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Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?



Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?

Ich habe den Elektrischen Reporter ja schon oft hier vorgestellt. Wie immer finde ich seine Sendungen sehr sehenswert. Auch diese Folge zum schwierigen Thema Urheberrecht in heutiger Zeit. Mario Sixtus versteht es für mein Dafürhalten vorbildlich, das Medium Video im Internet zur Informationsvermittlung einzusetzen.

Wer keine Sendung verpassen möchte, dem sei der Feed des Elektrischen Reporters empfohlen. Weitere Abo-Möglichkeiten (auch per E-Mail) auf der Website. Immer Freitags um 19:40 Uhr kommt der Elektrische Reporter auch im Fernsehen, und zwar im ZDF-Infokanal (weitere Termine).

Internet, TV, Video

Magischer Moment in Jonathan Glazers ‚Birth‘

Heute Abend um 20:15 Uhr werde ich mir wohl «Birth» von Jonathan Glazer auf Tele5 ansehen.

Die FASZ schreibt heute im Feuilleton zu diesem Film:

Es gibt in diesem Film von Jonathan Glazer, der von der Wiedergeburt eines Mannes in Gestalt eines Jungen erzählt, drei Minuten, die man nicht vergisst. Da wird das Gesicht von Nicole Kidman zum Gedicht, das alle Bedeutungen zulässt. Nicole Kidman sitzt in der Oper: Wagners «Walküre». Um sie herum Schemen im Halbdunkel. Sie schaut, die Kamera sieht sie an, die Musik rauscht, und man weiß, dass sie sie nicht hört. Sie sieht auch nicht die Bühne, sie sieht eine andere Welt.

Wer sich diesen magischen Moment in jenem Trailer anschaut, möchte auch unbedingt den Film drumherum sehen:


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In einer ausführlichen Filmkritik wurde diese Szene auch schon einmal in der FAZ herausgestellt:

Man sieht sie noch zu den Takten von Wagners „Walküre“ ihre Plätze einnehmen, und dann hat die Kamera nur noch Augen für Anna, gleitet über die anderen Zuschauer in einer endlosen Fahrt auf sie zu, und man kann miterleben, wie diese Frau in ein schwarzes Loch stürzt, wie sie das Gesehene zu begreifen sucht, wie sie sich wehrt, wie ihr Geist sich im Kreise dreht und dann allen Widerstand aufgibt. Minutenlang nur dieser Blick auf eine Schauspielerin, die so feinnervig und durchsichtig wirkt wie keine andere zur Zeit, und der Schauder, der einen in dieser Szene befällt, erinnert nicht nur deswegen an „Rosemarys Baby“, weil Kidman ihre Haare so kurz wie Mia Farrow trägt.

Weiterlesen: «Knien vor Nicole Kidman: ‚Birth‘»

So schwärmt auch Dieter Wunderlich in seinem Filmtipp:

Auch wenn es lange Zeit so aussieht, als würde Jonathan Glazer eine Gespenstergeschichte erzählen, gibt es für alles in „Birth“ eine rationale Erklärung. Ebenso außergewöhnlich wie die schauspielerische Leistung von Nicole Kidman sind das Drehbuch und die Inszenierung.

Das Drehbuch hat Glazer übrigens mit Jean-Claude Carrière zusammen geschrieben (siehe Wikipedia), der ja auch viele Drehbücher mit Luis Buñuel geschrieben hatte.

Kino, TV, Video

Kronprinsessan – prämierter TV-Film auf arte

Kronprinsessan (Schweden, 2006) - Poster Update I, 18:25 Uhr:
Habe mich – wie ich gerade auf Twitter erfahren habe (siehe Screenshot) – im Tag geirrt. Mein Tipp kommt leider einen Tag zu spät. Der Film wurde schon gestern ausgestrahlt. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf die arte-Mediathek.

Update II: 18:28 Uhr:
Puh, Glück gehabt: Der Film steht noch eine Woche in der arte-Mediathek bereit. *aufatem*

TV-Tipp für heute gestern 😉 Abend: arte zeigt die Emmy-prämierte Literaturverfilmung «Die Kronprinzessin» (Kronprinsessan, Schweden 2006) von Kathrine Windfeld. Die beiden Teile werden von 21 – 0:05 Uhr hintereinander ausgestrahlt. Der Film basiert auf dem auch in Deutschland in der Übersetzung von Friederike Buchinger erschienenen Bestseller «Die Kronprinzessin», im Original geschrieben von Hanne-Vibeke Holst, einer der erfolgreichsten Autorinnen Dänemarks.

