Kino

Quentin Tarantinos TOP 20-Filme seit 1992

Quentin Tarantino (46) hat seit 1992 sieben Filme als Regisseur auf die Leinwand gebracht: 1992: Reservoir Dogs, 1994: Pulp Fiction, 1997: Jackie Brown, 2003: Kill Bill – Vol. 1, 2004: Kill Bill – Vol. 2, 2007: Death Proof und in diesem Jahr Inglourious Basterds. In diesem Video verrät er seine persönlichen TOP 20-Filme (die eigenen selbstredend ausgenommen), die seit er selbst Filme macht, veröffentlicht wurden:


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Sein absoluter Liebling ist der japanische Film Battle Royal (Trailer) von Kinji Fukasaku. Auf den folgenden Plätzen nennt er – ohne weitere Abstufung – in alphabetischer Reihenfolge:

Anything Else
Audition
Blade
Boogie Nights
Dazed & Confused
Dogville
Fight Club
Fridays
The Host
The Insider
Joint Security Area
Lost In Translation
The Matrix
Memories of Murder
Police Story 3
Shaun of the Dead
Speed
Team America
Unbreakable

Die Hälfte davon hab ich gesehen, bei einigen war ich verwundert, dass sie in Tarantinos Reihe auftauchen (etwa Dogville, den ich selbst auch großartig finde, oder Lost in Translation und Speed haben mich hier überrascht). Von Tarantinos Filmen bin ich ja – wie so viele – begeistert. Gleich seinen ersten fand ich großartig, und schließe diesen Artikel deshalb mit dem Trailer zu Reservoir Dogs von 1992 ab:


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[via ALT1040]

Kino, Video

«Der zweite Atem» von Jean-Pierre Melville auf arte

Heute Abend ist auf arte wieder Mal großes Kino angesagt. Erstmals ungekürzt zeigt der deutsch-französische Kultursender zum Ende seiner Lino-Ventura-Reihe einen Klassiker des französischen Gangsterfilmes: «Der zweite Atem» (Le deuxième souffle) von Jean-Pierre Melville aus dem Jahr 1966.


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Der berüchtigte Gangster Gu entkommt aus dem Gefängnis. Als er einen Doppelmord begeht, nimmt der erfahrene Kommissar Blot seine Spur auf.

Mehr Infos bei arte (wo es auch einen weiteren Filmausschnitt zu sehen und eine Menge Fakten rund um diesen wichtigen Film zu lesen gibt) und in dem guten Übersichtstext von Jens-Christian Pohl «Der französische Kriminalfilm der Sechziger Jahre». Dort schreibt er:

Melvilles Gangsterdramen gehören zu den absoluten Meisterwerken, sowohl in der Geschichte des französischen Gangsterfilms als auch des internationalen Gangsterfilms.

Wie gesagt, erstmals in der Film komplett zu sehen. Bisher fehlten 25 Minuten, die wurden nun nachsynchronisiert. Unbedingt anschauen (oder wie ich – da parallel St. Pauli in Aachen spielt – aufzeichnen): arte, 17.8.09, 21:00-23:25 Uhr.

Kino, TV

Tony Manero – Travolta in Zeiten der Diktatur

Filmplaket Tony Manero Tony Manero ist ein ganz wunderbarer Film über ein Travolta-Double in Chile zur Zeit der Militärdiktatur. Heute stellt die New York Times den Film von Pablo Larraín zum Start in den Kinos von Manhattan vor:

Talk about self-delusion! The grotesque spectacle of a 52-year-old thug with a graying pompadour, stripped to his briefs in front of a mirror gracelessly imitating John Travolta’s dance moves from “Saturday Night Fever,” haunts Pablo Larraín’s film “Tony Manero” like a nightmare apparition.

Weiter in «Somebody in Chile Worships the Disco-Era Travolta».


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Ich habe den Film letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfestival von San Sebastián in der Reihe «Horizontes Latinos» gesehen und war begeistert. Er lief auch im European Film Market auf der Berlinale. Leider ist noch kein deutscher Filmstart bekannt. Wenn Ihr den Film hier mal irgendwo zu sehen bekommt (vielleicht auf einem Latino-Filmfestival), unbedingt reingehen!

Kino, Politik, Spanisch

Maren Ade: «Alle Anderen» mit genialer Birgit Minichmayr


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Einer der besten Filme, den ich dieses Jahr auf der Berlinale gesehen habe, ist am Donnerstag in Deutschland in die Kinos gekommen: «Alle Anderen» von Maren Ade (32), die auch das Drehbuch geschrieben hat. Unbedingt reingehen, dieser Film ist großartig.

Birgit Minichmayr hat für ihre geniale Leistung vollkommen zurecht den Goldenen Silbernen Bären als beste Schauspielerin bekommen: ihr gelingt das, was das höchste Lob für eine Schauspielerin ist: man vergisst beim ihr Zuschauen, dass sie spielt. Man glaubt, sie IST die Figur, die sie SPIELT. Unglaubliche Präsenz, sehr gute Dialoge.

Lars EidingerLars Eidinger hat leider noch keinen Wikipedia-Artikel, dafür nur eine grottige Myspace-Site. 😉, der seit 10 Jahren fest zum Ensemble der Schaubühne gehört, hat es zwar schwer an ihrer Seite noch zu brillieren, doch auch er spielt die Rolle des zweifelnden, introvertierten Chris an der Seite der impulsiven Gitti sehr glaubwürdig und nachvollziehbar.

