The Venice Project: TV goes Web

TV und Internet werden zusammenwachsen. Das ist allen klar. Die Kazaa– und Skype-Entwickler Niklas Zennstrom und Janus Friis arbeiten am «Next Big Thing»: Wie «Business Week Online» berichtet, geht es um ein Konzept, um TV-Sendungen und Videos über das Netz zu verbreiten, diesmal aber von Anfang an in Zusammenarbeit mit den TV-Stationen, und nicht – wie bei der Film- und Musiktauschbörse Kazaa – in Konfronation mit den Rechteinhabern.

The pair plans to develop software for distributing TV shows and other forms of video over the Web, according to people familiar with the matter.

Working under the code name “The Venice Project” Zennstrom and Friis have assembled teams of top software developers in about a half-dozen cities around the world, including New York, London, and Venice.

Siehe auch Meldung auf ZDNet: «Skype-Erfinder arbeiten an TV-Show-Portal».
[via Download Squad]

Exakte Googlevideo-Verlinkung auf Mahna Mahna

Mahna Mahna
Heute habe ich auf Basic Thinking erfahren, daß man auch auf eine bestimmte Stelle eines Videos bei Google Video sekundengenau verlinken kann. Dies geht sehr einfach, indem man der Google-Video-Adresse zum Beispiel ein #1h10min30 anhängt, möchte man eine Stelle genau nach 1 Stunde 10 Minuten und 30 Sekunden ansteuern. Der so angesteuerte Videolink bewirkt auch, daß das Video erst ab der Stelle in den Browser geladen wird.
Da ich eben bei Loic Le Meur auf das grandiose Muppet-Show-Video von «Mahna Mahna» gestoßen bin, führe ich die neue Funktionalität einmal vor, indem ich auf eine schöne Stelle des Videos verlinke, genau nach 1 Minute und 40 Sekunden, der Link sieht dann so aus:
http://video.google.de/videoplay?docid=-4668196322523357460#1m40

Wer sich für die durchaus kuriose Geschichte des Liedes «Mahna Mahna» interessiert, der sollte mal in die Wikipedia schauen, dort erfährt man etwa, daß es der Italiener Piero Umiliani komponiert hatte, und zwar nicht unbedingt für eine Kindersendung. Und zur Schreibweise von «Mahna Mahna» kann man im englischsprachigen Wikipedia-Artikel die unterschiedlichsten Buchstabenfolgen im Kaptiel Alternate spellings bewundern.
Update 23.30 Uhr: Auf meine Nachfrage bei Basic Thinking haben sich die sevenload-Programmierer gemeldet und beschrieben, daß die gleiche Syntax auch bei dem deutschen Video-Sharing-Dienst funktioniert, d.h. durch Anhängen von #1m35 an die Videoadresse. Auch hier zur Präsentation des Effektes ein Beispiel-Link, diesmal auf den Trailer des neuen Moers-Films «Der Bonker».
Respekt vor der schnellen Reaktion des sevenload-Teams, dokumentiert in diesem sevenload-Blogeintrag.

Lyssa meets Angie

Katharina Borchert alias Lyssa im BundeskanzlerinnenamtAngela Merkel und die Internetrevolution
Angela Merkel hat eingesehen, daß man einen Video-Podcast nicht wie eine Neujahrsansprache halten kann. Immerhin. Wie man das ändern kann? Indem man sich von Profis, die sowas können, beraten läßt. Von Lyssa zum Beispiel. Angie zeigt ihr dafür ihr Büro, ihren Globus und ihr Gemüse. Respekt für den Mut der beiden Frauen, die sich bei diesem Treffen Einblick in die weit von einander entfernten Welten verschaffen. Sehen Sie selbst: «Vlogging with German Chancellor Angela Merkel».
[via Spreeblick]

Halberg-Open-Air Saarbrücken

Den Beginn der Schulferien leitet der Saarländische Rundfunk seit 1981 mit einem kostenlosen Musikfestival auf dem Saarbrücker Halberg (wo auch der Sender liegt) ein. Früher hieß das «Schüler-Ferien-Fest», heute lädt man zum Halberg-Open-Air.

Ich habe gerade im Sablog den Hinweis auf die heute beginnenden Schulferien und das «26. Halberg-Open-Air» gelesen und werde ganz nostalgisch, wenn ich daran denke, daß ich dort im Sommer 86 mit ein paar Leuten aus meiner Berufsschulklasse war. Nachdem man uns unsere Zeugnisse bzw. die Kaufmannsgehilfenbriefe (ja, ich habe vor 20 [!!!] Jahren Bankkaufmann gelernt!) ausgehändigt hatte, sind wir hoch zum Halberg und haben dort zum Beispiel Al Corley live gesehen, der damals mit dem von Harold Faltermeyer produzierten «Square Rooms» einen Sommerhit hatte, und den man in diesem absolut Eighties-mäßigen Video bestaunen kann: «Al Corley – Square Rooms (Live At Music Hall)».