Die taz schreibt heute schrieb gestern zum Film:

Dass man beim Zweiteiler (Regie: Kathrine Windfeld), der heute auf Arte in einem Rutsch gesendet wird, mitfiebert, liegt dabei weniger an der präzisen Darstellung, wie das Regierungsräderwerk die Neue verschlingt, sondern vor allem an der Vielschichtigkeit der Heldin: Wie ihr bei der Lust aufs Politikmachen auf einmal vordem heilige Grundsätze verlustig gehen und sie artengengeschützten Kavier verspeist. Wie sie sich nach der Arbeit den einen oder anderen Longdrink zu viel gönnt, weil der bei den Kindern gebliebene Mann ja doch nichts von ihrer großen neuen Regierungswelt begreift – das alles wird so sympathisierend wie genau erzählt. So also lebt der Mensch im Entmenschlichungsapparat namens Politik.

Weiterlesen: «Politdrama auf Arte – Schmutziges Geschäft».

Sehenswert ist auch der Trailer zur Fortsetzung von Kronprinsessan, «Kungamordet» (2008), wieder mit Alexandra Rapaport in der Hauptrolle:


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Literatur, TV, Video

‚Lesen!‘ von Elke Heidenreich ab sofort im Netz: litCOLONY

Lesen! ab sofort im Netz: litCOLONY - Das Literaturportal von Elke Heidenreich

Elke Heidenreich ist jetzt statt 6x im Jahr spätabends im ZDF, 12x im Jahr rund um die Uhr zu sehen. Nach der Auseinandersetzung mit ihrem Sender (siehe mein Artikel «Bravo, Elke!») überträgt die gute Freundin Harald Schmidts ihre Literatursendung «Lesen!» ab sofort im Internet. Wie sie selbst zu Anfang des Programms sagt, wird sie LeserInnen verlieren und welche hinzugewinnen. Könnte klappen.

In der ersten Folge aus der Kölner Kneipe Backes, dem zukünftigen Austragungsort der Sendung in der Südstadt, kam Campino:

Link: Lesen ! Gast: Campino - www.litcolony.de

Alle folgenden Sendungen und die Zusatzinformationen gibt’s auf litCOLONY.de zu sehen. Dass die ganze Geschichte sehr professionell organisiert wurde, machen die Fakten des FAZ-Artikel von Felicitas von Lovenberg deutlich: Im „Backes“ mit Schmackes. Die Auslagerung dieses erfolgreichen TV-Formats ins Netz ist jedenfalls ein weiteres Beispiel für die zunehmende Verschmelzung von TV und Internet.

Literatur, TV, Video

Anschauliche Wissenschaftsdoku: Strand mit Köpfchen

Strand mit Köpfchen - Meerestier-Doku auf arte

Gerade eben habe ich eine ganz und gar großartige Dokumentation auf arte gesehen. Ich werde ja nicht müde diesen Kulturkanal, der leider viel zu wenig Zuschauer hat, zu loben. Und ich tue das nicht, weil ich ab und an für ihn als Übersetzer arbeite, sondern weil dort so großartige Sendungen zu sehen sind. Und ich lobe arte wieder, weil ich gerade so angetan war von einer Wissenschaftsdokumentation, die ganz und gar nicht trockene Forschung, sondern lebendiges Strand- bzw. Meeresleben zeigt.

arte-Info zum Film von Claude-Julie Parisot (43 min, F 2008):

Jeder, der sich im Sommer an den Strand begibt, begegnet unzähligen Kleinlebewesen: Muscheln, Seesternen, Seeigeln und Krabben. Doch kaum jemand weiß, wie dieser Mikrokosmos funktioniert. Die Dokumentation hat ihn unter die Lupe genommen.

Ein Fels, ein Fleckchen feuchter Sand oder eine Wasserpfütze, die bei Ebbe am Strand zurückbleibt, diese Orte kennt jeder, der im Sommer Urlaub am Meer macht. Aber welche eigenen kleinen Welten sich hier verbergen, ahnen die wenigsten. Wesen von bizarrer Schönheit, die verblüffende Überlebensstrategien entwickelt haben, tummeln sich hier und bleiben für viele unsichtbar.
Doch die kleinen Tiere faszinieren nicht nur Zoologen, auch Wissenschaftler anderer Disziplinen wie die Krebsforschung, Experimentalpsychologie und regenerative Medizin. So führt die Dokumentation den Zuschauer vom Strand ins Forschungslabor und zeigt, wie scheinbar banale Lebewesen zum Fortschritt der Wissenschaft beitragen.

