Kino

Argentinisches Roadmovie «Las Acacias» und «Nacht des Wissens» in der Stabi

Regisseur Pablo Giorgelli letzte Woche in San Sebastián bei der Präsentation von 'Las Acacias'

Ich bin wegen meines pickepackevollen Arbeitsprogrammes zwischen meiner Spanien- und Mexikoreise immer noch nicht dazu gekommen, meinen Festivalbericht zu San Sebastián zu schreiben. Der kommt aber am Wochenende, versprochen. Vorab möchte ich aber schon mal auf einen guten Film hinweisen, bei dessen Vorführung ich obiges Foto gemacht habe und der in ein paar Tagen gleich zwei Mal in Hamburg gezeigt wird. Links auf dem Foto seht ihr den spanischen Präsentator aus dem Kursaal 2, dem zweitgrößten Festivalkino aus San Sebastián, rechts mit dem Mikro den argentinischen Regisseur Pablo Giorgelli. Er wurde mit seinem argentinischen Roadmovie Las Acacias (Die Akazien) in San Sebastián als bester lateinamerikanischer Film ausgezeichnet. In der fotografierten Szene berichtete er, wie es war, die Dreharbeiten zu organisieren, die sich komplett um ein 5 Monate (!) junges Baby drehten, das im Film mit einer unglaublichen, geradezu oscarreifen Darstellungsleistung aufwartet. Und das Beste für die Leser in und um Hamburg: man kann diesen Film (mit Untertiteln) auf dem Filmfest in Hamburg sehen. Kommenden Sonntag-Abend um 21:45 im Abaton, oder kommenden Mittwoch um 21:00 im Passage-Kino.

Der Trailer, in dem die heimliche Hauptdarstellerin des Films mit ihrer einzigartigen Mimik zu bewundern ist, und alle Infos zu den weiteren 12 spanischen- und lateinamerikanischen Filmen auf dem Filmfest Hamburg (30.9.-8.10.2011) im ciberaBlog.

Nacht des Wissens - Hamburg im Netz: 29.10.2011 Und wenn ich schon beim Verweis auf meine Arbeit bin: alle Hamburger, die die Stabi mal gerne hinter den Kulissen kennen lernen möchten und die sich für die Hamburg-Sammlungen der Bibliothek oder für das gerade bei uns entstehende Portal HamburgWissen Digital (Internetressourcen zu Hamburgs Geschichte und Landeskunde) interessieren, sollten am Samstag, den 29. Oktober, in der Nacht des Wissens bei uns rein schauen, da wird neben einer Kinderführung durch den Bücherturm unter dem Motto «Fischzüge durch die digitalen Hamburg-Sammlungen der Stabi» Einiges geboten: Stabi präsentiert “Hamburg im Netz”.

Hamburg, Kino, Literatur, Spanisch

Neue Fotos aus Donostia

Eidechsen auf dem Monte Urgull

(Klick aufs Bild führt zum Album; Foto in gross)

Es gibt ein neues Fotoalbum mit Fotos der vergangenen Tage aus San Sebstián. Falls mir das Hochladen vor dem Start des nächsten Filmes gelingt, verlinke ich das Google-Plus-Album hier. Wenn nicht, trage ich den Link nach (Upddate: geschafft). Ansonsten geht es mir bestens. Trotz 5-6 Filmen pro Tag, aber deshalb sind wir ja hier. Donostia erweist sich wieder einmal als grossartige Festivalstadt. Gestern bin ich Catherine Deneuve fast in die Arme gelaufen. Zu den Flmen wie immer nach dem Festival mehr.

Foto, Kino, Spanisch

San Sebastián, die Siebzehnte

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Heute Mittag nach Flug von Hamburg über Brüssel in Bilbao angekommen, weiter mit dem Bus nach San Sebastián, wo ich um14 Uhr schon mit Freunden beim Essen in der Altstadt saß. Am Strand den Plan für den ersten Festivaltag gemacht. Morgen früh geht’s los mit dem Festival. Ich freue mich auf San Sebastián, die Siebzehnte. Ununterbrochen halte ich dem Festival seit 1995 die Treue. Dass dem so ist, wird niemand wundern, der diese großartige Stadt und das renommierte Festival kennt. …

Foto, Kino

Átame mal anders rum und auf französisch: «In Fesseln – Le Lien»

Camille ist fast dreißig Jahre alt und lebt allein mit ihrer geistig verwirrten Mutter. Eines Tages fährt sie versehentlich einen Mann an und hält dies für einen Wink des Schicksals: sie entführt ihn, entschlossen ihn an ihr Bett zu fesseln, bis er einwilligt sie zu lieben.

Quelle: atelier-ludwigsburg-paris.de

Almodóvars Átame (Fessle mich) mal anders rum: Le Lien (In Fesseln). Drehbuch Adriana Soreil, Regie: Jonathan Desoindre. 9 Minuten. Sehenswert.

