„Diese SPD ist nur noch Hülle“

Heribert Prantl interviewt Oskar Lafontaine in der Süddeutschen: Gute Fragen, gute Antworten.

SZ: Ist der Vorwurf der gekränkten Eitelkeit also völlig falsch?

Lafontaine: Ich würde nie bestreiten, dass ich eitel bin. Und ich würde nie bestreiten, dass man mich auch kränken kann. Aber ich frage mich nach dem Grad der Selbsterkenntnis derjenigen, die einem anderen Eitelkeit und Verletzlichkeit vorwerfen.

Artikel, Politik

Elke über Harald

Harald Schmidt, Foto: wdr.de
Elke Heidenreich über Harald Schmidt:

„Ich sehe ihn ja den ganzen Tag im seinem Garten mit kurzen Hosen Blümchen pflücken. Der liest ja nur Zeitungen, in denen er Witze raussucht für seine Sendung“, verrät die Schriftstellerin Elke Heidenreich, Überraschungsgast im WDR2-MonTalk über Harald Schmidt. Die beiden wohnen nah beieinander, mögen sich sehr und necken sich herrlich. „Den Medienpreis für Sprachkultur hat er doch nur gekriegt, weil ich den habe. Das hat er nicht verdient“, flachst Heidenreich und Schmidt lädt sie zum Grillen ein. „Ich hole wirklich leckere Würstchen von Minimal“, verspricht er. Die beiden kennen sich schon viele Jahre. „Als ich ihn das erste mal sah, dachte ich, was für ein verklemmter, intellektueller Heini“, erinnert sich Heidenreich. „Ich dachte, der traut sich was. Harald war immer gut. Es hat nur lange gedauert, bis die anderen es gemerkt haben.“

[via wdr.de]

TV

Virtuelle Fachbibliotheken: „less is more“

In El País bin ich auf die wöchentliche Kolumne von Gerry McGovern gestoßen. In „Transformar el conocimiento en poder“ (dt: Wissen in Macht umwandeln“) , bzw. im engl. Original „Turning Knowledge into power“ stellt er zwei Thesen der Wissensvermittlung bzw. -darbietung vor:
Bei der Alternative, ob es besser sei, entweder alles Wissen verfügbar zu haben und über Suchmaschinen das für einen Relevante herauszufinden oder eine editierende Instanz zu nutzen, die eine qualitative Vorauswahl trifft (Stichwort: „weniger ist mehr“) , präferiert er -in meinen Augen zurecht- die zweite:

There are two basic theories of content management out there. One is summarized by an old saying: „the more the merrier.“ This theory believes that everything that is said and written is of some value to someone – maybe not now, but at some time in the future. What we need, this theory claims, is better software „filters“ that allow us to get to the content we need right now.
[…]
I happen to be a big fan of editors and publishers, because I believe in the second theory of content management – the „less is more“ approach. Editing is not the same as censoring, and publishers do not take away our freedom to choose.
Gerry McGovern

Eine Aufgabe, wie sie die Virtuellen Fachbibliotheken im Rahmen des gemeinsamen Wissensportals Vascoda erfüllen, wie z.B. Cibera (die Virtuelle Fachbibliothek Ibero-Amerika / Spanien / Portugal, wo ich momentan arbeite) .
D.h. für einen bestimmten Fachbereich werden Internetquellen thematisch recherchiert und für die Nutzer in einer Datenbank zur intelligenten Abfrage dargeboten. Hilfe bei der Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Weniger ist mehr. Qualität statt Quantität.

Artikel, Literatur

Per Mausklick zum Bücherwurm

Carl Spitzweg: Der Bücherwurm
Ariane Moos schreibt in der ZEIT über den Erfolg der E-Books:

Nachdem Gutenberg mit der Erfindung seiner beweglichen Lettern die Informationswelt revolutionierte, wurden die unzähligen Geschichten, Märchen, Wahrheiten und Phantasiewelten immer mehr wissenshungrigen Menschen zugänglich. Doch die Entwicklung schreitet unaufhaltsam fort und auch Bücher unterliegen dem allgegenwärtigen Wandel.

[via lesefieber]

Artikel, E-Book, Literatur
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