Spanisch

Spanischsprachiges

Linda hält Siesta auf dem Monte Urgull

Linda, der Hund von Beloki
Bin wieder gut aus San Sebastián zurückgekommen. 56 Filme gesehen, gute Gespräche geführt, ein paar Bilder gemacht. Eines davon hier schon mal als Vorgeschmack, ehe es Näheres zum Festival und zu den Filmen geben wird.

Linda im Vorjahr vor der Küste San Sebastiáns Oben zu sehen ist Linda, die Hündin von Sonia und Beloki, die die Bar oben auf dem Monte Urgull haben. Linda war letztes Jahr schon Thema hier im Blog und sie ist so fotogen wie im Vorjahr (siehe Foto rechts).

Foto, Spanisch

Santiago Roncagliolo und DAS Weblog

Das Blog von Santiago Roncaglio Solange der Tagesspiegel meinen Leser-Kommentar unter dem Artikel «Das andere Gesicht» – Untertitel: Von Puppenstuben und Bloggern: Das Berliner Literaturfestival widmet sich Lateinamerika – noch zur Veröffentlichung prüft (und vor allem, weil ihn dort kaum jemand finden wird, auch nachdem er veröffentlicht wird), möchte ich ihn hier publizieren:

Die Diskussion um den korrekten Artikel des Wortes ‚Weblog‘ ist müssig und soll hier nicht fortgesetzt werden. Festzuhalten bleibt jedoch, dass Anfänger gerne den männlichen Artikel verwenden, und Menschen, die sich schon länger mit dem Thema Weblog auseinandersetzen, den ursprünglich verwendeten neutralen Artikel wählen und DAS Weblog schreiben.

Viel wichtiger ist allerdings die korrekte Wiedergabe von Namen: ein journalistisches Mindestmaß an Sorgfalt darf hier sowohl für die gedruckte als auch für die online erscheinende Presse gefordert werden. Der im Artikel behandelte peruanische Autor heißt Santiago Roncagliolo. Sein erwähntes Blog, über dessen Adresse sich sicher auch die am Thema interessierten Leser des Tagesspiegels gefreut hätten, findet sich übrigens hier: blogs.elboomeran.com/roncagliolo

Update 11:45 Uhr: Lob an die Online-Redaktion des Tagesspiegels: der Kommentar wurde immerhin zügig freigeschaltet.

Literatur, Spanisch

Daniel Brühl über Salvador im spanischen TV

Daniel Brühl hat zum Filmstart von Salvador in Spanien keine schlechte Figur gemacht. Der deutsche Schauspieler mit katalanischer Mutter ist hier in der in Spanien sehr beliebten TV-Sendung Noche Hache zu sehen. Moderatorin Eva Hache empfängt nachts um ein Uhr in ihrer Show auf Canal Cuatro, die ich auch manchmal schaue, Gäste zum Interview. Nebenstehendes Video zeigt den ersten Teil von insgesamt 13 Minuten des Auftritts von Daniel Brühl, der nach den Anfangsminuten der etwas angespannten Aufregung seine Scheu ablegt und nach ersten beiderseitigen Plattheiten munter mit Eva drauflos plaudert und unter anderem seine Rolle im Film über den katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich erklärt, aber auch seinen Eindruck schildert, dass die Jugend immer unpolitischer wird, und selbstkritisch einräumt, dass dies auch schon bei ihm der Fall ist. Teil 2 und 3 der TV-Ausstrahlung vom 12.09.06 ebenso auf YouTube.

Daniel Brühl als Salvador Puig Antich
Der Film, über den ich schon seit mehr als zwei Jahren (!) hier im Blog berichtet habe, ist in dieser Woche endlich in Deutschland gestartet (deutsches, 16-seitiges Presseheft als PDF, 200kb).
Meine bisherigen Artikel über die Realisierung des Filmes von Manuel Huerga:
06.10.06: Manuel Huerga mit Salvador in Hamburg
16.09.06: Daniel Brühl in ‘Salvador’ (Infos mit Trailer)
11.09.06: Dilemma des europäischen Kinos (Daniel im Chat bei El País)
06.07.05: Daniel Brühl spielt Salvador Puig Antich (zu den Dreharbeiten)

