Die Freitagstexter-Karawane
Meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser von Text & Blog! Bitte beachten Sie doch mal wieder den Freitagstexter, eine nette Tradition
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Der Journalist und Fotograf Dietmar Gottschall hat dieses und zig Tausende weitere Fotos zwischen 1965 und ca. 1980 geschossen. Nach seinem Tod 1997 erfüllt sein Sohn Juri Gottschall nun das Lebenswerk des Vaters: Die Fotos, Dokumente der Zeitgeschichte und der privaten Eindrücke einer jetzt schon fernen Zeit, einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen. So beeindruckend die Fotos sind, soviel Respekt gehört auch dem Sohn gezollt, der nun das macht, wozu sein Vater nicht mehr kam. Juri Gottschall über sein und seines Vaters Projekt:
Ich habe diese Seiten ins Leben gerufen, um die Arbeit meines Vaters in seinem Sinne fortzuführen. Als sein Sohn erbte ich ein Konvolut einmaliger Zeitdokumente, die die unterschiedlichsten Lebensbereiche der Sechziger- bis Achtzigerjahre widerspiegeln – Straßenszenen, Portraits von prominenten Persönlichkeiten sowie unzählige Motive aus dem Alltagsleben. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich damit, das umfangreiche Archiv meines Vaters aufzuarbeiten. So sortiere ich in geduldiger Kleinarbeit die unzähligen Negative, die er mir hinterlassen hat und versuche Zusammenhänge einzelner Fotostrecken wiederherzustellen.
Siehe auch FAZ-Artikel vom 16.2.08: «Deutschland, ein Bildermärchen».
[via Web Adventures]

Orkantief Emma wütet mit fatalen Folgen über Deutschland, auch im Norden. Heute waren auch in Hamburg die Auswirkungen zu spüren
Meinen Nachbarn vom Restaurant Sarajevo hat’s kurz nach 14 Uhr sogar den kompletten Zaun umgehauen und den Biergarten zur Straße hin freigelegt, wie auf obigem Foto zu sehen. Ich schrieb noch auf Twitter «Wow, der Wind bläst hart in Wandsbek. Draußen rummst’s ganz schön…», ohne zu wissen, dass der laute Rumms, den ich vernahm, der umgestürzte Zaun war, an dem ich ’ne Viertelstunde später vorbei musste. Zum Glück wurde ganz offensichtlich niemand dabei verletzt. Selbst das dort parkende Auto schien zum Glück nichts abbekommen zu haben.
Gerade eben, als ich wieder nachhause kam, waren die Zaunreste auch schon vom Bürgersteig weggeräumt. Gar nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn die übergroßen Pappeln hinterm Haus, die erst vor 2 Wochen gefällt wurden, noch gestanden hätten und – sich Emmas Druck beugend – umgekippt wären. Momentan ist es hier im beschaulichen Lengerckestieg wieder sehr ruhig. Man hört nur das Plätschern der Wandse. Ich hoffe, das bleibt so.
Meine Leserschaft hat mich ja neulich zum Gravatar-Wechsel aufgefordert. Ich bin diesem Ansinnen nun nachgekommen. Mein Twitter-Profil hab ich im Sinne der Corporate-Identity gleich mit angepasst. Während das bisher genutzte Bild noch aus dem Jahr 2004 stammte (und ein Bärtchen zeigte, dass es nicht mehr gab), ist das neue nun aus 2008, aufgenommen von meinem lieben Freund Leo bei seinem letzten Hamburg-Besuch und es fällt ganz eindeutig – wie von der werten Leserschaft gefordert – in die Content-Kategorie Ringelshirt. Entgegen meinem Versprechen hat es allerdings doch geringfügig mehr als 40 Tage gedauert, bis ich es umsetzen konnte. Dies mag man mir nachsehen.

Kleines Foto in groß im Artikel «Bäume contra Sat-Technik – Problem gelöst»
Erinnert ihr euch noch an das Problem, das ich mit den Pappeln hinter dem Haus hatte, die mir den Satelliten-Empfang erschwerten, sobald im Frühjahr die Blätter ausschlagen? Während ich auf der Berlinale war, sind in Wandsbek die Baumfäller angerückt und haben das Problem im Auftrag meiner Vermieter behoben. Ich dachte erst, die lassen die Bäume nur stutzen und hatte mich schon gefragt, wie lange ich dann wohl wieder Empfang der spanischen Kanäle (vor allem mein Cine-Pakat bei Canal Plus España) über Sat genießen werden dürfe, doch nun habe ich bei Rückkehr aus Berlin entdeckt, dass sie sogar ganz gefällt wurden; ich glaube aus Bebäudeschutzgründen, da die mächtigen und hochgewachsenen Stämme wohl auch schon eine Gefahr für die umliegenden Gebäude darstellten.
Natürlich ist es ein bisschen schade um die Bäume, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich heilfroh bin, nicht wegen des ausbleibenden Fernsehempfangs aus España, der sowohl für meine Arbeit als auch für mein privates Interesse an der spanischsprachigen Kultur unabdingbar ist, umziehen zu müssen.

Was die Hamburgerinnen und Hamburger von den Wahlplakaten zur Bürgerschaftswahl halten – wenn sie diese nicht lustig zerschnippeln 😉 – zeigt dieser kurze Videobericht, den WatchBerlin für DIE ZEIT produziert hat.
Ich finde bis auf wenige Ausnahmen die Plakate nicht besonders gelungen. Würde mich auch nie von ihnen in meiner Wahlentscheidung beeinflussen lassen. Wenn, dann höchstens negativ, wenn ich sie besonders abstoßend finde.
Das nenne ich mal eine praktische Lösung um auf engstem Wohnraum eine Menge Bücher unter zu bringen: Das enge Treppenhaus einer Londoner Wohnung wurde von pfiffigen Innenarchitekten (Levitate) kurzerhand zum begehbaren Bücherregal umfunktioniert. Das us-amerikanische Inneneinrichtungs-Blog «Apartment Therapy» hat, nachdem es ein äußerst geniales von den beiden Österreichern Veronika und Sebastian bewohntes Apartment in einem Gebäude von 1898 vorgestellt hat, nochmals mit ausführlichem Fotomaterial und Berichten auf diese kluge Lösung zum Verstauen von Büchern hingewiesen. Very charming.
[via Cory Doctorow, Boing Boing]

Bin gerade über Rivva und die Pixelgangster auf die Cake Factory gestolpert. Fantastische Fotos sind dort zu bewundern. Gewöhnlich mag ich ja keine Flash-Seiten, aber hier lassen mich die tollen Bilder meine Abneigung gegen diese Webtechnik vergessen und wenigstens kann man einzelne Fotos direkt verlinken, zum Beispiel das surreal anmutende Mauerschaubild von Michael Cogliantry.