Mir gefällt die Idee, gemeinsam zusammengestelltes enzyklopädisches Wissen als virtuelle Galaxie darzustellen. Nichts anderes hat der französische Informatik-Student Owen Cornec gemacht. Aus den mehr als 4,5 Millionen Wikipedia-Artikeln hat er 100.000 ausgewählt und in ein vernetztes Sternensystem in drei Dimensionen eingearbeitet.
Das schönste Geschenk zum Geburtstag haben mir ja gestern der FC St. Pauli (mit dem ersten Heimsieg seit zweieinhalb Monaten) und die Menschen drumrum gemacht:
Gerne wird auf Twitter des Wörtchen tippeditipp geschrieben. Der Erste, der dies getan hat, soll ja nach dem wunderbaren Tool who tweeted it first im Jahre 2009 @marcelweiss gewesen sein. In diesem Sinne lässt sich auch der diesmalige Tweet der Woche begreifen, eingetippeditippt von niemand Geringerem als dem seine Worte wohlüberlegt wählenden Herrn @formschub:
Seit Twitter hat das Wort »Tippgemeinschaft« manchmal wieder Sinn.
Schon vor gut zwölf Jahren hat mich das extrem breit aufgestellte Schaffen von Leonardo da Vinci in der Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte in meiner saarländischen Heimat sehr fasziniert. In der damals unter dem Titel «Leonardo da Vinci – Maschine Mensch» gezeigten Werkschau hieß es:
Mit seinen Erfindungen und wissenschaftlichen Studien hat Leonardo da Vinci der Menschheit einen unendlich großen Schatz geschenkt, dessen Innovationen und Konsequenzen bis heute noch nicht alle ausgeschöpft sind.
Das erste Fahrrad, das erste Auto, der Fallschirm und der Hubschrauber gehören ebenso dazu, wie Kriegsmaschinen, aufsehenerregende Brückenbauwerke und unvorstellbare Maschinen. Leonardo da Vinci hat die Anatomie des Menschen und die Natur untersucht. Er war der erste, der den Menschen und die Welt als große Maschinen begriffen hat.
Die schon vor einem Jahr auf Arte gezeigte Doku von Nick Dear «Ich Leonardo da Vinci»Der englische Originaltitel «Inside the Mind of Leonardo» und der französische Titel «Léonard de Vinci – Dans la tête d’un génie» gefallen mir besser. zeigt ebenfalls – wie schon die Ausstellung damals in der Völklinger Hütte – eindrücklich, auf welchen Feldern da Vinci unterwegs war und versucht die Geheimnisse hinter seinen Bildern aufzuzeigen und die Ansätze seiner technischen Zeichnungen und seiner Betrachtungen zur Anatomie des Menschen zu analysieren:
…
Auf Twitter gibt’s ja nichts, was es nicht gibt. Warum sollte es hier also keine Busfahrer geben? Da haben wir zum Beispiel Gerhard Bolschewski. Mit seinem Bus ist er in München und auf Twitter als @Busfahrer_Gerd unterwegs. Als Kostprobe seiner Einblicke in die Arbeit eines Busfahrers ein Werkauszug, der es geschafft hat als Tweet der Woche ausgezeichnet zu werden:
Wenn mir im Bus langweilig wird, imitiere ich bei der Ansage der Haltestellen berühmte Menschen. Die Jugend kennt Vicco von Bülow nicht…
Eine gute Sache für alle, die noch ein wirklich sinnvolles Weihnachtsgeschenk suchen, aber auch für alle an Netzpolitik Interessierten eine wertvolle Empfehlung:
«Das Netz 2014/2015 – Jahresrückblick Netzpolitik» als Print und elektronisch jetzt verfügbar.
Für mich ist es eine Ehre, dass ich in der Rubrik «Gefragt: Vierzehn Netzköpfe antworten» ein Statement abgeben durfte, was ich mir aus netzpolitischer Sicht für 2015 wünsche:
Wider die Resignation: Möge es 2015 gelingen, die Menschen besser über Gefahren für unsere Demokratie aufzuklären. Wem die anlasslose Überwachung durch NSA und BND gleichgültig ist, oder wer keine Probleme mit dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP hat, braucht Informationen – im Netz und im Gespräch.
Alle Informationen zum Buch, das man (am besten!) günstig kaufen (Print: EUR 14,90, E-Book: EUR 4,99) oder auch kostenlos online lesen kann, findet ihr auf der Bestellseite zum Buch.
An dem, was Katharina Nocoun alias @Kattascha letzten Sommer, nur 5 Wochen nach den Enthüllungen von Edward Snowden, beim Interview im ARD-Morgenmagazin gesagt hat, hat sich auch anderthalb Jahre danach nichts geändert:
Wir sehen einfach jetzt in dieser Situation, dass es keine Partei, weder in der Opposition noch in der Regierung, gibt, die glaubhaft gegen Überwachung und für Freiheitsrechte einstehen kann. Weil sowohl Rot-Grün als auch Schwarz-Gelb da ordentlich Dreck am Stecken haben.
Und wie soll es nun weiter gehen? Wie sieht es mit dem Thema Datenschutz nach Snowden aus? Wer sich das – genau wie ich – fragt, hat am kommenden Mittwoch in Hamburg die Chance diese Frage live an Kattascha zu stellen, anlässlich ihres Vortrages und der Diskussion mit dem Titel:
Verraten, Verdatet, Verkauft – Datenschutz nach Snowden
Mittwoch, 10. Dezember ab 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Piraten Hamburg (in der Lippmanstr. 57, auf der Schanze)
…