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Mister Wong jetzt mit Integration der Twitter-Links

Ich finde, da hat Mister Wong wirklich mal ’ne gute Idee gehabt: sie bieten an, dass man seinen Twitter-Account mit Mister Wong verbinden kann (ohne ihnen die Zugangsdaten geben zu müssen) und dass man im Anschluss in seiner Lesezeichenverwaltung einen neuen Reiter mit dem Namen Twitter hat, der einem die getwitterten Links seiner Follower (und/oder der eigenen) anzeigt. Das kann ganz praktisch sein, wenn man längere Zeit (also ein paar Stunden 😉 nicht in Twitter reingeschaut hat und sich mal eben einen schnellen Überblick anzeigen lassen möchte, was in der Zwischenzeit so verlinkt wurde.

Man kann auch die Twitter-Links anderer Teilnehmer (und deren Follower) anschauen (Beispiel Jörg Marx, aka @PBBMarx), wenn diese das praktische neue Tool nutzen. Vor allem das Konzept von Mister Wong zur Twitter-Integration und die individuellen Anpassungsmöglichkeiten (nachles- und einsehbar in der FAQ) überzeugen mich. So kann man etwa einzelne Follower von diesen automatisch generierten Linklisten ausschließen, oder umgekehrt erstmal alle Follower ausschließen und nur vereinzelte Qualitätscontent-Lieferanten aufnehmen (Qualität in Bezug auf Link-Tipps auf Twitter, wohlgemerkt). Gut durchdacht und praktisch, wie ich finde. Was meine Follower gerade so empfehlen, seht ihr hier (wird von MW automatisch fortlaufend aktualisiert).

Wer schon bei dem Online Lesezeichen-Verwaltungsdienst Mister Wong angemeldet ist, kann den Import hier starten. Wer sich erst näher informieren möchte, findet weitere Infos dazu bei construktiv: Mister Wong wird zur Social Media-Zentrale zum Speichern von Links.

Bluesky, Informationskompetenz, Internet

Die Webevangelisten als Twitter-Chronisten

Twitter-Chronik bei den Webevangelisten Die Webevangelisten haben einen lesenswerten Artikel zur Geschichte von Twitter geschrieben. Ein von mir aufgenommenes Foto aus der Stabi Hamburg, dem Ausrichtungsort der ersten deutschen Microblogging-Konferenz MBC09 im Januar 2009, und ein Hinweis auf Twitkrit mit @Moeffjus wunderbarem Foto von Herrn Bosch bei der Twitterlesung in Hamburg im gleichen Monat, kommen auch drin vor. Geschichts- und Kulturbewusste sollten sich diese gleichsam nette wie informative Übersicht nicht entgehen lassen: «Twitters bisher kurze Geschichte in Bildern».

Bluesky, Hamburg, Internet, Literatur

Historischer Wandel in Kommunikation durch Twitter & Facebook: Konsumenten werden zu Produzenten


Direktlink YouTube

Medienprofessor Clay Shirky von der University of New York, den es vor einem Jahr schon beim Elektrischen Reporter zu sehen gab, beschäftigt sich bei seiner Forschung mit der Frage, wie das Internet menschliche Beziehungen, Kommunikation und Gesellschaft verändert.

In dem oben eingebauten sehenswerten TED-Vortrag macht Shirky deutlich, dass Social-Media-Tools wie Twitter und Facebook die gesellschaftliche Kommunikation genauso revolutioniert haben und es noch tun werden, wie es zuvor die Erfindung des Buchdrucks, der Fotografie, des Films und des Telefons getan haben. Die Stärke der neuesten Entwicklungen im Netz – unabhängig von den konkreten Diensten wie Twitter und Facebook (die hier nur exemplarisch zu sehen sind, und die auch durch andere Dienste ersetzt werden können) – liegt darin: Konsumenten werden zu Produzenten.

Folglich ist die offene Kommunikation im Internet für totalitäre Systeme auch so gefährlich. Deshalb kämpft China zum Beispiel durch staatliche Zensur vehement dagegen an. Westliche Demokratien, und leider gehört Deutschland seit letzter Woche wegen Zensursula auch dazu, schließen sich diesen Zensurbetrebungen an. Dies nicht hinzunehmen, ist die Aufgabe aller, denen die Bedeutung der Bürgerrechte im Netz wichtig ist. Dies nicht akzeptieren zu wollen oder gar als übertrieben zu bezeichnen, ist der große Fehler der Bundestags-Abgeordneten, die dem unsere Verfassung missachtenden Gesetz zur Sperrung von Webseiten in Deutschland zugestimmt haben.

Meine Empfehlung: Unbedingt den Vortrag von Clay Shirky anschauen, indem er aufzeigt, wie die Kontrolle von oben nach unten durch die medialen Umbrüche zu Beginn des 21. Jahrhunderts umgekehrt wird. 17 gut investierte Minuten.

Bluesky, Internet, Politik, Video

Twitter ist eine mächtige Quelle

Aus Teheran übermittelte TwitPics von Shadishd173
Twitpic-Fotos Shadishd173 von Pro-Mousavi-Demos in Teheran 17.+18.6.09: 1, 2, 3.

