Kleines Wandsbeker Kaffeeglück

Ich freue mich an diesem Freitagnachmittag in Wandsbek nun auf zwei mal Bienenstich und ein mal Himbeer-Mascarpone.

Ich freue mich an diesem Freitagnachmittag in Wandsbek nun auf zwei mal Bienenstich und ein mal Himbeer-Mascarpone.
Schöner Artikel in der Schwäbischen Zeitung über die Arbeit des Textverarbeitungsbüros „Satz für Satz“ von Barbara Reischmann in Leutkirch.
120 bis 150 Bücher setzt Barbara Reischmann Jahr für Jahr. Tausende von Titeln sind das mittlerweile mit Millionen von Exemplaren, und in jedem einzelnen steht im Impressum: „Satz: Satz für Satz. Barbara Reischmann, Leutkirch.“ Viele davon werden zu Bestsellern: Orhan Pamuks Texte sind durch ihre Hände gegangen, Elias Canetti und Antonio Tabucchi, Jostein Garder und Hannah Arendt, T. C. Boyle und Ana Gavalda. Und natürlich Hape Kerkelings drei Millionen Mal verkauftes Werk über den Jakobsweg.
Schade, und beinahe ein bisschen tragisch, dass der Artikeltext der Schwäbischen Zeitung (zumindest in der Online-Ausgabe) alles andere als wohl gesetzt ist. Und Frau Reischmann, deren Auftragslage sich laut eigener Aussage sehr gut darstellt, ist bei der Generierung von Aufträgen ganz offensichtlich nicht auf ihre Website angewiesen, denn die ist weder ansprechend noch nutzerfreundlich und keinesfalls textorientiert umgesetzt, sondern eher ein Ärgernis. Provisorisch, unvollständig und jedenfalls nicht dazu angetan dieser Textagentur zu einem neuen Auftrag zu verhelfen.
Was dabei herauskommt, wenn 60 belgische Mädchen und Frauen zwischen 14 und 24 Jahren geleitet von den beiden Kolacny Brothers ein Lied der Ärzte singen, kann eindrucksvoll in diesem Video begutachtet werden:
Scala & Kolacny Brothers: «Schrei nach Liebe»
Direktlink YouTube
Ihr neues Album Paper Plane kann frei aus dem Netz heruntergeladen werden. Weitere Infos bei Danilola, dem ich sehr, sehr dankbar bin für diesen wunderbaren Tipp.
Direktlink YouTube
«Ein Hotdog unten am Hafen» ist das Lied von Element Of Crime für den neuen Leander Haussmann-Film «Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe» (HQ-Trailer und ausführliche Film-Info auf YouTube).
Guter Song, wenn er auch nicht an meine EoC-Favoriten «Weißes Papier» und «Michaela sagt» heran kommt. Aber ’n schönes Hamburg-Lied, in der Tat.
Schön wenn man liebt, was Mutter Natur einem gibt.

