Spanisch

Spanischsprachiges

Tausende Spanier demonstrieren: DemocraciaRealYA


Direktlink YouTube

Dieses Video zeigt die Demonstrationen in Spanien, die seit Sonntag, dem 15. Mai unter dem Motto DemocraciaRealYA (Wahre Demokratie jetzt, das Manifest gibt es auch auf Englisch) und auf Twitter mit dem Hashtag #15mani organisiert und durchgeführt werden. Tausende Spanier gehen auf die Straße und drücken ihre Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Situation und besonders mit den beiden sich in den vergangenen Jahren an der Regierung ablösenden Parteien PSOE und PP aus. Die partei- und institutionenübergreifende Protestaktion, die auch von keiner Gewerkschaft, sondern von ganz normalen (Wut-)Bürgern ausgelöst wurde, wird von den spanischen Medien nur schleppend und von unseren so gut wie gar nicht behandelt.

Demonstration DemocraciaRealYA am 15.05.2011 an der Puerta del Sol in Madrid

Foto: Pepa González, Demonstration DemocraciaRealYA am 15.05.2011 an der Puerta del Sol in Madrid

Eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse und Hintergründe der letzten beiden Tage gibt es auch bei Rafael Wefers Verástegui: Was ist los in Spanien und was bedeuten #15m #15mani #democraciarealya und #spanishrevolution.

Eine kurze Einschätzung auf Spanisch samt kleiner Presseschau liefert Enrique Dans: Consideraciones sobre la manifestación del 15M.

El País berichtet im Artikel: Movimiento 15-M: los ciudadanos exigen reconstruir la democracia:

Por primera vez la sociedad civil española se ha organizado al margen de los cauces establecidos para protestar contra los políticos. Ocurrió ayer, domingo 15 de mayo, en más de 50 ciudades de toda España.

Die Protestbewegung geht weiter. In vielen Städten Spaniens gehen die Menschen weiter auf die Straße. An der Puerta del Sol wird zur Stunde ein Protestcamp aufrecht erhalten. Es wird live via Twitter berichtet: @acampadasol. Und allgemein unter dem bereits genannten Hashtag #15mani.

Update Telepolis: Jugend „ohne Job, ohne Wohnung, ohne Pension und ohne Angst“

Politik, Spanisch

Live-Aufnahme des spanischen GSC-Beitrages: Bebe – Me Fui


Direktlink YouTube

Manche waren ja enttäuscht, daß Bebe beim GSC mit ihrem offiziellen Video antritt, und nicht mit der Liveversion ihres Liedes «Me Fui», die ich hier im Blog beim Spanischen Vorentscheid präsentierte. U.a. hat sich GZi im Kommentar unter dem Spanien-Vorstellungsartikel vom GSC entsprechend geäußert. Niemand bedauerte den Wechsel des Videos mehr als ich, da auch ich die Liveversion so toll fand. Das Video wurde aber inzwischen gelöscht und es war auch keine Alternativversion davon zu finden. Nun habe ich mich aber auf die Suche nach einer weiteren Livefassung dieses wunderschönen Liedes gemacht und bin – tataaaaa – fündig geworden. Es handelt sich um eine Doppellive-Nummer der Lieder «No Llora» und «Me Fui». Obiges Video startet direkt ab 4:50 mit «Me Fui». Da ist es wieder, dieses großartige Gefühl die rauchige Stimme von Bebe live erfahren zu dürfen.

Wenn ihr Bebe gut findet, stimmt bitte für sie ab. Noch eine Woche läuft die Abstimmung. Bis zu 5 Lieder dürfen ausgewählt werden. Ich möchte ungern einseitig Werbung für Bebe machen, obwohl ich mich natürlich über ein gutes Abschneiden Spaniens beim diesjährigen GSC freue. Hört euch auch die anderen Lieder an, da sind wirklich gute Entdeckungen zu machen. Zur Vorstellung aller Songs bitte hier entlang. Und da geht es direkt zum Voting (noch bis 13. Mai, am besten aber gleich abstimmen!). Falls ihr schon gevotet habt, könnt ihr unter Results nachschauen wie es steht. Bebe liegt sehr gut im Rennen, doch da geht noch was. 😉

Und auf den Eurovision Song Contest (ESC) selbst kann man sich in gewohnter Manier – nachdem es letztes Jahr das OsLog war – im äußerst unterhaltsamen Blog DusLog von Stefan Niggemeier und Lukas Heinser informieren, die jeden Tag sehr witzige Videos hoch laden. Hab bisher erst eine Folge gesehen, doch die war genial: Da Da Dämmerung.

