Oktober 2005

OpenOffice.org 2.0 klingt gut und ist gut

Nie mehr mit Microsoft Word rumärgern, pdf’s einfach aus der Textverarbeitung heraus durch zwei Klicks erzeugen und trotzdem mit allen kommunizieren können, die einem einen Text in Word schicken oder ihn im Word-Format haben wollen. Klingt gut und ist gut: Heute ist nach langer Entwicklungszeit Open Office 2.0 erschienen und kann hier kostenlos heruntergeladen werden (78 MB), oder hier für 7,50 Euro (inkl. Porto) als CD bestellt werden.
Besprechungen gibt es zahlreich: etwa bei Golem.de, PCTipp.ch oder in der aktuellen c’t (22/2005, S. 170f). Resonanz auch bei kritischer Betrachtung durchweg positiv. Nach meinen ersten Tests bin ebenfalls begeistert und voller Hochachtung für die Arbeit der Entwickler!

Allgemeines

USA und Cartoons im 2. Weltkrieg

Cartoons ziehen in den Krieg
Die Zeitschrift «Praxis Geschichte» widmet sich in ihrer neuesten Ausgabe (11/2005) dem Thema «Weltmacht USA». Dem Heft (Preis 9,50 Euro) liegt eine zweisprachige DVD über Cartoons im 2. Weltkrieg bei.

Die DVD „Cartoons ziehen in den Krieg“ beschäftigt sich mit der psychologischen Kriegsführung der USA im 2. Weltkrieg, die sich nicht zuletzt des Kinos und insbesondere des Comic-Films und der allseits beliebten Cartoon-Figuren bediente. Die DVD enthält eine umfangreiche und hochinteressante filmische Dokumentation sowie sieben Original-Cartoons in voller Länge.

Folgende Filme sind auf der 96-minütigen DVD:
„Jungle Drums“ (Superman)
USA, März 1943, Regie: Dan Gordon, Länge: 7:50 min
„Scrap Happy Daffy“ (Daffy Duck)
USA, August 1943, Regie: Frank Tashlin, Länge: 8:10 min
„Secret Agent“ (Superman)
USA, 1943, Regie: Seymour Kneitel, Länge: 7:30 min
„The Ducktators“ (Daffy Duck) Anmerk.: Am Ende geschnitten!
USA, August 1942, Regie: Norman McCabe, Länge: 7:10 min
„Confusions of a Nutzy Spy“ (Porky Pig)
USA, Januar 1943, Regie: Norm McCabe, Länge: 7:20 min
„Daffy – The Commando“ (Daffy Duck)
USA, Nov. 1943, Regie: Isidor ‚Friz’ Freleng, Länge: ca. 7 min
„The Sprit of 43“ (Donald Duck)
USA, 1943, Regie: Jack King, Länge: ca. 5:50 min

[via Spiegel Online: DVD-Beileger im Oktober]

Kino, Literatur, Politik

Kalte Herzen vor’m TV

Kaltes Herz vor TVWilhelm Hauff Wilhelm Hauff
Interessanter Vergleich zwischen altem Märchen und modernem TV-Konsum aus psychologischer Sicht:

1828 beschrieb Wilhelm Hauff in seinem Märchen „Das kalte Herz“ einen mit seinem Leben unzufriedenen Menschen: «… ein Köhler hat viel Zeit zum Nachdenken über sich und andere, und wenn Peter Munk an seinem Meiler saß, stimmten die dunklen Bäume umher und die tiefe Waldesstille sein Herz zu Tränen und unbewußter Sehnsucht.»
[…]
Was Wilhelm Hauff zu Beginn des 19. Jahrhunderts hellsichtig literarisch diagnostiziert, sind die gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit und Gegend. Damals war der Schwarzwald eine vorindustrielle Region, in der vor allem familien- und standesgebundene Kleinbürger lebten.
[…]
Daher würde sich Peter Munk heute nicht mehr an seinen Schwarzwälder Kleinbürgern orientieren können. Seine Vorbilder finden sich anderswo. Inzwischen hat sich auch die soziale Welt außerhalb der Arbeit, der Reproduktionsbereich, erheblich verändert, inzwischen gibt es das Fernsehen. Im Jahr 2004 sahen die Zuschauer ab 14 Jahren durchschnittlich 224 Minuten täglich zu.

