Kino

Blick auf die Bucht von San Sebastián

San Sebastián: Blick auf die Bahía de la Concha

Achim Voermanek, ein lieber Freund aus Saarbrücker Tagen, der mittlerweile in San Francisco lebt, hat mir heute dieses Panorama-Foto von San Sebastián geschickt. Traumhafter Blick vom Schloss auf die Bucht, die Bahía de la Concha. Unbedingt in groß anschauen. Tolles Bild! Danke, Achim, auch für die Erlaubnis es hier zu zeigen.

Im September (vom 18. – 27.9.08) werde ich wieder in Donostia sein, auf dem Internationalen Filmfestival von San Sebastián. Dann übrigens zum 14. Mal, ununterbrochen in Folge seit 1995. Obiger Blick erhöht meine Vorfreude darauf.

Foto, Kino, Spanisch

Spanische Filmtage Hamburg: Sehenswerte Filme

Wie versprochen noch ein paar Anmerkungen zu den Spanischen Filmtagen Hamburg, die ich heute Nachmittag schon angekündigt hatte:

Olaf Berg, Mathias Fahrig und Lars Stubbe haben wieder einmal ein sehenswertes Programm zusammengestellt. Besonders ans Herz legen möchte ich euch das Kurzfilmprogramm: «Tapas mixtas» (Mo. 7. 7. & Di. 8. 7. 21 Uhr). Dort gibt es u.a. den intelligenten Kurzfilm «Llévame a otro sitio» von David Martín de los Santos zu sehen, in dem nicht nur die Schauspieler ihre Rollen spielen. Ein junges Ehepaar in der Krise. Nein, kein langweiliger Streifen, sondern spannendes Kino im gut getimeten Kurzformat. Als Vorgeschmack der Filmanfang:


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Auch wenn der 21-minütige Kurzfilm komplett auf YouTube zu sehen ist, bitte unbedingt – wenn möglich – im Kino anschauen. Filme sind für die Leinwand gemacht!

Auch für die Leinwand gemacht ist der Dokumentarfilm «Próxima estación» (Nächste Station), über das Schicksal ecuadorianischer Einwanderer in Spanien (Fr. 11. 7. um 19 Uhr; mit Estela Ilárraz als Gast). Dazu gibt es einen guten El País-Artikel: «Tres millones de historias de inmigración». Anhand dreier Familien wird das Einleben in einem neuen Land gezeigt, das zwar die gleiche Sprache wie das Herkunftsland spricht, das aber doch so anders ist.

Ganz großes semidokumentarisches Kino ist der Streifen «Lucio» des Basken Aitor Arregi (Do. 10. 7. um 19 Uhr). Unbedingt anschauen, ein absolut faszinierender Film. Die wahre Geschichte eines baskischen Bauarbeiters, der zum anarchistischen Widerstandskämpfer wird und zum gerissenen Fälscher von Banknoten und Ausweispapieren mutiert. Um Geld zu sammeln für den politischen Widerstand gegen Franco. Auch hier der Trailer:


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Und last but not least zeigen die Spanischen Filmtage einen Film, den ich schon vor über zwei Jahren hier im Blog vorgestellt hatte: «Azuloscurocasinegro» (Dunkelblaufastschwarz): Spanisches Kino in dunkelblaufastschwarz. Wer den Film immer noch nicht sehen konnte (er lief ja schon häufiger im Kino), hat nun in Hamburg wieder die Chance dazu.

Ich bin mir sicher die spanischen FilmfreundInnen werden wieder für volle Säle im 3001 Kino auf der Schanze sorgen. Und das ist gut so. Hier nochmal das komplette Programm im Überblick. ¡Nos vemos en el cine!

Hamburg, Kino

Marias bisher verborgene Flucht in Metropolis

Bisher unbekannte Sequenz aus Fritz Langs  Metropolis
Maria auf der Flucht, in einer bisher unbekannten Sequenz aus Fritz Langs Metropolis.

