International Semantic Web Conference 2006

International Semantic Web Conference 2006
Harald Sack hatte ja schon live, kontinuierlich und ausführlich von der Tagung
«International Semantic Web Conference 2006» in seinem Blog ….more semantic! berichtet.
Nun bin ich heute bei Andreas auf Leo Sauermann vom DFKI Kaiserslautern gestoßen, der auch an der Internationalen Semantic Web Tagung in Athens/USA teilgenommen hatte, und diese in einem Artikel rückblickend zusammenfasst: «Die Kombination aus wohlfundierter und cleverer Semantic Web Theorie und Web 2.0 Pragmatismus wird den Ton angeben.». In den Zwischenüberschriften liest man:

Die Konvergenz von Semantic Web und Web 2.0 ist seit einigen Monaten in aller Munde. Wie sieht die Community diesen Trend? Worauf ist besonders zu achten?
[…]
In der Semantic Web Community war in den vergangenen Monaten eine gewisse Ernüchterung über die technologische Machbarkeit eines Semantic Web zu spüren. Wie ist die aktuelle Stimmung?

Weiter im Artikel von Leo Sauermann.

Artikel, Internet

Rechtsfragen von Open Access

Klaus Graf informiert auf Archivalia ausführlich in einem zusammenfassenden Posting über «Rechtsfragen von Open Access». Er geht dabei vor allem auf das Recht des Autors auf Selbstarchivierung ein:

Hat ein Autor das Recht, seinen gedruckt veröffentlichten oder zum Druck vorgesehenen Beitrag parallel kostenfrei im Internet nach den Grundsätzen von „Open Access“ („Selbstarchivierung“) zu veröffentlichen?

Und er äußert sich zu Lizenzfragen:

Obwohl immer wieder übersehen wird, dass OA nicht nur kostenfrei meint, sondern auch die Beseitigung von „permission barriers“ (Peter Suber), muss deutlich gesagt werden, dass nur wissenschaftliche Beiträge unter einer freien Lizenz wirklich OA sind.

Internet, Literatur

Weltschauspieler Olli Dittrich und die 50

Dittsche: Prost 50! Die Schlagzeile «„Dittsche“ feiert seinen 50. Geburtstag» ist so nicht korrekt, da Deutschlands bekanntester Arbeitsloser doch erst 41 Jahre alt ist, wie man an den Einblendungen zu Beginn der Dittsche-Folgen sehen kann, aber dem Dittsche-Darsteller, Olli Dittrich, ja dem darf man heute (zugegeben auf den letzten Drücker) getrost zum Fünfzigsten gratulieren. Ollie, du bist ’n Titaaan, ein Weltschauspieler. Bist n‘ reiner Guuhder.

TV

Wikipedia in China wieder gesperrt

Chinesische Wikipedia Nachdem die New York Times letzte Woche bereits über teilweise Blockaden der chinesischen Wikipedia berichtet hatte («China Lifts Wikipedia Ban, but Some Topics Remain Blocked»), melden heute heise und netzeitung in Bezug auf eine CNN-Meldung («Wikipedia blocked again in China»), dass der Zugang zur chinesischen und englischen Wikipedia in China wieder komplett gesperrt wurde. Zu den Gründen der erneuten Sperrung schreibt die netzeitung:

Grund für die erneute Sperre könnten Wikipedia-Artikel über für China heikle Themen wie Tibet und Taiwan sein.

Internet, Politik

Was Sie schon immer über Web 2.0 wissen wollten…

Die eLearning-Expertin Anja C. Wagner (eduFuture) hat eine nette «Anleitung zu Web 2.0» in mehreren Formaten (als Video, als Podcast, als Folien) bereitgestellt, die jedem und jeder auf leicht nachvollziehbare Art deutlich macht, was es mit Web 2.0 auf sich hat und warum es sich lohnt hier Vorbehalte gegenüber Neuerungen im Netz abzubauen.

In 20 Minuten ein Gefühl für Web 2.0 zu vermitteln – mit ersten Grundkenntnissen und charakteristischen Wordings des neuen Web 2.0-Zeitalters.

Das sind 20 gut investierte Minuten. Zielgruppe: Alle Menschen, denen das Internet beruflich oder privat etwas bedeutet und vor allem jene, die – sei es aus Trägheit oder aus Naivität – denken, man könne heute im Internet einfach so weiter machen wie die letzten 10 Jahre.
Als Freund der bewegten Bilder empfehle ich meinen Lesern aus dem Strauß an Medienformaten, die Anja C. Wagner für ihre Anleitung anbietet, den navigierbaren Screencast. Also bitte hier entlang:
«Was Sie schon immer über Web 2.0 wissen wollten, aber nie zu fragen wagten».

[via BildungsBlog]

Informationskompetenz, Internet

Neugestaltung El País & Interview Matt Mullenweg

ELPAIS.com - Screenshot Die Sonntagsausgabe der spanischen Tageszeitung El País gibt heute weitere Informationen zur morgen startenden neuen Version ihres Online-Auftrittes: «La ‚web‘ de EL PAÍS cambia de nombre, estrena diseño y da más protagonismo a los usuarios».