Kino, Spanisch, TV

Almodóvar: Das Gesetz der Begierde

La Ley del Deseo - Das Gesetz der Begierde Ich habe vorgestern schon auf die Almodóvar-Reihe auf arte hingewiesen. Heute Nacht (23:10 Uhr) läuft ein weiterer Streifen des spanischen Regisseurs, «Das Gesetz der Begierde» (1986), auf dem deutsch-französischen Kulturkanal, der viel zu wenig Zuschauer hat, weil viele lieber seichte Kost auf den anderen TV-Stationen konsumieren. Auch ich werde das mit ein paar Blogartikeln nicht ändern können, aber ich kann zumindest die Menschen, die bei mir mitlesen, auf gute Programmangebote hinweisen, was ich ja auch ab und an tue.

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich auf diesen Film noch besonders hinweisen würde, da er auch in meiner Magisterarbeit behandelt wurde. Meine Arbeit, von der es weiter unten einen Auszug zu lesen geben wird und mit der ich mein Studium der Hispanistik, Germanistik und Komparatistik an der Uni Saarbrücken 1993 beendet hatte, drehte sich um das Thema Film im Film bei Almodóvar, also inwieweit das Filmeschaffen in den Filmen selbst behandelt wird. Dazu passte natürlich ganz hervorragend der Film «Das Gesetz der Begierde», denn die Hauptperson des Films, Pablo Quintero (gespielt von Eusebio Poncela) ist ein Regisseur.
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Kino, Spanisch, TV

Almodóvar-Reihe auf arte: Alles über meine Mutter

Heute beginnt auf arte eine kleine Almodóvar-Reihe mit vier Filmen des berühmtesten spanischen Regisseurs der Gegenwart, auf die ich natürlich gerne hinweise. Es gab eine Zeit, da konnte ich keine Almodóvar-Filme mehr sehen (vor allem nach meiner Magisterarbeit, die ich zum Abschluss meines Hispanistik-Studiums in Saarbrücken über den Regisseur aus La Mancha geschrieben habe), aber jetzt – nach so vielen Jahren – geht es wieder und «Todo sobre mi madre» (Alles über meine Mutter), mit dem die Reihe heute Abend um 20:40 Uhr startet, ist ja einer seiner besseren. Es gibt ihn in London sogar als Theaterstück zu sehen. Was den Reiz des Films von 1999, also aus der mittleren Schaffensphase von Almodóvar, ausmacht, bringt die arte-Beschreibung ganz gut auf den Punkt:

Pedro Almodóvar, einstiges Enfant terrible des spanischen Films, inszeniert diese verschlungene Geschichte sowohl als Humoreske als auch als Drama und verknüpft ohne Scheu Zitate aus klassischen Hollywood-Dramen wie „All About Eve“ (1950) mit beiläufigen sexuellen Tabubrüchen. Aus abgründigen Ereignissen schürft er dabei eine emotionale Wahrheit und Tiefe, die einen zugleich lachen und weinen lässt. Auch dieser warmherzig-exzentrische Film feiert Almodóvars Lieblingsschauspielerinnen – die brillanten Charakterdarstellerinnen Cecilia Roth, Marisa Paredes und Penélope Cruz – und ist einmal mehr eine Hymne an das Leben und die Liebe, vor allem aber an die Stärke der Frauen. Last but not least ist diese Tragikomödie eine Hommage an die Freiheit, an die Toleranz, an die wunderbare Vielfalt der Identitäten.

In den Hauptrollen: die fantastische Marisa Paredes und die von mir hoch verehrte Penélope Cruz. Zu meiner Penélope-Bewunderung hab ich ja hier schon mal etwas geschrieben.

