Radio

50 Jahre Saarländischer Rundfunk

50 Jahre Saarländischer Rundfunk Man muss – was die Betrachtung der Medienwelt anbelangt – ja nicht immer nur nach vorne schauen. Gerade im immer rascheren Lauf der Zeit hilft ein Innehalten mit reflektierendem Blick zurück:
Eine gute Chance dazu bietet die Ausstellung «„Voll auf Sendung“ – 50 Jahre Saarländischer Rundfunk»:

Radio und Fernsehen haben unser aller Leben geprägt. Nicht nur, dass sie uns Nachrichten und Bilder aus aller Welt ins Haus brachten und wir damit zu Zeugen selbst ferner Ereignisse wurden, sie schufen auch medienspezifische Genres wie die Fernsehshow und das Hörspiel. Darüber hinaus veränderten sie über die Jahrzehnte nachhaltig unsere Lebensgewohnheiten: Waren in den Anfangsjahren Rundfunk- oder gar Fernsehübertragungen noch Anlässe, Familie oder Freunde um die Apparate zu versammeln, wurden Sendezeiten zum Taktgeber im Tagesablauf und die Wohnzimmereinrichtung auf den Fernseher ausgerichtet…

Die Ausstellung ist ab morgen bis zum 15. April 2007 im Historischen Museum Saar am Schlossplatz in Saarbrücken zu sehen, und läuft damit zum Glück lange genug, dass auch ich sie mir beim weihnachtlichen Heimatbesuch im Saarland werde anschauen können. Sicherlich wird der SR auch genug Selbstbeweihräucherung betreiben, aber diese mal ausgeblendet, hoffe ich doch auf einige Ahs und Ohs des medialen Staunens über die alten Apparate und Formate.

Der Sender bestreitet derzeit vehement, dass mit dem Titel «Voll auf Sendung» eine Anspielung auf Alkoholprobleme der putzigen Sendeanstalt auf dem Saarbrücker Halberg angedacht gewesen sei ;-).

In dieser Woche wurde die Ausstellung bereits in den Regionalnachrichten des Saarländischen Rundfunks vorgestellt. Man kann sich den Sendebeitrag aus dem «Aktuellen Bericht» vom 8.11.2006 (leider nur, aber immerhin) im Realplayer-Format ansehen.
[via Digital TV]

Radio, Saarland, TV

SamstagsRadio mal anders

Mit Samstag und Radio verbinden viele die Bundesligakonferenzschaltung, die ich übrigens auch sehr gerne höre ;-).
Aber heute gebe ich mal zwei etwas andere RadioProgrammTipps für den Samstagnachmittag:

Tipp eins: Steffen Büffel weist auf sein Interview im Deutschlandfunk hin, in der Sendung «Markt & Medien» kann man ihn ab 17:05 zu Videoplattformen im US-Wahlkampf hören. Weitere Themen:

# Youtube, MyVideo und Co. Wie Videoplattformen die US-Kongresswahl beeinflusst haben
# Wir haben verstanden. ARD bekennt sich zur digitalen Revolution
# Bericht vom deutsch-französischen Mediendialog

Diskussion zum Beitrag laut Steffen gerne auch auf mediaocean erwünscht.

Tipp zwei: Vorher geht es bei Deutschlandradio Kultur wieder im Blogspiel um die gemeinsame Schnittmenge von Radio- und Blogo-Sphäre. Hier ist die Startzeit 16.30 Uhr (geht auch nur 30 Minuten, überschneidet sich also nicht mit der DLF-Sendung, kann außerdem auch als Podcast zur selbstgewählten Zeit gehört werden). Im Blogspiel geht es u.a. um «Blogs und Journalismus», ein Thema das viele nicht mehr hören können, man darf aber trotzdem gespannt sein, was die Blogspiel-Redaktion daraus macht.

Radio

Öffentlich-rechtliche Regionalarroganz

Da ist ganz offensichtlich jemand einem weiblichen Horst Schlämmer begegnet: Der Blogartikel «Warum ich keine Entertainmentgröße bin» von Volker Strübing (Autor des SF-Romans Das Paradies am Rande der Stadt) ist ein schönes Beispiel für öffentlich-rechtliche Regionalarroganz.

