Pedro Almodóvar hat den vor einem Jahr angekündigten Zeitplan eingehalten: Am 18. März kommt «Los abrazos rotos» (dt.: Die kaputten Umarmungen) in Spanien in die KinosDeutscher Kinostart von ‚Los abrazos rotos ist laut IMDB der 9. August 2009. Dem Trailer nach zu urteilen, scheint das wieder ein typischer Almodóvar geworden zu sein: muy auténtico, estilo «Mujeres al borde…». Sein 17. Film erinnert in der Ästhetik und durch die Dominanz der Frauenfiguren sehr stark an seinen siebten. In der Hauptrolle eine frischgebackene Oscar-Gewinnerin, die wunderbare Penélope Cruz. …
Heute bin ich in einem Beitrag der Deutschen Welle zum Thema Blogs in Lateinamerika zu hören und stelle in der Sendung Blogschau das ciberaBlog vor, wo wir von der Virtuellen Fachbibliothek cibera kontinuierlich über Blog- und weitere Webthemen aus Lateinamerika, Spanien und Portugal berichten. Desweiteren empfehle ich eines meiner mexikanischen Lieblingsblogs, e-rgonomic von Christóbal Cobo. Der Beitrag (Dauer: 5 Min.) kann hier angehört oder abgespeichert werden. Die Lesezeichen zur Sendung werden für die Hörer bei delicious abgelegt.
Die Anfrage zum Deutsche-Welle-Interview kam übrigens über Twitter. Der zuständige Redakteur Marcus Bösch suchte einen Spezialisten für Lateinamerika, einer seiner Follower empfahl ihm, mich zu kontaktieren. Ich antwortete und schwups war das Interview im Kasten. Das vielleicht noch als kleiner Beitrag zum interessanten MBC09-Panel Twitter im Journalismus. 😉
Die Sendung Blogschau hat sich da eine wirklich sehr schöne Serie ausgedacht: in sieben Wochen die Blogs auf sieben Kontinenten vorzustellen. Australien, Neuseeland und Ozeanien in Teil eins und Asien in Teil zwei waren schon dran. Und heute eben Lateinamerika in Teil drei.
Ging ja flott: «Change has come to WhiteHouse.gov». Die neue Website des Präsidenten Obama, der gestern sein President Elect in ein President getauscht hat, gefällt mir ausgesprochen gut. Wie der Webzeugkoffer schon schreibt: der gestern kurz nach der Inauguration freigeschaltete neue Webauftritt whitehouse.gov wahrt die Tradition und verkörpert doch den Change. Das Blog ist prominent in die Site eingebunden. Beachtlich!
Update: An der spanischen Version whitehouse.gov/spanish wird zwar noch gearbeitet, aber es ist schon sehr vielsagend und zeigt die zunehmende Bedeutung des Spanischen in den USA und darüber hinaus, dass diese überhaupt erarbeitet wird und jetzt schon im Footer der Startseite verlinkt ist.
Update 2: Hier gibt es noch einen Screenshot der alten White-House-Website zu sehen.
Freixenet ist in Spanien bekannt für seine aufwendig produzierten Weihnachts- und Neujahrsspots (siehe Weihnachtswerbung Freixenet Navidad und Martin Scorseses Hitchcock-Hommage für Freixenet). Ich finde den aktuellen Freixenet-Spot atemberaubend schön. Er ist entstanden in Zusammenarbeit mit der Flamenco-Tänzerin Flora Albaicín und den spanischen Olympia-Synchronschwimmerinnen. Mindestens genau so faszinierend wie der Werbespot selbst ist der kurze Dokumentarfilm «La búsqueda de la perfección» (dt.: «Die Suche nach Perfektion») über die Entstehung des Neujahrsfilmes, den man sich auch anschauen kann, wenn man kein Spanisch versteht:
Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr 2009. Auf dass alles in Erfüllung gehen möge, was Ihr Euch vornimmt oder – falls Ihr Euch gar nichts vorgenommen habt – einfach nur, dass es ein Gutes Jahr für Euch werde möge. ¡Feliz Año Nuevo!
Es ist wieder soweit, in zwei Tagen beginnen die Lateinamerika-Filmtage Hamburg. Zum 20. Mal (!) gibt es im 3001 Kino im Schanzenviertel (Lageplan) aktuelles lateinamerikanisches Kino zu sehen. Natürlich in den spanischsprachigen Originalfassungen, größtenteils englisch oder deutsch untertitelt. Eine prima Gelegenheit Einblick in das aktuelle höchst spannende Filmschaffen Lateinamerikas zu bekommen.