Quel dommage: Zinédine Zidane

Zizou rastet aus
Update 17:00 Uhr: So traurig der Vorfall auch ist, so schnell hat die Community bereits reagiert: Der Zizou’sche Kopfstoß ist jetzt schon als Flash-Game im Netz. (Spiel im Moment down, wegen zu großen Erfolges!)
[Update via praegnanz.de]
Wenn schon das Spiel gerade nicht funktioniert, so kann ich hier noch auf das Video mit der Originalszene des Ausrasters von Zinédine Zidane verweisen, wie immer, bei YouTube.
2. Update 18:40 Uhr: Und daß der Gefoulte Materazzi auch kein Kind von Traurigkeit ist, sieht man sehr schön in dieser Zusammenstellung.
[Update 2 via Basic Thinking]
3. Update 18.07.06 14:30 Uhr : Weitere Flash-Game-Adresse, sowie eine Zusammenstellung von Online-Verarbeitungen dieses Themas.

Ana Torroja von Mecano bloggt

Ana Torroja
Wer erinnert sich noch an die spanische Gruppe «Mecano»? Die hatte 1989/90 mit «Hijo de la Luna» auch einen großen Hit in Deutschland. Für die Jüngeren, die hier mitlesen: 1990 das war damals, als Deutschland Weltmeister wurde ;-).
Die Sängerin der Gruppe, Ana Torroja, geht diesen Sommer allein auf Tournee, Titel der Tour: «La fuerza del destino» (dt.: «Die Kraft des Schicksals»). Ana schreibt über die Vorbereitungen und die Konzerte fortlaufend in ihrem noch jungen Blog: «El Blog de la Gira de la fuerza del destino».
Keine Ahnung, ob sie auf der Tour auch den Song von Mecano spielen wird, der mir am besten gefallen hat, wohl eher nicht, da nur bedingt live-tauglich. Handelt es sich doch bei «Tú» um gesungene Poesie. Das Video von «Tú» ist unfassbar kitschig, die Stimme Anas jedoch brillant. Also, Weichzeichner weggedacht und mutig das Video angeklickt, ihr werdet es nicht bereuen:

Tu, y sin ti yo no
Tu, y sin ti ya no…

Weitere Videos von Mecano auf YouTube, dem MTV der 2000er Jahre.

Fifa-Fall Frings: in dubio contra video

Wie auch immer die Entscheidung der Fifa im Fall Frings ausfallen wird, es ist ein Armutszeugnis für den italienischen Fußballverband bzw. die italienischen Medien (z.B. La Repubblica) auf diesem Wege zu versuchen, die deutsche Nationalmannschaft im Vorfeld des morgigen Halbfinalspiels gegen Italien zu schwächen.
Wer sich die Szene des Gerangels nach dem Spiel Deutschland-Argentinien noch einmal anschauen möchte:

Direktlink auf das Video bei YouTube, gefunden bei den WM-Bloggern.

Der betroffene argentinische Abwehrspieler Julio Cruz hat ja bereits ausgesagt, er sei von Frings nicht getroffen worden, bzw. er habe es nicht bemerkt. Man kann nur hoffen, daß die Fifa (Entscheidung ist bis heute 17 Uhr angekündigt) dieser Aussage mehr Glauben schenken wird, als einer recht diffusen Videomaterialdeutung, die die Grenzen von Abwehrhaltung und aktiver Schlagbewegung im Getümmel ineinanderfliessen lässt: in dubio contra video.
Update 17:50 Uhr: Unfassbar: «Fifa sperrt deutschen Mittelfeldspieler» (netzeitung) und «Frings ein Spiel gesperrt» (kicker).
2. Update 21:40 Uhr: Fredi Bobic macht seinem Ärger über die Fifa-Entscheidung gegen Frings beim Grillen Luft und meint im Bobicblog (DIE ZEIT): «Das ist lächerlich!»:

Außerdem müsste die Fifa sich jetzt hinsetzen und die gesamte Szene auseinander nehmen und alle Beteiligten entsprechend bestrafen. Aber mit dieser Kommissionsentscheidung ist Torsten Frings nun das Bauernopfer für den gesamten Rudel.
Konsequent wäre, den Anheizer der Tumulte ausfindig zu machen und diesen zu bestrafen. Damit könnte man den ursächlich Schuldigen bestrafen. Das wäre gerecht.

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