Hören Sie mal, ich bin beim WDR, wissen Sie was für eine Reichweite wir haben? Das kann Ihnen eine Menge bringen, das sage ich Ihnen! Ach nun hören Sie doch auf mit dieser Party! Andere würden sich die Finger danach lecken, ins Radio zu kommen und ich biete Ihnen hier diese Chance und Sie lassen mich hier so auflaufen, wissen Sie, ich will Ihnen mal was sagen, ja?! Ich habe oft mit Entertainmentgrößen zu tun, und wenn ich da nach einem Interview frage, dann wird das eben einfach möglich gemacht, egal, was sonst noch ist! Das ist professionelles Arbeiten, da müssen Sie aber noch ne ganze Menge lernen, mit Verlaub!

Herrlich. Die ganze Ladung gibt es auf dem Schnipselfriedhof.
Um Eines klar zu stellen: Ich will hier nicht das ÖR-Radio mies machen, die Dame ist sicher nur eine Ausnahme und hat nichts mit engagierten Kulturjournalisten gemein, genauso wie es ja auch Lokalreporter gibt, die nichts mit Horst Schlämmer gemein haben ;-).
[via Indiskretion Ehrensache]

Literatur, Radio

Flirten in Hamburger Bibliotheken

Deutschlandradio Kultur widmet sich einem spannenden bibliothekarischen Thema: «In Hamburger Bibliotheken wird gelernt … und auch geflirtet»:

Der staubige Geruch alter Bücher ist es nicht. Auch nicht sein Interesse an Wissenschaft und Forschung. Wenn Tom in die Unibibliothek geht, dann weil er einen Partner zum Joggen sucht. Oder die Liebe seines Lebens. Bibliotheken sind Orte der Begegnung, ihre Nutzer jung, klug und gebildet.

Kompletter Text der Sendung zum Lesen hier, zum Hören (als mp3) da.
Oft spürt man die knisternde Stimmung beim Durchschreiten des Lesesaales. Ich schlüpfe dann immer lautlos durch, um bloß nicht zu stören ;-).

[via netbib]

Hamburg, Literatur, Radio

Umzugsvertreter, Schmoogle, Trubel, Heiterkeit

Wegen extremster Überarbeitung verzeihe man mir dieses kleine Sammelposting:
WordPress 2.0.5, die Software, mit der dieses Blog betrieben wird, ist da. Wie immer gibt es bereits erste Infos bei Perun.

Ehe «Text & Blog» den kleinen Versionssprung von 2.0.4 auf 2.0.5 vollzieht, wird noch ein paar Stunden geschlafen.
[Update, 29.10.06, 2:20 Uhr: Das Update auf WP 2.0.5 ist mittlerweile erfolgt. Mit dem prima Tipp von Perun, nur die aktualisierten Files auszutauschen, ging alles schnell und problemlos.]

Ansonsten hier noch ein kurzer Hinweis auf Schmoogle (Rob schmoogelt zurück! Samstag 20:15 Uhr unbedingt zur Primetime die Mindtime-Show einschalten!), Trubel (jetzt will Google auch noch die Podcasts kommerzialisieren!), Heiterkeit (Die Freudenshow, gestern entdeckt und für sehr, sehr lustig befunden. Ganz groß die Rubrik «Armut 2.0»!).

In gut vier Stunden beginnt ja schon das «Relocation Event» im Wedding. Herr Markus ist der Umzugsvertreter von Herrn Exit. Ich werde von der Hansestadt aus telefonischen Kontakt mit den Umzugsprotagonisten in der Bundeshauptstadt halten und auf «The Exit» berichten.

Internet, Radio, TV, Video

Deutschlandradio Kultur: blogspiel

blogspiel: blogs mit radioanschluss
Seit ich blogge (und das ist bald genau zwei Jahre her) ist die Verbindung von Internet und Radio ein wichtiges Thema für mich, wie eine Abfrage der Kategorie Radio schnell deutlich macht. Das Netz bietet diesem Medium ganz neue Chancen und findet im Umfeld jenes Mediums (des Internets) stets viele Hörer, auch und gerade jenseits der herkömmlichen Hörfunk-Übertragungswege.
Nun stoße ich über die Referer meines Blogs auf einen wunderschönen Satz:

Das Internet als virtueller Raum hat seine Protagonisten, also alle Netzuser, in ein fließendes Überall integriert. Dieses Überall ist zugleich ein an jedem Ort verfügbares Hier, das mittels der Abonnierbarkeit der Inhalte durch ein ständiges Jetzt ergänzt wird.

Wow, was für ein Satz! Zu lesen auf den blogspiel-Seiten der Hörspielredaktion von Deutschlandradio Kultur. Doch was hat es mit «blogspiel» auf sich?