Musik, Spanisch, Video

Grace van Cutsem – die Rückkehr der Infantin aus Las Meninas

Little Grace wurde es eindeutig zu laut beim Kuss…

Für viele ist die Kleine ja der stille Star der Royal Wedding: Little Grace van Cutsem, mit vollständigem Namen heißt sie: Grace Emilie Clare van Cutsem (* 18. August 2007), Patenkind des Bräutigams und Tochter von Hugh Ralph van Cutsem und Rose Nancy Langhorne Astor (siehe Wikipedia), hielt sich – nicht nur wie hier beim Kuss des Brautpaares auf dem Balkon – ständig die Ohren zu und beeindruckte durch eine unverstellte Natürlichkeit, so dass sie mehrmals den Großen die Show stahl und geradezu ikonographische Verarbeitungen und Verehrungen im Web erfuhr. Eine beeindruckende Auswahl von Original-Bildern gibt es hier zu sehen:
The 10 Best Photos Of Grace Van Cutsem At The Royal Wedding.

Ich kann mir nicht helfen, mich erinnert sie sehr stark an die Infantin aus Velázquez‘ berühmtem Gemälde Las Meninas (am Ende meines Artikels auch in groß zu sehen):

Las Meninas (unten) vs Royal Wedding (oben)

Foto, Spanisch

Ernesto Sábato mit 99 gestorben – Mein Moment des Magischen Realismus

Heute ist ein trauriger Tag für die Weltliteratur. Einer der größten lateinamerikanischen Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts, der Argentinier Ernesto Sábato, ist heute Morgen im hohen Alter von 99 Jahren gestorben. Am 24. Juni wäre er 100 geworden.

Meine allererste Proseminar-Arbeit im Hispanistik-Studium in Saarbrücken schrieb ich damals über seinen Roman «El Túnel», was quasi auch mein erstes Buch war, das ich komplett auf Spanisch las. Ich untersuchte die psychologische Anlage der Rolle der María. Die Arbeit wurde mit 2+ bewertet. Der Dozent erwähnte kritisch, ich solle keine Arbeiten auf Recycling-Papier abgeben, das mache keinen guten Eindruck. Ich unterdrückte das Lachen über die fehlende Einsicht des Dozenten für die Vorteile von Umweltpapier bei der Besprechung der Arbeit und war zufrieden, dass ich schon im 2. Semester eine anständige Note für eine schwierige literaturwissenschaftliche Arbeit über einen existenzialistischen Roman bekam.

Ernesto Sábato: Über Helden und Gräber
Was ich mit Sábatos vielleicht berühmtestem Roman, «Sobre Héroes y Tumbas» («Über Helden und Gräber»), verbinde, ist eine ganz besondere Lektüre-Erfahrung: Ich saß damals, im Sommer 1988, im Garten in Saarbrücken, las das dicke spanischsprachige Buch (für mich als gerade am Anfang des Spanisch-Studiums stehender Mensch auch eine sehr große sprachliche Herausforderung). Es geht darin unter anderem um eine dämonische Verschwörung von Blinden, die als Vertreter des Teufels auf Erden als Schreckensbild dargestellt werden. Es wird eindrücklich beschrieben, man höre sie herankommen durch das Klacken der Blindenstöcke auf dem Boden. Und während ich genau das lese, höre ich ein Klacken auf dem Steinpfad des Gartens und neben mir steht plötzlich ein Blinder, der sich als Besuch der Leute, die über mir wohnten, vorstellte. Wir haben uns sehr nett unterhalten und ich beantwortete die Frage, was ich gerade lese, aus Respekt nur ausweichend. Das war quasi mein Moment des Realismo Mágico, den ich bis heute mit Sábato verbinde.