Thomas hat recht: Filmgeschichte kann spannend sein. Nun sind bisher unbekannte Sequenzen aus Metropolis (1927) in Argentinien aufgetaucht. Alle Infos gibt es in einer Vorabveröffentlichung auf ZEIT online:

Am Dienstag vergangener Woche reiste Paula Félix-Didier in geheimer Mission nach Berlin, um sich dort mit drei Filmgutachtern und mit Redakteuren des ZEIT-Magazins zu treffen. Im Gepäck der Museumschefin aus Buenos Aires: eine Kopie einer Langfassung von Fritz Langs Metropolis, darin Szenen, die seit fast 80 Jahren als verschollen galten.

ZEIT Magazin zum sensationellen Metropolis-Fund «Mehr über diesen Krimi der Filmgeschichte lesen Sie im ZEITmagazin.», wirbt die ZEIT zurecht. Wird morgen gekauft.
[Update 3.7.08:] Ich kann meine heute Nacht spontan ausgesprochene Kaufempfehlung für DIE Zeit nur noch einmal wiederholen. Großartig, was ich auf dem Weg in die Bibliothek schon in der U-Bahn sehen und lesen konnte. Es handelt sich bei dem Fund um eine 16mm-Kopie der damals,1928, in Argentinien gezeigten langen Version mit spanischen Zwischentiteln. Schön auch die Geschichte, wie die Kopie über die Zeit gerettet wurde und wie ein geschiedenes Paar (der Filmkritiker Fernando Peña und die Filmmuseumsleiterin Paula Félix-Didier aus Buenos Aires) weiter seine gemeinsame Liebe zum Film pflegte und die Entdeckung so letztendlich publik machen konnte. Ganz viele Fotos in der Ausgabe des ZEIT-Magazins. Ich bin begeistert, aber sowas von! [Ende Update]

Weitere Infos:

[via Filmtagebuch]

Artikel, Kino

Spanische Filmtage Hamburg: Hombre de Arena

In Hamburg zu leben, hat viele Vorteile. Das ist keine Neuigkeit. Einer davon, und dazu einer, der mir besonders am Herzen liegt, ist, dass in der Hansestadt viele spanischsprachige Filme im Orginal gezeigt werden. Für gut informierte Kinogänger ist dies ebenso wenig eine Neuigkeit, genau so wenig wie die Tatsache, dass morgen die Spanischen Filmtage Hamburg starten. Allen anderen seien sie hier nochmals empfohlen:

Vom 3. bis 16. Juli 2008 gibt es im 3001 Kino viele gute Filme aus dem Land des aktuellen Europameisters. Zur Einstimmung der Trailer des morgigen Eröffnungsfilmes «Hombre de Arena» (Der Sandmann); Regie: José Manuel González-Berbel, mit Hugo Silva & María Valverde (die Kleine aus «La Flaqueza del bolchevique»):


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Aus Zeitmangel erstmal nur dieser Vorab-Hinweis. Ein etwas ausführlicherer Artikel folgt. Heute Nacht.

Hamburg, Kino, Spanisch

Mike Leigh: Happy-Go-Lucky

Aus Peter Nosters Trailerrundumschlag möchte ich einen Trailer herausgreifen, der den neuen Mike Leigh-Film Happy-Go-Lucky zeigt:


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Sally Hawkins, die auf der diesjährigen Berlinale, wo ich das Glück hatte den Film zu sehen, aber sowas von zurecht mit dem Preis der besten Darstellerin ausgezeichnet wurde, spielt die Lehrerin Poppy (what a name!), die vom unbedarften Umfeld (und sicher von den meisten Zuschauern des Films) für naiv gehalten wird. Ich denke ja, sie ist in ihrer schusselig wirkenden Liebenswürdigkeit viel näher an den Dingen des Lebens dran, als es erscheinen mag.
arte (gute Site mit vielen Infos zum Film!) spricht zurecht von einem Gegenentwurf zum düsteren Film «Naked», den Mike Leigh 1993 gedreht hatte. Der Film kommt am 3. Juli in Deutschland in die Kinos. Unbedingt anschauen. Sehenswert. Und nein: Poppy ist nicht naiv.

