Kino

Fleisch ist mein Gemüse – Der Film

Fleisch ist meine Gemüse: Maxim Mehmet in der Hauptrolle

Der Roman «Fleisch ist mein Gemüse» (Untertitel: Eine Landjugend mit Musik) des Harburgers Heinz Strunk ist mit das witzigste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Am 17. April 2008 kommt die Verfilmung ins Kino. Und wenn die nur halb so gut ist wie der Roman oder das Hörbuch, dann lohnt sich das Anschauen. Apropos: anschauen kann man sich bereits den Trailer, der zweifellos Lust auf mehr macht: In höher Auflösung auf der Homepage der Heinz-Verfilmung oder direkt hier:


Direktlink YouTube. Dieses Video in High Quality betrachten.

Auch sehenswert: die Bilder vom Setbesuch in Hamburg (dort auch Hauptdarsteller Maxim Mehmet gemeinsam mit Heinz Strunk zu sehen). Strunk mischt als Kommentator im Film mit. Regie hat der ebenso aus Hamburg stammende TV-Regisseur Christian Görlitz geführt. In weiteren Rollen: die begnadete Susanne Lothar (!) als Mutter, das Naturtalent Andreas Schmidt als Gurki und der Hamburger Subkulturelle Rocko Schamoni als Schützenkönig. Ich denke, das wird ein Spaß.

[via Peter Noster]

Hamburg, Kino, Literatur, Video

Javier Bardem schreibt spanische Filmgeschichte mit seinem Oscar

Javier Bardem - Foto: Wikipedia Javier Bardem hat heute Nacht spanische Kinogeschichte geschrieben. Er ist der erste Spanier, der einen Oscar als Schauspieler erhält. Für seine Rolle in dem mit insgesamt 4 Oscars meistprämierten Streifen der Coen-Brüder «No country for old man», der diese Woche auch in Deutschland anläuft. El País berichtet über den aus spanischer Sicht historischen Erfolg: «Bardem hace historia»:

Los pronósticos se han cumplido y Javier Bardem ha pasado a la historia por su papel de asesino en serie en la película No es país para viejos, de los hermanos Coen, con el que se ha alzado con el Oscar al mejor actor de reparto en la 80 edición de los premios de la Academia de Hollywood.

Schön, in El País auch das Foto zu sehen, auf dem ihn seine Mutter Pilar Bardem (in Spanien auch als große Schauspielerin extrem beliebt und erfolgreich) im Moment der Verkündigung des Oscars küsst. (Update: Auch nett: das unmittelbar an diese Szene anschließende Jubelfoto, das es in der NYT zu sehen gibt.) Seine Lebensgefährtin, die bezaubernde Penélope Cruz (letztes Jahr auch für einen Oscar nominiert, hat ihn aber leider nicht bekommen) war auch vor Ort, durfte sie doch dieses Mal einen Oscar überreichen. Einen gemeinsamen Fototermin des aktuellen spanischen Schauspieltraumpaares Cruz/Bardem gab es jedoch nicht.

Einen kleinen Eindruck des genialen Schauspiels von Bardem (der ja auch in dem mehrfach hier erwähnten und ebenso oscarprämierten Film «Mar Adentro» von Alejandro Amenábar die Hauptrolle spielt) gibt diese Szene an der Tankstelle aus «No country for old man»:


Direktlink YouTube

¡Felicidades, Javier Bardem!

Kino, Spanisch

Crocodile (Aga-o) auf arte

'Crocodile' (Jo Jae-Hyeon) Kurzfrist-Filmtipp: arte zeigt heute Nacht (ab 0:05 Uhr) den Debütfilm des koreanischen Regisseurs Kim Ki-Duk: «Crocodile (Aga-o)».

Der sozial isolierte Crocodile lebt in Seoul unter einer Brücke und betreibt ein morbides Geschäft: Er nimmt Selbstmördern vor dem letzten Sprung Geld und Wertsachen ab. Eines Tages jedoch rettet er einem Mädchen das Leben – um sie danach zu vergewaltigen…

Ralf Schenk zeichnet in epd-Film unter dem Titel «Gewalt und Leidenschaft» ein Porträt des koreanischen Regisseurs Kim Ki-Duk. Auch Anke Leweke schreibt über den Filmemacher und überschreibt ihren Artikel mit «Grausame Seelen».