Im ciberaBlog habe ich noch einmal seine Stimme erklingen lassen. Er liest aus «Sobre Héroes y Tumbas». 😉

Literatur, Spanisch

Bebe gewinnt den Spanischen Vorentscheid zum GSC 2011

Szene aus dem sehenswerten Video: Bebe – Me Fui
Bebe gewinnt mit großem Vorsprung den Spanischen Vorentscheid mit «Me Fui».

Ich finde die Idee, Europas Musik in Form eines Blogcontests vorzustellen, großartig. Gestern um Mitternacht endete der Spanische Vorentscheid zum GSC 2011. Es wurden nur 17 Stimmen abgegeben. Natürlich ist das mehr als enttäuschend. Man darf eben nicht zu viel erwarten, wenn man seine Leser zum Mitmachen zu etwas animieren möchte. Vielen fehlt zugegebenermaßen auch die Zeit, manche wird es auch einfach nicht interessiert haben. Das gilt es zu akzeptieren. Ich danke aber herzlich denen, die abgestimmt haben oder die sich einfach mal in die Songs rein gehört haben, ohne sich für einen Favoriten zu entscheiden. Auf den ersten drei Plätzen landeten:

1. Platz:
Damit morgen Spaniens Vertreterin im GSC: Bebe: Me Fui (35%, 6 Stimmen)

2. Platz:
(einer meiner persönlichen Favoriten) Melocos: Imposible (18%, 3 Stimmen)

3. Platz:
(den teilen sich) die Vorjahressiegerin Lara: Al sur de la razón (12%, 2 St.)
und Konnas Heavy-Metal-Wunschsong Mägo de Oz: Für Immer (12%, 2 St.)

Deren Songs kann man im Vorentscheid nach hören (Bebe dort auch mit neuem Video, da das alte auf Druck von Inhalteanbietern, die das Netz bis heute nicht verstanden haben, gelöscht wurde).

Ich habe heute einen ausführlichen Artikel zur Vorstellung der ganz und gar ungewöhnlichen Sängerin Bebe vorgeschrieben, die morgen mit Startnummer vier für Spanien beim GSC 2011 an den Start geht [Update: Artikel nun online]. Bereits veröffentlicht wurden die Beiträge von Estland (sehr stark: Popidiot mit “Hanging on Friday”) und Portugal.

Spanien ist, wie gesagt, ab morgen zu sehen bei Julia, der Vorjahressiegerin mit Irland und damit der diesjährigen Organisatorin des GSC 2011. Bitte morgen dort meinen Beitrag zu Bebe lesen [Update: Artikel nun online]. Ihr werdet es nicht bereuen. Und einfach nach und nach dort rein schauen und bis zum 30. April weitere Musik aus Europa kennen lernen. Die Abstimmphase erstreckt sich dann – mit hoffentlich gutem Ergebnis für Spanien 😉 – vom 1. bis 13. Mai.

Musik, Spanisch

Spanischer Vorentscheid für den GSC 2011

Nächste Woche ist es wieder so weit, es startet der Eurovision Song Contest unter den deutschen Bloggern. Nachdem der GSC (Gedankendeponie Song Contest) im Vorjahr von Initiator Konna ausgerichtet wurde, hat die Vorjahressiegerin Julia – die den GSC 2010 mit Irland gewann – die diesjährige Austragung übernommen. Vom 16.-30. April gehen 29 Länder an den Start. Ich habe wieder wie im Vorjahr die Ehre den spanischen Beitrag auszusuchen. Und da gebe ich natürlich wieder meinen Lesern die Chance, zu entscheiden, wen Text & Blog für Spanien ins Rennen schickt. Die Auslosung hat Spanien die Startposition 4 gebracht, das heißt der von euch zu bestimmende Titel geht schon in einer Woche, Montag, den 18. April beim GSC 2011 an den Start. Bis Samstag, 16.4. 24 Uhr habt ihr Zeit euch die 10 Songs anzuhören und abzustimmen.

