Musik

Schlagerentdeckungen rund um ‚Hamburg im Regen‘

Ich sag ja immer, wenn du dich mit dem deutschen Schlager beschäftigst, dann bist du verloren. Hab eigentlich nur kurz was recherchieren wollen und Tausend interessante Dinge gefunden. Gestern Abend in geselliger Runde wurde passend zum Dauerregen in Hamburg ein Titel von Mary Roos erwähnt: «Hamburg im Regen». Ich dachte erst, ich könne mich an den Song erinnern, doch was ich mit dem Text von «Hamburg im Regen» sang, war «Komm doch mal rüber» (von der grausamen Ingrid Peters aus meiner saarländischen Heimat). War also nix.

Der das Lied ins Spiel Bringende weigerte sich jedoch, es den Unwissenden vorzusingen, so dass mir nur eine nachträgliche Suche nach dem Song von Mary Roos auf YouTube blieb. Doch dort gibt es ihn nicht.

Update: es gibt ihn doch:

http://youtu.be/0i9Vf_Sfqpg

Also hab ich weiter recherchiert und herausbekommen, dass «Hamburg im Regen» aus dem Jahr 1974 ein Cover des Songs «Daybreak» (auch 1974) von Harry Nilsson ist. Den gibt es wenigstens im Netz. Ist hier zu hören und gleich konnte ich mich auch wieder an die Version von Mary erinnern:

Songtexte: Daybreak | Hamburg im Regen

Und da ich aber auch ein paar nette andere Sachen von Mary Roos gefunden hab, soll sie auch zu Wort kommen, etwa mit ihrem 1972 beim Grand-Prix vorgetragenen Lied «Nur die Liebe lässt uns leben»:

Hamburg, Musik

Esbjörn Svensson ist tot

Esbjörn Svensson
Bild: Wikipedia

Welch traurige Entdeckung muss ich bei der morgendlichen El País-Lektüre machen: Der Jazzpianist und Gründer des Esbjörn Svensson Trio (e.s.t.) ist tot. Er ist vorgestern beim Tauchen in der Nähe von Stockholm verunglückt. Unvergessen bleibt mir das Konzert im November 2006 in der Laeizhalle: «E.S.T. – großes Jazz-Kino in der Hansestadt».

Diese Hände werden nie mehr in diese Tasten greifen:

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Der Standard: «Jazz-Star Esbjörn Svensson bei Tauchunfall gestorben».

Musik

Cat Power-Konzert in der Laeiszhalle

Hatte ich eigentlich schon gesagt, wie genial das hier angekündigteDort auch weitere Links und Informationen zur Sängerin aus New York Cat Power-Konzert in der Laeiszhalle am Freitag war? Einer der Titel, den sie spielte, war «New York», ein großartiges Cover des Sinatra-Songs:


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Beinahe zwei Stunden lang verzauberte Cat Power die Laeiszhalle – und wie durch ihre zahlreichen Ausrufe «What a wonderful place!» deutlich wurde, war dies wohl auch umgekehrt so. Unglaublich, diese Stimme von Chan Marshall. Das war echt ein großes Konzert. Und die Band, die sie auf ihrer Jukebox 2008-Tour begleitet, ist großartig. Was für ein satter Sound erklang am Freitag in der ehrwürdigen Laeiszhalle.

Ich weiß, unscharfe Handy-Fotos sind nicht so der Hit, ich poste hier aber trotzdem mal eines, weil es doch ganz gut die Stimmung zeigt, die beim Konzert in Hamburg herrschte:

Cat Power in der Laeiszhalle, 6.6.08

Danke F., dass du mich überhaupt erst auf Cat Power gebracht hast und danke für den wunderschönen Abend.

Hamburg, Musik

Cat Power in Hamburg: Lived In Bars


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Morgen Abend wird Cat Power in Hamburg sein. Im Rahmen ihrer Jukebox Tour 2008 macht sie Station in der Laeiszhalle. Ich freue mich schon wahnsinnig auf das Konzert.

