Spanisch

Spanischsprachiges

Aufnahmen der Kanaren in Google Earth manipuliert?

Google Maps Screenshot Costa Calma/Fuerteventura
Falls das stimmt, wäre es ein echter Skandal: Die Partei «Los Verdes – Partido Verde Canario» (Die Grünen auf den Kanaren) beschuldigen die Kanarische Regionalregierung bei Google den Austausch von Satellitenaufnahmen erwirkt zu haben.
Während man auf Bildern vom 18.07.2006 noch die Verschandelung der Landschaft durch Bebauung sehen konnte (aus dem Oktober 2005), sind auf den Bildern am 28.07.2006 plötzlich nur noch alte Aufnahmen (aus dem Jahr 2000 oder 2002 ?) von ehemals unbebauten Flecken der Costa Calma in Fuerteventura zu sehen. Gegenüberstellung der Bilder siehe Bericht «Los Verdes». Bei Google Maps gibt es online zur Zeit folgendes Bild (Stand 30.07.2006) der noch unbebauten Küste zu sehen.

Ich möchte ausdrücklich betonen, daß ich nicht weiß, ob die formulierten Vorwürfe der Grünen in der Sache korrekt sind. Meine persönliche Meinung ist jedoch, daß es ein unglaublicher Skandal wäre, wenn hier Bildmaterial aus politischen Gründen ausgetauscht worden wäre, um etwa Umweltsünden vor den im nächsten Jahr stattfindenden kanarischen Regionalwahlen zu vertuschen.
Man sollte die Geschichte weiter verfolgen, ich werde auf jeden Fall über den Fortgang berichten. Momentan liegen mir leider nur spanischsprachige Quellen vor, die ich hier gerne angebe:
Nachricht gelesen bei Mangas Verdes: «Canarias, manipulada en Google Earth»
Stellungnahme «Los Verdes»
Canarias Ahora .com: «Google Earth reemplaza las imágenes actuales de las Islas por otras de 2002»

[via Mangas Verdes]

Internet, Politik, Spanisch

Aznar überholt Bush und Attila

Spaniens Ex-Ministerpräsident José María Aznar, für mich neben dem unsäglichen hessischen MP Roland Koch eine der lächerlichsten und machtverbissensten politischen Figuren der aktuellen politischen Zeitgeschichte, hat der BBC im Programm «Hard Talk» ein Interview gegeben, wo er sagen darf, wie er gegen den Terror in der Welt vorgehen will und warum seine Partei (Partido Polular) die Wahlen in Spanien verloren hat. Schade, daß Josef Maria in dem BBC-World-Online-Video (realplayer, 23min19sec) nicht untertitelt wurde, sein Englisch ist etwas, sagen wir mal, eigenartig und für den nicht geschulten Aznar-Zuhörer schwer zu verstehen. Akustisch und inhaltlich.
Das spanische Blog «Guerra Eterna» (dt.: «Ewiger Krieg») sagt aus Anlaß dieses Interviews über Aznar:

Aznar no sólo está ya a la derecha de Bush, sino que quizá haya superado a Atila, rey de los hunos.

(dt: Aznar ist nicht nur rechter als Bush, sondern er hat vielleicht sogar schon Attila, den Hunnenkönig, überholt)

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer meine Quelle für diese Nachricht, das – wie immer – empfehlenswerte Blog escolar.net des spanischen Journalisten Ignacio Escolar.

Politik, Spanisch, Video

Motivation beim Gemeinschaftlichen Indexieren

Wenn Menschen gemeinsam Inhalte erschließen, sei es in online-Diensten wie flickr oder del.icio.us, sei es – in Zukunft – in Bibliothekskatalogen oder Virtuellen Fachbibliotheken, lautet eine zentrale Fragestellung: Wie verschlagwortet man die Inhalte, um ein sinnvolles Präsentieren des gemeinsam zusammengetragenen Wissens zu ermöglichen?

Javier Cañada hat sich über eben dieses Thema, das «Social Tagging» (Gemeinschaftliches Indexieren), wertvolle Gedanken gemacht:
«Tipologías y estlos en el etiquetado social» (in automatischer Google-Übersetzung auf englisch, natürlich – was die Qualität der Übersetzung anbelangt – mit Vorsicht zu genießen, zum Grundverständnis der Inhalte reicht es jedoch).

La motivación de las personas al etiquetar un contenido en un sistema de tagging social condiciona la eficiencia del sistema para el colectivo de usuarios. Tenemos asumido como un axioma que la suma de comportamientos individuales “democratiza” y beneficia al sistema general. Sin embargo, no en todos los sistemas hay diversidad homogénea de taggeadores ni las sumas son siempre normalizantes. Al contrario, hay estilos muy marcados de tagging y hay entornos que funcionan mejor o peor precisamente porque en ellos predomina uno u otro estilo de tagging.

Javier Cañada stellt vier Typologien von Verschlagwortungen vor, jeweils unter der Prämisse, welche Motivation haben die Verschlagworter und welchen Dienst erweisen sie damit der Gemeinschaft („beneficio social“). Neben dem Grundsatz, je egoistischer die Motivation, desto geringer der Gemeinnutzen, gibt es interessante Zwischenstufen. Sehr lesenswert (auch die Diskussion).

