Spanisch

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Abkürzungen – gestern und heute

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich nun im Bibliothekswesen, dem ja eine gewisse Affinität zu Abkürzungen – nicht ganz zu unrecht – nachgesagt wird (OPAC, GBV, KVK, SWD, LBS etc.). Aber in der EDV (sic!) wimmelt es ja auch nur so von Abkzn. (www, ftp, http, pdf etc.).
Daß dies im spanischen Alltag genauso ist, und daß wir dabei alle in der Tradition der Römer stehen, macht Miguel A. Román in einem kurzen Essay in «Libro de Notas» deutlich: «Román Paladino – Por las siglas de las siglas»

Esta „moda“ de reducir conceptos polivocablos a sus iniciales no es, como pretenden algunos, nueva ni deleznable. Los romanos ya eran grandes acronimistas, grababan la leyenda SPQR en sus monumentos y RIP en sus tumbas.

Artikel, Literatur, Spanisch

Überdosis an Information? So what?

Wahre Worte eines Wissenschaftlers: Javier Sampedro sagt in der El País-Wissenschafts-Beilage Babelia, daß die Menscheit es schon immer mit einer Überdosis an Information zu tun hatte und daß sie auch schon immer damit zurecht gekommen ist:

La sobredosis de información
de la que tanto nos quejamos no es un problema nuevo, ni es un problema en absoluto: la realidad es una sobredosis de información permanente, confusa e inútil en su abrumadora mayoría, y nunca hemos tenido el menor problema para filtrarla, ignorar casi todo y quedarnos con un boceto que no pesa nada y lo dice todo: un concepto, o una ecuación. No hay que ser un hombre del Renacimiento -ni siquiera el hombre de Cromañón- para salir airoso de este tipo de situaciones. Poco adiestramiento puede requerir cerrar los ojos, y es un arte que nunca se olvida.

Weiterlesen: Javier Sampedro: «En la red científica».
Babelia widmet sich der in dieser Woche stattfindenden Madrider Buchmesse «Feria del Libro de Madrid» und deren Schwerpunkt Wissenschaften. Die Beilage bietet daher zahlreiche weitere Artikel zum Thema Wissenschaft und Literatur.

Artikel, Literatur, Spanisch

Bibliothekare und die Wikipedia

Wikipedia
Wikipedia: entre la buena fe y el caos (dt.: «Zwischen guten Absichten und dem Chaos»)

Internet, como cualquier producto humano, es un reflejo de la sociedad de su tiempo. Uno de los proyectos que refleja de forma más cruda las contradicciones de nuestra época es Wikipedia.

Dieser lesenswerte spanische Artikel auf Kriptópolis beschäftigt sich mit der besonderen Situation von Bibliothekaren, die sich aktiv am Ausbau der Wikipedia beteiligen möchten und dabei auf Interessenskonflikte mit einigen Nutzergruppen der Wikipedia stoßen.
Es gibt auch eine Übersetzung des Artikels ins Englische: «Wikipedia: treading the line between good faith and chaos».
[via El Documentalista Enredado]

Artikel, Informationskompetenz, Internet, Literatur, Spanisch

Suso de Toro: Hombre sin nombre

Suso de Toro (links) mit Bloggern in MadridSuso de Toro: Hombre sin nombreSuso de Toro umkreist von Bloggern in Madrid
Der spanische Schriftsteller Suso de Toro stellt heute, am 18. Mai um 20 Uhr, in Madrid seinen neuen Roman «Hombre sin nombre» für spanische Blogger vor. Und das eine Woche vor der Präsentation des Romans für die konventionellen Medien. Kostenloses WLAN ist vorhanden, die bloggenden Besucher der Veranstaltung können also live berichten. Weitere Infos: «presentación a la blogsfera de ‚Hombre sin nombre‘»
Ich habe Suso de Toro vor sechs Jahren in Saarbrücken kennen und schätzen gelernt (bei dieser Veranstaltung, deren Website ich damals am hispanistischen Lehrstuhl von Prof. Neuschäfer in Saarbrücken „verbrochen“ habe, und die dort immer noch auf dem Server liegt).
Update 18.5.06, 13 Uhr: Wie aus den Kommentaren hier zu ersehen ist, kann man die Lesung nicht nur live verfolgen, sondern auch aus der Ferne über Kommentare und Fragen in folgenden Blogs partizipieren: bei Nat, David oder María. Spannend!
Update 19.5.06, 9:30 Uhr: Dank Daniel Vázquez gibt es auch schon erste Bilder und einen 30-Sekunden-Videomitschnitt von Suso de Toros Buchpräsentation für Blogger.
[via Libro de notas]

