Artikel

Mirjam: Begeisterung fürs Kinderbloggen

Mirjam's Blogartikel: Tiere auf Rügen Ich war bisher ein bisschen skeptisch, ob Bloggen auch was für Kinder ist. Doch wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung Mirjam, die mit acht Jahren jüngste Bloggerin, die ich kenne, an die Sache heran geht, verschwinden alle Zweifel. In ihrem neuesten Blogartikel berichtet Mirjam von den Tieren, die sie im Urlaub auf der Insel Rügen kennengelernt hat. Natürlich gibt es auch Pferde-Content, Frau Jekylla: aus Kinderhand gebloggter authentischer Pferde-Content!

Mirjam schreibt nicht nur gerne Briefe, sondern eben auch in ihrem Blog über «Tiere auf Rügen».

Artikel, Internet

Erbarme, die Amis komme

Die New York Times erlebt «36 hours in Frankfurt» und begeistert sich für den ERSATZ CHARM (the old-world mood with a stroll through Römerberg), die NIGHTS OF SACHSENHAUSEN (fermented apple juice served in glazed jugs known as Bembel) und betreibt mitternächtliches COCOONING (the Cocoon Club is run by Sven Väth).
Was die US-Amerikaner darunter verstehen, wenn Sie ein Städteportrait mit den Worten

Spend 36 hours getting to know the city’s ersatz charm and glittering skyline

ankündigen, kann mit einem Augenzwinkern in der New York Times nachgelesen werden.

Artikel

Gumbrecht zur Neu-Übersetzung der Klassiker

Ich bin nicht der Ansicht Hans-Ulrich Gumbrechts, dass die Neu-Übersetzung von Klassikern etwas mit einer «Ebbe in der literarischen Produktivität», wie er es nennt, zu tun hat. Lesenswerte Literatur, spannende und gute Geschichten werden nach wie vor geschrieben und veröffentlicht, und ich finde, dass das eine – die Neuübersetzung der Klassiker – nichts mit dem anderen – dem Angebot an aktueller Literatur – zu tun hat.

Nichtsdestotrotz ist es natürlich höchst erfreulich, dass suboptimal bis schlecht übersetzte Werke der klassischen Literatur durch Neu-Übersetzungen endlich die Wertschätzungen erfahren, die sie verdienen. In der Freude hierüber gehe ich mit dem Romanisten und Komparatisten konform. Gumbrecht, der im «Department of Comparative Literature» an der Universität Stanford in Kalifornien unterrichtet, führt in seinem heute in «WELT Online» erschienenen Artikel «Das Echo des Originals» aus:

Zum Typus dieser Bände gehören ausführliche Kommentare, Glossarien und editorische Notizen. Oft geraten die Erläuterungen über einzelne Wörter und Referenzen zu dichten kulturhistorischen Vignetten, wie etwa in der erwähnten Dostojewskij-Ausgabe («Idiot»), wo sich die Etymologie des russischen Wortes für „Bahnhof“ („woksal“ nach dem englischen „Vauxhall“) zu einer kleinen Geschichte der europäischen Vergnügungsindustrie entwickelt. Die Leser des neuen „Moby Dick“ können sich beim Studium eines „Glossars ausgewählter nautischer Begriffe“ zu veritablen Spezialisten in der Geschichte der Seefahrt fortbilden.

[via Perlentaucher]

Artikel, Literatur, Übersetzen

Übersetzung: Soll sie schön sein oder treu?

Ich empfehle allen, die bisher beim Lesen eines in die deutsche Sprache übersetzten Buches nicht bewusst daran gedacht haben, dass sie dabei einen Text lesen, der von einem Übersetzer oder einer Übersetzerin ins Deutsche übertragen wurde, und so für viele erst verständlich gemacht wurde, die Lektüre des Artikels «Soll sie schön sein oder treu?». In der Zeitschrift «Die Berliner Literaturkritik» fasst Karin Müller die gleichnamige Veranstaltung im Literarischen Colloquium Berlin über die Qualität von Übersetzungen mit folgenden Worten zusammen:

Der Übersetzer müsse auch Lektor sein, den Text glätten und Fehler des Autors gegebenenfalls korrigieren. Denn diese fielen sonst auf den Übersetzer zurück. Bei den großen Anforderungen müsse aber der Stil des Autors erhalten bleiben und der Sprachfluss, die Melodie und der Rhythmus stimmen. Der Übersetzer dürfe kein eigenes Werk daraus erschaffen.

Amarante nannte als Voraussetzung für eine hervorragende Übersetzung genügend Zeit, seriöse Verlage, sensible Übersetzer und angemessene Übersetzungskritiker. Die Zeit sei notwendig um feilen, kürzen, anfügen und mit Alternativen arbeiten zu können. Zum Übersetzungsverständnis gehöre eine Reflexionsfähigkeit über das Wesen der Sprache und darüber, was mit der Übersetzung erreicht werden solle. Und überhaupt zeichne einen guten Übersetzer eine Anzahl von Fähigkeiten aus, wie hervorragende Sprachkenntnisse der Ausgangs- und Zielsprache und Sprachverständnis für die Deutung des Sinnes, der oft zwischen den Zeilen herauszufinden sei.

