – offenbar wegen der hohen Ähnlichkeit – nach mir zu benennen. ¡Gracias Adrián, me encanta la foto!

Foto

«Auf großer Fahrt – Die Piratenpartei» – WDR-Doku

Der Dokumentarfilmer Niko Apel hat ein Jahr lang die Piratenpartei in Deutschland begleitet und deckt damit die Spanne der Hochphase mit bis zu zweistelligen Umfragewerten im Sommer 2012 bis zu dem enttäuschenden Abschneiden bei der Bundestagswahl am 22. September diesen Jahres ab.

Mir gefällt die ruhige, sachliche Art des Filmes. Und neben den Menschen, die sich ernsthaft darum bemühen, Fehler der Vergangenheit abzustellen, zeigt die Langzeitbeobachtung eben genau diese Kritikpunkte auf. Diese Doku sollte sich jede Piratin und jeder Pirat (selbst-)kritisch anschauen. Sie kann aber auch allen politisch Interessierten dazu dienen, über womöglich bestehende Vorurteile gegenüber den Piraten (Chaoshaufen, Ein-Themen-Partei) noch einmal nachzudenken und sich objektiv damit zu befassen, welche politische Angebote – zum Mitmachen oder zum Wählen – die jeweiligen Piraten vor Ort machen. Siehe dazu auch meine Artikel zum Bundesparteitag der Piraten in Bremen und zum Landesparteitag der Piraten Hamburg.

Text zur Doku von Niko Apel aus der Presseinfo des WDR:

Politische Transparenz, politische Partizipation und Datenschutz – das sind die Grundthemen der jungen Partei. Angetreten, um das politische System von Grund auf zu revolutionieren, sehen sich die Piraten jedoch schon bald gezwungen, sich eben diesem System anzupassen.
[…]
„Auf großer Fahrt – Die Piratenpartei“ dokumentiert jedoch nicht nur das Scheitern der jungen Partei, sondern weist gleichzeitig auf ihre Bedeutung für die Demokratie hin. Der Film ist eine unverfälschte und eindringliche Studie über die deutsche Polit-Bühne.

Politik, TV

Tweet der Woche: ZDF versteht Social Media

Tweet der Woche Der Tweet der Woche kommt dieses Mal vom ZDF. Weil sie verstanden haben, wie Social Media funktioniert. Sozial ist, was spontan ist. Medial ist, was emotional ist. Alles drin in dem kurzen Gefühlsausbruch zu später Stunde (in der 87. Minute der Partie BVB vs. Olympique Marseille):

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Bluesky, Fußball, Literatur, TV

Literarischer Salon: US-Serien als TV-Revolution

Da ich diese und letzte Woche zum Praktikum im Rahmen meines Masterstudiums in Hannover bin, wird es auch mal Zeit, etwas von hier zu erzählen. Letzte Woche (Montag, 2.12.2013) war ich auf einer interessanten Veranstaltung, von der ich hier berichten möchte. Im Conti-Hochhaus, oben im 14. Stock mit beindruckendem Blick über die ganze Stadt, fand der Literarische Salon statt. Thema war:

Besser (als) Fernsehen: »The West Wing« und »The Wire« – US-Serien als TV-Revolution

Simon Rothöhler und Daniel Eschkötter Die geladenen Gäste Simon Rothöhler und Daniel Eschkötter (beide Filmwissenschaftler aus Berlin) haben kundig dargelegt, dass gut gemachte Fernsehserien nicht nur vom Feuilleton, sondern auch von der Filmwissenschaft ernst genommen und untersucht werden. Mit The Wire – die manche für die beste Fernsehserie überhaupt halten – und The West Wing haben sie zwei herausragende Serien ausgewählt, die bezeichnenderweise beide im frei empfangbaren deutschen TV bisher noch nicht zu sehen waren. Ich bin ja selbst in Sachen TV-Serien lange skeptisch gewesen und habe mich im Artikel zu Dexter als Serienspätstarter geoutet (Dexter – Tiefgang und Spannung auf hohem Niveau). Doch inzwischen sind die mit häufig sehr hohen Budgets erstellten Serien…

»…Konversationsgegenstand, Gegenwartsdeuter, Taktgeber in Sachen Popkultur«, formuliert Filmwissenschaftler Simon Rothöhler als Herausgeber einer Buchreihe zum Thema.

Dort hat er über The West Wing geschrieben, wo der Politikbetrieb im Weißen Haus fiktionalisiert wird. Sein Kollege Daniel Eschkötter steuerte einen Band zu The Wire bei; die Polizei-Serie handelt vom alltäglichen Kampf gegen Baltimores Drogen-Gangs. Jens Meyer-Kovac zeigt Ausschnitte aus diesen Serien-Urgesteinen und fragt nach.

Das Beste: wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sie auf der Website des Literarischen Salons oder hier nachhören. Bitte nicht abschrecken lassen von der Länge (1 h 50 Min). Das ist gut investierte Zeit:

http://www.literarischer-salon.de/archiv/mp3/2013-12-02-serien.mp3

Hier noch zwei YouTube-Ausschnitte zu den im Literarischen Salon behandelten Serien, der Beginn von The Wire (auf deutsch):

http://youtu.be/bLu-rrE9DPk (bitte Link anklicken, Einbetten wurde auf Anfrage deaktiviert)

Und ein Auszug aus der 13. Episode der ersten Staffel von The West Wing (auf englisch):

Hier noch zwei Links zu den Publikationen der beiden Autoren:

Nur noch eine Folge bitte! – Der für elitäre Theoriebände berüchtigte Berliner Diaphanes-Verlag hat sich nun des Pop-Phänomens Qualitätsserie angenommen (ZEITonline).

Rezension: Daniel Eschkötter „The Wire“. An diesem Draht schwingt sich das Fernsehen zu ungeahnten Höhen auf (FAZ).

Auch die nächste Veranstaltung des Literarischen Salons verspricht interessant zu werden, am kommenden Donnerstag den 12. Dezember um 20 Uhr sind Trainer Michael Oenning und Sportagent Jörg Neblung zu Gast. Thema: »TRAINER!« Arbeiten am Abseits:

Ob Homophobie, Rassismus, Gewalt oder der Druck in einer Leistungsgesellschaft: Im Fußballgeschäft verdichten sich gesamtgesellschaftliche Phänomene. Anhand der Dokumentationen von Grimme Preisträger Aljoscha Pause (»Tom meets Zizou« oder »TRAINER!«) sprechen Spielerberater und Sportagent Jörg Neblung und Fußballtrainer Michael Oenning mit Nils Pelle Petersson über die Exzesse und Auswüchse dieser Leistungsindustrie.

Literatur, TV, Video

heute show übertrifft sich selbst

Folge 138 ist sicher eine der bisher besten Ausgaben der heute show. Die Ankündigung, dass Olli Welke nächste Woche ein Kaninchen töten wird, wenn die SPD-Mitglieder mehrheitlich für die Große Koalition stimmen, sollten sich noch unschlüssige Sozialdemokraten unbedingt anschauen. Dem lieben Onkel Hassknecht wird’s heute mal so richtig besorgt. Und wenn Tina Hausten uns in der Horst-Seehofer-Journalistenschule zeigt, wie heutzutage politische Interviews zu führen sind, dann ist das eine kleine Sternstunde des politischen Kabaretts im TV:

http://youtu.be/hazvvbJ5fm8

Politik, TV, Video
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