Internet, Literatur, Spanisch

Dichterlesung mit Andrés Sánchez Robayna

Andrés Sánchez Robayna
Morgen, am 16.5.2006 um 18.00 Uhr, gibt es in der Stabi Hamburg eine kommentierte Dichterlesung (Spanisch – Deutsch) mit Andrés Sánchez Robayna aus Teneriffa. Der Titel der Veranstaltung: Im Leib der Welt – En el cuerpo del mundo.

Die im Vortragsraum stattfindende Lesung wird moderiert von Prof. Dr. Inke Gunia, Institut für Romanistik.
Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung des Instituts für Romanistik der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes (Bremen).
Ausführliche Informationen und Texte zu und von Andrés Sánchez Robayna finden sich in einem gut gemachten Dossier der Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes.
[via Stabi Hamburg]

Hamburg, Literatur, Spanisch

Azalai – Im Land der Tuareg

Tuareg
Habe wieder einmal für arte einen spanischen Film übersetzt: «Azalai – Im Land der Tuareg», ein Dokumentarfilm von Chema Rodríguez über die Salzkarawanen in der Sahelzone. arte strahlt den Film gemeinsam mit vier weiteren Dokumentationen in der Reihe «WunderWelten: Sahel» Ende Mai aus.
«Azalai – La Caravana de la Paz» ist ein wirklich schöner und sehr interessanter Film, nur der Text ist oft sehr schwülstig und voller Pathos. Muß wohl so sein bei einem spanischen Film über ein afrikanisches Urvolk 😉 Hab versucht es im Deutschen einigermaßen rüberzubringen, ohne daß es zu kitschig wird. Hoffe, es ist mir gelungen…
Sendetermin auf arte: 26.5.06, 13.05-14:00 Uhr, Wiederholung: 02.6.06, 18:05-19:00 Uhr.

Spanisch, TV, Übersetzen

Freitod eines Bloggers: Jorge León

Ich habe oft hier im Blog über «Mar Adentro», den oskargekrönten Film von Alejandro Amenábar, berichtet. Die Verfilmung über
Leben und Tod des querschnittsgelähmten spanischen Schriftstellers Ramón Sampedro hat nun auch ihr Pendant in der spanischen Blogosphäre gefunden:
Der 53-jährige gelähmte Maler und Bildhauer Jorge León aus Valladolid hat seit August 2005 in seinem Blog «Destilados Parapléjicos» über den Wunsch nach Unterstützung beim Suizid berichtet. Dieser Wunsch wurde offenbar erhört: Am 4. Mai wurde Jorge León tot in seiner Wohnung aufgefunden, zwei Tage nach seinem letzten Blog-Eintrag, der mit den Worten schließt:

cuando la muerte es nosotros ya dejamos de ser, y no siendo ni siquiera la muerte existe (¿o acaso tiene el espacio conciencia de muerte o de cualquier otra cosa?)

Der tragische Fall führt in Spanien wieder zu einer Aktualisierung der Diskussion um die Sterbehilfe. Meine persönliche Meinung zu diesem schwierigen Thema: kein Mensch sollte gezwungen werden, am Leben zu bleiben.

Zur weiteren Information über den per Blog ersehnten Freitod von Jorge León einige Artikel:

[via Mangas Verdes]

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