Filmplakat: Alle Anderen

Die große Leistung des Filmes: trotz ernstem Thema (Beziehungs- und Lebenskrise eines Mitte-Dreißiger-Pärchens) ist der Film zu keinem Moment langweilig. «Alle Anderen» ist kein Betroffenheitskino einer bräsigen Autorenkino-Schule, sondern unterhaltsames, kluges und nachdenklich stimmendes Porträt einer (un)möglichen Beziehung. Wie gesagt: reingehen!

Weitere Infos:

Kino

62. Filmfestival in Cannes

Wie eine Fliege einen verändert - ich in Cannes ;-) Wieder mal ein Jahr in dem ich leider schreiben muss: «Kann nicht nach Cannes». Wenn ich sehe, wie die Leute von Radio France sich in Cannes installieren und wenn ich zu Beginn des Spots die Melodie des großartigen Festivaltrailers höre, der vor jedem Film im Palais du Festival gespielt wird, bekomme ich ganz großes Heimweh nach dem wunderbaren Filmfestival an der Croisette, auf dem ich regelmäßig von 1995-2003 war:


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Wie bereits getwittert, wäre ich jetzt auch gerne in Cannes, weil dort mit Almodóvar, Coixet & Amenábar 3 Spanier an den Start gehen: La Costa Azul es española.

Auf dem Zwitscherkanal zur schnellen Verbreitung wichtiger Informationen habe ich ebenfalls kommuniziert, dass es einen Trost für uns Daheimgebliebene gibt: die hervorragende Berichterstattung des deutsch-französischen Kulturkanals arte: via Twitter, Web und TV (jeden Abend von 20-20:15 Uhr im arte Spezial Cannes) können wir das heute beginnende Festival bis nächsten Sonntag, den 24. Mai 2009, verfolgen.

Kino, TV, Video

Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen


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Der Dokumentarfilm „Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen“ von Irene Bude und Olaf Sobczak hat den Hamburger Dokumentarfilmpreis gewonnen.

Aus der Beschreibung:

Mit zahlreichen Großprojekten wird Hamburgs berühmtester Stadtteil umgebaut – eine der letzten Lücken in der „Perlenkette an der Elbe geschlossen. Die touristische Vermarktung läuft auf Hochtouren. Immer mehr Gut- und Bestverdienende leben und arbeiten nun im ehemals armen St. Pauli. „Die Leute raus Mieten hoch bumm – ganz normal Kapitalismus oder wie sagt man -so beschreibt ein Interwiewter im Film diese Entwicklung.

Wo bleiben die Menschen, die in den günstigen Wohnungen lebten und die in den Kneipen für 1,50 Euro ein Bier trinken konnten? Was passiert mit denen, die nicht mehr in das neue Bild passen oder sich wehren?

Im Film kommen viele St. PaulianerInnen zu Wort und bilden jenseits von Rotlicht, Kleinkriminellen und Arme-Leute-Klischee ein vielfältiges Meinungsspektrum ab.

Alle Infos unter www.empire-stpauli.de

FC St. Pauli, Hamburg, Kino

Ágora von Alejandro „El Grande“ Amenábar

Alejandro Amenábar und Homayoun Ershadi am Set von Agora

Im Herbst kommt mit Ágora der 5. Film von Alejandro Amenábar in die Kinos (Start in Spanien: 2. September 2009, läuft aber diesen Monat schon auf dem Festival in Cannes). Ich glaube, da kommt ein monumentaler Streifen auf uns zu. Ágora ist die griechische Bezeichnung für den Versammlungsplatz einer Stadt. Der Film spielt im 4. Jahrhundert nach Christus in Alexandrien. 15 Wochen auf Malta gedreht, mehr als 50 Mio. Euro Produktionskosten. Internationale Besetzung des auf englisch gedrehten Werkes: Rachel Weisz, Max Minghella, Homayoun Ershadi, Oscar Isaac, Michael Lonsdale, Rupert Evans u.a.). Natürlich kein Vergleich zu den vier Vorgängern Tesis, Abre los Ojos, The Others und Mar Adentro. Hier der Vorab-Trailer, der bereits im Februar veröffentlicht wurde:


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Wer spanisch kann, findet in der heutigen Ausgabe von El País in der Reihe «REPORTAJE: Vidas al límite» den Artikel eines meiner Lieblingsschriftsteller, Juan José Millás, über einen meiner Lieblingsregisseure: «Alejandro El Grande»:

Cuatro películas le han dado fama mundial. Algo que encara “con frialdad y desapego”. amenábar se ha lanzado a una insólita superproducción. ‘Ágora’ es cine como el de antes. éste es el retrato de un miedoso valiente. Un dócil rebelde. Un tímido que no es tímido. Un cineasta hecho de contrarios.

Natürlich ist das ein ganz wunderbarer Text. Natürlich bin ich nicht ganz unvoreingenommen, zumal ich einen der Beteiligten, den Regisseur, persönlich kenne. Nichtsdestotrotz lohnt die Lektüre des Textes. Und wer kein Spanisch kann, sollte sich wenigstens die beeindruckenden Bilder des Monumentalstreifens anschauen, der vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft immer an Ostern im TV ausgestrahlt werden wird. Könnte eng werden für Ben Hur. 😉

Kino, Spanisch
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