Wer diesen Hinweis erst später liest, hat die Chance, den Film bei seiner Wiederholung aufzuzeichnen oder zu sehen: 29.2.08, 3:00 Uhr.
Uddate 24.2.08: Oder ihr bestellt den Film ab 29.02.09 auf DVD bei Visimundi. Danke an Thomas für den Hinweis in den Kommentaren.

Kino, TV

Das letzte Drehbuch – Erinnerungen an Luis Buñuel

Jean-Claude Carrière (links) und Buñuels Sohn Juan Luis Buñuel  © ZDF / Javier Espada / MilColores Media
Javier Espada und Gaizka Urresti haben auf der Berlinale einen noch nicht ganz fertigen Dokumentarfilm über Luis Buñuel vorgestellt, in dem sich Buñuels Sohn Juan Luis gemeinsam mit Buñuels Drehbuchautor und Freund Jean-Claude Carrière auf die Suche nach Leben und Werk des Regisseurs machen, über dessen mexikanische Filme ich meine Doktorarbeit schreibe. Es war für mich sehr bewegend diesen Film in Anwesenheit der Protagonisten auf der Berlinale zu sehen. Wahnsinn, wie der Sohn seinem Vater gleicht und irgendwie beeindruckend mit Carrière einen Menschen zu sehen, der so eng und so lange mit Buñuel zusammengearbeitet und mit ihm dessen Biographie geschrieben hat.

Gleich nach der Berlinale wird das Filmteam in die USA und nach Mexiko aufbrechen, um bis zum 25. Todestag von Luis Buñuel am 29. Juli 2008 den zweiten Teil des insgesamt auf 90 Minuten geplanten Filmes fertigzustellen, siehe hierzu auch die Meldung auf Aragón Televisión.

Ich möchte alle Buñuel-Interessierten darauf hinweisen, dass 3sat den auf der Berlinale präsentierten Film heute Abend in deutscher TV-Erstausstrahlung von 23:10 – 23:55 Uhr zeigt: «Das letzte Drehbuch – Erinnerungen an Luis Buñuel».

Kino, Spanisch, TV

Tropa de Elite gewinnt Goldenen Bären

Der Goldene Bär für den brasilianischen Film «Tropa de Elite» von José Padilha ist ein großer Erfolg für das lateinamerikanische Kino. Hier das Lied «Rap das Armas», das mir nach dem Sehen des brutalen aber guten Filmes nicht mehr aus dem Ohr ging:


Direktlink YouTube

Wer mehr vom Film sehen möchte, hier gibt es den Trailer.

Lake Tahoe von Fernando Eimbcke Auch erfreulich aus lateinamerikanischer Sicht: der Alfred-Bauer-Preis der Internationalen Filmkritik für den jungen mexikanischen Regisseur Fernando Eimbcke und seinen Film «Lake Tahoe». Ein ruhiger Streifen, dessen lange Einstellungen sich wie Fotografien lesen lassen. Ein sympathisches Interview mit Fernando Eimbcke ist bei 3sat zu sehen. Dort erzählt er, dass er noch vor ein paar Jahren über den Potsdamer Platz gegangen ist und all die Filmposter bewundert hatte und nun hat er selbst einen Film im Wettbewerb gehabt. Und dazu noch einen prämierten.

Die gesamten Preise (einige der Filme und Personen hatte ich die letzten Tage auch schon hier im Blog erwähnt) auf der Website der Berlinale.

Kino

Berlinale Lebenszeichen

Unscharfer nächtlicher Blick auf die Berlinale-Beleuchtung am Potsdamer Platz Ein kurzes Lebenszeichen nach 30 gesehenen Filmen. Sehenswerte Filme waren bisher Happy-Go-Lucky (der neue Mike Leigh mit einer großartigen Hauptdarstellerin, Sally Hawkins), Sleep Dealer, ein guter us-amerikanisch/mexikanischer Science-Fiction-Film von Alex Rivera (bringt Imigrations- und Globalisierungsproblematik intelligent mit der vernetzten High-Tech-Welt in Verbindung, Update: siehe auch Artikel auf ZEIT online) und ein starker argentinischer Film der jungen Regisseurin Albertina Carri: La Rabia (Die Wut). Und gerade heute Abend habe ich einen guten Dokumentarfilm gesehen: Sag mir wo die Schönen sind… über 9 Frauen, die an der Wahl zur Miss Leipzig 1989 teilgenommen hatten und was aus ihnen geworden ist. Sehr sehenswert.