Weiterlesen im Artikel «Soll sie schön sein oder treu?».

Artikel, Literatur, Übersetzen

Online-Inkompetenz des Main-Rheiner

Main-Rheiner - Auszug Artikel über IKEA Hacker Wieder ein nahezu fassungslos machendes Beispiel der Online-Inkompetenz von manchen Zeitungen. Dieses Mal der Main-Rheiner bzw. die dort zuliefernde Idsteiner Zeitung: Die weisen doch tatsächlich vorgestern (14. August), also zwei Wochen (!) nach Schließung des Blogs IKEA Hacker noch in einem ausführlichen Artikel auf selbiges hin: «Skurrile Entwürfe aus Billi & Co.»

Verfremdete Ikea-Produkte auf Website / Idsteiner mit viel Phantasie

IDSTEIN Sie sind skurril, sie sind witzig, manchmal auch praktisch: Was sich an Neuem aus Ikea-Produkten basteln lässt, zeigt eine neue Internet-Seite des Idsteiners Thomas Meyer.

Ganz zu schweigen, dass im CMS der Link nicht richtig eingegeben wurde, die Leser, die es schaffen, das Komma da händisch aus dem Link heraus zu friemeln, stoßen ja selbst bei Aufruf der korrekten Adresse ikeahacker.de auch nur noch auf den Hinweis, dass das Blog geschlossen wurde. Davon steht in dem Artikel jedoch kein Wort. Wäre es denn nicht ein minimaler journalistischer Anspruch, wenn man denn schon die Schließung und die Debatte über das Blog in den Idfelder Redaktionsstuben komplett verpasst hatte, einfach mal den Link in dem zu veröffentlichenden Artikel (der offensichtlich schon seit Wochen in der Pipeline war) anzuklicken und auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen? Und dabei eben zu bemerken, dass es das Blog gar nicht mehr gibt. Der Redakteur hätte der Zeitung die Peinlichkeit und seinen Lesern den Frust erspart.

Main-Rheiner ist laut Impressum ein gemeinsames Angebot von Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main, Mainz. Na Herzlichen Glückwunsch, lieber Main-Rheiner und liebe Idfelder Zeitung zu diesem leserfreundlichen und brandaktuellen Online-Artikel!

[Update 11.10.07: Am 1. Oktober hat die Idsteiner Zeitung nachgelegt und die Fakten nachgetragen: «Wie die IZ erst jetzt erfuhr…». Sehr spät und sehr schlecht bescheiden geschrieben. Ikea-Kunden sind also sogenannte Ikea-Hacker. Aha.]

Artikel, Internet

Erdbeben der Stärke 4,7 in Spanien

Vor 10 Minuten meldet die spanische Tageszeitung El País ein Erdbeben in Spanien (4,7 auf der Richterskala) mit Epizentrum in Ciudad Real, doch zu spüren im ganzen Land, und zwar um 9:47 Uhr: «Un seísmo de 4,7 de magnitud sacude la zona centro de España». In den Kommentaren des Artikels melden sich Betroffene aus den verschiedenen Regionen des Landes.
Die spanischen Blogs berichten natürlich früher.

Ein Beben der Stärke 4,7 bedeutet laut Wikipedia:

wird von den meisten Menschen bemerkt; freies Pendel schwingt deutlich; Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen; abgestellte Autos schaukeln leicht; geringste Schäden.

Update I – 12:10 Uhr: Über den Artikel von David, der hier eben kommentiert hat und sich aus Herencia (Ciudad Real), 25 km vom Epizentrum entfernt, meldet, bin ich auf die Seite des «European-Mediterranean Seismological Centre» gestoßen, wo die detaillierten Daten und Karten zum Erdbeben aufgeführt sind.

Update II – 12:55 Uhr: Die Stärke des Bebens wurde nun auf 5,1 korrigiert.
Diesen Bereich der Richterskala beschreibt die Wikipedia wie folgt:

von allen Menschen mit Schrecken wahrgenommen; viele Menschen verlassen ihre Häuser; Schornsteine können einstürzen; Möbel bewegen sich; einzelne Risse im Putz; es besteht die Gefahr von Verletzungen

Artikel, Spanisch

Dustin Hoffmann: Glückwunsch zum 70.


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Dustin Hoffmann, der in dieser Szene beweist, dass gute Schauspieler nicht nur dann Humor haben, wenn es gilt, eine lustige Rolle zu spielen, wird heute 70 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

In der NZZ kann man heute (zurecht, wie ich finde) über ihn lesen:

Er ist einer der vielseitigsten Schauspieler Hollywoods und arbeitet mit einer Besessenheit an seinen Rollen, die Regisseure zur Verzweiflung bringt.

Weiter im Artikel «Schauspielern tut nicht weh».

Artikel, Kino, Video
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