Open Access: «Schaufenster der Wissenschaft»

Klaus Graf: «Open Access nicht nur aus Kostengründen»
Besser kann man über «Open Access» (OA) nicht informieren.

OA-Publikationen richten sich damit prinzipiell nicht nur an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch an Bürgerinnen und Bürger, die sich für Wissenschaft interessieren oder in wissenschaftlichen Publikationen Rat und Hilfe suchen. Nicht zu vergessen die Wissenschaftsjournalisten, die in OA-Publikationen Primärtexte finden, oder die Praktiker, denen OA-Beiträge oder OA-Daten Problemlösungen bieten.

OA ist daher das beste «Schaufenster der Wissenschaft».

Informationskompetenz, Literatur

Web 2.0-Zug für Bibliotheken

Noch ist der Web 2.0-Zug für Bibliotheken nicht abgefahren:
Was mit «Web2.0» oder «Bibliothek 2.0» gemeint ist, habe ich ja schon mehrfach beschrieben (z.B. hier). Im nun zitierten Blogeintrag «On the L2 Train» bringt John Blyberg (Ann Arbor District Library) das Thema «Library 2.0» (L2) und den mit der Weiterentwicklung des Internets dringend erforderlichen Handlungsbedarf der Bibliotheken auf den Punkt:

When it comes to providing twenty-first-century content, libraries are coming to the race a day late and a dollar short. That’s why L2 has come on like a freight train. […]
Libraries are going to be left out cold. That is fact. I believe that libraries are on the threshold of a major crisis. It’s a crisis that we can definitely adapt to – if we start now.
The solutions are not all technical, either. I see library programming and community outreach as a big part of the solution.

Bibliothek 2.0, es gibt viel zu tun, packen wir’s an.

Informationskompetenz, Literatur

Riesenlärm um Web 2.0

«Data is the Next Intel Inside.»

Cooler Spruch (von Tim O’Reilly). Aber der überaus lesenswerte Artikel «The Hype and the Hullabaloo of Web 2.0» der Bibliothekarin und Informationsexpertin Ellyssa Kroski auf ihrem Blog Infotangle hat viel mehr zu bieten: Ein sachlicher und kritischer Streifzug durch aktuelle Web(2.0)-Tendenzen (Trend? Hype?). – Web 2.0, Social Software, Blogs, Tagging? Wem diese Wörter nichts oder nur wenig sagen, der sollte den kompletten Text ausdrucken und lesen. Wer glaubt, er wisse schon alles über diese Begriffe, der sollte den Text erst recht lesen.

The new generation Web offers a two-way communication with the user, one that involves both reading and writing. No other technology demonstrates this better than the blog. «If an essential part of Web 2.0 is harnessing collective intelligence, turning the web into a kind of global brain, the blogosphere is the equivalent of constant mental chatter in the forebrain, the voice we hear in all of our heads».

Weitere Infos zu Web 2.0: Quellensammlung bei Dr. Web und Linkliste im MedienWiki.

[via Henning Manske per Mail. Danke für den Tipp.]

Artikel, Informationskompetenz, Internet

Open Access und Reputation

Wissenschaftliche Veröffentlichungen werden nur dann via Open Access umgesetzt werden, wenn sie auch zur Reputation der WissenschaftlerInnen beitragen. Somit behandelt der Artikel «Open Access and Reputation» ein zentrales Thema der Open-Access-Bewegung.

While peer review continues to be the principal mechanism that’s widely used for quality control in academic research and scholarship, quantitative methods are also available. The most widely used methods have been based on statistical analyses of citation data (counts of the number of times a particular article is cited by others). Michael Day (13) has reviewed the current status of such methods. When used appropriately, they supplement qualitative approaches to the evaluation of the research output of groups or individuals.

Gleich zweifach interessant ist dieser in der Zeitschrift Copyright erscheinende Artikel, denn neben seinem Inhalt beeindruckt er durch seine Entstehungsform: Er wird wikibasiert gemeinschaftlich und für alle offen zugänglich verfasst und nach positivem Peer Review veröffentlicht.
[via Open Access News]

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Thalia-Forderung nach Kostenbeteiligung

Deutschlandradio über die dreist anmutende Forderung der Buchhandelskette Thalia: «Verlage sollen sich an Filial-Eröffnungen beteiligen». Ein Lehrstück in Sachen Machtposition rund ums Buch.

Die Buchhandelskette „Thalia“ will Verlage auch an den Kosten bei Umbauten und Neueröffnungen von Filialen beteiligen. Das – so der Geschäftsführer von Thalia, Michael Busch – könne die Vertriebskraft des Buches stärken. Die Kritik an dieser Idee wies Busch zurück, schließlich gehe es nicht um reine Baumaßnahmen, sondern darum, gemeinsam die Mittel zu bündeln, um mehr Bücher zu verkaufen.

Beitrag anhören: mp3 (10:56 Minuten)
Weitere Artikel:
Die Welt, 7.11.05: «Der Bock als Gärtner»
Weblog Momo Evers, 8.11.05: «Verdrängung kleiner Sortimenter: Thalia fordert von Verlagen Bargeld gegen gute Titelpositionierung im Buchhandel»
FAZ, 21.12.05: «An der Rabattgrenze»

Artikel, Literatur, Radio

PsyDok – Volltextserver Psychologie

Ulrich Herb über den Volltextserver PsyDok der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek:
«PsyDok: electronic full-text archive for psychological documents»:

The Saarland University and State Library (Saarlaendische Universitaets- und Landesbibliothek SULB) runs the Special Subject Collection Psychology which is part of an information system for the supra-regional literature supply in Germany. With the increasing opportunities for electronic information the following question emerged for the Special Subject Collection: how can a contribution to the availability and preservation of electronic documents particularly with regards to grey literature be made? Giving an answer SULB established the repository PsyDok in autumn 2002. PsyDok is one of the few subject-specific digital repositories in Germany. It is a registered data provider of the Open Archives Initiative (OAI) and certified by the German Initiative for Networkinformation (DINI), which developed a variety of standards digital repositories have to comply with to achieve this mark of quality.

Die Fachreferentin für Psychologie an der SULB, Eva Elisabeth Kopp, hat den Volltextserver PsyDok in der letzten Woche auf dem Workshop «Vom Projekt zur Routine – Kontinuierlicher Nachweis und Archivierung digitaler Informationsobjekte im System der überregionalen Literaturversorgung» an der Stabi Hamburg vorgestellt.
[via SciDok / RSS]

Hamburg, Literatur, Saarland

Firefox-Nutzung steigt weiter

Grafik zur Firefox-Nutzung, www.xitimonitor.com
Auch wenn mir die Zahlen etwas zu hoch scheinen, freuen würde es mich doch, wenn dem so wäre:
«Firefox: Marktanteil klettert in Europa über 20 Prozent» betitelt golem.de die Meldung zur französischsprachigen Marktanalyse von XiTi-Monitor.
Auch wenn man den absoluten Zahlen mißtrauisch gegenüberstehen kann, so stimmt doch die Entwicklung -auch die Skeptiker unter uns- positiv: Wurden im September 2005 noch 25 %-Firefox-Anteil für Deutschland gemessen, ist die aktuelle Zahl der Nutzer des „guten Browsers“ in deutschen Landen schon bei über 30 %! Wow.

Artikel, Internet
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