Im Mittelpunkt der Programauswahl steht das aktuelle chilenische Kino. Regisseur Luis R. Vera, aus dessen Film «Miss Ameriguá» auch das hier zu sehende Festival-Plakat stammt, wird an fünf Tagen bei den Vorstellungen seiner Filme anwesend sein. Eine einmalige Gelegenheit für das Publikum, gleich im Anschluss an die Projektionen seine Fragen zum Film los zu werden, oder einfach nur zuzuhören, was der Regisseur zu den jeweiligen Produktionen zu erzählen hat.
Aus dem durch die Bank sehenswerten Programm kann ich Euch diesen mexikanischen Film von Rodrigo Plá besonders empfehlen, der am Dienstag, den 9. 12. und am Mittwoch, den 10.12.08 jeweils um 21 Uhr gezeigt wird: «La zona» mit einer irrsinnigen- und wahnwitzigen Bürgerpolizei in einer wie ein Hochsicherheitstrakt abgeschotteten Siedlung; leider schon beinahe traurige Realität im unter der steigenden Kriminalität leidenden Mexiko von heute:
Ein Actionthriller von dem sich kaum sagen lässt, ob es sich um eine düstere Zukunftsvision oder die Zuspitzung realer Verhältnisse handelt. Die «Zone» ist ein mit modernster Sicherheitstechnik abgeriegelter Stadtteil, dessen wohlhabende Bewohner mit der Regierung einen Vertrag geschlossen haben, der ihnen innerhalb ihrer Zone de facto die Staatsgewalt überträgt.
Die Eröffnung des Festivals findet am kommenden Donnerstag, den 27.11.2008 um 19 Uhr statt. Gezeigt wird zum Start der Reihe der chilenischen Film «Fiesta Patria» (dt.: «Nationalfeiertag») aus dem Jahr 2007, in Anwesenheit des schon erwähntes Regisseures Luis R. Vera (siehe auch Trailer von «Fiesta Patria» auf YouTube, im schicken Breitbandformat). Wiederholungstermine: Di. 2.12. 19 Uhr und Do. 4.12. 21 Uhr.
Hier gibt es das gesamte Festival-Programm mit allen Terminen und Filminfos im Überblick. Karten vorbestellen sinnvoll (Tel. 040/43 76 79), es gibt aber meistens auch noch Karten an der Abendkasse.
Der spanische Comic-Zeichner Paco Roca (Valencia, 1969) gewinnt den Nationalen Spanischen Comic-Preis, den mit 15.000 € dotierten Premio Nacional del Cómic. In der Jury sassen unter anderem Miguelanxo Prado (von dem hier schon einmal im Zusammenhang mit dem «Trailer “De Profundis”» die Rede war), Rogelio Blanco Martínez (director general del Libro, Archivos y Bibliotecas, zu dt. etwa: Abteilungsleiter für Literatur, Archive und Bibliotheken im Kulturministerium) sowie der Vorjahressieger Max (siehe mein Artikel aus dem Vorjahr: «Prämierter Comic-Zeichner Max im El País-Chat»).
Laut Roca, der dieses Jahr auch schon beim Salón del Cómic in Barcelona für Arrugas (siehe Abbildung, Verlagsinfo: Ed. Astiberri, Kauf bei FNAC) eine Auszeichnung erhielt, befindet sich der spanische Comic auf einem guten Weg. Interessant ist auch das Zielpublikum, an das er sich wendet, nämlich die Generation seiner Eltern:
Él asegura que su secreto es dirigirse a gente como sus padres, „a los que no les gustan los cómics“, algo que ya están haciendo otros autores para atraer público. „El manga y la novela gráfica están captando nuevos lectores -señala-, pero por encima de los superhéroes hay que construir obras que interesen a todo el mundo“.
Es gibt zahlreiche Gründe, warum ich manchmal das Saarland vermisse. Ab kommendem Donnerstag gibt es vier Wochen lang wieder so einen Grund. Mehr dazu im ciberaBlog: «Reihe des spanischsprachigen Films in Saarbrücken».
Do, 20.11.08, 20:00: »Te doy mis ojos«
von Iciar Bollaín. Spanien 2003, 103 min.
Do, 27.11.08, 20:00: »Mataharis«
von Iciar Bollaín. Spanien 2007, 95 min.
Do, 4.12.08, 20:00: »Habana Blues«
von Benito Zambrano. Spanien/Kuba 2005, 119 min.
Do, 11.12.08, 20:00: »El método«
von Marcelo Piñeyro. Argentinien/Spanien 2004, 117 min.