Kino

Mike Leigh: Happy-Go-Lucky

Aus Peter Nosters Trailerrundumschlag möchte ich einen Trailer herausgreifen, der den neuen Mike Leigh-Film Happy-Go-Lucky zeigt:


Direktlink YouTube

Sally Hawkins, die auf der diesjährigen Berlinale, wo ich das Glück hatte den Film zu sehen, aber sowas von zurecht mit dem Preis der besten Darstellerin ausgezeichnet wurde, spielt die Lehrerin Poppy (what a name!), die vom unbedarften Umfeld (und sicher von den meisten Zuschauern des Films) für naiv gehalten wird. Ich denke ja, sie ist in ihrer schusselig wirkenden Liebenswürdigkeit viel näher an den Dingen des Lebens dran, als es erscheinen mag.
arte (gute Site mit vielen Infos zum Film!) spricht zurecht von einem Gegenentwurf zum düsteren Film «Naked», den Mike Leigh 1993 gedreht hatte. Der Film kommt am 3. Juli in Deutschland in die Kinos. Unbedingt anschauen. Sehenswert. Und nein: Poppy ist nicht naiv.

Kino, Video

Drehen mit Almodóvar: Küssen und Leiden

Pedro Almodóvar stellt in Madrid die teuersten und längsten Dreharbeiten seines nächsten Filmes vor (ab 26. Mai drei Wochen in Madrid und auf Lanzarote), knuscht dabei sein Team ab und meint Penélope müsse leiden bei der noch anstehenden Filmarbeit. Na warte!
Wer spanisch kann, bitte hier entlang: «Almodóvar: „Penélope sufrirá mucho“» (die Bilder versteht man aber auch so ;-).
Pedro und Penélope im Video auf El País [Update 20:00 Uhr: Jetzt auch mit Video]

Es geht dabei um seinen nächsten Film «Los abrazos rotos», den ich vor ein paar Wochen im Artikel über Almodóvars Filmblog (das keines ist) schon vorgestellt habe.

Kino, Spanisch

Kongress Info 2008 in Havanna

Congreso Internacional de Información - Info 2008 - Havanna, Kuba

Auf Einladung der Friedrich Ebert Stiftung in Bonn nehme ich in der nächsten Woche an dem «Congreso Internacional de Información» – Info 2008 (International Congress of Information, engl. Beschreibung) teil.
Ich werde in Sektion vierPapel de las bibliotecas, los archivos y los servicios de información en la sociedad del conocimiento / Role of Libraries, Archives and Information Services in the Knowledge Society der wirklich umfangreichen Tagung (das Programm erstreckt sich über mehr als 100 Seiten!) über Innovationen im deutschen Bibliothekswesen referieren und dabei das System der deutschen Virtuellen Fachbibliotheken (mit dem übergreifenden Wissensportal vascoda und als konkretes Beispiel die ViFa cibera) vorstellen und über die Möglichkeit sprechen, diese mit Web 2.0-Modulen anzureichern.

Aus dem Erfahrungsbericht einer TeilnehmerinHeike vom Orde, Bayerischer Rundfunk, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI): Bericht über Teilnahme am Congreso Internacional de Informacion (Info ’2006) in Havanna, Kuba. Download des Berichtes (PDF, 3 S.) der letzten Konferenz «Info 2006» geht die Bedeutung dieses Konfgresses recht gut hervor:

Die internationale Veranstaltung wird u.a. vom Institut für wissenschaftliche und technische Information, einer Abteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt der Republik Kuba organisiert; im Organisationskomitee sind zahlreiche Vertreter der Bibliotheks- und Informationswissenschaft aus Lateinamerika vertreten. Die Veranstaltung findet im zweijährigen Turnus statt und wird u.a. von der UNESCO gesponsert. Sie ist eine der renommiertesten Veranstaltungen in diesem Bereich in Mittel- und Südamerika.

Ich hoffe, ich werde die an mich gestellten Erwartungen erfüllen können und den kubanischen sowie den weiteren lateinamerikanischen Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Einblicke in die Bibliotheksarbeit in Deutschland geben können und gleichzeitig in Erfahrung bringen, an welchen Projekten in Kuba gearbeitet wird. Der Kongress steht unter dem Motto «Sociedad del Conocimiento: Nuevos espacios para su Construcción» («Society of the Knowledge: New spaces for their Construction»).

