Kino

The Dubai in me – von Christian von Borries

Dubai ist ein Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate und liegt am Persischen Golf. Jeky macht gerade ihren wohlverdienten Urlaub dort. Sie wird morgen hoch hinaus kommen und sicher tolle Fotos mitbringen. Für viele ist Dubai ein hoch interessantes Reiseziel. Die Stadt Dubai hat ungefähr so viele Einwohner wie Hamburg (ca. 1,8 Mio.). Aber ansonsten hat die Stadt wenig mit der Hansestadt gemein. Laut World Wealth Report hat Dubai 68.000 US-Dollar-Millionäre, was knapp 4,6 % der dortigen Bevölkerung ausmacht. Dies ist – so lesen wir in der Wikipedia – eine der höchsten Millionärsdichten der Welt.

Mit seinem Film The Dubai in me wirft Christian von Borries einen Blick hinter die Fassaden des Emirates, das so eine außerordentliche Entwicklung mitgemacht hat. Der Film des Komponisten, der einmal gesagt hat «Das Sampeln ist eine uralte europäische Kulturpraxis» (Quelle: FAZ), kann morgen, Sonntag, 21.11.2010 um 15:00 Uhr, in Berlin im Haus der Kulturen der Welt gesehen werden, oder hier im Netz:


THE DUBAI IN ME – Christian Von Borries
Hochgeladen von reseaumarseillais. – Sieh weitere Film & TV Videos.

Dubai verkörpert den Wirklichkeit gewordenen Traum eines entfesselten Wachstums. Die Bilder, die davon um die Welt gehen, verdecken jedoch nicht nur das Leid ungezählter Arbeiter, auf deren Rechtlosigkeit das Wunder am Persischen Golf erbaut wurde. Sie beeinflussen auch unsere eigenen Vorstellungen von einem idealen Ort, von dem „Dubai in uns“. Borries’ Film nähert sich diesem Phänomen spielerisch. Er widersetzt sich den klassischen Regeln des Dokumentarfilms und sucht auf metaphorische Weise hinter den Fassaden die Wahrheit zu entdecken.

[via Freitag.de]

Kino, Video

Doku «In die Welt» von Constantin Wulff auf 3sat

Den Sender 3sat kann man wirklich nur loben. Für ein durchweg gutes TV-Programm im Allgemeinen und für die aktuelle Doku-Reihe im Speziellen. Nachdem ich letzte Woche den Lesern der Stabi schon den Dokumentarfilm «How to Make a Book with Steidl» – einen wirklich grandiosen Film über den leidenschaftlichen Drucker und Verleger Gerhard Steidl – empfohlen hatte, zeigt der deutschsprachige Kulturkanal heute Abend den auf der Diagonale 2009 als besten österreichischen Dokumentarfilm prämierten «In die Welt» von Constantin Wulff:


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Kino, TV

Ganz großes Kino im TV: Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens


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Mit das Beste, was es in diesem Jahr im Kino (auf der Berlinale) und im TV (auf arte) zu sehen gab, kommt ab heute Abend in der ARD. Die erste Doppelfolge wird ab 21.45 Uhr ausgestrahlt. Wer’s noch nicht gesehen hat, unbedingt anschauen. Alle Ausstrahlungstermine der 10-teiligen Serie in ARD und Einsfestival.

Ausführliche Infos zum TV-Highlight des Jahres habe ich ja hier schon im April anlässlich der Ausstrahlung auf arte vorgestellt: Dominik Graf: Im Angesicht des Verbrechens.