Kalte Herzen – Wie das Fernsehen den Charakter verändert.
Artikel von Peter Winterhoff-Spurk in «Forschung & Lehre»
Das Märchen im Volltext: Wilhelm Hauff – «Das kalte Herz»(I.) und (II.)

Artikel, Literatur, TV

Versuchung, Verführung und andere Vergnügungen

Pauli bei Nacht - Ausschnitt
Versuchung, Verführung und andere Vergnügungen
Beiträge zu einer Geschichte von Genuss und Luxus im 20. Jahrhundert

Mit ihrer Vortragsreihe im Wintersemester 2005/2006 widmet sich die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg einem Thema, bei dem es weniger um das 20. Jahrhundert als Jahrhundert der Kriege und Krisen geht. Denn dieses Jahrhundert war auch eine Zeit in der sich der Anspruch auf vergnügliche Freizeit in der Gesellschaft immer stärker durchsetzte, in der sich Luxus- in Massengüter wandelten (bei dem gleichzeitigen Versuch, den Luxuskonsum als Distinktionsmittel nicht aufzugeben) und Sexualität zunehmend enttabuisiert wurde.

Veranstalter: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), Hamburg
Datum, Ort: 27.10.2005-16.02.2006, 20357 Hamburg, Schulterblatt 36, Seminarraum 2.Etage
Das Programm der Reihe klingt interessant, z.B. »Hollywoodfilme im ‚Dritten Reich’« oder »Hamburg and the Reeperbahn in Tourist Literature of the 1950s and 1960s«.
[via H-Soz-u-Kult]

Hamburg, Kino, Literatur

RSS-Einführung im BüchereiWiki

Aus aktuellem Anlass der Diskussion in der bibliothekarischen Mailingliste InetBib (über die Funktionalität eines RSS-Feeds auf den neugestalteten Seiten der Deutschen Bibliothek) verweist Edlef Stabenau dankenswerterweise auf
Eine sehr kurze Einführung in Bloglines oder RSS für Bibliothekare und Bibliothekarinnen

* Keine Zeit um sich um die ganzen neumodischen Dinge wie Weblogs, RSS, Syndication, Feedreader usw zu kümmern?
* Trotzdem Interesse mal schnell auszuprobieren, wie das funktioniert und was dabei herauskommt?
* Das alles ohne den ganzen technischen Hintergrund erfahren zu müssen?
* Ca. 15 – 30 Minuten Zeit um in 3 einfachen Schritten einen eigenen Bloglines-Account anzulegen und zu sehen, wie ein Feedreader funktioniert und wahrscheinlich gleich zu erkennen warum das so eine praktische Angelegenheit ist?

Informationskompetenz, Internet, Literatur

Digitale Archivierung des kulturellen Erbes

Lesenswerter Artikel von Jürgen Rink in der aktuellen c’t (22/2005, S. 66, sowie online):
Digitales für die Ewigkeit
Langzeitarchivierung digitaler Inhalte

Langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass der digitale Bestand einen wichtigen Teil unseres kulturellen Erbes ausmacht und akut gefährdet ist. Nationalbibliotheken bereiten ihre Erweiterung auf digitale Archivierung vor oder betreiben bereits Systeme. An der Kooperation zwischen den Protagonisten der digitalen Archive mangelt es allerdings, hier will die EU ein Wörtchen mitreden. Bleibt zu hoffen, dass die allseits monierten knappen Kassen dem digitalen kulturellen Erbe nicht entgegenstehen.

Internet, Literatur

»Million Dollar Boy«

The Million Dollar Homepage
Ideen muß man haben:
Der britische Student Alex Tew hat sich zur Finanzierung seines Studiums folgendes ausgedacht: er verkauft Werbefläche auf seiner Homepage www.milliondollarhomepage.com pixelweise für je 1 $ , Mindestabnahme 10 x 10 Bildpunkte. Er hat damit bereits über 400.000 Dollar eingenommen (Stand 18.10.05) und zig Nachahmer -mit eben meist ausbleibendem Erfolg- hinter sich gelassen.
[via standard.at]
Alex Tew hat natürlich auch ein Blog.
Kuriosum am Rande: neben den meist schlüpfrigen und Ca-si-no-Angeboten gehört auch der TÜV-Rheinland zum erlauchten Kundenkreis.

Internet
Buchseite 2 von 5
1 2 3 4 5