Artikel

Spanischer Essay über die Lüge: ‚Miento, luego existo‘

So schön kann frau über die Lüge schreiben:

Pero creo que el ejercicio de la mentira no es para todos, o más bien para muy pocos: es el privilegio de quienes poseen una memoria prodigiosa, porque de cualquier cualidad puede carecer el mentiroso, menos esa capacidad de recordar con detalle morboso, de un continuista aferrado y terco, cada una de las cualidades, accidentes y características de la mentira que deseamos pase a la historia.

(pull)Mentir no es un arte, ni posee su ciencia, no es un vicio tampoco(/pull): es una maniobra de prestidigitación mental que demuestra nuestra capacidad de desmantelar y volver a armar el mundo sólo por salvar el pellejo o por la alta responsabilidad de mantener en vivo y a toda velocidad la propagación de la ficción. Sin esto, la realidad de por sí pesada y densa, sería insoportable.

aus Elia Martínez-Rodarte: «Miento, luego existo»

Dies ist gleichzeitig ein Test des WordPress-Plugins Fancy Pull-quotes, eine Erweiterung, die es einem ermöglicht, Textpassagen als Zitathervorhebungen in den Textfluss einzubauen. Gesehen bei Ángel Vallejo. Als Textbeispiel habe ich den bezaubernden Essay von Elia Martínez-Rodarte gewählt, den ich allen Spanischsprechenden ausdrücklich zur Lektüre empfehlen möchte. Sie schreibt in «Libro de Notas» über vicios (dt.: Laster, Unsitte) und widmet sich der Lüge. Titel: «Miento, luego existo» (dt.:«Ich lüge, also bin ich»).

Artikel, Spanisch

Digitale Bohème: Wir nennen es Arbeit

tagesschau.de berichtet über die «Digitale Bohème»: «Arbeit ist da, wo ich Netz habe».

Sie verbringen den Arbeitstag mit Laptop im Café, entwerfen kreative Web-Projekte und wurden in einem Buch jüngst zur „digitalen Boheme“ gekürt. Festanstellung ist für sie ein wirklichkeitsfernes und anachronistisches Berufskonzept.

Das Buch, um das es geht, heißt «Wir nennen es Arbeit», geschrieben von Holm Friebe und Sascha Lobo. Ein Interview mit den beiden Autoren zu ihrem Buch, und zur Frage, was man sich unter einer digitalen Bohème vorstellen kann, gab es ja auch schon in der vorletzten Ausgabe des elektrischen Reporters.

[via Popkulturjunkie]

Artikel, Internet, Video

StatistikQuatsch und KommentarKonter

Warum das Lesen von Kommentaren sich lohnt:

Stefan Niggemeier schreibt in seinem Blog im Artikel «Wiederholungstäter» über den vollkommen abstrusen Einsatz von Blogstatistiken in zwei Artikeln (aus gleicher Feder) der Frankfurter Rundschau:

Ich weiß nicht, warum Peter Rutkowski immer wieder in der „Frankfurter Rundschau“ über Blogs schreibt. Ich wünschte, er würde es nicht tun.

Und Niggemeier erläutert im weiteren Text, dass eine Berücksichtigung von Zugriffszahlen aus Blogs für Statistiken, die einen Sonntag auswerten, nicht repräsentativ ist, da die Zugriffe wochentags meist höher sind.

Freude kommt auf, wenn man bei den zahlreichen Kommentaren auf den Kommentar Nr. 15 von Sascha Lobo (Blog: Riesenmaschine / Buch: «Wir nennen es Arbeit» / Boot: «Weiß ich nich?») stößt:

Bei uns in der Riesenmaschine ist es besonders dramatisch. Donnerstags haben wir beispielsweise 127.750.000 Unique Visitors pro Jahrhundert, schon Samstags kackt das mit nur 1,73 Besuchern pro Minute ganz erheblich ab.

;-))

Artikel, Internet

Der Traum vom Netz der Kommunikation

Nicht nur für Virtuelle und sonstige Fach-Bibliothekare interessant: «Von Karteikarten zum vernetzten Hypertext-System» ist der Titel des Telepolis-Artikels von Frank Hartmann. Dort schreibt er:

Dass mit dem Buch als materiellem Datenträger enge Grenzen der kulturellen Wissensvermittlung gesetzt sind, erfahren zuerst die Bibliothekare. Aber selbst ihnen ist meist jene Anstrengung unbekannt, mit der Paul Otlet, ein belgischer Industriellenerbe, studierter Rechtsanwalt und obsessiver Privatgelehrter, einst versucht hat, neue Strukturen für eine globale Wissenskultur zu schaffen: Er plante bereits um 1900 eine Weltenzyklopädie als multimediale Datenbank und erfand als Grundlage dazu die Technik der systematischen Dokumentation.

Es geht um den Dokumentationstheoretiker Paul Otlet (1868-1944), der schon die Wichtigkeit von Datenbanken erkannte, als noch niemand ahnte, welche Bedeutung diese Medientechnologie später einmal haben würde. Ach ja, und Onkel Dewey, der Erfinder der nach ihm benannten Dewey-Dezimalklassifikation (DDC) kommt auch drin vor.

[via TXTNWS]

Artikel, Literatur

Wird Klinsmann zum Clean’sman?