GSC 2011  – Gedankendeponie Song Contest)

Zur Erinnerung: Im Vorjahr gewann Lara die Spanische Vorentscheidung hier auf Text & Blog mit «Bailando en la Lluvia», beim anschließenden GSC belegte sie Platz 17 von 39 Teilnehmern. Da Lara so ein bisschen an Lena erinnert (und meiner Meinung nach besser ist), hab ich mich entscheiden, sie auch dieses Jahr wieder ins Rennen zu schicken. Aber im Gegensatz zu ihrer deutschen Kollegin ist sie nicht konkurrenzlos nominiert, sondern muss sich wieder im Vorentscheid durchsetzen, wenn sie Spanien europäisch vertreten will. Sie hat sich für’s Video komplett ausgezogen, aber ob das für die Nominierung reicht, müsst ihr selbst entscheiden. 😉 Konna hat sich Mägo de Oz gewünscht und ich hab das mal mit aufgenommen, obwohl Heavy nicht unbedingt meine Musikrichtung ist. Aber ich mach das hier ja nicht (nur) für mich. Aus Zeitmangel kann ich leider keine ausführlichen Portärts der 10 Vorstellungen liefern, aber der Sieger wird natürlich im GSC ausführlich präsentiert werden. Genug geschrieben, hier kommen die 10 Nominierungen für den GSC 2011 – bitte bis kommenden Samstag, 16.4. 2011, 24:00 Uhr, abstimmen:
…

Musik, Spanisch

Große Filmkunst: Bardem brillant in Biutiful


Direktlink YouTube

Heute habe ich endlich einen Film gesehen, den ich schon schauen wollte, seit er letztes Jahr in Cannes für so viel Furore gesorgt hatte. Bei den dortigen Filmfestspielen wurde Hauptdarsteller Javier Bardem u.a. als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zu Recht. Der Film des Mexikaners Alejandro González IñárrituIch habe «Biutiful» letztes Jahr schon auf cibera vorgestellt und empfehle allen, die Spanisch können, das dort präsentierte Interview des Regisseurs, in dem er erklärt, warum er diesen Film gemacht hat. heißt und ist auf seine Art Biutiful.

Biutiful - Spanisches Filmplakat

Wie genial González Iñárritu ist, konnte ja schon in «Babel» oder «Amores Perros» bestaunt werden, aber hier hat er wieder einmal stilistisch ganz große Filmkunst abgeliefert. Eine so deprimierende wie authentische Geschichte, dass man jede Szene im Kino ganz dicht erlebt und sich dem Bann der Bilder und der durchweg guten Darsteller (bis in die Nebenrollen) nicht entziehen kann. Und der wohl komponierte Soundtrack des argentinischen Großmeisters Gustavo Santaolalla erschlägt die Bilder nicht, sondern begleitet sie angemessen.

Im Passage-Kino in der Mönckebergstraße, dort wo im Foyer der wunderbar imposante Deckenleuchter wie ein Relikt aus einer anderen Zeit hängt, habe ich jedenfalls heute Abend einen Film gesehen, den ich so schnell nicht vergessen werde. Wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt (den Film, gerne auch den Leuchter): schaut ihn euch an. Buitiful.

Kino, Spanisch

Mexiko: Ein Land versinkt im Drogenkrieg

Mexiko - die Gewalt der Drogenkartelle ist besonders in den rot gefärbten Staaten akut.