Kino, Video

Drehen mit Almodóvar: Küssen und Leiden

Pedro Almodóvar stellt in Madrid die teuersten und längsten Dreharbeiten seines nächsten Filmes vor (ab 26. Mai drei Wochen in Madrid und auf Lanzarote), knuscht dabei sein Team ab und meint Penélope müsse leiden bei der noch anstehenden Filmarbeit. Na warte!
Wer spanisch kann, bitte hier entlang: «Almodóvar: „Penélope sufrirá mucho“» (die Bilder versteht man aber auch so ;-).
Pedro und Penélope im Video auf El País [Update 20:00 Uhr: Jetzt auch mit Video]

Es geht dabei um seinen nächsten Film «Los abrazos rotos», den ich vor ein paar Wochen im Artikel über Almodóvars Filmblog (das keines ist) schon vorgestellt habe.

Kino, Spanisch

Kongress Info 2008 in Havanna

Congreso Internacional de Información - Info 2008 - Havanna, Kuba

Auf Einladung der Friedrich Ebert Stiftung in Bonn nehme ich in der nächsten Woche an dem «Congreso Internacional de Información» – Info 2008 (International Congress of Information, engl. Beschreibung) teil.
Ich werde in Sektion vierPapel de las bibliotecas, los archivos y los servicios de información en la sociedad del conocimiento / Role of Libraries, Archives and Information Services in the Knowledge Society der wirklich umfangreichen Tagung (das Programm erstreckt sich über mehr als 100 Seiten!) über Innovationen im deutschen Bibliothekswesen referieren und dabei das System der deutschen Virtuellen Fachbibliotheken (mit dem übergreifenden Wissensportal vascoda und als konkretes Beispiel die ViFa cibera) vorstellen und über die Möglichkeit sprechen, diese mit Web 2.0-Modulen anzureichern.

Aus dem Erfahrungsbericht einer TeilnehmerinHeike vom Orde, Bayerischer Rundfunk, Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI): Bericht über Teilnahme am Congreso Internacional de Informacion (Info ’2006) in Havanna, Kuba. Download des Berichtes (PDF, 3 S.) der letzten Konferenz «Info 2006» geht die Bedeutung dieses Konfgresses recht gut hervor:

Die internationale Veranstaltung wird u.a. vom Institut für wissenschaftliche und technische Information, einer Abteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Umwelt der Republik Kuba organisiert; im Organisationskomitee sind zahlreiche Vertreter der Bibliotheks- und Informationswissenschaft aus Lateinamerika vertreten. Die Veranstaltung findet im zweijährigen Turnus statt und wird u.a. von der UNESCO gesponsert. Sie ist eine der renommiertesten Veranstaltungen in diesem Bereich in Mittel- und Südamerika.

Ich hoffe, ich werde die an mich gestellten Erwartungen erfüllen können und den kubanischen sowie den weiteren lateinamerikanischen Kolleginnen und Kollegen hilfreiche Einblicke in die Bibliotheksarbeit in Deutschland geben können und gleichzeitig in Erfahrung bringen, an welchen Projekten in Kuba gearbeitet wird. Der Kongress steht unter dem Motto «Sociedad del Conocimiento: Nuevos espacios para su Construcción» («Society of the Knowledge: New spaces for their Construction»).

La Havana vieja. Foto: jordi.martorell
La Havana vieja. Foto: jordi.martorell

Ich bin sowohl gespannt auf den Kongress (und den dort proklamierten neuen Räumen der Wissensgesellschaft) als auch auf die Stadt Havanna (ich war noch nie in Kuba) und auf die Stimmung im Land nach dem Abtreten von Fidel. Ob ich von dort werde berichten können, weiß ich noch nicht, ich vermute eher nicht. Also bitte nicht wundern, wenn zwischen dem 20.04. und dem 28.04.08 Sendepause herrscht auf Text & Blog. Was ich natürlich versprechen und hier schon einmal ankündigen kann, ist die Berichterstattung danach. Sowohl über den Kongress, als auch über Havanna.

Foto, Internet, Kino, Literatur, Spanisch
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