Wortwolke aus den Kommentaren zum Freitagstexter erstellt mit Wordle.
Eines vorneweg: diese Freitagstexter-Ausgabe kennt ausschließlich Gewinnerinnen und Gewinner. Das steht schon mal fest. Punkt. Was für eine wahnsinnige Kreativität und Ausdauer habt Ihr an den Tag gelegt. Soweit ich die Geschichte des Freitagstexters zurückverfolgen konnte, gab es noch nie so viele Texteinreichungen: 141 an der Zahl (Trackbacks und Bemerkungen abgezogen). Rekord! Das geht mächtig in die Annalen des Freitagstexters ein.
Die Spielregeln besagen jedoch, es muss einen Gewinner oder eine Gewinnerin geben. So habe ich mich notgedrungen und selbigen gehorchend durchgerungen aus den größtenteils hochrangigen Textbeiträgen einen heraus zu heben. «Der Mensch braucht das „Erscheinungswunder“», steht in dem weiter unten zur Begriffserklärung des Gewinnertextes verlinkten Wikipedia-Artikels. So brauchte auch ich beinahe ein Erscheinungswunder, um aus der Fülle der guten Vorschläge meinen persönlichen Favoriten zu küren. Doch will ich Euch – das gebietet auch die hohe Kommentarzahl – gerne über den Sieger hinaus wissen lassen, wer es aus den 141 Kommentaren in die TOP 10 geschafft hat, aus der ich schließlich den besten Fototext ausgewählt habe:
Den Spannungsbogen aufbauend, obwohl jetzt die Ungeduldigen sicher gleich nach unten schauen, hier meine TOP 10, in bis zur Spitzenposition aufsteigender Reihenfolge: …
Mehrere Bundesländer wollen die Künstlersozialversicherung abschaffen (siehe Meldung AFP). Die Literaturübersetzer haben mit einem Protest reagiert. Soeben habe ich die entsprechenden Meldungen auf die Website des VdÜ gestellt:
Frontalangriff auf Kulturstandort Deutschland: Länder wollen Künstlersozialversicherung abschaffen
Die deutschen Literaturübersetzer protestieren aufs schärfste gegen die von den Ländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein am 8.9. in den zuständigen Ausschüssen des Bundesrates beschlossene Empfehlung, „dass die Künstlersozialversicherung abgeschafft oder zumindest unternehmerfreundlich reformiert wird“ (Bundesratsdrucksache 558/1/08).
Die Künstlersozialversicherung ist eine seit 25 Jahren bewährte kulturpolitische Errungenschaft, die den Künstlern und Urhebern, deren monatliches Durchschnittseinkommen immer noch bloß 1000 Euro beträgt, ein Mindestmaß an sozialer Absicherung ermöglicht.
Es ist empörend, wenn der deutsche Bundesrat es für Wirtschaftsförderung hält, Künstler und Urheber ins soziale Abseits zu stellen und der Armut zu überlassen. Die Literaturübersetzer erwarten, dass diesem Frontalangriff auf den Kulturstandort Deutschland und seine Kulturschaffenden in der bereits für den 19.9. angesetzten Bundesratsabstimmung über die Empfehlung eine klare Absage erteilt wird.
Der Vorstand des VdÜ/Bundessparte Übersetzer in ver.di
i.A. Claus Varrelmann
Die entsprechende Pressemeldung gibt es als PDF auf der VdÜ-Website in der Rubrik Presse oder direkt hier.
Update 10.9.08, 15:50 Uhr: Es wird zwar schon wider zurückgerudert und von bedauerlichen Mißverständnissen gesprochen (ja ja! – wer’s glaubt…?!), aber eines bleibt klar: Es war wichtig von den zahlreichen Stellen gegen diesen Schwachsinn schnellstens und unmissverständlich Protest einzulegen! [Ende Update]

Wie hier bereits angekündigt, soll noch einmal von der lustigen Draisinentour berichtet werden, von der auch weitere Teilnehmer bereits in ihren Blogs geschrieben haben.
Von Berlin aus waren wir zu Acht mit dem Regionalzug nach Jüterbog aufgebrochen, um von dort aus mit zwei Fahrraddraisinen ins ca. 15 km entfernte Jänickendorf zu draisinieren (das Dorf kommt in echt ungefähr so rüber wie seine Homepage, womit diese als authentisch zu bezeichnen wäre). …
Wie heute Nacht schon getwittert: Softwaremäßig sicherlich DIE gute Nachricht des Wochenendes. Die fabelhafte Textverarbeitungs- und Office-Software von OpenOffice.org ist seit diesem Wochenende in einer Vorabversion (3.0 RC1) herunterladbar: «OpenOffice.org 3.0 ist fast fertig». Golem schreibt zu einer der neuen Funktionen, auf die ich am meisten gespannt bin:
Eine weitere wesentliche Neuerung ist der PDF-Import, mit dem sich existierende PDF-Dateien verändern lassen, auch wenn die originale Quelldatei nicht mehr vorhanden ist.
Hier gibt es die noch aktuelle Version 2.41 und die neue Release Candidate 1 der 3.0.: de.openoffice.org.
[Update 17:15 Uhr: Für den PDF-Import braucht man zusätzlich die PDF Import Extension [Beta]. Die gibt es für Windows, Mac, Linux und Solaris.]