Videoeinstellungen im arte-Player 7 Tage nach ihrer Ausstrahlung sind die Beiträge noch online zu sehen. Also auch dieser Film. 43 gut investierte Minuten. Daran denken vor Start des Films rechts neben dem Player die Video-Qualität auf
Flash video (hoch) zu stellen und den Film natürlich im Vollbild schauen. Die Umschaltung auf Fullscreen findet sich unten rechts neben der Lautstärke. Hier geht’s zum Film «Strand mit Köpfchen» und hier zur Startseite von plus7.arte.tv, falls Ihr schauen wollt, was es bei arte sonst noch zu entdecken gibt. Viel Spaß.

TV, Video

Obama geht mit Infomercial auf Nummer sicher

Seit zwei Jahren verfolge (und dokumentiere) ich, wie Barack Obama das Internet und seine viralen Strukturen für sein politisches Ziel, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden, einsetzt. Eines der Ergebnisse aus der äußerst erfolgreich umgesetzten und über das Netz organisierten Unterstützungskampagne sind die großen Summen an Spendengeldern, die das Obama-Wahlkampfteam dadurch generiert hat. Einen gewissen Teil dieses Geldes, umgerechnet fast 4 Mio. €, wurde nun zum Abschluss des Wahlkampfes in einen 30-minütigen Fernsehspot investiert. Der wiederum wurde zwar nicht im Netz, sondern ganz herkömmlich im TV ausgestrahlt, aber natürlich ist er auch dank YouTube im Internet zu sehen, so dass auch wir ihn uns anschauen können. Ich habe sein sogenanntes Infomercial, also seinen Mix aus Werbung und Information, aus Zeitgründen noch nicht komplett gesehen, verlinke es mir hier aber schon einmal, um’s mir später nochmal komplett anzuschauen:


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Weitere Informationen zum Informercial von Obama:

Natürlich steht längst fest, dass Obama die Wahlen am Dienstag mit großem Vorsprung gewinnen wird. Doch das Wahlkampfteam von Obama geht mit dem Infomercial auf Nummer sicher, und spricht die letzten Unentschlossenen auf einer sehr emotionalen Ebene an. Wie erbärmlich wirkt dagegen der hilflose Versuch der McCain-Truppe mit einem unmittelbar auf das Infomercial ausgestrahlten Spot den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten als noch nicht bereit für das Amt zu diskreditieren.

Politik, TV, Video

Pan-kun mit Affenzahn auf Segway in den Wald

Liebe Intendanten, die ihr jetzt gerade in der von MRR aufgebrachten Debatte um mangelnde Qualität im Fernsehen nach Lösungen sucht: Schaut doch einfach mal nach Japan, da wird gezeigt, wie anspruchsvolle Tierdokumentationen mit lustiger Comedy kombiniert werden. Kostengünstig produziert, Lacher garantiert:


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In der japanischen Show Shimura Zoo darf Schimpanse Pan-kun zu seinem siebenten Geburtstag auf einen Segway steigen und damit mit einem Affen(!)zahn über die Wiese und beinahe in ein idyllisch gelegenes Wäldchen brettern. So funny. Zum Schieflachen, indeed. Und dabei lernen wir noch was: die erstaunliche Lernfähigkeit der Schimpansen zu bewundern und die ganz offensichtliche Nähe ihres Verhaltens zu unserem.

War es das, was Reich Ranicki gemeint hat, als er sagte, das Fernsehen darf auch Spaß machen? Egal, das Video ist jedenfalls unheimlich lustig.

[Der Standard / Japan Probe]

TV, Video

Text & Klick – Ich bin der Meinung Ihr seid Spitze!

Als Fernsehen noch große Unterhaltung bot (hihi), da saß die ganz Familie noch vor der Glotze und schaute Dalli Dalli. Hänschen Rosenthal sprang hoch und alle waren aus dem Häuschen (oder umgekehrt). Für die Jüngeren unter Euch, ein kleines Video zur Erinnerung:


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Text & Klick - Was verbirgt sich hier? Ich habe diese Sendung als Kind oft geschaut und am besten gefiel mir immer «Dalli Klick». Das ging so: Ein Bild wurde verdeckt gezeigt und sollte erraten werden. Nach und nach wurden mehr Teile davon sichtbar.

Deshalb möchte ich jetzt mit Euch so was Ähnliches spielen. Nennen wir es «Text & Klick». Ich frage Euch: Was sieht man hier? Jeden Tag wird ein verdecktes Puzzlestück entfernt, bis es jemand rät.

Update 0:20 Uhr: Carsten hat’s schon geraten. Glückwunsch an den Schnellratefuchs. Wer trotzdem raten möchte, schaue erstmal nicht in die Kommentare. Demnächst gibt es hier eine neue Folge «Text & Klick», dann wird’s aber schwerer.

Foto, TV
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