Die 60. Berlinale ist für mich die 15.
Ich bin dann mal hier. Auf der 60. Berlinale. Meine 15. (komme seit 1995 her und habe seither nur einmal pausiert). Heute hab ich erstmal am Potsdamer Platz die Akkreditierung abgeholt, wo auch dieses Foto entstand. Morgen geht’s dann los mit den Filmen.
Heute Morgen gab’s im DLF zum Start der Berlinale ein Interview mit Forums-Chef Christoph Terhechte, der sich – wie viele von uns – freut, dass Werner Herzog der Präsident der Berlinale-Jury ist und der erzählt, dass die Wirtschafts- bzw. die Globale Krise auch als Thema im Kino angekommen ist. An welche Filme er dabei denkt, beantwortet Terhechte wie folgt:
Zum Beispiel an einen Film der heißt „The Oath“ von Laura Poitras, ein Film über einen ehemals ranghohen El-Kaida-Kämpfer, der ausgestiegen ist, der den Amerikanern wichtige Informationen zur Verfügung gestellt hat und der heute in dem Konflikt lebt, quasi beide Seiten verraten zu haben, und sein Cousin, der in Guantánamo inhaftiert war, den quasi mit reingerissen zu haben. Ein wahnsinniges Porträt eines Mannes, den man so nie erleben würde, wenn man jetzt sich auf das Fernsehen oder normale Berichterstattung verlassen müsste, so was kann eigentlich nur das Kino bringen, ein so intensives Porträt. Aber auch Filme, die sich gar nicht explizit mit der Welt beschäftigen, sondern eher introspektiv sind. Ein spanischer Film namens „Fin“, in dem sich drei Jugendliche verabreden, zu einer Reise, die – man spürt es dann im Laufe des Films – nicht gut ausgehen kann.
Apropos spanische Filme, die schaue ich mir ja traditionell immer an: ’ne schöne Übersicht gibt’s im ciberaBlog: «Spanische Filme auf der Berlinale 2010». Mein erster Spanier wird morgen Abend im Zoo Palast die Premiere von «El Mal Ajeno», produziert von Alejandro Amenábar. Ich freue mich auf meine 15. Berlinale.




Auch für seinen neuesten Film «La buena vida» hat er viele bedeutende Preise erhalten – unter anderem den «El Colón de Oro» für den besten Regisseur beim Iberoamerikanischen Filmfestival in Huelva. Außerdem wurde «La buena vida» in Spanien mit dem «Premio Goya für den besten hispanoamerikanischen Film» ausgezeichnet.