Wenn private Internet-Nutzer Twitter nicht verwenden, den Sinn und die ungeheure Bedeutung von Twitter (noch) nicht verstehen oder diese Kommunikationsform gar als Zeitverschwendung oder Info-Müll bezeichnen, kann ich – obwohl ich weiß, das diese Einschätzung falsch ist – trotzdem Verständnis für diese Haltung aufbringen. Ich sage ja immer wieder:
Twitter versteht nur, wer es nutzt.

Wo mein Verständnis aber aufhört, und worüber ich heftigst den Kopf schütteln muss: wenn Informationsexperten, wie zum Beispiel Journalisten, keinen Zugang zu dieser wichtigen Informationsquelle finden. Wir sehen es ja dieser Tage durch die ungeheure Bedeutung, die Twitter zweifelsohne im Iran hat: Gerade dort, wo der Zugang zu direkten Informationen über herkömmliche Wege – etwa in Krisen- oder Katastrophengebieten – erschwert wird, ist die vernetzte Struktur des Microbloggingdienstes eine unschlagbare Waffe gegen Desinformation. Das auf Twitter übermittelte Informationen genauso verifiziert werden müssen, wie andere Quellen, oder eben als unsichere Quelle bezeichnet werden müssen, solange keine Verifizierung möglich ist, versteht sich von selbst.

In diesem Sinne kann ich allen, die eventuell immer noch unsicher sind, wie Twitter einzuschätzen ist, bzw. die gerne mehr über Twitter erfahren möchten, den sehr gut geschriebenen Artikel von Fabian Mohr auf ZEIT online empfehlen: «Twitter – Die Medien-Revolution, die keine ist». Dort äußert er sich aus aktuellem Anlass der Demonstrationen im Iran zu…

…Twitter, das in der Iran-Berichterstattung unverzichtbar geworden ist. Es bleibt auch in Zukunft unverzichtbar, Informationen zu verifizieren oder ihren ungeprüften Charakter wenigstens kenntlich zu machen. Hält man sich an diese bewährte Methode und widersteht der Versuchung, jede angebliche „News“ weiterzutrompeten, ist Twitter eine mächtige Quelle.

Fabian Mohr kommt zu dem harten, aber durchaus berechtigten Schluss:

Dass klassische Medien in dieser Debatte keinen Fuß auf den Boden bekommen, liegt großenteils an der analytischen Schlichtheit des bisher Vorgetragenen. […] Doch journalistisch besehen war die Twitter-Berichterstattung in deutschen Leitmedien ein Dokument der Ahnungslosigkeit.

Wie gesagt, lesenswert: «Twitter – Die Medien-Revolution, die keine ist».

Artikel, Bluesky, Politik

Tweetdeck auf dem iPhone mit fabelhafter Usability

Tweetdeck auf dem iPhone: Ansicht TimelineTweetdeck aufm iPhone: Ansicht beim Wechseln zwischen Spalten

Nach wie vor ist Tweetdeck mit Abstand das beste Programm, um Twitter auf dem PC zu nutzen. Seit heute gibt es Tweetdeck auch als kostenlose Anwendung fürs iPhone und ich bin restlos begeistert.

Einer der großen Vorteile von Tweetdeck ist ja, dass man seine Follower zu bestimmten Gruppen zusammenfassen kann. Ich habe zum Beispiel meine Follower, die bibliothekarische Themen behandeln, zu einer Gruppe bib zusammengefasst und kann auf einen Blick sehen, was diese gerade so schreiben bzw. im Verlauf der letzten Stunden so geschrieben haben. Auch für Hashtags, die mit # gekennzeichneten Schlagwörter auf Twitter, können solche Gruppen angelegt werden (wenn ich also die Tweets zu den Protesten gegen die Internetzensur oder die Geschehnisse im Iran beobachten möchte, lege ich eine Spalte mit dem hashtag #zensursula bzw. #iranelectionTipp für Nicht-Twitter-Nutzer: man kann diese Hashtags bzw. die Twitter-Search-Abfragen auch als RSS-Feed abonnieren, ohne selbst bei Twitter angemeldet zu sein. Dann liest man die Tweets in seinem Feedreader.) an usw.).

Ich war sehr gespannt, wie das wohl auf dem iPhone umgesetzt sein wird, und kann sagen, es ist geradezu genial gelungen, die Komplexität des Desktop-Clients in der mobilen Anwendung umzusetzen. Großartige Usability. Und das beste: man kann die iPhone-App von Tweetdeck mit dem Desktop-Client (über einen Tweetdeck-Account) synchronisieren.

Weitere Screenshots auch bei Mashable, die ihren gestrigen Ankündigungsartikel TweetDeck for iPhone Launches mit dem vollkommen berechtigten Lob…

We’ve previewed the upcoming iPhone application at Mashable and can confirm that it’s quite stunning, bringing TweetDeck’s beloved columns and gorgeous interface to the small screen.

…aktualisiert haben. Zum Download der Anwendung einfach im App-Store nach Tweetdeck suchen, downloaden und staunen. Natürlich werde ich diese großartige Anwendung in meine iPhone-Site aufnehmen, auf der ich kontinuierlich gute Software und Tipps für das beliebteste mobile Endgerät vorstelle.

Bluesky, Software
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