Jürgen Klinsmann steht offenbar kurz vor der Zusage das Amt des Trainers der us-amerikanischen Fussball-Nationalmannschaft zu übernehmen.

Die New York Times zitiert ihn mit den Worten:

„Absolutely I’m interested,“ Klinsmann, who led his native Germany to the World Cup semifinals this summer, said in a telephone interview from his home in Southern California. „I kind of needed some time to reflect after the World Cup. I’ve been in touch with Sunil and had several conversations, all very positive. Right now, I’m trying to do my homework, talking to people to find out more about how things work in the U.S.“

Weiter bei der NYT: «Klinsmann Says He’s Open to Coaching U.S. National Team»

[via netzeitung]

Artikel, Fußball

Mikroformate: Semantisches Web von unten

ix - Semantic Web von unten Björn Seibert weist im Markup Journal auf die neue Ausgabe des IX-Magazins hin, das sich den Mikroformaten und dem Semantic Web und ihrer Bedeutung für Web 2.0 widmet: «Mehrwert-Markup – Semantic Web von unten: Mikroformate für XHTML».
Dort schreibt Henning Behme:

Kaum jemand glaubt’s, aber das semantische Web kommt – allerdings von unten. Zu den Neuerungen in dieser Richtung gehört, was Anwendungen wie Flickr den Durchbruch verschafft hat: massenhaftes Tagging. Und mit Mikroformaten kann jeder Webautor gemeines XHTML semantisch anreichern, sodass Maschinen die Bedeutung von Markup erkennen können.

Wer sich nun fragt, «Was sind Microformats?», findet erste Antworten in Björn Seiberts Artikel dazu. Sehr einleuchtend scheint mir etwa diese Einschätzung zu Mikroformaten:

Einigt man sich auf eine einheitliche Auszeichnung von Daten im Internet, kann man diese effizienter vernetzen. Damit ist die Suche besser zu definieren und die Daten sind dann auch leichter wiederauffindbar. Gezielteres Suchen und bessere Suchergebnisse.

So langsam bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass Semantic Web bedeutet, dass der Mensch lernen muss, die Maschinen zu lehren, den Menschen zu verstehen ;-). Und dabei helfen wohl auch Mikroformate.

Artikel, Internet

Paul Austers Rede beim Prinz-von-Asturien-Preis

Diese Woche wurde ja, wie bereits erwähnt, Paul Auster in Spanien mit dem renommierten «Prinz-von-Asturien-Preis» ausgezeichnet (neben Almodóvar und anderen). Austers Rede bei der Entgegennahme des Preises in Oviedo kann man in der spanischen Übersetzung in «El País» nachlesen, oder im englischen Original auf den Seiten der «Fundación Príncipe de Asturias».
Auster reflektiert dort über den Prozess des Schreibens, über die Macht oder Ohnmacht, die Kulturschaffende haben und was das Erzählen von Geschichten für uns alle bedeutet:

Fiction, however, exists in a somewhat different realm from the other arts. Its medium is language, and language is something we share with others, that is common to us all. From the moment we learn to talk, we begin to develop a hunger for stories. Those of us who can remember our childhoods will recall how ardently we relished the moment of the Bedtime Story – when our mother or father would sit down beside us in the semi-dark and read from a book of fairy tales. Those of us who are parents will have no trouble conjuring up the rapt attention in the eyes of our children when we read to them. Why this intense desire to listen?

Ein sehr schönes Auster-Fan Blog führt übrigens Aitor Alonso aus Vitoria: «¡Esto es Brooklyn!» mit dem Untertitel «Una mirada al ‚universo Paul Auster‘, a la literatura, el cine, los media, la tecnología y la cultura de nuestro tiempo», mit zahlreichen Infos zu Paul Auster, weiteren Pressemeldungen rund um den Príncipe de Asturias-Preis für Auster und weiteren Informationen zu seiner Rezeption in Spanien.
[via Libro de Notas]

Artikel, Literatur, Spanisch

Jochen Robes über E-Learning 2.0

Aus der Einleitung des Aufsatzes «Überlegungen zur Zukunft des E-Learning» von Jochen Robes:

Das eine E-Learning gibt es schon lange nicht mehr. Während auf der einen Seite Millionen von Menschen das Internet erobern und mit Hilfe von Google, Weblogs und Wikis aktiv das World Wide Web nutzen, suchen Unternehmen, Verwaltungen, Hochschulen und Bildungsanbieter immer noch nach Wegen, um E-Learning langfristig in ihre strategischen Pläne und bewährten Geschäftsmodelle zu integrieren. So haben sich längst zwei E-Learning-Welten etabliert, von denen eine, „E-Learning 2.0“, neue Wege des selbst gesteuerten, informellen Lernens eröffnet.

Der Text ist erschienen in dem Buch «Digitales Lernen. Forschung – Praxis – Märkte. Ein Reader zum E-Learning», herausgegeben vom Institut für Medien- und Kompetenzforschung (MMB) und kann als kostenloses Probekapitel (pdf, 17 Seiten) heruntergeladen werden.
Und nein, es handelt sich hier nicht einfach nur um ein Anhängen von «2.0» an den Begriff E-Learning, um Innovation oder Zukunftsgewandtheit vorzutäuschen. Hier gilt: wo «2.0» draufsteht, ist auch «2.0» drin.
[via medienpraxis]

Artikel, Informationskompetenz, Literatur
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