Karte Mexikos nach Bundesstaaten, die rot gefärbten leiden besonders unter der Gewalt des Drogenkrieges. Quelle: Wikipedia

So schlimm und unfassbar das Leid der Menschen in Japan oder Libyen zur Zeit auch ist, so grausam ist doch auch die Situation der Menschen in Mexiko, die unter einem seit Jahrzehnten anhaltenden, und in den letzten Jahren immer schlimmer gewordenen Drogenkrieg leiden. Alleine in den Jahren 2006 – 2010 sind über 34.000 Todesopfer zu beklagen (Zahlen siehe Wikipedia). Mexiko gehört zu den gefährlichsten Staaten für Journalisten. Wer wagt darüber zu berichten, oder das Machtspiel der Mafia nicht mit zu spielen, riskiert sein Leben. Im nicht unumstrittenen Blog del Narco (Vorsicht: grausame Bilder!) werden die Gräueltaten der Drogenkartelle dokumentiert. Was als Abschreckung gedacht war, ist teilweise der (indirekte) triumphierende Bericht der Mörder, die sagen: seht, zu was wir in der Lage sind. Ich habe in Mexiko oft Leute kennen gelernt, vor denen mich andere, die es gut mit mir meinten, warnten: «Pass auf, die haben was mit Drogen zu tun». Damals war ich naiv und dachte, das wäre reine Paranoia. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich damals, als ich in Mexiko lebte, vorsichtig war im Umgang mit Unbekannten.

Wer die hier im Blog schon vorgestellten und verlinkten Filme El Sicaro / Der Auftragskiller oder Medien und Mafia in Mexiko gesehen hat, fragt sich vielleicht, wie ist das möglich, dass Mexiko dieser Entwicklung ohnmächtig gegenüber steht und dass von staatlicher Seite nichts unternommen wird, diesen Krieg – an dem auf Seiten der Drogenkartelle schätzungsweise 150.000 Menschen beteiligt sind – zu beenden. Heute ist auf ZEIT Online ein Artikel erschienen, der das ganz gut erklärt. Der Korruptionsexperte Edgardo Buscaglia liegt richtig mit seiner Einschätzung, dass der Drogenkrieg von Präsident Calderón bloß eine Show ist. Der mexikanische Staat ist längst in der Hand der Kartelle. Und die verstecken sich hinter ganz korrekt angemeldeten Unternehmen:

Wie jedes Unternehmen brauchen auch kriminelle Unternehmungen eine Produktions-, Verteilungs- und Transportinfrastruktur. Hunderte von Maschinen, Lagerhallen, um Drogen, Waffen und Menschen aufzunehmen, Hunderte von Fahrzeugen. Sie erwerben die Ausrüstung auf dem Schwarzmarkt oder erpressen legal tätige Unternehmer. Die Kartelle sind im Baugeschäft tätig, in der Landwirtschaft, in der Pharmazie, im Bergbau. Neben der Infrastruktur bringt ihnen das zusätzliches Geld ein. Und über ihre legalen Unternehmen können die kriminellen Gruppen ganz leicht Wahlkampagnen finanzieren, um sich vor politischem Druck zu schützen. Der Kreis schließt sich.

Das komplette Interview auf ZEIT Online: «Mexiko ist eine Mafiakratie».

so sah ich vor 20 Jahren in Chihuahua aus

Ich verbinde mit Mexiko seit zwei Jahrzehnten eine tiefe Liebe. Dort, im Staat Chihuahua, wo ich mein Auslandsstudium absolviert hatte, hat man mich für einen Engel gehalten, der ich natürlich nicht bin. Dort bin ich auf Mennoniten getroffen, eine aus Deutschland stammende evangelische Glaubensgemeinschaft, die dort heute noch plattdeutsch redet und beinahe jeden Fortschritt ablehnt. Ich bin durch die Cañons von Chihuahua geritten (ja, es gab hier auch schon mal mexikanischen Pferde-Content). Und ich bin, wie treue Leser meines Blogs wissen, großer Fan der TRI, der mexikanischen Nationalmannschaft. Mich verbindet immer noch sehr viel mit diesem wunderbaren Land und ich habe viele Freunde dort in Mexiko, von denen einige inzwischen das Land verlassen haben. Wer will es ihnen verdenken. Zu sehen, wie Mexiko zusehends im Drogenkrieg versinkt, ohne dass auch nur eine Besserung abzusehen wäre, schmerzt. Sehr.

Politik, Spanisch
Buchseite 15 von 70
1 … 13 14 15 16 17 … 70