Internet, Literatur, Spanisch

Spanische Dissertation über Websites aus der Infowissenschaft

Hugo Pardo - Titelgraphik Doktorarbeit
Hugo Pardo hat 64 institutionelle Websites aus dem Bereich der spanischsprachigen Informationswissenschaft untersucht und das Ergebnis im Rahmen seiner Doktorarbeit „Un modelo de aplicación web institucional universitaria. El caso de los webcom: webs de facultades de comunicación de Iberoamérica“ präsentiert. Die spanischsprachige Dissertation kann auf den Seiten des «Servidor de Tesis Doctorales en Red» (TDR) als zweiteiliges pdf heruntergeladen werden. Ich zitiere aus dem englischen Abstract:

From their beginning, the doctoral thesis persecuted a high-priority objective: the design of a model of university application institutional web. For it, we were establishing specific categories that, under quality parameters, served like reference for the analisis of already existing institutional products.

Weitere spanische Disserationen (hauptsächlich in Katalonien erschienen) können auf den Seiten von Online Doctoral Thesis Server (TDX) recherchiert werden. Zur spanischsprachigen Suchmaske geht es hier, das katalanische Pendant wartet hier auf eine Recherche und die englischsprachige Suchklientel wird hier bedient.

[via eCuaderno und Hugo Pardo (digitalismo.com)]

Informationskompetenz, Literatur, Spanisch

Ana Torroja von Mecano bloggt

Ana Torroja
Wer erinnert sich noch an die spanische Gruppe «Mecano»? Die hatte 1989/90 mit «Hijo de la Luna» auch einen großen Hit in Deutschland. Für die Jüngeren, die hier mitlesen: 1990 das war damals, als Deutschland Weltmeister wurde ;-).
Die Sängerin der Gruppe, Ana Torroja, geht diesen Sommer allein auf Tournee, Titel der Tour: «La fuerza del destino» (dt.: «Die Kraft des Schicksals»). Ana schreibt über die Vorbereitungen und die Konzerte fortlaufend in ihrem noch jungen Blog: «El Blog de la Gira de la fuerza del destino».
Keine Ahnung, ob sie auf der Tour auch den Song von Mecano spielen wird, der mir am besten gefallen hat, wohl eher nicht, da nur bedingt live-tauglich. Handelt es sich doch bei «Tú» um gesungene Poesie. Das Video von «Tú» ist unfassbar kitschig, die Stimme Anas jedoch brillant. Also, Weichzeichner weggedacht und mutig das Video angeklickt, ihr werdet es nicht bereuen:

Tu, y sin ti yo no
Tu, y sin ti ya no…

Weitere Videos von Mecano auf YouTube, dem MTV der 2000er Jahre.

Internet, Musik, Spanisch, Video

Wahlausgang in Mexiko nach wie vor unklar

Zwischenstand Wahlen Mexiko
Grafik: El Universal.
Die Neuauszählung der Stimmen zur Wahl des mexikanischen Präsidenten ist mittlerweile bei 69 % angelangt. Der Vorsprung der ersten Zählung für Felipe Calderón (PAN) vor López Obrador (PRD) hat sich ins Gegenteil gekehrt: momentan (Stand Ortszeit Mexiko 17:22 Uhr) führt López Obrador mit 36.81% der Stimmen vor Felipe Calderón mit 34.64%. Eine Tendenz für den Wahlausgang ist noch nicht zu erkennen (Quelle: El universal).
Es bleibt spannend.
Wie bereits hier erwähnt berichten aktuell die Blogs ALT 1040 und Isopixel, und auf deutsch das Mexico Travelnews Blog.

Politik, Spanisch

Der Journalist als Informationskonsument

Symbolbild digitale Ressourcen
Foto: photocase.com

Prof. Margarethe Steinberger von der brasilianischen Universität «Pontifícia Universidade Católica de São Paulo» hat einen lesenswerten spanischsprachigen Artikel über den modernen Journalismus veröffentlicht: «El periodista como consumidor de información en la economía de las representaciónes digitales» (dt: Der Journalist als Informationskonsument in Zeiten digitaler Wissensressourcen). Dort heißt es etwa über die auch durch soziale Netzwerke geprägten journalistisch zu verarbeitenden Informationen:

El trabajo social realizado por medio de las intervenciones de los usuarios y de sus lecturas/intervenciones del/ no noticiario periodístico en la web es tan sólo complementado por el trabajo social del periodista. En el medio digital, ese trabajo del periodista es menos el de un productor de información, y más el de un consumidor de información.

Veröffentlicht in: Eptic On Line, v. VIII, n. 2, Mayo-ago./2006. «Revista de Economía Política de las Tecnologías de la Información y Comunicación».
Ich habe den Artikel in die Volltextdatenbank der Virtuellen Fachbibliothek cibera aufgenommen. Dort findet sich auch eine Zusammenfassung (Abstract) und der direkte Link zum Artikel als pdf.
Weitere Artikel zum Thema Journalismus gibt es auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift «Eptic On Line» mit dem Themenschwerpunkt «Digitaler Journalismus».

Artikel, Informationskompetenz, Spanisch
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