«blogspiel – blogs mit radioanschluss» ist ein interaktives Onlineangebot und wöchentliches Radiomagazin für Hörer, Neugierige, Internetflaneure, Audioblogger, freie Radio- und Hörspielmacher und einfach alle, die es mal ausprobieren wollen.
blogspiel besteht aus zwei Modulen: dem Onlineportal blogspiel.de und der samstäglichen Sendung immer um 16.30 Uhr auf Deutschlandradio Kultur.
Die Netzseite ist Präsentations- und Interaktionsplattform, Portal für neue Radio- und Hörspielformen, akustische Experimente und innovative Wort- und Radiokunstbeiträge. Das wöchentliche Communityvoting kürt die interessantesten Beiträge, die so den Weg ins On-Air-Format finden.

Klingt spannend. Ich danke der blogspiel-Redaktion, dass sie mich in ihre Blogrol aufgenommen hat und empfehle allen radiobegeisterten «Text & Blog»-Lesern diese interessante Aktion.

Fragen zu blogspiel beantwortet eine umfangreiche FAQ. Die erste Sendung wird sich unter anderem mit dem Thema „Radio vs Podcast – Natürliche Feinde oder komplementäre Entsprechung?“ beschäftigen und wird am Samstag, den 4.11.06 um 16:30 Uhr, auf Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt und ist natürlich als Podcast zu empfangen.

Internet, Radio

Video als Ende der Textkultur?

Holger Hettinger interviewt im Deutschlandradio Kultur den Medienwissenschaftler und ehemaligen Chef des Grimme-Institutes, Bernd Gäbler, zur wachsenden Bedeutung von Video bzw. Filmen im Netz: «Kulturinterview: Zäsur in der Medienwelt». Ein streitbarer Satz von Gäbler, in dem viel Wahres steckt:

Es zeigt sich, Internet ist kein Medium, sondern eigentlich eine Infrastruktur und auf dieser Infrastruktur wird auch bevorzugt gekuckt. Das Visuelle dominiert Texte.

Meine Bedenken habe ich allerdings mit der Aussage, dass Visuelles im Netz die Texte dominiert. Die Bedeutung des Visuellen und der bewegten Bilder nimmt zu, keine Frage.
Aber eines darf man nicht vergessen: Während der passive TV-Konsum die Zuschauer selten noch zu Texten animiert, ist es doch gerade bei den Nutzern der Videoportale zu beobachten, dass Filme kommentiert werden (teilweise bis zu 100 Kommentare zu einem kurzen Film sind keine Seltenheit), das selbstproduzierte oder aus den herkömmlichen Medien stammende Videos weiterempfohlen werden und dass die Community-Bildung im Umfeld dieser bewegten Bilder a) ein Netzwerk Kultur- (und nicht nur Spasskultur-) Interessierter zusammenbringt und b) die dadurch ausgelöste, auf schriftlichen Nachrichten (E-Mails, Kommentaren) beruhende Kommunikation nicht das Ende der Schriftkultur bedeuten muss.

Doch lest selbst den Text (!) zur DRadio-Sendung «Kulturinterview: Zäsur in der Medienwelt», oder hört euch die sechseinhalb Minuten an, gut investierte Zeit für alle am Thema Medien, speziell am Medienwandel, Interessierten: Audiodatei (mp3, 1,5 MB).
Passend zum Thema, und natürlich ausgelöst durch den spektakulären Google-Einkauf von YouTube, gab es kürzlich auch ein Feature im SWR, worüber auch die dort zu Wort (!) Gekommenen hardbloggin‘ scientists berichten:
Jan Schmidt: «Journalistisches Interesse am „neuen Netz“» und Steffen Büffel: «SWR1 Thema Heute über Bürgerjournalismus und Co.».

Literatur, Radio, Video

Filmstart mit Hindernissen: Idiocracy

Dax Shepard und Luke Wilson in Idiocracy

In der New York Times schreibt Dan Mitchell heute über einen Film, der von der 20th Century Fox zurückgehalten werden soll: «Idiocracy» von Mike Judge.

Foto: 20th Century Fox

THE new film «Idiocracy» sounds like a sure winner. It was directed by Mike Judge, creator of the animated TV series «Beavis and Butt-head» and «King of the Hill», and director of the sleeper movie hit «Office Space». It stars Luke Wilson. It has received good reviews from the few critics who, despite the efforts of 20th Century Fox, have been able to see it.

Weiter im NYT-Artikel «Shying Away From Degeneracy».
Deutsche Kurz-Info zum Film bei cinefacts.de.

Boing Boing weist zu Idiocracy auf einen Artikel in der Chicago Sun-Times und einen Radiobeitrag auf NPR hin.

Artikel, Kino, Radio
Buchseite 14 von 19
1 12 13 14 15 16 19