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Foto- und Font-Fund der New York City Subway

LIFE  Magazin, New York City, Dezember 1953, Foto: Ralph Morse Ich habe gerade eben beim Stöbern im Archiv des LIFE Magazin (Info) diese alte Aufnahme von 1953 entdeckt. Was für ein wunderbares Foto! Im LIFE Magazin unbedingt auch in groß anschauen. Im Beschreibungstext heißt es:

English language readers riding subway without newspapers during photo engravers‘ strike.
New York City, Dezember 1953, Photographer: Ralph Morse

Apropos New York City Subway: Nico Brünjes hat zum Mythos, dass die Beschriftung in den New Yorker U-Bahn-Stationen auf den Font Helvetica setze, eine wunderbare Sonntagslektüre ausfindig gemacht: «The (Mostly) True Story of Helvetica and the New York City Subway» (von Paul Shaw, erschienen in: AIGA – Journal of Design).

Artikel, Foto

Dov Moran: Vom Speicherstick zum Modu

Wisst Ihr, wer Dov Moran ist? Das ist der Erfinder des Speichersticks. Jetzt bastelt er an einer neuen Erfindung und die heißt Modu: Ein modulares Handy, das zusammen mit mehreren anderen Geräten genutzt werden soll. Mehr dazu im Interview auf Standard.at:

„Ich bin kein Genie“, sagt Dov Moran in einem schmucklosen Büro im vierten Stock eines Glaspalastes auf einer Wiese bei Kfar Saba, östlich von Tel Aviv. Der 53 Jahre alte Israeli schlürft seinen Kaffee aus einem Pappbecher. Auf seinem kleinen Schreibtisch liegen unter dem LCD-Bildschirm elektronische Geräte. Sein „Modu“ soll die Handy-Kultur in der Welt revolutionieren. Noch ist es nicht auf dem Markt.

Weiter beim Standard: «Das nächste große Ding: USB-Stick-Erfinder bastelt am Modu-Handy».

Artikel

Ein Übersetzer in Afghanistan

Leseempfehlung für einen heute erschienenen Artikel im Tagesspiegel:
Tommy arbeitet als Übersetzer für die US-Armee in Afghanistan. Die Ausübung des Übersetzerberufes unter besonders schwierigen Bedingungen ist nur ein Teil des Dargestellten. Ein Porträt, das auch menschlich bewegt:

„Ich bin 21 Jahre alt und sehe aus wie 40“

„Sieh mich an“, sagt er. „Ich bin 21 Jahre alt und sehe aus wie 40, ganz dünn und grau.“ Sieben Jahre ist es her, dass die Amerikaner damit anfingen, die Taliban zu vertreiben. Der Tag, an dem die ersten Bomben fielen, sei der glücklichste Tag seines Lebens gewesen, sagt Tommy. Weil von nun alles besser werden würde; Frieden, Aufschwung, Bildung, Internet und Mobiltelefone würden folgen, so dachte er, damals – ein 14-jähriger Junge, der zum ersten Mal von der Zukunft träumte. Seitdem wartet er darauf, dass die Versprechen eingelöst werden.

Carsten Stormer begleitet die US-Truppen in Afghanistan als embedded journalist. Lesenswerte Reportage: «Die Sprachen des Krieges».

Artikel, Politik, Übersetzen

Worst case scenario – Auswandern bei McCain-Sieg?

Jonathan Safran Foer Die einzige Zeitung, die ich noch auf totem Papier lese, ist die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Ich freue mich jeden Sonntag darauf. Heute beim Frühstück habe ich zum Beispiel im Feuilleton den Artikel «worst case scenario» mit Interesse gelesen, den ich Euch nun, da er auch online frei zugänglich ist, zur Lektüre empfehlen möchte. Die FASZ hat US-Künstler und Intellektuelle gefragt, was sie täten, wenn McCain die Wahlen am Dienstag gewinnen würde. Besonders gut gefallen hat mir unter Nr. 9 die Antwort von Jonathan Safran Foer (u.a. «Alles ist erleuchtet»), der darauf hinwies, dass mensch ja auch zweimal George W. Bush ohne Auswanderung überstanden habe und der fortführt:

Der Einsatz war nie so hoch, und wir hatten nie einen besseren Kandidaten mit der realistischen Chance, Präsident zu werden. In meiner Lebenszeit hat sich Amerika nie stärker den Idealen verbunden gefühlt, von denen wir als Schulkinder gelesen haben – noch haben wir derart nah am Abgrund gestanden. Was ich tun werde, wenn McCain gewinnt? Er wird nicht gewinnen. Und wenn doch? Er wird es nicht. Aber…Nein.

