Change has come to the Webauftritt

Change has come to the Webauftritt

Ging ja flott: «Change has come to WhiteHouse.gov». Die neue Website des Präsidenten Obama, der gestern sein President Elect in ein President getauscht hat, gefällt mir ausgesprochen gut. Wie der Webzeugkoffer schon schreibt: der gestern kurz nach der Inauguration freigeschaltete neue Webauftritt whitehouse.gov wahrt die Tradition und verkörpert doch den Change. Das Blog ist prominent in die Site eingebunden. Beachtlich!

Update: An der spanischen Version whitehouse.gov/spanish wird zwar noch gearbeitet, aber es ist schon sehr vielsagend und zeigt die zunehmende Bedeutung des Spanischen in den USA und darüber hinaus, dass diese überhaupt erarbeitet wird und jetzt schon im Footer der Startseite verlinkt ist.

Update 2: Hier gibt es noch einen Screenshot der alten White-House-Website zu sehen.

8 Gedanken zu “Change has come to the Webauftritt

  1. Washingtoner ORF-Reporter Hanno Settele (sehr fähiger Mann übrigens) sprach gestern davon, dass die whitehouse.gov-Seite Punkt 12 (wahrscheinlich US-Zeit) umgestellt wurde. An sich nichts besonderes, doch dass bei all der gigantischen Planerei selbst daran gedacht wurde und es so reibungslos lief – Respekt!

    Übrigens ist auch die Domain change.gov seit gestern online. Auch eine gute Idee. Die Amerikaner sind einfach Spitzen-PR-Leute.

  2. ich war gestern auch sehr beeindruckt. da könnten sich deutsche politiker_innen ruhig mal eine scheibe oder besser zwei abschneiden

  3. Sie sieht zwar schön aus, aber für Bibliothekare und andere Informationssuchende ist sie (noch) sehr mager, was offizielle Texte wie Presseerklärungen, Pressematerialien zum Download, Druckversionen von Texten etc angeht. So hat es geschlagene zwei Tage gedauert, bis der Text der Antrittsrede online war und bis heute bekommt man sie nicht als Druckversion oder Download, sondern muss die ganze Blogseite samt Videoeintrag ausdrucken. Nicht sehr benutzerfreundlich…

    Aber folgender Washington Post Artikel erläutet, mit welchen Problemen Obamas IT-Leute sich im Moment rumschlagen: http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/01/21/AR2009012104249.html

    Auch ist es ein Problem, dass komplett Tabula Rasa gemacht wurde und sämtliche offiziellen Texte und Informationen der letzten acht Jahre einfach ausgelöscht wurden. Erst in Kürze wird die archivierte Seite wieder auf der Internetseite der zukünftigen Presidential Library zur Verfügung stehen: http://www.georgewbushlibrary.com/administration/archives
    Bis dahin muss man sich auf Quellen aus zweiter Hand verlassen, was aus professioneller Sicht nicht sehr schön ist.
    Aber genung gemeckert, ich bin ja froh über den ‘Change’, der aber im Bereich Informationsvermittlung erstaunlicherweise noch ziemlich steigerungsfähig ist 🙂

  4. @Nicole: Danke für deinen Kommentar. Das wundert mich aber, da Obama diese Informationen über’s Netz eigentlich immer sehr schnell bereitstellt. Vielleicht ist diese anfängliche Verzögerung noch dem Inaugurationsstreß geschuldet. 😉

  5. Ja, mich hat das auch sehr gewundert, aber wahrscheinlich ist wirklich, wie im obigen WP Artikel beschrieben, im Moment noch die veränderte Techniksituation Schuld. Ottonormalverbraucher ist wahrscheinlich mit dem, was jetzt da ist, völlig zufrieden, aber wenn man richtig nach offiziellen Texten recherchieren will und die jetzt bereitgestellte Info mit der der Vorgängerseite vergleicht, dann steht da im Moment nur ein Bruchteil zur Verfügung.

    Obama hat in den letzten Tagen zahlreiche Reden gehalten/Statements gegeben, von denen kein einziges im Wortlaut zu finden ist. Der letzte Blogeintrag ist zwei Tage alt… Früher hat man jede öffentliche Äußerung, egal wie kurz das Statement war, zeitnah als Text-, und meist noch als Audio- oder Videodatei bekommen, ebenso die Transcripts der Press Briefings des WH Sprechers oder die offiziellen Presseerklärungen. Was mich allerdings mehr stört, ist dass acht Jahre Informationen im elektronischen Nirvana verschwunden sind, was Recherchen im Moment sehr schwierig macht.

    Wie gesagt, Ottonormalverbraucher ist das meiste davon egal, aber wenn man beruflich darauf angewiesen ist, ist es so, als ob die Festplatte gelöscht worden wäre.

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