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Zapp zur Absurdität des Depublizierens


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Das Medienmagazin Zapp des NDR hat sich im Beitrag «Das Löschen von Internet-Archiven» mit dem Missstand beschäftigt, dass die Öffentlich-Rechtlichen Sender auf geradezu absurde Weise gezwungen wurde, den Großteil ihres Informationsangebotes im Netz zu löschen. Markus Beckedahl von netzpolitik.org und Andere nehmen Stellung.

Wie irrsinnig und mit rationalen Argumenten überhaupt nicht mehr zu begründen der Zwang zum Löschen von Informationen der Öffentlich-Rechtlichen Sender ist, habe ich im Artikel Niggemeier nennt den Löschwahn Depublizieren schon ausgeführt. Dass die Geschäftsmodelle von Verlagen gefährdet seien, wenn Inhalte der ÖR noch im Netz auffindbar sind, ist überhaupt nicht zu sehen. Dass der sich informierende Bürger dabei auf der Strecke bleibt, ist allerdings sonnenklar. Peinlich, dass die Politik bei der Ausgestaltung des Zwölften Rundfunkstaatsvertrages der Verlagslobby auf den Leim gegangen ist. Der Leidtragende ist der Zuschauer, dem wertvolle Informationen vorenthalten werden.

Internet, Politik, TV

FC St. Pauli im Sportclub – Blick hinter die Kulissen

Gleich am Anfang der Sendung waren wir voll im Bild
(v.l.n.r: Moderator Alexander Bommes, ich, @Sparschaeler, @KonBon)

Studio-Farben passend zum FC St. Pauli Es war wirklich interessant, mal die Produktion einer Sportsendung live im Studio zu erleben. Gestern saß ich ja, wie berichtet, mit Herrn @sparschaeler im Publikum der NDR-Sendung Sportclub. Aufgenommen wurde direkt im Anschluss an die live von 21:45 – 22:00 Uhr gezeigte die Sendung «Sportclub-Bundesliga» von 22:00-22:45 Uhr. Die Live-Aufzeichnung wurde dann um eine halbe Stunde zeitversetzt zwischen 23:15 und 00:00 Uhr ausgestrahlt.

Alle Fotos im Überblick gibt’s auf Flickr, der Blick hinter die Kulissen mit ein paar Kommentaren zu den Fotos hier im Blog: …

FC St. Pauli, Fußball, TV

Heimspielpremiere des FC St. Pauli in der 1. Bundesliga: 0:1 gegen Hoffenheim

FC St. Pauli Es hat nicht sollen sein. Nach dem großartigen Auswärtssieg in Freiburg haben wir gestern durch ein unglücklich eingefangenes 0:1 drei Minuten vor Schluß verloren. Da die Mannschaft aber gegen ein gutes Erstligateam prima mitgespielt hat, ist mir um den Klassenerhalt nicht bange. Dass es super schwer wird in der Liga zu bleiben, wissen wir. Ein paar Impressionen und Stimmungen aus der Nordkurve (u.a. auch mit Blick auf die neue Haupttribüne) habe ich gestern per Twitter kommuniziert. Bei Interesse hier nachzulesen.

Heute Abend bin ich übrigens gemeinsam mit Herrn Sparschaeler und einigen anderen FC St. Pauli-Fans im Publikum des NDR-Sportclubs, wo Fabian Boll, Florian Bruns und Timo Schultz zu Gast sein werden. Ausgestrahlt wird die Sendung von 23:15 – 00:00 Uhr.

FC St. Pauli, Fußball, TV

Neues Argentinisches Kino im BR

Bombón und Coco auf der Fahrt durch Patagonien

Ich liebe das Argentinische Kino. Wer es nicht kennt, hat heute Abend im Themenabend «Neues Argentinisches Kino» im BR die Möglichkeit, es kennen zu lernen.