Kino, Video

3 TV-Tipps für den Sonntag-Abend auf Google+

Von diesem beeindruckenden Film war hier im Blog schon öfter die Rede. Heute Abend kommt er im Fernsehen (23:40 Uhr, MDR). Überhaupt, wenn man sich das TV-Programm am Sonntag-Abend anschaut, erwartet einen viel Interessantes (und das schon ab 20:15 Uhr!). Da sage noch einer, es käme nix Gutes im Fernsehen. Für die, die meinen Google+-Account nicht lesen, ausnahmsweise der Hinweis hier im Blog, weil das sonntagabendliche TV-Programm wie gesagt heute ganz außergewöhnlich gut zu werden scheint:
3 TV-Tipps für den Sonntag-Abend.

Noch ’ne Anmerkung zu G+ (vor allem auch, weil ich aufgehört habe, Facebook-Updates zu machen, denn Twitter, Facebook und G+ wurde mir einfach zu viel):

Google+-Einträge, die öffentlich geteilt werden, also die man nicht nur einem bestimmten Kreis zugängig macht, können von allen gelesen werden. Auch von denen, die G+ nicht nutzen. Ich teile deshalb so gut wie alle meine Beiträge öffentlich. Mein Google+-Account ist oben im Blogheader verlinkt und auch sonst vom Blog aus ganz leicht aufzurufen, wenn man nach textundblog.de/ ein + eingibt: https://textundblog.de/+.

Wer Google+ noch nicht kennt, und es selbst einmal testen möchte, kann gerne diesen Einladungslink von mir benutzen.

Kino, Ophüls, Software, TV

Dauerregen im August: Animationsfilm «En Agosto»

En agosto from Andres Barrientos on Vimeo.

Strömender Regen im August? Ihr meint, das gibt es doch gar nicht? Mhmm… ok, stimmt, sehr unwahrscheinlich. Aber mit den Mitteln des Animationsfilmes könnte man sich ja vorstellen, wie es wohl wäre, wenn es im August ständig regnen würde. Und wenn die Welt unter zu gehen schiene. Schiene?

Seht selbst: Andrés Barrientos und Carlos Andrés Reyes haben in zwei Jahren liebevoller Detailarbeit mit «En Agosto» (Kolumbien, 2008) einen wunderschön gezeichneten Film geschaffen, dessen wie Aquarelle anmutende Szenenbilder teilweise von atemberaubender Schönheit sind. Deshalb das kleine Kunstwerk mit der großen Ausdruckskraft bitte unbedingt im Vollbildschirmmodus betrachten. Und keine Angst vor der spanischen Sprache: die wenigen Dialoge des knapp 15-minütigen Filmes sind englisch untertitelt.

Aus der Inhaltsbeschreibung der Produktion dia fragma:

It is the distant future, and Verónica, a young indigenous shaman woman, walks across a bridge in a diluvian world, and has a powerful premonition that something cataclysmic is about to happen. In the present time, Pedro, an old man, is anticipating the end of the world on a day prophesized by Isabel, his late wife, and he remembers other predictions that she foresaw and later came true. Pedro reflects on Isabel’s premonitions and takes comfort from events that never occurred, yet he is overcome with a sense of impending doom. Returning to the future, Verónica performs an ancestral ceremony, during which, a gigantic wave engulfs the city. In the present, Pedro remembers that his wife had mentioned a precise hour and as he looks at the clock he sees there’s less than a minute for her prediction to become a reality…

En Agosto

Kino, Spanisch

Christian Petzold – Jerichow

Die ARD zeigt heute von 22:45 – 0:10 Uhr Jerichow. Großes Kino von Christian Petzold, einem der besten deutschen zeitgenössischen Regisseure.

Zum Inhalt (zitiert aus der leider flashverseuchten Website):

Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander. Thomas (Benno Fürmann), jung, kräftig, wortkarg, ein ehemaliger Soldat, unehrenhaft aus der Armee entlassen; Ali (Hilmi Sözer), vom Leben schon ein wenig mitgenommen, aber immer noch leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit seinen Imbissbuden reich geworden ist; Laura (Nina Hoss), seine Frau, attraktiv, reserviert, wie jemand, die schon vieles hinter sich hat.

Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten, flachen Landes, an den Klippen über dem Meer entfaltet sich das Drama dieser drei Menschen, deren Sehnsüchte sich immer wieder in einem anderen, tieferen Traum brechen. Zwischen Schuld und Freiheit, Kalkül und Leidenschaft liegen Wünsche, deren Erfüllung bald nur noch um den Preis des Verrats möglich scheint.

Christian Petzold – Jerichow

Ein Wunder, dass Petzold in der schwierigen Kinolandschaft Deutschland so einen großartigen Film hin bekommen hat. Typisch wiederum, dass die ARD ihn mutlos zu einer Zeit zeigt, in der ein Großteil des Publikums sich diesen Film nicht mehr anschaut. Dazu passend: Ein Interview mit Petzold in DIE ZEIT (01/2009) über die Abhängigkeit der Autorenfilmer vom Geld, über das große Geschäft mit den Gefühlen und über „Jerichow“:
«Arm filmt gut? Das gefällt mir nicht».

Kino, TV
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