Wie man in der Wikipedia über sie lesen kann, hat Cat Power, alias Chan Marshall, keine einfache Zeit hinter sich. Es fing schon früh schlimm für sie an:

Marshall wuchs als Kind getrennt lebender Hippie-Eltern im Süden der USA auf. Ihr Vater war Musiker, missbilligte jedoch die musikalischen Ambitionen seiner Tochter.

In einem Video-Interview mit der New York Times spricht sie offen über die schwierige Zeit, als sie wegen ihres Alkoholkonsums und psychischer Probleme mehrfach in klinischer Behandlung war:

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Hamburg, Musik, Video

Baila el chiki-chiki: Tanzkurse zum spanischen Grandprixbeitrag

'La Marca'-Grafik zu den Chiki-Tanzschritten

Nachdem Spanien mit dem schrottigen Song «Baila el Chiki Chiki» am Samstag auch nur den 16. Platz belegt hat, bietet das – übrigens hervorragende – spanische Presseblog «La buena prensa» heute einen Vergleich der Tanzkurse, die zu Rodolfo Chikilicuatres Körperzuckungen bei La Vanguardia und bei La Marca veröffentlicht wurden: Baila el chiki-chiki.

Ya pasó. Rodolfo Chikilicuatre ya es historia en Eurovisión. El 16… Pero seguro que aún le quedan varios meses de gloria. El verano. Para que los rezagados no hagan el ridículo en el chiringuito de turno, ofrecemos hoy las claves del baile.

Bemerkenswert sind – unabhängig von der Absurdität dieser kuriosen Tanzfortbildung in der Presse – die Bezeichnungen der Tanzschritte: El Breikindance oder El Maiquelyason.

Wer sich dafür interessiert, wie der spanische Komiker David Fernández Ortiz (37) aussieht, wenn er die Perücke seiner Kunstfigur Rodolfo Chikilicuatre nicht auf dem Kopf hat, darf einen Blick in die Wikipedia wagen. Ansonsten bleibe ich bei dem, was ich schon kurz nach Chikilicuatres Gewinn des spanischen Vorentscheides zum Eurovision Song Contest geschrieben habe: «Spanischer Beitrag von Chikilicuatre wird die Eurovision nicht retten».

Musik, Spanisch

PuppetMastaz ließ im Knust die Puppen tanzen

Ich war gestern – wie angekündigt – auf einem ganz und gar unglaublichen Konzert: bei den PuppetMastaz im Knust. Wenn mir mal jemand erzählt hätte, dass ich beim Auftritt einer Band, bei dem nur Puppen auf der Bühne zu sehen sind, so begeistert mit der Musik mitgehen würde, dem hätte ich das nicht geglaubt. Wie ein kleines Kind hing ich an den Lippen dieser Puppets. Wenn auch so ein YouTube-Filmchen die Stimmung nur bruchstückhaft wiedergeben kann, zeig ich hier mal eins vom Auftritt aus der Vorwoche in Paris, wo die PuppetMastaz mit Midi Mighty Moe La Maroquinerie zum Kochen brachte:


Direktlink YouTube

Stets frische Bilder der PuppetMastaz gibt’s auch auf Flickr. Links zur ungewöhnlichen Band um Mister Maloke in meinem ersten Artikel.

PuppetMastaz im Knust - Hamburg Und zum Abschluss noch eines meiner Handy-Fotos, die natürlich allesamt unscharf sind, aber bezeugen, dass ich da war. Ich habe gestern Abend auch gelernt, wie man hip-hoppend aus der U-Bahn aussteigt, und bewege mich jetzt (hab’s gleich heute Nacht schon getestet) in der hanseatischen Bronx, im zauberhaften Wandsbek, viel zielgruppengerechter. Midi Mighty Moe

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