Beim Neuen Argentinischen Kino, also den Filmen, die mehr oder weniger in den letzten 10 Jahren aus Argentinien weltweit großen Erfolg feiern, beeindruckt mich immer wieder die große künstlerische Dichte in Zeiten der wirtschaftlichen Krise des Landes. Wenn ich auf den internationalen Filmfestivals sehe, wie viele – und vor allem wie viele gute – Filme der jeweiligen Jahrgänge aus Argentinien kommen, obwohl das Land im vergangenen Jahrzehnt eine seiner schwersten wirtschaftlichen Krisen zu durchleben hatte, bin ich jedes mal wieder überrascht, wie sie das überhaupt geschafft haben. Auch wenn es schade ist, dass der BR die Filme heute Abend nicht als Original mit Untertiteln zeigt (das argentinische Spanisch gehört für mich zu den schönsten gesprochenen Varianten des Spanischen), lohnt es sich in die Filme rein zu schauen und vielleicht im Anschluss den ein oder anderen als DVD im Original zu erwerben, um auch das wunderbare Spanisch zu genießen (auch wenn man kein Spanisch versteht, ist das ein ungeheurer Gewinn, dafür gibt’s ja einblendbare Untertitel).

Kein Mensch schaut Filme von 20:15 Uhr bis 3 Uhr nachts, selbst wenn er vom Kino so begeistert ist, wie ich. Aber es gibt ja Aufzeichnungsgeräte und die solltet Ihr für heute Abend programmieren: «Themenabend Neues argentinisches Kino» (BR, Termine & Filminfos im Überblick).

Jetzt zu den Filmen. Los geht’s mit…

Kino, Spanisch, TV

Penélope Cruz im Interview auf 60 Minutes bei CBS

Penélope Cruz im Interview auf 60 Minutes bei CBS

[Update: Das Einbetten des Videos ist auf Anfrage deaktiviert, was natürlich extrem bescheuert ist. Auf YouTube dann ab 15:00 schauen, das Interview befindet sich zwischen den beiden Werbeblöcken.]

Penélope Cruz, die kürzlich ihren Javier heiratete, hat zur Prime-Time dem Sender CBS in seiner beliebten Sendereihe 60 Minutes zu einer guten Einschaltquote verholfen. 7,6 Mio US-Amerikaner (Quelle: El País) wollten am 18. Juli sehen, was die einzige Spanierin, die je einen Oscar gewann, über ihr Leben und über ihre Arbeit erzählt.

Knapp 12 wunderbare Minuten (ab 15″00), in denen Penélopes intelligente Antworten in einem großen Kontrast zu den dämlichen und gut-väterlich vorgetragenen Fragen des CBS-Interviewers stehen. Es ist ganz und gar traumhaft Pe mit dem starken spanischen Akzent – der natürlich längst zu ihrem Markenzeichen geworden ist in USA – zuzuhören. Wie gesagt, ab 15″00 in obigem Video. Hach.

Kino, Spanisch, TV

Niggemeier nennt den Löschwahn Depublizieren

Dass die Öffentlich-Rechtlichen Sender ihre ins Netz gestellten Inhalte nun löschen müssen bzw. bereits gelöscht haben, ist ein absolut nicht nachvollziehbarer Irrsinn, wie er unvernünftiger nicht umgesetzt werden konnte. Frei verfügbares Wissen, das mit unseren GEZ-Geldern produziert wurde, wird damit dem Zugriff der Öffentlichkeit entzogen. Mir fehlen die Worte. Stefan Niggemeier hat die passenden Worte gefunden. Und ein neues geschaffen, das den Löschwahn auf den Punkt bringt: Depublizieren.

Den Artikel, den ich gestern schon auf gedrucktem Papier meiner Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lesen konnte, gibt es dankenswerterweise seit heute auch online: «Die Leere hinter dem Link».

Erst werden die Beiträge produziert, dann ins Netz gestellt, dann wieder gelöscht: alles von Gebührengeldern für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein Bericht aus einem absurden System.

[…]

Für die ARD-Online-Koordinatorin Heidi Schmidt sind die komplexen und manchmal nicht sehr praxistauglichen Vorgaben auch Ausdruck einer Übergangszeit, des mühsamen Versuchs, Regeln aus der analogen Welt in die digitale zu übertragen. „Nach meiner Kenntnis hat es noch nirgendwo ein aufwendigeres Regulierungsverfahren in Bezug auf Telemedien gegeben“, sagt sie.

Internet, TV
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