Und wenn ich schon bei den persönlichen Bezügen zur Almodóvar-Reihe auf arte bin: ich habe den Regisseur auch zweimal in meinem Leben getroffen und konnte jeweils kurz mit ihm sprechen. Von dem zufälligen Zusammentreffen auf dem Filmfestival in Cannes 1996 gibt es auch Bilder zu sehen:
Markus trifft Almódovar in Cannes IMarkus trifft Almódovar in Cannes II Die Brüder Agustín und Pedro Almodóvar und der im roten Hemd mit Pferdeschwanz, das bin ich. Almódovar, der seine Filme nach Abdrehen nur noch ungern bespricht, hatte mir sogar eine Frage gestellt, als ich ihm von meiner Examensarbeit erzählte: «La aprobaste?» (Hast du bestanden?). 😉

Kino, Spanisch, TV

Soundtrack Princesas: ‚Me llaman Calle‘ von Manu Chao

Am Sonntag hab ich ein paar Freunde zum Essen und Filmegucken eingeladen. Wir schauen Princesas, den wunderbaren Film von Fernando León de Aranoa. Parallel dazu erreicht mich die Mail einer T&B-Leserin, mit der ich letztes Jahr im Kino den Film zusammen gesehen habe, mit einer Frage nach der Filmmusik. Für alle Beteiligten und für jene, die den Film in Spanien oder auch in Deutschland, wo er überraschend lange lief, gesehen haben, hier das Video eines der Lieder aus dem Film: «Me llaman Calle» von Manu Chao.

Leider gibt es keinen Soundtrack zum Film. «Me llaman calle» findet man auf dem neuen Manu Chao-Album La Radiolina. Das zweite wichtige Lied aus dem Film „Si la vida te da cinco razones“ kann man – leider in schlechter Tonqualität – zum Beispiel hier hören.
Einige zentrale Szenen aus dem Film, die man sich aber nur anschauen sollte, wenn man Princesas schon gesehen hat, sind hier zusammengestellt: «Los mejores momentos de la película», ein englisch untertitelter Trailer ist hier zu bestaunen. Update: Leider wurde das Video auf YouTube gelöscht. Ein Trailer zum Film ist hier zu sehen.

Update 3.09.07: Mittlerweile gibt es auch ein Interview mit Manu Chao zu seinem neuen Album «La Radiolina» auf El País: «Ya no le tengo miedo a la tijera».
Update 4.09.07: In der Süddeutschen wird das Album in den höchsten Tönen gelobt: «Manu Chao: „La Radiolina“ Ikone wider Willen».

Kino, Musik, Spanisch, Video

Reconquista: Google News in USA auf Spanisch

Google Noticias Als Liebhaber der spanischen Sprache, der zudem lange in Spanien und Mexiko gelebt hat, freue ich mich die ständig steigende Bedeutung des Spanischen in der Welt zu beobachten, vor allem auch auf dem Gebiet der USA. Die Rückeroberung von ehemals mexikanischem Gebiet, das der US-amerikanische Staat den Mexikanern einst für’n Appel und ’n Ei abgekauft hat, ist heute sozusagen eine Reconquista über die Sprache.

Selbstverständlich wird diese Rückeroberung nicht nur im Land selbst immer spürbarer, sondern auch im Netz. Etwa in einer facettenreichen und äußerst aktiven spanischsprachigen Blogosphäre und in immer mehr zentralen Netz-Diensten, die zunehmend auch in den USA auf spanisch angeboten werden. Über das neueste Beispiel dieser Entwicklung hat mich gerade eben ein Freund aus San Francisco informiert: Google-News gibt es nun auch für amerikanische Nachrichten in spanischer Sprache: Google Noticias.
Nicht zu verwechseln mit dem spanischen und mexikanischen Portal von Google News über die dortigen nationalen Nachrichten. Nein, Google News bringt spanischsprachige Meldungen zu US-amerikanischen News oder zu in den USA erscheinenden News über den Rest der Welt. ¡Muy bien!

Verbreitung Spanische Sprache Zum Begriff der Reconquista: wie man ihn auf der Iberischen Halbinsel versteht (christliche Rückeroberung der an die Araber verlorenen Gebiete), siehe auch den Wikipedia-Artikel Reconquista. Die Verbreitung der spanischen Sprache wird in dem Artikel Die Spanische Sprache erklärt, dem auch die nebenstehende Karte entstammt. 360 Millionen Menschen sprechen sie als Muttersprache, das sind damit 20 Millionen mehr als es englische Muttersprachler gibt. Den „Siegszug“ der spanischen Sprache macht die hellblaue Färbung, vor allem im Süden und Westen der USA, deutlich.

[via Achim per Mail. Danke für den Hinweis und Grüße nach California ;-)]

Internet, Spanisch
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