Kino

San Sebastián, ich freu mich auf Dich

San Sebastián - Kochen für den Widerstand

So langsam steigt die Vorfreude auf San Sebastián. Im September werde ich, wie jedes Jahr seit 1995, auf dem dortigen Filmfestival sein. Am Sonntag lief auf 3sat eine gute Doku über die Stadt, in der auch die cofradías (siehe 2. Bild unten) vorgestellt werden: Kochgemeinschaften, die in der Zeit von Francos Unterdrückung des Baskischen als geheime politische Zusammenkünfte eine Form der „Opposition am Herd“ darstellten. Das die Küche von Donostia (so heißt San Sebastián auf baskisch) eine besondere ist, weiß jeder, der mal dort war. Die Doku steht nur noch zwei Tage in der Mediathek zur Verfügung, also unbedingt bald anschauen:

Kino, Spanisch, TV

Geniales Portishead-Cover SOS (Abba) endlich online

Auf die Veröffentlichung dieses Songs warte ich schon sehnsüchtig, seit ich ihn letztes Jahr im September auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastián gesehen habe. Ich zitiere aus meinem Festivalbericht:

Abschließend möchte ich noch eine lobende Erwähnung für den besten Soundtrack des Festivals für High Rise aussprechen. Leider gibt es noch keine Online-Quelle (Youtube etc.), die ich hier zum Beweis verlinken könnte. Aber die Portishead-Version von Abbas S.O.S. gehört zum besten (und passendsten), was ich jemals an Filmmusik im Kino gehört habe. Mit den Worten von Tim Robey im Daily Telegraph gesprochen:

Clint Mansell’s sultry score invites us languidly into the fun and games, but the musical highlight is an inspired slow-jam cover of ABBA’s S.O.S., by Portishead. It’s a party track for a party at the end of the world.

Ein dreiviertel Jahr (!) hat es gedauert. Endlich ist der Song draußen.

Portishead-Cover SOS

Kino, Musik

Cooked – Hommage von Michael Pollan ans Kochen

Cooked - Doku von Michael Pollan

Ein Tipp, den ich schon in den Kommentaren zum Netflix-Artikel gegeben habe, hier noch mal mit eigenem Blogartikel: Der preisgekrönte Ernährungs-Autor Michael Pollan hat eine wirklich großartige Doku-Serie unter dem Titel Cooked realisiert, die zur Zeit auf Netflix zu sehen ist (sowohl auf englisch als auch auf deutsch, wer’s mag, auch als Original mit UT):


Allgemeines, Kino, TV

Medienkritik

Tweet der Woche Wie so viele von uns, bin auch ich begeistert von Netflix. Wie so viele von uns, mag ich die epische Breite des Erzählens im Serienformat. Wie so viele von uns, freue ich mich, dass bald die 4. Staffel von Orange is the New Black ausgestrahlt wird. Man kann und muss den Erfolg von Netflix aber auch medienkritisch und gesellschaftskritisch betrachten. Schilling & Blum tun das im Tweet der Woche:

Hier geht’s zu den vergangenen Tweets der Woche.

Kino, Literatur, TV

Filmemachen lernen bei Werner Herzog: Filmmaking MasterClass

Werner Herzog hat sich das Filmemachen selbst beigebracht. Nun will er sein Wissen teilen. Online, aber nicht umsonst (sondern für 90 U$). Trotzdem wunderbar. Auch wenn daraus keine neue Generation von Filmemachern wie er hervorgehen wird, sicher ein tolles Lehrstück für alle am Kino interessierten Menschen.

Kino, Video

Berlinale-Festivalbericht 2016

Dach des Sony Center am Potsdamer Platz Wieder habe ich seit meiner Rückkehr aus Berlin eine Woche gebraucht, um aus 56 auf der Berlinale gesehenen Filmen die 10 auszuwählen, die ich am interessantesten fand. 56 ist, glaube ich, mein persönlicher Rekord in 21 Berlinalen. Doch es geht mir ja nicht darum, einen Rekord aufzustellen, sondern möglichst viele gute Filme zu sehen. Oftmals Filme, die man sonst gar nicht zu sehen bekommt, weil sie es später nicht ins Kino schaffen. Diesen wünsche ich das, und euch wünsche ich, dass ihr möglichst viele davon zu sehen bekommt.

Die Filmtitel verlinken immer in den Berlinale-Katalog, wo ihr alle Infos und weitere Fotos zum jeweiligen Film findet. Die Reihenfolge der Filme stellt keine Wertung dar, sondern entspricht der chronologischen Abfolge, in der ich sie in Berlin gesehen habe. Here we go: 10 aus 56:

1. Goat

von Andrew Neel, USA 2016

Kino, Literatur

Karikatur von Jens Natter

Karikatur von Jens Natter
Karikatur von Jens Natter
Bin gestern Abend mit 56 gesehenen Filmen im Gepäck von der Berlinale zurückgekommen und habe mich sehr gefreut, diese wunderbare Karikatur von mir im Briefkasten vorzufinden, die der Hamburger Zeichner Jens Natter angefertigt hat. Ich finde, er hat mich gut getroffen, obwohl ich in Wahrheit natürlich viel schöner, jünger, schlanker und intelligenter aussehe (hehe). Die Zeichnung hab ich bei Jens, den ich schon seit einigen Jahren vom Badminton kenne, quasi gewonnen. Er hatte auf Facebook drei mögliche Cover für sein nächstes Buch vorgestellt und wollte Meinungen einholen, welches wohl das beste sei. Unter denen, die mit abgestimmt hatten, lobte er eine Karikatur aus und das Losglück war auf meiner Seite. Jens hat’s wirklich drauf, seine Website: bildernatter.com.

Hatte ja bereits während der 10-tägigen Berlinale über das Festival getwittert. Meinen traditionellen Filmbericht gibt’s in etwa einer Woche. Wer hier öfter mit liest weiß, ich brauche nach jedem Festival erst mal ’ne gewisse Zeit, um alle Filme im Kopf zu sortieren, die besten zehn auszuwählen und dann hier kurz vorzustellen. So viel vorneweg: es war eine Berlinale mit vielen schwierigen, aber hoch interessanten Filmen.

Foto, Kino
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