Leonardo da Vinci – Genie mit breiten Interessen

Leonardo da Vinci

Schon vor gut zwölf Jahren hat mich das extrem breit aufgestellte Schaffen von Leonardo da Vinci in der Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte in meiner saarländischen Heimat sehr fasziniert. In der damals unter dem Titel «Leonardo da Vinci – Maschine Mensch» gezeigten Werkschau hieß es:

Mit seinen Erfindungen und wissenschaftlichen Studien hat Leonardo da Vinci der Menschheit einen unendlich großen Schatz geschenkt, dessen Innovationen und Konsequenzen bis heute noch nicht alle ausgeschöpft sind.

Das erste Fahrrad, das erste Auto, der Fallschirm und der Hubschrauber gehören ebenso dazu, wie Kriegsmaschinen, aufsehenerregende Brückenbauwerke und unvorstellbare Maschinen. Leonardo da Vinci hat die Anatomie des Menschen und die Natur untersucht. Er war der erste, der den Menschen und die Welt als große Maschinen begriffen hat.

Die schon vor einem Jahr auf Arte gezeigte Doku von Nick Dear «Ich Leonardo da Vinci»1 zeigt ebenfalls – wie schon die Ausstellung damals in der Völklinger Hütte – eindrücklich, auf welchen Feldern da Vinci unterwegs war und versucht die Geheimnisse hinter seinen Bildern aufzuzeigen und die Ansätze seiner technischen Zeichnungen und seiner Betrachtungen zur Anatomie des Menschen zu analysieren:

Leonardo da Vinci ist vielen Menschen als Maler – vor allem der Mona Lisa – bekannt. Doch Malen war für ihn lediglich ein Mittel, um seinem unbezwingbaren Drang Ausdruck zu verleihen, die Geheimnisse der Natur zu erforschen und die zentrale Frage aller Wissenschaft zu beantworten: Wie funktioniert die Welt? Leonardo hat der Nachwelt nur wenige Gemälde hinterlassen. Sein bedeutendstes Vermächtnis sind die 6.000 Seiten persönlicher Aufzeichnungen, die von seinem Streben zeugen, die ihn umgebende Welt zu begreifen.

Dank der einmaligen Gelegenheit, in den Codex Atlanticus, die größte Sammlung seiner Aufzeichnungen, Einsicht nehmen zu können, werden Leonardos tatsächliche Ambitionen in dem Dokumentarfilm von Nick Dear deutlich.

Nehmt euch 90 Minuten Zeit und schaut die Doku an. Lohnt sich. Wetten, dass..?

Leonardo da Vinci

  1. Der englische Originaltitel «Inside the Mind of Leonardo» und der französische Titel «Léonard de Vinci – Dans la tête d’un génie» gefallen mir besser. []

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