La Havana vieja. Foto: jordi.martorell
La Havana vieja. Foto: jordi.martorell

Ich bin sowohl gespannt auf den Kongress (und den dort proklamierten neuen Räumen der Wissensgesellschaft) als auch auf die Stadt Havanna (ich war noch nie in Kuba) und auf die Stimmung im Land nach dem Abtreten von Fidel. Ob ich von dort werde berichten können, weiß ich noch nicht, ich vermute eher nicht. Also bitte nicht wundern, wenn zwischen dem 20.04. und dem 28.04.08 Sendepause herrscht auf Text & Blog. Was ich natürlich versprechen und hier schon einmal ankündigen kann, ist die Berichterstattung danach. Sowohl über den Kongress, als auch über Havanna.

Foto, Internet, Kino, Literatur, Spanisch

Julia Schwarz: ‚Nachts das Leben‘ auf NDR-Kurzfilmnacht

Nachts das LebenNachts das Leben

Wieder mal ein TV-Tipp mit persönlichem Bezug, dieses Mal ist der Bezug jedoch nur sehr indirekt. Doch ich bin schon sehr gespannt (und hoffentlich bis Mitternacht mit meiner Arbeit durch), damit ich ihn sehen kann: Julia Schwarz, die Tochter meiner Vermieter, hat einen Kurzfilm gedreht, der heute Nacht auf NDR zu sehen ist: «Nachts das Leben»:

Eine ganz normale Nacht in dem Leben von vier ganz normalen Menschen – von denen zwei wohl das Schlimmste erlebt haben, was einem Menschen passieren kann: den Verlust des eigenen Kindes.

Mit Rainer Strecker (übrigens einem klasse Schauspieler!), Ulrike C. Tscharre, Mareike Lindenmeyer, Niels Clausnitzer, Felix Steitz
Regie: Julia Schwarz (Foto)
NDR Fernsehen, Freitag auf Samstag-Nacht, 5. April 2008 um 00:15 Uhr (bis 01:55 Uhr)
Weitere Infos auf den Seiten des NDR: «Studio Hamburg Nachwuchspreis 2008». Alle 5 gezeigten Kurzfilme gibt es auch online auf den Seiten von TV Spielfilm zu sehen. Dort könnt ihr auch bei Interesse für den Publikumspreis abstimmen. Julias 15-minütigen Film seht ihr hier oder eben heute Nacht auf dem Fernsehbildschirm. Ich guck die Kurzfilmnacht lieber im TV. Auf dem großen Bildschirm kommen die Filme sicher besser.

Hamburg, Kino, TV

Erste Bilder aus Woody Allens ‚Vicky Cristina Barcelona‘

Penélope Cruz + Javier Bardem in 'Vicky Cristina Barcelona' Die spanische Tageszeitung El País zeigt heute erste Bilder aus dem neuen Woody Allen Film «Vicky Cristina Barcelona». Um eventuell entstandene Erwartungen gleich zu enttäuschen: Fotos der mit Spannung erwarteten Sex-Szene zwischen Scarlett Johansson und Penélope Cruz (wahrscheinlich maßlos übertriebener O-Ton Huffington Post: «People will be blown away and even shocked») gehören nicht dazu. Es sind auch nicht die ersten veröffentlichten Bilder, aber sie sind trotzdem schön anzuschauen.

Der Film, der zunächst unter dem Arbeitstitel «Midnight in Barcelona» gestartet wurde und im Herbst unter dem Titel «Vicky Cristina Barcelona» in die Kinos kommt (USA: 5.09., Spanien: 19.09., deutscher Filmstart steht noch nicht fest), ist ein weiterer aus Allens Regiephase außerhalb der USA (der vierte in Folge), der erneut in einer europäischen Hauptstadt spielt. Dieses Mal Barcelona, Allen drehte zum ersten Mal in Spanien.

Javier Bardem (Oscarpreisträger, der das internationale Publikum gerade im Film der Coen-Brüder «No Country for old men» überzeugt hat) spielt einen spanischen Maler, der verheiratet war mit María Elena, dargestellt von Penélope Cruz (die beiden sind ja – im Gegensatz zum getrennten Paar im Film – momentan auch in echt ein Paar), und beginnt ein wie auch immer geartetes Verhältnis mit den amerikanischen Touristinnen Cristina (Scarlett Johansson) und Vicky (Rebecca Hall). Scheint ja alles kompliziert genug für einen echten Woody Allen-Film. Ich denke, man darf gespannt sein.