Kino, TV

Secuestrados – Panik der Entführung in 12 Einstellungen


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Sieht man sich den Trailer dieses Filmes an – den könnt ihr auch gucken, wenn ich kein Spanisch könnt -, wird einem schon klar, warum Secuestrados (Entführt) auf dem Festival von Sitges momentan für viel Furore sorgt. Rochus Wolff, der den Film des jungen spanischen Regisseurs Miguel Ángel Vivas gestern in Sitges sah, und dem während des Festivals auch sonst nichts erspart bleibt, ist auch recht angetan und fasst den Inhalt und den formalen Eindruck von Secuestrados wie folgt zusammen:

Eine Kleinfamilie (Mama, Papa, Teenagertochter) wird von drei Männern in ihrem frisch bezogenen Haus überfallen. Der Film ist unglaublich dicht und mit vergleichsweise wenigen Schnitten gemacht – die meisten Sequenzen sind offenbar mit einer Steadycam und minutenlang ohne Cut entstanden. Das saugt in die Story hinein, und das macht alles nur noch schlimmer.

Rochus wird den Film noch ausführlich rezensieren. Bin schon gespannt darauf. Und natürlich darauf, den Film irgendwann zu sehen. Dass Rochus es auf seinem wunderbaren Filmblog Butt-kicking Babes schafft, trotz der vielen Filme, die er in Sitges sieht, auch noch kurz drüber zu bloggen, dafür zolle ich ihm ausdrücklich Respekt. Ich schaff das ja, wie ihr wisst, immer erst im Nachhinein. 😉

Spanische Artikel zum Film:

Kino, Spanisch

San Sebastián 2010 – mein Festivalbericht

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Die Frau auf dem Festivalplakat, deren Foto in Donostia omnipräsent war, ist die Berliner Designstudentin Charlotte. Ein Geheimnis, welches das Festival erst am letzten Tag lüftete.

Wie schön es in San Sebastián ist, macht dieses Video deutlich, das ihr euch getrost auch anschauen könnt, wenn ihr kein Spanisch könnt. Der Film mit dem Titel «San Sebastián, La Ciudad del Mar» (Die Stadt am Meer) zeigt in wunderschönen Bildern den Reiz dieser außergewöhnlichen Stadt im Norden Spaniens:


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Ich war, wie berichtet, zum 16. Mal in Folge dort, wegen des Filmfestivals. Hier nun endlich, eine Woche nach Rückkehr, mein Bericht. Ehe ich zum Festival selbst komme, hier meine Bilder:

San Sebastián gehört neben Cannes, Venedig und Berlin zu den wichtigsten europäischen Festivals. Für mich ist und bleibt es das schönste, auch wenn dieses Jahr der Wettbewerb eher schwach besetzt war (wie überall zu lesen war, zum Beispiel in der Süddeutschen). Doch ein Festival besteht nicht nur aus dem Wettbewerb; Donostia (so nennen die Basken ihre Stadt) überzeugt gerade in den Nebenreihen. Einen Überblick über das aktuellste spanische Kino liefert «Made in Spain», den Blick nach Lateinamerika richtet «Horizontes Latinos». Zabaltegi (Perlen) zeigt aktuelle Filme, die bereits auf anderen Festivals liefen. Und nicht zuletzt überzeugt San Sebastián auch durch die beiden perfekt komponierten Retros (dieses Jahr Don Siegel und unter dem Titel «.doc – New paths of non-fiction» den Dokumentarfilmen gewidmet). Dem Sparzwang geschuldet soll es in Zukunft wohl nur noch eine Retro geben. Das ist zwar schade, doch wenn schon auf eine der Reihen verzichtet werden muss, dann ist mir die Reduktion auf eine Retro immer noch lieber als der Ausfall einer der anderen aktuellen Sektionen.

Ich habe in 9 Tagen 49 Filme gesehen. 5-6 Filme pro Tag. Das hört sich nach viel an, ist aber – Disziplin, Durchhaltewillen und Organisation vorausgesetzt – durchaus machbar. 2 am Vormittag zwischen 9 und 13 Uhr, dann wieder 3-4 Filme zwischen 16 Uhr und 1 Uhr nachts. Keine Angst, ich werde jetzt hier nicht von allen Filmen berichten, ich wähle nur ein paar wenige aus. Im Laufe des Jahres gehe ich ja immer mal wieder auf weitere Filme ein, vor allem wenn es die Chance gibt, einen davon in Deutschland zu sehen. Die Stammleser hier kennen das ja. …

Kino, Spanisch
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