In dieser Überschrift sind auch die wesentlichen Informationen zum Wandel enthalten:

  1. Neue Adresse: aus elpais.es wird elpais.com, wobei die alte Adresse auf die neue umleiten wird.
  2. Neues Design: wichtigste Änderung: statt bisher vertikalem wird es ein horizontales Menü geben, und die Seitengestaltung wird breiter: von 800 auf 1024 Pixel Breite.
  3. Und die wichtigste Neuerung (wie gestern schon berichtet): Die Partizipation der Leser durch Blogs (man darf auf die Umsetzung und die Teilnahme gespannt sein).

Ach, und noch was Nettes aus der „alten“ El País: Ein lesenswertes Interview mit dem 22-jährigen Matt Mullenweg, dem Chefentwickler und Initiator von WordPress, der Blogsoftware, mit der auch ich gerade diese Zeilen schreibe: «Los bloggers deberían aspirar a cumplir las normas éticas de los medios tradicionales».
Dort erzählt er unter anderem, warum er sich nicht hat von Yahoo! kaufen lassen und dass er das Antispam-Tool Akismet geschrieben hat, weil auch seine Mutter ein WordPress-Blog betreibt und er die Mutti vor unliebsamem Spam beschützen wollte.
Matt ist derzeit in Spanien, weil er an dem prominent besetzten und heute in Sevilla zu Ende gehenden spanischen Bloggerkongress «Evento Blog España» teilnimmt.

Artikel, Internet, Spanisch

El País ab Montag mit Blogs

EL PAIS.com - Screenshot des Redesigns

Man beachte die neue Menü-Leiste: oben rechts (graphische Hervorhebung durch mich) mit Blogs und Participa!

El País holt ab Montag die Leser mit an Bord. Gestern ist der Webentwicklungsabteilung aus dem Hause Prisa versehentlich eine Testversion des Redesign-Entwurfs für die neugestaltete El País-Site rausgerutscht. Ein findiger Online-Besucher, Jeremias, hat sofort das nur für wenige Minuten zu sehende Ergebnis in einem ausführlichen Screenshot festgehalten und bietet ihn auf flickr zur Ansicht an.

Lesermeinung ist gefragt: Opine en los Blogs Doch die gestalterischen Veränderungen sind eigentlich nicht das Spannende an der Angelegenheit, sondern die neue medienstrategische Ausrichtung der wichtigsten spanischen Tageszeitung. Es werden Blogs und weitere «Web 2.0»-Funktionalitäten in das Portal eingebunden, das ab Montag auch unter der neuen Domain elpais.com erreichbar sein wird. Die Abonnenten der Zeitung wurden mit diesem Text auf den für Montag, den 20.11.2006, anstehenden Wechsel vorbereitet:

„Estimado suscriptor:
Tenemos el placer de comunicarle que el próximo 20 de noviembre ELPAIS.es pasará a ser ELPAIS.com. Inauguramos una nueva etapa donde la noticia se abre a la opinión de los internautas, y se incorporan más recursos multimedia para que la información se pueda ver, escuchar, ampliar, comentar, enriquecer y contrastar desde múltiples puntos de vista. (…)

Quelle des Zitats: Arsenio Escolar, Chef der On- und Offline-Zeitung 20minutos.es, der nicht ganz zu unrecht die Frage stellt, ob «El País» damit das Erfolgsrezept von 20-Minutos imitiert: «¿elpais.es nos imita?». 20minutos.es habe ich diese Woche ja schon einmal wegen der Zusammenlegung von Online- und Print-Redaktion erwähnt.

Meiner Meinung nach macht El País damit das einzig Richtige, um den Anschluss an die Veränderungen der Medienlandschaft durch das Internet nicht zu verpassen und öffnet sich seinen Lesern und Leserinnen. Die im obigen Screenshot graphisch von mir hervorgehobenen Menüpunkte Blogs und Participa (dt: nimm teil) läuten damit eine neue Epoche in der Geschichte der Tageszeitung ein, die so alt ist wie die spanische Demokratie in der Nachfrancozeit.

Was die aktuellen Veränderungen für die Abonnenten von El País bedeuten, deren Sektion im Portal ab Montag ELPAISPlus heißen wird, erläutert Chiqui, der offensichtlich Zugang zu internen Informationen hat.

[via Así no son las cosas]

Internet, Spanisch

SELFHTML goes Web 2.0

SELFHTML als Wiki Seit über 10 Jahren ist SELFHTML eine verlässliche Referenz für alle Menschen, die Websites gestalten. Man kann dort schnell die Syntax eines HTML- oder XHTML-Konstruktes nachschlagen oder sich systematisch in neue Themen der Webprogrammierung einarbeiten.
Vom Informatiker Stefan Münz 1995 als zunächst alleinigem Autoren gegründet, ist das Projekt im Lauf der Jahre durch weitere Mitglieder verstärkt worden.
Nun plant SELFHTML einen wichtigen Schritt: die SELFHTML-Referenz soll in ein Wiki integriert werden und zukünftig dort gemeinschaftlich weitergeführt werden.
Stefan Münz erläutert im Blog die Hintergründe: «Das SELFHTML-Wiki stellt sich vor».
Im Wiki selbst wird klargestellt, wie die Partizipation der Nutzer an der Weiterentwicklung von SELFHTML aussehen wird, und was gleich bleibt:

Informationskompetenz, Internet, Webdesign
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