Ich bin ja nicht so der große Woody Allen-Fan, aber bei der Besetzung und bei der Stadt (ich liebe Barcelona), schau ich ihn mir natürlich an, vielleicht in der Stadt, die auch Woody Allen so mag, und wo ich den superkleinen Mann einmal live (fast nicht) gesehen habe: in San Sebastián.

Kino, Spanisch

Almodóvar bloggt über seinen nächsten Film „Los abrazos rotos“

Blog (?) von Pedro Almodóvar Dieses Frühjahr dreht Pedro Almodóvar seinen mit großer Spannung erwarteten nächsten Film («Los abrazos rotos»). In den Hauptrollen des im März 2009 in die Kinos kommenden modernen Film noirs werden wir – neben der wunderbaren Penélope Cruz – Blanca Portillo und Lluís Homar bestaunen können.

Über die Arbeit am Film will der Mann, über den ich meine Magisterarbeit geschrieben habe, wieder auf seiner Homepage berichten. Das hat Almodóvar ja auch schon bei «Volver» so gemacht (Text & Blog berichtete), nur dieses Mal nennt er es – husch husch auf den Zug der Kommunikation in Zeiten von Web2.0 aufspringend – Blog. Lieber Pedro, das ist zwar kein Blog, was du uns hier lieferst, dann könnte ja auch Anke Gröner behaupten, sie habe ein Blog. Das ist eine einfache Homepage, auf der du von deiner Arbeit berichtest. Ohne jede Kommentarfunktion, ohne jede Partizipation, außer der schlichten Lektüre. Du nennst es jetzt Blog. Na ja. Aber es sei dir verziehen, solange du uns auf dem Laufenden hältst über deine spannende Filmarbeit und uns Fotos vom Drehprozess und den Vorbereitungen von «Los abrazos rotos» zeigst.

Im ersten Eintrag vom 25.03.08 erzählt uns Neu-Blogger Almodóvar auf spanisch (englische und französische Übersetzung sind geplant) etwas zum Drehbuch und weshalb er jetzt bloggt: El Guión – El Blog y yo:

Y sobre todo, aumentará mi nivel de stress y de angustia, porque literalmente no tengo tiempo ni de „limpiarme el culo“, como diría mi madre. Además, yo no soy escritor de diarios, aparte de los guiones (que los escribo impulsado por una histérica necesidad de fabular, necesito de la ficción tanto como el oxígeno) el resto de mi producción literaria sólo he sido capaz de escribirla bajo presión, en circunstancias en las que nunca disponía de tiempo. Aunque me ataque los nervios, he decidido escribir este blog a pie de obra, aunque a veces peque de precipitado y arbitrario. Lo bueno de escribir un blog es que nadie puede acusarte de egocéntrico.

Siehe auch El País: «Pedro Almodóvar estrena blog».

Kino, Spanisch

Ophüls-Festivalleiterin Birgit Johnson gestorben

Wie ich gerade von Carmen per E-Mail erfahre, gibt es traurige Nachrichten aus dem Saarland. Die Ophüls-Festival-Leiterin Birgit Johnson (51) ist bereits letzten Freitag verstorben. Das Festivalteam verabschiedet sich von seiner künstlerischen Leiterin, die schon das vergangene Festival im Januar ob ihres Krebsleidens nicht mehr veranstalten konnte, mit den Worten:

Wir trauern um Birgit.
Wir vermissen ihre Warmherzigkeit, ihren Humor, ihre Begeisterung und ihr Lachen. Sie war für uns mehr als nur Festivalchefin – sie war Ratgeber und Freundin zugleich und hatte in jeder Situation ein offenes Ohr.
Birgit Johnson war Kopf und Herz des Filmfestivals Max Ophüls Preis und wird immer ein Teil von uns bleiben. Wie gerne hätten wir mit ihr das 30jährige Festivaljubiläum gefeiert.

Siehe auch Meldung und Nachrufe auf den Seiten des Saarländischen Rundfunks: Festivalchefin Johnson gestorben.

Ich hab durch meinen Weggang von Saarbrücken nach Hamburg Birgit Johnson leider nicht mehr kennen lernen können. Und doch macht mich diese traurige Nachricht aus Saarbrücken sehr betroffen.

Kino, Ophüls, Saarland
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