Obiges Bild hab ich gestern mit dem Handy in der Alten Potsdamer Straße aufgenommen. Unscharf, wie ich zugeben muss. Aber was will man schon erwarten, wenn man zwischen den Filmen mal schnell mit dem Handy fotografiert. Das schummerige Licht gibt aber auch ganz gut die Stimmung wieder, die man empfindet, wenn man zwischen all diesen Filmen und all den dunklen Kinosälen kurz nach draußen kommt.

Kino

Ein typischer Berlinale-Tag: zum Beispiel Mittwoch

Berlinale-Karten
Auf diesem Foto zu sehen sind die Eintrittskarten für den morgigen Mittwoch. Sechs Filme werde ich sehen. Wieder mal ein strammes Programm. Nach dem allmorgendlichen Anstehen für Karten für den Folgetag am Ticketcounter am Potsdamer Platz (8:30-9:15 Uhr) erwartet mich folgende Filmabfolge:

09:30-11:00 Happy-Go-Lucky (Urania)
12:00-14:30 Bam gua nat (Urania)
16:00-18:15 Kabei (Berlinale Palast)
18:30-19:55 Berlinale Shorts II (Kurzfilmprogramm, CinemaxX 6)
20:00-21:30 El último guión – Buñuel en la memoria (neue Doku über Buñuel, CinemaxX 8)
22:15-23:55 Le journal d’une femme de chambre (CinemaxX 8)

So sieht er aus, ein Tag auf dem Festival: Langes Anstehen für sechs Eintrittskarten und immer kleiner werdende Augen. So verrückt muss man erstmal sein. 😉

Kino

Sonne, Filmhighlight und Rahmenprogramm

There will be blood Dies ist meine 12. Berlinale und mit Abstand die mit dem besten Wetter. Sonnenschein und beinahe frühlingshafte Temperaturen. Klasse. Gute Filme, und deshalb bin ich ja hier, gibt es auch. Bester Film bisher: «There will be blood» (siehe FAZ-Artikel), das Ölbohr-Epos von Magnolia-Regisseur Paul Thomas Anderson mit einem gnadenlos guten Daniel Day-Lewis. Beeindruckend, lang (158 Minuten!), aber nicht langatmig.

In meinem persönlichen Rahmenprogramm gab es gestern ein Frühstück mit Elke im Café April (sehr zu empfehlendes Frühstückscafé; Top-Tipp: «Fit & Vital» mit frittiertem Brie), mit dem Frühstück vorgelagerten Besuch des gemütlichen Winterfeldmarktes mit Original spanischem Churros-Stand.

Auch der Sonntag bot außerfilmisches und zugleich außergewöhnliches: Tortentest im Friedrichshain mit einem kleinen aber feinen Kreis Berliner Bloggerinnen und Blogger (bestens organisiert von Herrn Exit) im gut für den Kuchenhunger gerüsteten Kuchen-Rausch (Frau Indica berichtet) und abends lecker Abendessen bei Mirjam & Eltern, deren Gast ich zur Berlinale bin, und denen ich dafür sehr dankbar bin.

Morgen werde ich Penélope sehen, zumindest ihren von Isabel Coixet gedrehten Film «Elegy» (siehe Artikel El País), in dem sie als kubanische Studentin ihrem Prof, gespielt von Ben Kingsley, den Kopf verdreht. Klar, dass ich mich auf diesen Film freue. Die regelmäßigen Leser von Text & Blog wissen das. Und morgen Abend erwartet die spanische Botschaft meinen Besuch, hat sich doch der Botschafter Spaniens die Ehre gegeben, mich einzuladen. Auch zu diesem Rahmenprogramm sage ich natürlich nicht nein, schaue aber weiter auch fleißig Filme. Mehr dazu die nächsten Tage.

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