Alle Statements zum Durchklicken in der FASZ: «worst case scenario».

Artikel, Literatur, Politik

Twitterentdeckung auf Twitkrit vorgestellt

Mein neuester Twitkrit-Artikel: Twitor zur Welt Was würdet Ihr sagen, wenn Ihr folgende Sätze lesen würdet?

Todesschreie von Keramik durch die Wand.
Nebenan tötet jemand Kacheln.

Ich habe dazu etwas im Artikel «Twitor zur Welt» geschrieben. Es geht darum, wie Twitter auch zu Entdeckungen im Netz führen kann. Denn interessante Twitterer haben meist auch sehr lesenswerte Blogs. Doch lest selbst auf Twitkrit, dem Besprechungsorgan für lesenswerte Tweets. Seit letzter Woche immer freitags von mir befüllt.

Artikel, Bluesky, Literatur

Bravo, Elke!

Heute morgen wurde ich auf Twitter gefragt, wie denn die heutige Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung so sei und ich antwortete kurz, dass im Feuilleton eine 2. Kampfansage von Elke Heidenreich zu lesen sei. Da hatte ich sie allerdings noch nicht gelesen. Wohl aber jetzt, und obwohl ich kein großer Freund von Elke Heidenreich bin, und ihre Sendung «Lesen!» nicht schaue, gilt ihr mein ganzer Respekt und ich sage: «Bravo Elke!».

Nochmal kurz zur Einordnung: Was war geschehen? Marcel Reich-Ranicki lehnt – wie hier zu sehen – am vergangenen Wochenende den Deutschen Fernsehpreis ab und findet sehr viel Beifall dafür. U.a. auch von Elke Heidenreich, gleich am Tag nach dem Bekanntwerden der Nachricht. Ich hatte ihren 1. Artikel vom 12.10.2008 ja verlinkt: «Reich-Ranickis gerechter Zorn».

Dann folgt letzten Freitag Gottschalks Sendung mit MRR im ZDF, über die wir besser den Mantel des Schweigens hüllen. …

Artikel, Literatur, TV

Mein Start auf Twitkrit: Pfannenapfelkuchen

Pfannenapfelkuchen à la abundant

Nach meinem Gastbeitrag auf Twitkrit im August (Ihr erinnert euch, das Ding mit der Latzhosenvision von Frau Lorelei, «Bauformen des Erzählens», hier im Blog meinem lieben Freund und Germanistik-Kommilitonen Leo gewidmet) gehöre ich seit heute zum ständigen Team der Twitkrit-Redaktion. Ich werde in Zukunft immer freitags eine Twitkrit-Rezension veröffentlichen.

Zum Start gibt es einen Apfelkuchen in der Pfanne zubereitet. Ja, Ihr habt richtig gelesen, in der Pfanne! Der Herr Abundant der kann das, und wie er das macht, zeigt er auf Twitter. Jetzt nachzulesen in der Besprechung auf Twitkrit: «Pfannenapfelkuchen à la abundant». Viel Spaß.

Und nicht vergessen – falls nicht schon längst geschehen – unbedingt den Twitkrit-Feed abonnieren, denn es erscheinen an jedem Werktag lesenswerte Tweet-Besprechungen, von Leuten, die das viel besser können als ich (Wochentage in Klammern): von Picki (Mo), Bjoerngrau (Di), Mspro (Mi), Bosch (Do) und immer auch mal wieder Texte von GastautorInnen. Twitkrit auf Twitter folgen hilft natürlich auch: twitter.com/twitkrit. 😉

Artikel, Bluesky, Internet, Literatur

The Notwist-Interview über Provinz und Großstädte

Louisa Reichstetter hat auf Cafebabel ein wunderbares Interview mit The Notwist geführt.

Seit Jahren wird behauptet, zwischen dem The Notwist-Sound und eurer ländlichen Heimat bestehe ein Zusammenhang. Richten sich nicht aber gerade eure Texte eher an eine urbane Generation?

Ich denke schon, dass man merkt, dass da, wo wir aufgewachsen sind, einfach nichts los ist. Das hat uns nichts gegeben – vor allem nicht kulturell. Deswegen ist unsere Musik schon von einer provinziellen Sehnsucht geprägt. Ich wohne schon länger in München. Gut, das ist keine Großstadt, aber Musik, die wir mögen und die uns beeinflusst, ist von Großstädten geprägt.

Weiterlesen auf Cafebabel:
The Notwist – eine „hochintellektuelle“ Band auf Europatour

Artikel, Musik
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