Blogs als verlässliche Filter
In der Tat haben Weblogs ihre unschätzbaren Vorteile. […] dass Leser die Subjektivität und Parteilichkeit der Blogger häufig der scheinheiligen Objektivität und Ausgewogenheit der klassischen Presse vorziehen würden. Weblogs brechen die hohle Pose der massenmedialen Realitätskonstruktion mit ihrer ausgeleierten Sprache auf. Blogs liefern wunderbare Echtzeit-Kritik und oder erweisen sich als verlässliche Filter.
Wohltuend sinnvolle Einschätzung der Vor- und Nachteile von Blogs durch Robin Meyer-Lucht im perlentaucher.
[via it&w]
Fach-Blogs als Infoquelle
So umfassend das Informationsangebot aus der Blogger-Welt auch ist, so stellt sich im Vergleich zu klassischen Wissensquellen wie Büchern, Studien und Medien doch die Frage der Verlässlichkeit der Inhalte. Gemeinhin gilt, dass Informationen von Blogs mit Vorsicht zu geniessen sind.
schreibt Claude Settele in seinem heutigen Artikel „Fach-Blogs im Internet als neue Informationsquelle“ in der NZZ.
Ich staune immer wieder über dieses beharrlich vorgetragene Argument, dass im Internet gefundene Informationen stets mit Vorsicht zu geniessen seien. Natürlich müssen sie das. Aber das müssen sie doch immer! Jede seriöse wissenschaftliche Arbeit, oder einfach nur der gesunde Menschenverstand, zeigt doch aber auch, dass in Büchern, Studien und erst recht in den Medien vorgefundene Informationen ebenso stets hinterfragt werden müssen, und dass man immer Informationen verifizieren muß und Quellen gegenchecken muß. Das gilt für (Fach-)Blogs, das gilt für Statistiken und Studien (die man nicht selbst gefälscht hat) und das gilt für Bücher.
[via netbib]
Gesichtstransformationen




Mit dieser Seite kann man jemanden einen Schrecken einjagen, indem man dessen Gesicht in zahlreichen, teilweise doch recht unvorteilhaften, Varianten mit einer auf Java basierenden Anwendung deformiert: Face Transformer.
In meiner unendlichen Selbstlosigkeit hab ich natürlich erstmal mich als Opfer genommen, und muß sagen, dass ich schon etwas geschockt war, aber auch kräftig lachen mußte. Und gut zu wissen, wie man mal im Alter aussehen wird…
Um zu sehen, was El Greco, Botticelli & Co aus mir gemacht haben, gibt es den Kontaktabzug hier (122 kb, Originalfoto unten rechts).
[via akadeMix]
Text & Blog und der BlogvisionSongContest
Ich mag eigentlich keine Kettenbriefe (und auch keine kettenbriefähnlichen Aktionen), aber ich habe mich sehr über das Stöckchen gefreut, dass mir von Mike (alias screwtape’s) zugeworfen wurde, und daher antworte ich dann doch. Danke, Mike, für’s Zuwerfen, fühle mich geehrt!
1. Wie viele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert ?
Genug, und das Beste kommt stets zum Unterwegshören auf meinen iriver iFP-195TC.
2. Die letzte CD, die du gekauft hast?
jens friebe: vorher nachher bilder
3. Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?
Leider keines, das letzte davor war „angels & insects“ von casa electro novo.
4. Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre?
Momentaufnahme:
1. gordon lightfoot – beautiful
2. quarks – i walk
3. blondie – atomic
4. mia – sonne
5. depeche mode – question of lust
5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?
Es ist ja mittlerweile schon fast der interessantere Teil dieses Spiels überhaupt noch jemanden zu finden, der die musikalischen Fragen noch nicht beantwortet hat. Google liefert momentan 345 Treffer für „Wie viele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert“. Ich habe das mir zugeworfene Stöckchen in drei gleichgroße Stücke zerbrochen und werfe es den folgenden Menschen zu, von denen ich a) denke, dass Sie noch nicht geantwortet haben und bei denen es mich b) interessiert, was sie wohl antworten werden:
filapper | glowinginthesun | tommy
Update 13.3.05: filapper hat das Stöckchen von mir leider nicht angenommen, jetzt aber immerhin dieses aufgenommen.
Oscar-Blog

Der Produzent der Oscar-Verleihung berichtet täglich über die Vorbereitung des Filmspektakels: in Oscar Night: Producer’s Blog. Es fehlen zwar die wesentlichsten Merkmale eines Blogs (Kommentare etwa sind nicht möglich), aber interessant zu lesen ist es allemal, mit was sich der Producer vor solch einem riesigen Spektakel alles beschäftigen muß.
[via Octavio Rojas]
Die Oscar-Verleihung (kommende Sonntag- auf Montagnacht) wird dieses Jahr in veränderter Form moderiert von dem Komiker Chris Rock.
Sie sagten Nein, Ich sage Ja
Interessantes Projekt aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz: Man denkt sich etwas aus und mit bis zu 20 Fragen versucht die Seite 20q.net das Gedachte zu erraten.
Bei meinem „Schnürsenkel“ brauchte die KI allerdings 28 Fragen und hat mich dann -teilweise zurecht- auf falsche Beantwortungen der gestellten Fragen hingewiesen:
Sie dachten an ein Schnürsenkel.
Ist es kleiner als ein Golfball? Sie sagten Nein, Ich sage Ja.
Bekommt man es in einer Packung? Sie sagten Irrelevant, Ich sage Ja.
Kann man etwas hineintun? Sie sagten Ja, Ich sage Nein.
Schwimmt es? Sie sagten Vielleicht, Ich sage Nein.
Verwendet man es während der Arbeit? Sie sagten Ja, Ich sage Nein.
[via it&w]
Voces Inocentes


Viele fragen mich, welches der beste Film auf der Berlinale war: für mich war es „Voces Inocentes“ (dt.: „Unschuldige Stimmen“) des Mexikaners Luis Mandoki. Der Film lief im Kinderfilmfest und beruht auf den Erlebnissen des Drehbuchschreibers Oscar Torres , der als Kind die Zwangsrekrutierung 12-jähriger Kinder im Bürgerkrieg in El Salvador erleben mußte.
„Voces Inocentes“ wurde auf der Berlinale mit dem Gläsernen Bären als bester Film im Wettbewerb 14plus ausgezeichnet. Siehe hierzu auch die netzeitungs-Meldung „Zugeschnürte Kehlen mit «Innocent Voices»„.
Der Film hat bereits einen deutschen Verleih (Solo-Film) und wird ab 02.06.2005 in Deutschland in die Kinos kommen.
Die NZZ über den Film:
Diese als Eröffnungsfilm der Reihe «14 plus» gezeigte mexikanische Produktion ist inhaltlich und stilistisch einer der herausragenden Beiträge und könnte in Zukunft zu den Klassikern des Antikriegsfilms zählen.
Spanischsprachige Homepage: vocesinocentes.com

